Wer entdeckte schon die Krim?
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weltenbummler
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Re: Wer entdeckte schon die Krim?
Ich hab vor einem Jahr eine Treckingtour auf der Krim gemacht. 6 Tage haben komplett mit Verpflegung, Zelt und irgendeiner "Spezialversicherung für Ausländer" 100 € gekostet. Viel preiswerter geht's meiner Meinung nach nicht. Und Sewastopol ist wirklich schön und sehenswert!
Mit der Servicewüste, das ist immer relativ. Die Hotels entsprachen definitiv nicht dem deutschen Standard. Aber die Leute waren sehr nett und hilfsbereit. "Standardservice" gab es nicht, aber bei Problemen und Sonderwünschen wurde sofort alles Möglich gemacht.
Als Reiseveranstalter würde ich mich allerdings von der Ukraine fernhalten.
Mit der Servicewüste, das ist immer relativ. Die Hotels entsprachen definitiv nicht dem deutschen Standard. Aber die Leute waren sehr nett und hilfsbereit. "Standardservice" gab es nicht, aber bei Problemen und Sonderwünschen wurde sofort alles Möglich gemacht.
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weltenbummler
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Re: Wer entdeckte schon die Krim?
Wennn ganz gezielt kein Luxus oder "typischer" Service erwartet wird, ist das doch sicherlich ein fantastisches Erlebnis.weltenbummler hat geschrieben:Ich hab vor einem Jahr eine Treckingtour auf der Krim gemacht. 6 Tage haben komplett mit Verpflegung, Zelt und irgendeiner "Spezialversicherung für Ausländer" 100 € gekostet. Viel preiswerter geht's meiner Meinung nach nicht.
Ich persönlich bevorzuge sogar diese Variante, denn im Urlaub will ich alles sehen, nur keine "Touris", da bin ich berufsgeschädigt.
Es sind auch nur die "Mutigen", die so etwas im Angebot haben. Man muss aber sagen, dass unsere Touris selten die bunte Welt suchen. Die kann man irgendwo ablegen, Hauptsache es gibt genug Sonne, Drinks und Essen wie bei Muttern (nur besser dekoriert) -- ach so, für die Herren der Schöpfung auch genügend Aus- und EinblickeMit der Servicewüste, das ist immer relativ. Die Hotels entsprachen definitiv nicht dem deutschen Standard. Aber die Leute waren sehr nett und hilfsbereit. "Standardservice" gab es nicht, ... Als Reiseveranstalter würde ich mich allerdings von der Ukraine fernhalten.
Dazu eine Episode aus dem 'Nähkästchen':aber bei Problemen und Sonderwünschen wurde sofort alles Möglich gemacht.
Zur CCCP-Zeit war ich beruflich in Jalta und bekam natürlich einen Wolga mit Chauffeur und Dolmetscher (KGB) für eine kleine Rundfahrt gestellt.
Großzügig wurde ich auch zum Essen in ein besseres Hotelrestaurant eingeladen, es war aber eher gehobene Hausmannskost.
Dazu gab es dann auch als 'Dessert' Schampanskoje oder Krimskoye. Das Gesöff war aber piewarm. Reklamieren nützte nichts, alle Flaschen waren gleichmäßig temperiert.
Eigentlich wollte ich ja paar Schluck trinken und so bat ich um etwas Eis; ich dachte dabei erst einmal ganz naiv an einen Eiskübel.
Auch das schien ein Problem zu sein, da war wohl die Kühlung im Haus defekt.
Nach einigem hin und her kam dann der Chefkoch höchstpersönlich mit einem Eiskübel unter dem Arm und klatschte mir so eine Art Moskauer-Eis-Kugel ins Glas. Da habe ich dann endgültig aufgegeben.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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Re: Wer entdeckte schon die Krim?
Sieht mir nach einem sehr interessanten Angebot aus. Das kommt aber nur in Frage, wenn man bereit ist, sich einem einheimischen Veranstalter anzuvertrauen und sich mit der örtlichen Rechtslage abzufinden.weltenbummler hat geschrieben:http://www.outdoorukraine.com/content/b ... 4/lang,de/
Das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, denn man ist sich ja bewusst, auf was man sich einlässt.
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kamensky
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Re: Wer entdeckte schon die Krim?
Musste herzlich lachen beim lesen Ihres Beitrags.klaupe hat geschrieben:Dazu gab es dann auch als 'Dessert' Schampanskoje oder Krimskoye. Das Gesöff war aber piewarm. Reklamieren nützte nichts, alle Flaschen waren gleichmäßig temperiert.
Eigentlich wollte ich ja paar Schluck trinken und so bat ich um etwas Eis; ich dachte dabei erst einmal ganz naiv an einen Eiskübel.
Auch das schien ein Problem zu sein, da war wohl die Kühlung im Haus defekt.
Nach einigem hin und her kam dann der Chefkoch höchstpersönlich mit einem Eiskübel unter dem Arm und klatschte mir so eine Art Moskauer-Eis-Kugel ins Glas. Da habe ich dann endgültig aufgegeben.
Zuletzt geändert von Norbert am 28 Mär 2014, 10:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wer entdeckte schon die Krim?
"bis dato" würde ich nun nicht unterschreiben, denn da hat sich viel getan.kamensky hat geschrieben:Musste herzlich lachen beim lesen Ihres Beitrags.Ja, es enspricht leider der Tatsache, dass der Russe bis dato 0 Ahnung hat von Weinkultur bzw. Önologie. Ich erlebe das mit dem ungekühlten (meist Weisswein) zum Apero sehr oft und dies in vermeintlichen Vorzeigerestaurants.
Hauptschuldiger war eigenartigerweise Gorbatschow, der ja mit seiner Anti-Alkohol-Kampagne sehr viele Weinstöcke ausreißen ließ. Ab Jelzin war wieder Bedarf und man pflanzte neue Kulturen mit ausgewählten Sorten an. Seit dem ist aus dem alkoholhaltigen Zuckerwasser sogar Wein geworden und meist von ausgezeichneter Qualität! "Massandra" bietet jetzt wirklich edle Weine an, die sich international mit anderen Spizenweinen messen können.
Entsprechend hat sich auch das Verhältnis zum Wein entwickelt.
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kamensky
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Re: Wer entdeckte schon die Krim?
Möglicherweise haben Sie mich resp. ( das "Anliegen" wie man Wein *Temperatur, Gläser usw* serviert und bspw. welchen Wein zu welchem Gericht ), falsch verstanden. Da ich beruflich ursprünglich aus der Gastronomie komme glaube ich über genügend Grundkenntnisse betreffend Weine zu haben. Besuche ich aber hier in Eburg bspw. eine der wohl bekanntesten (in Preis und Qualität) Italiener, finde ich lediglich einen trockenen Montepulciano auf der Karte. Alles andere sind so "Halbsüsse" aus Georgien und anderen zentralasiatischen Staaten. Irgendwie aus der finanziellen Perspektive zu verstehen, eher weniger jedoch aus der weinkulturellen in Kontext mit der dementsprechend italienischen Küchenkultur. Nein, im grossen und ganzen hat der Russe keine grosse Ahnung von Ess- und Weinkultur, Hauptsache Mayonnaise (Qualitätsneutral) ist in Hülle und Fülle vorhanden. Britains und Amis lassen grüssen.klaupe hat geschrieben:"bis dato" würde ich nun nicht unterschreiben, denn da hat sich viel getan.kamensky hat geschrieben:Musste herzlich lachen beim lesen Ihres Beitrags.Ja, es enspricht leider der Tatsache, dass der Russe bis dato 0 Ahnung hat von Weinkultur bzw. Önologie. Ich erlebe das mit dem ungekühlten (meist Weisswein) zum Apero sehr oft und dies in vermeintlichen Vorzeigerestaurants.
Hauptschuldiger war eigenartigerweise Gorbatschow, der ja mit seiner Anti-Alkohol-Kampagne sehr viele Weinstöcke ausreißen ließ. Ab Jelzin war wieder Bedarf und man pflanzte neue Kulturen mit ausgewählten Sorten an. Seit dem ist aus dem alkoholhaltigen Zuckerwasser sogar Wein geworden und meist von ausgezeichneter Qualität! "Massandra" bietet jetzt wirklich edle Weine an, die sich international mit anderen Spizenweinen messen können.
Entsprechend hat sich auch das Verhältnis zum Wein entwickelt.
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Re: Wer entdeckte schon die Krim?
Russland ist nicht Frankreich oder Italien.kamensky hat geschrieben:Nein, im grossen und ganzen hat der Russe keine grosse Ahnung von Ess- und Weinkultur, Hauptsache Mayonnaise (Qualitätsneutral) ist in Hülle und Fülle vorhanden. Britains und Amis lassen grüssen.
Da gibt es durchaus eine beachtliche Esskultur, die sich aber von der westeuropäischen deutlich unterscheidet.
Andererseits prägt auch der Tourismus der Russen die Speisekarten in Russland. Wer ein paar Rubel mehr in der Tasche hat, leistet sich auch mal ein Restaurant mit gepflegter mediterraner Küche und Kultur in den Großstädten. Es wurde nicht nur die fast-food-Subkultur übernommen.
OK, der Durchschnittsrusse mit etwas gehobenerem Einkommen wird sich im Urlaub eher an der All-Inclusive-Mentalität orientieren, die sogar inzwischen deutlich russifiziert ist. Da dreht sich selbst mir der Magen um.
Ich kenne einige Russen hier, die im es am Urlaubsort vermeiden, laut russisch zu sprechen, um sich demonstrativ zu distanzieren und die auch um die Pauschalangebote einen Bogen machen.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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_RGP_
Re: Wer entdeckte schon die Krim?
Zumindest das kann dir in Deutschland aber auch passieren. Eiskalten Rotwein gibt es auch hier mitunter in der gehobenen Gastronomie.kamensky hat geschrieben:Ich erlebe das mit dem ungekühlten (meist Weisswein) zum Apero sehr oft und dies in vermeintlichen Vorzeigerestaurants.
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Re: Wer entdeckte schon die Krim?
Gut, das Essen haben wir auf dem Lagerfeuer zubereitet und es war dementsprechend "russisch-deftig": Sala, Wurst, Käse, Brot, Kascha, Kohlsuppe, Erbsensuppe, Buchweizen mit Dosenfleisch, Tee.... Deftig, besonders in der freien Natur lecker, aber es ist sicher nicht jedermanns Sache. Getrunken haben wir meist Wasser aus irgendwelchen Quellen oder Rohren die irgendwo aus der Landschaft plätscherten.klaupe hat geschrieben:Großzügig wurde ich auch zum Essen in ein besseres Hotelrestaurant eingeladen, es war aber eher gehobene Hausmannskost.
Dazu gab es dann auch als 'Dessert' Schampanskoje oder Krimskoye. Das Gesöff war aber piewarm. Reklamieren nützte nichts, alle Flaschen waren gleichmäßig temperiert.
Eigentlich wollte ich ja paar Schluck trinken und so bat ich um etwas Eis; ich dachte dabei erst einmal ganz naiv an einen Eiskübel.
Auch das schien ein Problem zu sein, da war wohl die Kühlung im Haus defekt.
Nach einigem hin und her kam dann der Chefkoch höchstpersönlich mit einem Eiskübel unter dem Arm und klatschte mir so eine Art Moskauer-Eis-Kugel ins Glas. Da habe ich dann endgültig aufgegeben.
Einen Abend gab's "Wodka": reiner Alkohl aus der Apotheke mit Wasser verdünnt... ;-) Den anderen Abend Bier (aus der 1,5 l PET Flasche, exakt in Köpertemperatur...)
Aber ich denke wenn man eine Treckingtour bucht, gehört das dazu. Es war auf jedenfall ein Erlebnis!
Etwas schwierig war die Verständigung. Außer mit bestand die Gruppe nur aus Russen, Weißrussen und Ukrainern. Und mein Russisch reicht gerade um ein Bier zu bestellen, aber mit Händen, Füßen und ein paar Brocken Englisch hat die Verständigung trotzdem geklappt.
Es war jedenfalls ein Erlebniss, an das ich mich gerne erinnere!