nationalsozialistische Argumentationsmuster?

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klaupe
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von klaupe »

Jenenser hat geschrieben:Übrigens, unsere damalige Schutzmacht konnte den Prozess nicht aufhalten, obwohl es gültige Verträge über gegenseitigen Beistand gab
Erst einmal hat die Bevölkerung der DDR selbst Tatsachen geschaffen, die nicht mehr aufzuhalten waren. Dann war die CCCP ohnehin am Ende, hatte sich quasi selbst besiegt und kapituliert, was den Prozess beschleunigte.
Vielleicht wollte der deutsche Bundeskanzler uns einfachen Menschen einfach nur seine Hilfe anbieten, um uns zu schützen?
Der Treppenwitz der Geschichte! Der Kohlkopp hat sich einfach den Bonbon ans Hemd geklebt, den sich Andere verdient haben. Im Gegenteil, als er von der "drohenden" Wiedervereinigung überrascht wurde, stand er ziemlich ratlos da. Gleichzeitig keimte die Gier auf, dieses Sahnestück der Geschichte in seine Memoiren einzubinden.
Bei seinem "Freundschaftsbesuch" an "sein Volk" hat er leider nicht genug Eier abbekommen. Als Speckstück hätte er fantastisch in ein Omelett gepasst.
Eine Mehrheit bei uns im Land hatte sich für einen Beitritt, andere nannten es Wiedervereinigung, entschieden. Und doch verstummt bis heute das Wort „Annexion“ nicht.
Wenn man den Ablauf genauer analysiert, würde Annexion besser passen, allerdings hatten es da nun auch einige ungeduldige DDR-Bürger etwas zu eilig. Das führte später dazu, dass die Aktiva der DDR verramscht und verhökert wurden.

Unterm Strich ist es gerade noch mal gut gegangen, es hätte schlimmer kommen können und die schlimmste Lösung wäre vermutlich der Fortbestand der "klassischen" DDR.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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GIN
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von GIN »

Cem Özdemir am Samstag in der Welt

"Dass Bürgerinnen und Bürger Deutschland künftig stärker zwischen dem Westen und Russland sehen wollen, it sicher Realität, aber nichts, was dazu führen darf, das WIR diesem Wunsch nachgeben"
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fugen
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von fugen »

GIN hat geschrieben:Cem Özdemir am Samstag in der Welt

"Dass Bürgerinnen und Bürger Deutschland künftig stärker zwischen dem Westen und Russland sehen wollen, it sicher Realität, aber nichts, was dazu führen darf, das WIR diesem Wunsch nachgeben"
Sagt doch genug über den Gedankengang von ihm aus! Das Problem ist nur, dass es genügend Personen, egal ob hier im Forum oder in der BRD, geben wird die ihm zustimmen werden.
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Berlino10 »

Wo sollte Deutschland stehen?"
Und tatsächlich sehen nur 45 Prozent der Befragten die Bundesrepublik fest im westlichen Bündnis,
49 Prozent hingegen favorisieren eine "mittlere Position zwischen dem Westen und Russland".

Bild
Zuletzt geändert von Berlino10 am 05 Apr 2014, 16:16, insgesamt 1-mal geändert.
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fugen
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von fugen »

Berlino10 hat geschrieben:Wo sollte Deutschland stehen?"
Und tatsächlich sehen nur 45 Prozent der Befragten die Bundesrepublik fest im westlichen Bündnis,
49 Prozent hingegen favorisieren eine "mittlere Position zwischen dem Westen und Russland".
Ist doch auch verständlich, weil es eben, in meinen Augrn zumindest, Sinn macht mit seinem nachbarn, Energielieferanten und Absatzmarkt eine gute Beziehung zu haben.

Schweden und Finnland machen es doch vor.
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Berlino10 »

fugen hat geschrieben:
Ist doch auch verständlich, weil es eben, in meinen Augrn zumindest, Sinn macht mit seinem nachbarn, Energielieferanten und Absatzmarkt eine gute Beziehung zu haben.

Schweden und Finnland machen es doch vor.
Natürlich macht das Sinn, zumal die USA kein wirklicher Partner mehr sind.

Deswegen versuchen ja die USA besonders Politiker und Medienleute in transatlantischen Bündnissen zwangs zu verpflichten.

Die eigentliche Option müsste aber nicht sein, Deutschland ausserhalb der westlichen Welt,
sondern ein von den USA-Interessen befreites Europa, das seine Interessen viel besser verwirklichen könnte.
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von klaupe »

Berlino10 hat geschrieben:Natürlich macht das Sinn, zumal die USA kein wirklicher Partner mehr sind.
In der Mitte stehen, heißt doch beim besten Willen nicht auf russischer Seite stehen, sondern allenfalls die russische Seite auch zu akzeptieren.
Das ist nach den Wirren des kalten Krieges schon ein enormer Fortschritt, denn da gab es nur Pro oder Contra.
In der DDR gab es nur Pro Russland/CCCP und da hat die neutrale Position gewaltig gewonnen.

Die infratest dimap Umfrage ist fast so schlau formuliert, wie das Referendum auf der Krim. Es fehlt schlicht eine wichtige Option: "Fest im Bündnis mit Russland"

Dann könnte man auch über Thesen spekulieren wie ...
Deswegen versuchen ja die USA besonders Politiker und Medienleute in transatlantischen Bündnissen zwangs zu verpflichten.
... so ist das nur reines Wunschdenken einiger Putinisten.
Die eigentliche Option müsste aber nicht sein, Deutschland ausserhalb der westlichen Welt,
GENAU DIESE Abfrageoption fehlt!
sondern ein von den USA-Interessen befreites Europa, das seine Interessen viel besser verwirklichen könnte.
Die US-Interessen an Deutschland und Europa bringen uns Deutschen immer noch mehr ein, als die Interessen Russlands.
Die Weltanschauung in Deutschland/EU beeinflusst mehr der Papst, als Obama
Die Wirtschaft lässt sich an nackten Zahlen messen. Da liegt der Warenverkehr Deutschlands mit der EU weit weit vorne, dann kommt USA, bald danach VR China und dann irgendwann Russland (kurz nach Polen aber noch vor Tschechien). Lediglich die Importzahlen aus Russland (fast nur Rohstoffe) liegen deutlich über den Exporten nach Russland, aber im internationalen Vergleich noch lange nicht in der Spitzengruppe.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Berlino10 »

Die Handels-Statistik mit RUS stimmt so nicht.
Danach sind ja die Niederland Haupt-Partner von RUS, das ist natürlich Quark.
Zum einen läuft auch der Deutsche Import von Rohöl sehr oft über den Markt in Rotterdam, und wird fälschlicherweise NL zugeschlagen,
zum anderen werden Realgeschäfte DEU rein steuertechnisch über die NL abgewickelt.
Real ist RUS als Handelspartner deutlich wichtiger als in der Statistik ausgewiesen.

DEU/Europa sollte sich von den US-Interessen befreien, die sind häufig konträr,
so haben die USA immer versucht, die Konkurrenz durch den Euro abzuschwächen.
Seit 1814 versucht GB und die USA in den letzten Jahrzehnten die Entwicklung des Kontinents und seine interne Stärkung zu boykottieren.
Nicht zuletzt deshalb plädiert GB auch für die Verwässerung und Schwächung der EU, für die Aufnahme immer neuer Länder wie Bulgarien, Rumänien, Türkei oder gar die Ukraine.

Sich als EU von den gegenläufigen Interessen der USA zu emanzipieren, bedeutet selbstverständlich nicht,
die gewonnene Selbstständigkeit in der Verfolgung eigener Interessen durch die Aufnahme russischer Interessen zu schwächen,
aber sie für Europa zu nutzen, wenn es Vorteile bringt.
Diese Vorteile für Europa sind aber Nachteile für USA, deshalb versuchen sie uns in die Konfrontation mit RUS zu treiben,
weil es nur uns viel kostet, ihnen aber viel bringt - zu unserem Schaden.
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von klaupe »

Berlino10 hat geschrieben:Die Handels-Statistik mit RUS stimmt so nicht.
Sie sollten Vorlesungen über Makroökonomie halten. Die Lacher haben Sie garantiert auf Ihrer Seite
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Norbert »

klaupe hat geschrieben:
Berlino10 hat geschrieben:Die Handels-Statistik mit RUS stimmt so nicht.
Sie sollten Vorlesungen über Makroökonomie halten. Die Lacher haben Sie garantiert auf Ihrer Seite
Berlino hat in meinen Augen klar aufgezeigt, welche Argumente für diese These sprechen: Zweifelhafte Bedeutung der NL in dieser Statistik sowie steuertechnische Verschiebungen. Anstatt pauschal mit "Lacher auf Ihrer Seite zu antworten" wäre eine inhaltliche Auseinandersetzung vielleicht sinnvoller?

Im Moment lache ich jedenfalls nicht über Berlino.
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