Einreise mit PKW
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willi
Einreise mit PKW
habe bereits ein Jahresvisum und würde gerne meinen Urlaub mit PKW in Russland verbringen. Kann man den PKW Eintrag auch an der Grenze machen?
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willi
So, bin jetzt wieder zurück und ein wenig schlauer....
Sind mit dem Pkw über Kiew- Krim- Krasnodar-Wolgograd nach Nishnij Novgorod gereist und über Moskau-Kiew wieder zurück.
Probleme???
Nichts nennenswertes!!!
Für die Einreise in Ukraine und Russland sind keine speziellen Dokumente notwendig. Die Abfertigung beim Zoll ist schnell und unkompliziert, die Beamten fast schon übertrieben hilfsbereit und führen einem die Hand beim Ausfüllen der Formulare, frägt man sich wieso sie sie nicht gleich selbst ausfüllen.
PKW-Versicherung für Russland haben wir bei der Ausreise aus Ukraine in Kertsch abgeschlossen, 2 Monate kosten 50-100 Euro je nach Motor, ansonsten keine weiteren Kosten.
Die Bitte der Zöllner nach einem "Souvenir aus Deutschland" oder einer kleinen Unterstützung ist Standard und muss nicht bedient werden, freundlich sein und ein paar Witze machen reicht auch schon.
Die Aufenthaltsdauer vom Pkw ist allerdings auf 30 Tage begrenzt und muss später im Land bei einer Zollstelle verlängert werden,- hat in meinem Fall 3 Stunden gedauert da die Zöllner besoffen waren und zwischendrin die Formulare verloren haben.
Die Ausreise erfolgt genauso unkompliziert.
Fernstrassen sind sehr gut, Nebenstrecken gut bis brauchbar. Das Tankstellennetz ist inflationär dicht, ist heute schon darauf ausgelegt dass jede russische Familie einen Zweitwagen besitzt. EC Zahlung geht jedoch fast nie aber stehen ja genügend Bankomaten rum. Russischer Diesel wird auch von TDI Motoren problemlos verdaut.
Und dann wären da noch die Erfahrungen mit den GAJ...
Auf der Hinfahrt:
In der Ukraine 3 mal angehalten worden, bischen zu schnell halt aber ohne Kohle gelöst, 50 Grrrrrsjkjkjlw bezahlt für Überfahren des Bahnübergangs bei Rot ( war ne Rangierlok zu Gange, vor , zurück, vor, zurück...)
Erste Kontrolle in Russland 500 Rubel für fehlenden internationalen Führerschein. Weitere 100 Rubel nachdem wir das Stopzeichen einer Kontrolle ignoriert und dafür im nächsten Ort gestoppt wurden, - die Polizisten haben rumgejammert das sie keinen Sprit mehr haben und doch ein paar Rubel benötigen..., also eher lustig.
Etliche weiter Kontrollen die lediglich Zeit gekostet haben.
Denke man sollte es wirklich als willkommene Möglichkeit betrachten ein wenig die eigenen Russischkenntnisse aufzuwerten. Hat auch durchaus Unterhaltungswert zu sehen welche angeblichen Verstösse sich die Jungs so ausdenken, z.B. die fehlende Zolldeklaration für die Fernseh- und Videogeräte die wir verhöckert haben müssen da sie ja jetzt nicht mehr im Kofferraum sind, die Radarpistole mit der ewig gleichen Anzeige und ähnliches mehr.
In NNov dann nochmal 500 für falsches Abbiegen mit Fahne vom Vorabend ( Null Promille zulässig) und 1000 für Wenden auf der Autobahn.
Nun, das war es dann auch schon. Wäre in Deutschland teurer gekommen.
Auf der Rückreise dann keine einzige Kontrolle, zwar ein paar mal angehalten worden aber wohl nicht ins Beuteschema gepasst und gleich weitergewunken worden.
Vorschriftsmässige Fahrweise, unauffälliges Verhalten und mit seinem Kauderwelsch Russisch die GAJ nerven bis sie froh sind einen wieder vom Hals zu haben hilft Geld sparen, mach Spass und fördert die Russischkenntnisse.
Verkehr allgemein: Der gemeine Durchschnittsrusse fährt äusserst zivilisiert, Vorsicht ist jedoch geboten bei schwarzen Oberklasse-Limousinen und SUV, hier gilt je grösser desto rücksichtsloser. Auch in Russland gilt der Spruch was im Hirn und in der Hose fehlt wird über die Motorhaube kompensiert.
Zusammenfassend gesagt: Mit dem eigenen Pkw durch Russland ist eine sehr interessante Angelegenheit mit kalkulierbarem Risiko und wird in ein paar Jahren genauso unspektakulär und verbreitet sein wie heute nach Italien zu fahren.
GAJ sind zwar Wegelagerer aber durchaus handhabbar, Überfälle und Abenteuergeschichten entstammen wohl eher dem Reich der Fabeln. Gewöhnungsbedürftig für uns Europäer ist nur die unerhörte Weite Russlands, von einer grösseren Stadt zur Nächsten entspricht halt schon einmal halb durch Deutschland.
Kann es nur weiterempfehlen.
Sind mit dem Pkw über Kiew- Krim- Krasnodar-Wolgograd nach Nishnij Novgorod gereist und über Moskau-Kiew wieder zurück.
Probleme???
Nichts nennenswertes!!!
Für die Einreise in Ukraine und Russland sind keine speziellen Dokumente notwendig. Die Abfertigung beim Zoll ist schnell und unkompliziert, die Beamten fast schon übertrieben hilfsbereit und führen einem die Hand beim Ausfüllen der Formulare, frägt man sich wieso sie sie nicht gleich selbst ausfüllen.
PKW-Versicherung für Russland haben wir bei der Ausreise aus Ukraine in Kertsch abgeschlossen, 2 Monate kosten 50-100 Euro je nach Motor, ansonsten keine weiteren Kosten.
Die Bitte der Zöllner nach einem "Souvenir aus Deutschland" oder einer kleinen Unterstützung ist Standard und muss nicht bedient werden, freundlich sein und ein paar Witze machen reicht auch schon.
Die Aufenthaltsdauer vom Pkw ist allerdings auf 30 Tage begrenzt und muss später im Land bei einer Zollstelle verlängert werden,- hat in meinem Fall 3 Stunden gedauert da die Zöllner besoffen waren und zwischendrin die Formulare verloren haben.
Die Ausreise erfolgt genauso unkompliziert.
Fernstrassen sind sehr gut, Nebenstrecken gut bis brauchbar. Das Tankstellennetz ist inflationär dicht, ist heute schon darauf ausgelegt dass jede russische Familie einen Zweitwagen besitzt. EC Zahlung geht jedoch fast nie aber stehen ja genügend Bankomaten rum. Russischer Diesel wird auch von TDI Motoren problemlos verdaut.
Und dann wären da noch die Erfahrungen mit den GAJ...
Auf der Hinfahrt:
In der Ukraine 3 mal angehalten worden, bischen zu schnell halt aber ohne Kohle gelöst, 50 Grrrrrsjkjkjlw bezahlt für Überfahren des Bahnübergangs bei Rot ( war ne Rangierlok zu Gange, vor , zurück, vor, zurück...)
Erste Kontrolle in Russland 500 Rubel für fehlenden internationalen Führerschein. Weitere 100 Rubel nachdem wir das Stopzeichen einer Kontrolle ignoriert und dafür im nächsten Ort gestoppt wurden, - die Polizisten haben rumgejammert das sie keinen Sprit mehr haben und doch ein paar Rubel benötigen..., also eher lustig.
Etliche weiter Kontrollen die lediglich Zeit gekostet haben.
Denke man sollte es wirklich als willkommene Möglichkeit betrachten ein wenig die eigenen Russischkenntnisse aufzuwerten. Hat auch durchaus Unterhaltungswert zu sehen welche angeblichen Verstösse sich die Jungs so ausdenken, z.B. die fehlende Zolldeklaration für die Fernseh- und Videogeräte die wir verhöckert haben müssen da sie ja jetzt nicht mehr im Kofferraum sind, die Radarpistole mit der ewig gleichen Anzeige und ähnliches mehr.
In NNov dann nochmal 500 für falsches Abbiegen mit Fahne vom Vorabend ( Null Promille zulässig) und 1000 für Wenden auf der Autobahn.
Nun, das war es dann auch schon. Wäre in Deutschland teurer gekommen.
Auf der Rückreise dann keine einzige Kontrolle, zwar ein paar mal angehalten worden aber wohl nicht ins Beuteschema gepasst und gleich weitergewunken worden.
Vorschriftsmässige Fahrweise, unauffälliges Verhalten und mit seinem Kauderwelsch Russisch die GAJ nerven bis sie froh sind einen wieder vom Hals zu haben hilft Geld sparen, mach Spass und fördert die Russischkenntnisse.
Verkehr allgemein: Der gemeine Durchschnittsrusse fährt äusserst zivilisiert, Vorsicht ist jedoch geboten bei schwarzen Oberklasse-Limousinen und SUV, hier gilt je grösser desto rücksichtsloser. Auch in Russland gilt der Spruch was im Hirn und in der Hose fehlt wird über die Motorhaube kompensiert.
Zusammenfassend gesagt: Mit dem eigenen Pkw durch Russland ist eine sehr interessante Angelegenheit mit kalkulierbarem Risiko und wird in ein paar Jahren genauso unspektakulär und verbreitet sein wie heute nach Italien zu fahren.
GAJ sind zwar Wegelagerer aber durchaus handhabbar, Überfälle und Abenteuergeschichten entstammen wohl eher dem Reich der Fabeln. Gewöhnungsbedürftig für uns Europäer ist nur die unerhörte Weite Russlands, von einer grösseren Stadt zur Nächsten entspricht halt schon einmal halb durch Deutschland.
Kann es nur weiterempfehlen.
Hi Willi,
das hört sich ja eigentlich ganz nett an.
Folgende Anmerkungen:
1. Die Erlaubnis mit deutschen Kennzeichen in der RF herumfahren zu dürfen hat der Grenzzoll (Mamonovo, Kaliningrad Obl.) gleich auf 2 Monate gesetzt.
2. Versicherung für einen Golf3 TD für 15 Tage bei "Ingosstrach" 30 EUR bei der Einreise.
3. EU-Führerschein war bei mir kein Problem (ich hatte vergessen, den internationalen zu besorgen).
4. GAIs: Am besten nie auf der rechten Spur und vor allem: nie hinschauen.
5. Fahrweise: Na so zivilisiert wie Du habe ich es nicht empfunden, ich fühlte mich da eher an Marokko oder Kairo erinnert, nur ein wenig agressiver. Als Fussgänger hast Du dort keine Rechte
.
6. Fahrweise 2: Interessant wie im Kaliningrader Gebiet einige (meiner Vermutung nach) russlandsdeutsche Fiaker mit deutschen Kennzeichen so mutieren, dass sie mit dieser Fahrweise in Deutschland gleich den Lappen loswären und eine Anzeige wegen Strassenverkehrsgefährdung und Nötigung am Hals hätten.
das hört sich ja eigentlich ganz nett an.
Folgende Anmerkungen:
1. Die Erlaubnis mit deutschen Kennzeichen in der RF herumfahren zu dürfen hat der Grenzzoll (Mamonovo, Kaliningrad Obl.) gleich auf 2 Monate gesetzt.
2. Versicherung für einen Golf3 TD für 15 Tage bei "Ingosstrach" 30 EUR bei der Einreise.
3. EU-Führerschein war bei mir kein Problem (ich hatte vergessen, den internationalen zu besorgen).
4. GAIs: Am besten nie auf der rechten Spur und vor allem: nie hinschauen.
5. Fahrweise: Na so zivilisiert wie Du habe ich es nicht empfunden, ich fühlte mich da eher an Marokko oder Kairo erinnert, nur ein wenig agressiver. Als Fussgänger hast Du dort keine Rechte
6. Fahrweise 2: Interessant wie im Kaliningrader Gebiet einige (meiner Vermutung nach) russlandsdeutsche Fiaker mit deutschen Kennzeichen so mutieren, dass sie mit dieser Fahrweise in Deutschland gleich den Lappen loswären und eine Anzeige wegen Strassenverkehrsgefährdung und Nötigung am Hals hätten.

