Was tun, um Russland gegen den Westen zu helfen?
Was tun, um Russland gegen den Westen zu helfen?
Nach längerer Zeit schaue ich heute wieder in dieses Forum. Habe früher mal Spendenaufrufe zur Behandlung kranker Kinder aus Russland hier gestartet. Das Ergebnis war nicht so überzeugend und so war ich lange weg hier.
Nach einer Zeit der Lähmung über die für mich katastrophale Entwicklung in der Ukraine bin ich dabei, wieder "Luft zu schnappen". Ich möchte was tun, um Russland gegen den Westen zu helfen. Genauer gesagt würde das ja auch uns helfen, denn "unsere" europäischen Regierungen handeln gar nicht im Interesse unserer Völker, sondern der herrschenden Kreise in den USA. :x
Ich möchte euch fragen, was man da tun könnte - wobei ich natürlich hoffe, dass möglichst viele von Euch überhaupt so ähnlich denken.
Ich wohne auf dem Dorf, bin schon lange nicht mehr politisch aktiv (war mal bei den "Grünen" und auch kurze Zeit bei der PDS) und habe jetzt auch nicht groß gegoogelt, was es da für Aktionsformen gibt.
Kurz bevor ich diesen Beitrag hier schreibe, hab ich noch diese Erklärung bemerkt:
https://www.youtube.com/watch?v=oBr0V5vvYa4
Kundgebungen bzw. Demos gab es ja auch. Und sonst? Soll man die Leute dazu aufrufen, verstärkt russische Produkte zu kaufen (aber viel außer dem Lada fällt mir da jetzt nicht ein) oder in Russland Urlaub zu machen (?) - würde ja auch die russische Wirtschaft stärken, die das wegen den West-Sanktionen sicher nötig hat!
Letztlich gingen meine Überlegungen der letzten Tage sogar dahin, dass man eine neue Partei gründen sollte - eine Partei, die nicht links und nicht rechts ist, aber "dennoch" gegen den US-Imperialismus. Nun ja, ich will das nicht weiter ausführen, sonst wird es am Ende noch gelöscht, weil man vermutlich hier (wie in den meisten Foren) nicht Parteipolitik machen soll. Aber ich wollte mal das, was mir zu dem Thema einfiel, ein wenig skizzieren.
Nach einer Zeit der Lähmung über die für mich katastrophale Entwicklung in der Ukraine bin ich dabei, wieder "Luft zu schnappen". Ich möchte was tun, um Russland gegen den Westen zu helfen. Genauer gesagt würde das ja auch uns helfen, denn "unsere" europäischen Regierungen handeln gar nicht im Interesse unserer Völker, sondern der herrschenden Kreise in den USA. :x
Ich möchte euch fragen, was man da tun könnte - wobei ich natürlich hoffe, dass möglichst viele von Euch überhaupt so ähnlich denken.
Ich wohne auf dem Dorf, bin schon lange nicht mehr politisch aktiv (war mal bei den "Grünen" und auch kurze Zeit bei der PDS) und habe jetzt auch nicht groß gegoogelt, was es da für Aktionsformen gibt.
Kurz bevor ich diesen Beitrag hier schreibe, hab ich noch diese Erklärung bemerkt:
https://www.youtube.com/watch?v=oBr0V5vvYa4
Kundgebungen bzw. Demos gab es ja auch. Und sonst? Soll man die Leute dazu aufrufen, verstärkt russische Produkte zu kaufen (aber viel außer dem Lada fällt mir da jetzt nicht ein) oder in Russland Urlaub zu machen (?) - würde ja auch die russische Wirtschaft stärken, die das wegen den West-Sanktionen sicher nötig hat!
Letztlich gingen meine Überlegungen der letzten Tage sogar dahin, dass man eine neue Partei gründen sollte - eine Partei, die nicht links und nicht rechts ist, aber "dennoch" gegen den US-Imperialismus. Nun ja, ich will das nicht weiter ausführen, sonst wird es am Ende noch gelöscht, weil man vermutlich hier (wie in den meisten Foren) nicht Parteipolitik machen soll. Aber ich wollte mal das, was mir zu dem Thema einfiel, ein wenig skizzieren.
- klaupe
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Re: Was tun, um Russland gegen den Westen zu helfen?
Wie man in letzter Zeit sieht, hilft Russland sich ganz gut selbstStefanS hat geschrieben:Ich möchte was tun, um Russland gegen den Westen zu helfen.
Wie das funktionieren soll, muss mir mal jemand erklären.Genauer gesagt würde das ja auch uns helfen,
Vielleicht nicht aller Völker, aber ich fühle mich einigermaßen gut vertreten.denn "unsere" europäischen Regierungen handeln gar nicht im Interesse unserer Völker,
Logisch, diese Partei brauchen wir noch. Nur zu und schnell ein Parteiprogramm geschrieben. Eine gute Partei mit einem guten Programm, da ist der Erfolg schon garantiert.Letztlich gingen meine Überlegungen der letzten Tage sogar dahin, dass man eine neue Partei gründen sollte - eine Partei, die nicht links und nicht rechts ist, aber "dennoch" gegen den US-Imperialismus.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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kamensky
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Re: Was tun, um Russland gegen den Westen zu helfen?
Meine Devise: Neutral bleiben und weder die eine, noch die andere Partei unterstützen! 
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
- klaupe
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Re: Was tun, um Russland gegen den Westen zu helfen?
Wie soll das funktionieren?kamensky hat geschrieben:Meine Devise: Neutral bleiben und weder die eine, noch die andere Partei unterstützen!
Schon wenn man sich hier äußert, hat man quasi Partei ergriffen, auch wenn es nur die Partei der meinungslosen Schweiger ist.
Gefährlich sind die, die schlüssige, beweisbare Argumente aufführen können. Da muss eigentlich jeder normale Mensch die Tatsachen erkennen.
Manchmal ist es schwierig, da auch falsche Tatsachen so geschickt präsentiert werden, dass man geneigt ist, sie zu glauben, obwohl es faustdicke Lügen sind.
Vorsicht vor denen, die ihre Meinung so überzeugend darstellen können, dass man ihnen glaubt. Ist es nun richtig erkannt oder ein Irrweg? Ist es eine mögliche Variante oder ein sinnvoller Vorschlag, über den es nachzudenken lohnt?
Harmlos sind die, die immer wieder die altbekannten Parolen abdreschen, die in dem jeweiligen Lager immer wieder auftauchen und mit geringen Variationen den gleichen Unfug wiederholen. Eigentlich lohnt es nicht, darauf überhaupt zu reagieren, doch mancher "Missionar" versucht noch, die Irrtümer in den vernagelten Köpfen aufzuklären. Die Erfahrung zeigt, dass es wertlos ist.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
Re: Was tun, um Russland gegen den Westen zu helfen?
Jenseits aller Beweis für einzelne Tatsachen oder Behauptungen liegt die Crux noch tiefer.
Es geht leider inzwischen um viel mehr als allein um völkerrechtliche Spitzfindigkeiten zu Grenzverschiebungen und die Fragen ob und wessen Geheimagenten besser gegen den anderen agitieren. Es geht um die Grundsatzfrage, in was für einer Welt wir eigentlich leben wollen. Die von Putin ausdrücklich für richtig befundene gelenkte "Demokratie", in der ersichtlich einige wenige das Vermögen des Landes und die Macht unter sich ausmachen und aufteilen, und das Volk dabei eigentlich nur zugugucken und Beifall klatschen soll auf der einen Seite und die Form des westlichen Pluralismus, der Wohlstandsverteilung (einfach nur mal die Steuersätze und Belastungen der Wohlhabenden in beiden System vergleichen!) und des selbstbewußten Bürgertums auf der anderen Seite.
Da kann ich locker über sicherlich hier und da kritisierbare Verfehlungen der westlichen Regierungen hinwegsehen. Es ist für mich überhaupt ganz und gar keine Diskussion, welches Lebens- und Gesellschaftsmodel ich vorziehe. Da mögen sich Herr Lavrov und Herr Putin noch sehr anstrengen, unermüdlich auf irgendwelche Beispiele hinzuweisen welche belegen sollen, dass der Westen doch kein Deut besser sei als sie selbst. Das sind Rückzugsgefechte die vielleicht russische Fernsehzuschauer beeindrucken und an die diejenigen im Westen glauben wollen, die massive wirtschaftliche Interessen in Russland verfolgen.
Und der Antiamerikanismus, der so in Mode scheint, der hängt mir einfach nur zum Hals heraus. Ohne die Amerikaner gäbe es den Westen so nicht, wie wir ihn heute kennen. Da kann ich auch mal über NSA und Co. hinwegsehen.
Es geht leider inzwischen um viel mehr als allein um völkerrechtliche Spitzfindigkeiten zu Grenzverschiebungen und die Fragen ob und wessen Geheimagenten besser gegen den anderen agitieren. Es geht um die Grundsatzfrage, in was für einer Welt wir eigentlich leben wollen. Die von Putin ausdrücklich für richtig befundene gelenkte "Demokratie", in der ersichtlich einige wenige das Vermögen des Landes und die Macht unter sich ausmachen und aufteilen, und das Volk dabei eigentlich nur zugugucken und Beifall klatschen soll auf der einen Seite und die Form des westlichen Pluralismus, der Wohlstandsverteilung (einfach nur mal die Steuersätze und Belastungen der Wohlhabenden in beiden System vergleichen!) und des selbstbewußten Bürgertums auf der anderen Seite.
Da kann ich locker über sicherlich hier und da kritisierbare Verfehlungen der westlichen Regierungen hinwegsehen. Es ist für mich überhaupt ganz und gar keine Diskussion, welches Lebens- und Gesellschaftsmodel ich vorziehe. Da mögen sich Herr Lavrov und Herr Putin noch sehr anstrengen, unermüdlich auf irgendwelche Beispiele hinzuweisen welche belegen sollen, dass der Westen doch kein Deut besser sei als sie selbst. Das sind Rückzugsgefechte die vielleicht russische Fernsehzuschauer beeindrucken und an die diejenigen im Westen glauben wollen, die massive wirtschaftliche Interessen in Russland verfolgen.
Und der Antiamerikanismus, der so in Mode scheint, der hängt mir einfach nur zum Hals heraus. Ohne die Amerikaner gäbe es den Westen so nicht, wie wir ihn heute kennen. Da kann ich auch mal über NSA und Co. hinwegsehen.
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Re: Was tun, um Russland gegen den Westen zu helfen?
Ach, wenn das so einfach wäre! Jeder zieht in das Land seiner Wahl, anstatt in dem Land zu wählen, wo man seinen Wohnsitz zufällig hat. Wenn das so einfach wäre, könnte man alle politischen Probleme sofort lösen. Aber vielleicht müsste Putin dann Überbevölkerung akzeptieren, da alle ja wissen, dass er es genau richtig macht.Gunnar hat geschrieben:Es geht um die Grundsatzfrage, in was für einer Welt wir eigentlich leben wollen.
Schöner Unsinn, denn leider müssen wir uns vor Ort entscheiden (falls wir eine Auswahl haben), welches System die Stimme bekommt und dazu muss ich auch noch akzeptieren, dass eine knappe Mehrheit genau das will, was mir nicht gefällt.
Und das Problem ist, dass wir nicht einmal überblicken können, wer öffentlich Beifall klatscht und wer es lieber zu Hause macht Sorgen machen mir eigentlich nur die, die einfach resignieren oder ohne zu überlegen eine Nichtentscheidung bei der Wahl abgeben, weil es die Anderen (Nachbarn, Ahnen, Freunde ...) auch so machen.Die von Putin ausdrücklich für richtig befundene gelenkte "Demokratie", in der ersichtlich einige wenige das Vermögen des Landes und die Macht unter sich ausmachen und aufteilen, und das Volk dabei eigentlich nur zugugucken und Beifall klatschen soll
Mit den Steuersätzen, das geht voll in die Hose. Besser vielleicht die Veröffentlichung der Hitliste (Schweizer Steuer-CD), erfolgreiche (virtuelle) Transfers in Ländern mit vielen Consulting-Firmen-Briefkästen und Milliarden-Beratungskosten und ähnliche Erfolgsmodelle. Wen interessiert da schon ein theoretischer Steuersatz, der allenfalls bei einer Selbstanzeige zum Tragen kommt? Und das selbstbewusste Bürgertum ist stolz, den Staat zu finanzieren.auf der einen Seite und die Form des westlichen Pluralismus, der Wohlstandsverteilung (einfach nur mal die Steuersätze und Belastungen der Wohlhabenden in beiden System vergleichen!) und des selbstbewußten Bürgertums auf der anderen Seite.
Ach, die Selbstgerechtigkeit ist doch so schön, vor allen Dingen dann, wenn die eigene Verschleierungstaktik ganz glaubwürdig die heile Welt darstellt. Wichtig ist aber, dass es den Russen gefällt, denn die wollen damit leben.Da mögen sich Herr Lavrov und Herr Putin noch sehr anstrengen, unermüdlich auf irgendwelche Beispiele hinzuweisen welche belegen sollen, dass der Westen doch kein Deut besser sei als sie selbst.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
Re: Was tun, um Russland gegen den Westen zu helfen?
Doch, ich möchte Partei ergreifen: Für Europa incl. Russland und gegen die USA, d.h. gegen die herrschenden Kreise in den USA!kamensky hat geschrieben:Meine Devise: Neutral bleiben und weder die eine, noch die andere Partei unterstützen!
"Partei ergreifen" kann, aber muss ja nicht in Form einer politischen Partei sein.
Ich denke nicht, dass diese "zweite Orangene Revolution" in der Ukraine ohne die Wühlarbeit von US-Geheimdiensten stattgefunden hätte. Wie schnell sich Europa nun an die Regierungsbeteiligung von Faschisten gewöhnt hat, ist schon erschreckend. Als der Jörg Haider an der österreichischen Regierung beteiligt wurde, gab es einen Riesenzirkus von Seiten der EU. In Ungarn gab es nur noch halbherzige Proteste. Und in der Ukraine ergreift man nun Partei für die Faschisten.
Also dagegen müssen wir was unternehmen.
Übrigens lebe ich nicht im "Westen" sondern in Europa. Das ist mir wichtig darauf hinzuweisen. Denn "Westen" ist in den letzten Jahrzehnten zu einem Propagandabegriff verkommen, der (West)Europa und die USA verbinden soll und Russland von uns trennen. Dagegen gehört die USA weder heute noch in Zukunft zu unserem Europa, während Russland das bei weitem größte europäische Land ist - unabhängig davon, ob es nun jemals einem Vereinten Europa beitritt oder nicht.
Wir sind weit davon entfernt, einen Weltstaat zu haben und solange das so bleibt, neige ich doch zu einem gewissen Eurozentrismus und der Bevorzugung einer Annäherung von Deutschland an Russland und die Lösung vom heutigen großen Bruder USA!
Re: Was tun, um Russland gegen den Westen zu helfen?
Von nix kommt nix.klaupe hat geschrieben:]Mit den Steuersätzen, das geht voll in die Hose. Besser vielleicht die Veröffentlichung der Hitliste (Schweizer Steuer-CD), erfolgreiche (virtuelle) Transfers in Ländern mit vielen Consulting-Firmen-Briefkästen und Milliarden-Beratungskosten und ähnliche Erfolgsmodelle. Wen interessiert da schon ein theoretischer Steuersatz, der allenfalls bei einer Selbstanzeige zum Tragen kommt? Und das selbstbewusste Bürgertum ist stolz, den Staat zu finanzieren.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 63926.htmlIm Vergleich mit den 33 weiteren Mitgliedern des Industrienationenclubs liegt der Anteil von Steuern und Abgaben an den Arbeitskosten demnach lediglich in Belgien noch höher. Im Jahr 2012 lag der Anteil in Deutschland allerdings noch bei 49,6 Prozent, im Jahr 2000 sogar noch bei 52,9 Prozent.
- klaupe
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Re: Was tun, um Russland gegen den Westen zu helfen?
das sind ja nun absolut theoretische Werte. Wer in der oberen Gehaltsklasse ist, hat auch einen Steuerberater, der ihn davor bewahrt, den Steuersatz tatsächlich abzuführen. Durch geschickte Rechenkunststücke und legale Transfers, Investitionen usw. kann die Steuerschuld auf 0,00 € sinken.Gunnar hat geschrieben:Im Vergleich mit den 33 weiteren Mitgliedern des Industrienationenclubs liegt der Anteil von Steuern und Abgaben an den Arbeitskosten demnach lediglich in Belgien noch höher. Im Jahr 2012 lag der Anteil in Deutschland allerdings noch bei 49,6 Prozent, im Jahr 2000 sogar noch bei 52,9 Prozent.
Normale Arbeitnehmer haben diese Chance kaum, die zahlen zwar einen geringeres Prozentsatz, der geht aber auch ans Finanzamt!
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
Re: Was tun, um Russland gegen den Westen zu helfen?
Da bist Du aber der westlichen Journalistenpropaganda mächtig aufgesessenklaupe hat geschrieben:Wer in der oberen Gehaltsklasse ist, hat auch einen Steuerberater, der ihn davor bewahrt, den Steuersatz tatsächlich abzuführen. Durch geschickte Rechenkunststücke und legale Transfers, Investitionen usw. kann die Steuerschuld auf 0,00 € sinken.
Ich kenne jede Menge Leute in den oberen Gehaltsklasse und die zahlen alle brav ihre 20- 40k EUR Steuern im Jahr. Das ist doch ein Märchen, dass man die Steuerschuld auf Null drücken könne. Das mag internationalen Konzerne wie Amazon und Co. durch entsprechende Gestaltungsschlupflöcher möglich sein, dem gut verdienenden Mittelständler oder Selbständigen oder leitenden Angestellten steht sowas auf legalem Weg nicht offen und wird auch in der Wirklichkeit nicht praktiziert. Genau diese Leute sind übrigens diejenigen, die wegen der Steuerprogression den Löwenanteil an den ca. 180 Mio Steuereinnahmen des Bundes mit ihrer Lohn-und Einkommensteuer ausmachen. Wer 3.000,- brutto im Monat verdient, verheiratet ist und ein Kind hat zahlt im Jahr (!) gerade mal knapp über 2.500 EUR Steuern. Dass damit im wahrsten Sinne des Wortes kein Staat zu machen ist liegt ja auf der Hand. Das ist das Solidarprinzip, das finde ich gut und das funktioniert nicht so schlecht. In Russland existiert das nicht.
