Treptow sieht noch relativ gut aus. Tiergarten wird schon langsam marode. Vor ein paar Jahren wurde es von der Baupolizei schon mal abgesperrt (also nicht Sowjets oder Engländer). Über den aktuellen Stand bin ich nicht informiert.Saboteur hat geschrieben:Wann und welche sollen das denn gewesen sein? Ich kenne das am Tiergarten und in Treptow recht gut und habe den Eindruck,dass die in einem tadellosen Zustand sind...
Der Sarkophag im Tiergarten ist ein leeres Dekostück und trägt die Namen von 4 "Helden der Sowjetunion, die in Berlin an 4 verschiedenen Tagen gefallen sind. Mindestens einer der Helden soll sogar in die Heimat überführt worden sein. Die ca 2000 bis 2500 Toten liegen hinter dem Denkmal in einer Rasenanlage. Angaben zu den Gefallenen fehlen größtenteils.Ich denke es ist nicht sauber zu trennen, da am Tiergarten zumindest Sarkopharge ins Denkmal eingebettet sind und im Treptower Park unter dem Hügel auch Gebeine liegen sollen.
Treptow ist etwas schwieriger, da es in der Literatur unterschiedliche Angaben gibt. Amtlich dokumentiert sind lediglich 4800 Gräber, die sich im Rasen bei den Plantanenreihen hinter den symbolischen 16 weißen Sarkophagen befinden. Die Gräber waren schon seit Kriegsende dort, bevor das Ehrenmal ab 1946 gebaut wurde. Angeblich sollen im Kugan noch 200 liegen und um der Anonymität des Massengrabes entgegenzuwirken, legte man im Mittelteil der Anlage vier Einzelgräber an: für einen Soldat, einen Unteroffizier, einen Offizier und einen General. Namen und Belege fehlen wiederum und es wird vermutet, dass es sich um eine schöne Geschichte handelt. Oft ist von 7000 Gräbern die Rede, die jedoch nicht einmal von den Sowjets bestätigt werden. Vermutlich entstand die Zahl mal, weil auch deutsche Kriegsgefallene des letzten Aufgebots im Treptower Park beerdigt wurden. Angeblich wurden die aber alle umgebettet.
Nun gibt es in Deutschland viele Persönlicheiten, die anders denken. Zumindest Treptow ist nun mal ein imposantes Denkmal der Zeitgeschichte, egal, wie man zu dieser Geschichte steht.Ich persönlich denke auch nicht, dass eine Trennnung beider Dinge irgendwas bringt. Für mich gehört es zusammen.
Tiergarten halte ich inzwischen für etwas deplatziert, aber auch das Holocaust-Denkmal (was inzwischen auch schon zerbröselt) halte ich für eine misslungene Demonstration am falschen Ort.
Was mich gerade am Ehrenmal Treptow stört ist der würdelose Demo-Auftrieb zum "Tag der Befreiung".
Ich verneige mich mit Respekt und Ehrfurcht vor jedem Kriegsopfer, egal ob sie auf Befehl oder Überzeugung ihr Leben ließen.
In DDR-Zeit war es eine geordnete Veranstaltung, wenngleich die politischen Inhalte oft an der Realität der Geschichte vorbei gingen.
Nun ist es größtenteils eine Farce und nationalistische Demonstration, in meinen Augen eine Respektlosigkeit gegenüber den Toten.
Wenn junge Burschen sich laut ihrer Heldentaten rühmen, gleichzeitig die deutschen Faschisten beschimpfen, die ja nun ihre aktuellen Nachbarn sind, von ruhmreicher Befreiung johlen, obwohl das Ergebnis der Befreiung von den Befreiten (insbesondere DDR) oft als schlimmer empfunden wurde als die Unfreiheit zuvor, wenn der Frust über zu wenig Hartz IV zum Anlass genommen wird, um wieder mal "ruhmreich" den Deutschen zu zeigen, wo der Bär wohnt,
wenn Altkommunisten aufmarschieren, ihr "Kasperletheater" veranstalten und Orden präsentieren, die es im Trödelladen gibt, dann kann ich nur noch zweifeln.
Um Berlin ist nicht unbedingt in Berlin. Es gibt aber noch das Ehrenmal in der Schönholzer Heide (Pankow) mit über 13.000 Gräbern sowjetischer Soldaten. Hier ist die Anlage mehr Friedhof von passenden Repräsentationsbauten flankiert. Dieser Friedhof wurde 2011 vom Berliner Senat für über 10 Mio. € saniert und restauriert.OT: (!)! Mich würde vor allem interessieren wo die restlichen (sowjetischen) Toten Geblieben sind, die in der Schlacht um Berlin gefallen sind. Da auf den 3 Berliner Friedhöfen ja ca. bissl über 20.000 Gefallene Soldaten liegen aber von 80.000 gefallenen Sowjetsoldaten die Rede ist... Weiß da jemand was drüber?
Die Masse der Kämpfer ist um Berlin gefallen, da gibt es etliche Soldatenfriedhöfe und Denkmäler. Ein Erinnerungskreuz ist ganz in meiner Nähe. Dort fand die letzte große Schlacht statt. Als die verloren war, nahm sich Hitler das Leben.



