nationalsozialistische Argumentationsmuster?

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Sibirier
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Sibirier »

Jow,der Tod in Afghanistan ist schon.... weil es ja eine Friedenssicherheit ist und kein Krieg.....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
Nikolaus
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Nikolaus »

Berlino10 hat geschrieben:...auch Fleischauer benutzt in seinem Artikel nur allgemein despotische Ansätze und Lügen -
...
wenn Fleischauer dümmlichen Deutschen und RUS-Hassern das versucht einzureden ... eine Sache
wenn das aber hier versucht wird, am Leben zu halten, von Leuten, die RUS eigentlich besser kennen müssten,
dann werde ich sauer
Hier stimme ich Dir mal zu, Berlino, allzu oft passiert es ja nicht so uneingeschraenkt, sorry. :)
Fleischhauer erfuellt hier ganz klar einen Auftrag, der seine Kraefte weit ueberschreitet. Warum? Nun, er hat doch absolut keinen Russlandbezug, hat dort nicht gelebt, kennt die Sprache nicht, kennt die Russen nicht - Putin natuerlich sowieso nicht, woher auch.
Selbstverstaendlich hat er die vierstuendige Fragerunde mit Putin auch nicht gehoert (gelesen). Seine vorgetragene Meinung kann sich also allein auf ein paar Ausschnitte in den Medien mit eher weniger vollkommenen Uebersetzungen stuetzen. Nur auf diesen aus dem Zusammenhang gerissenen, wahrscheinlich sehr schlecht uebersetzten Fragmenten baute er seine Schlussfolgerungen dann auf, natuerlich voellig gepraegt von seinen Vorurteilen, nicht von der Realitaet, die er ja gar nicht kennt.
Besser haette er es mit Dieter Nuhr gehalten, aber den kennt er wohl auch nicht ... :)
Ich stehe zu Putin eigentlich ziemlich zwiespaeltig; aber faschistische Ansichten konnte ich bei ihm noch nie erkennen. Und auch hier ruft er die Russen doch lediglich dazu auf, ihre gewachsenen Traditionen zu wahren und im verstaendlichen Streben nach individuellem Erfolg und Glueck, nicht das gemeinsame zu vergessen. Dabei erinnert er an die jahrhundertalte russische Redewendung "На миру и смерть красна" (Etwa: In der Gemeinschaft ist selbst der Tod nicht schrecklich"). Es gehoert schon viel Dummheit und Pisa-"Wissen" dazu zu behaupten, der Ursprung sei bei den Faschisten zu finden, haben doch wohl die Russen diese Redewendung schon im Kampf gegen die Tataren von Batu und die Franzosen Napoleons gebraucht, und selbstredend auch im Kampf gegen die deutschen Faschisten. Jedenfalls, glaube ich da den russischen Klassikern etwas mehr, als diesem US-Fleischhauer und seinen Hampelmaennern.
:)
Zuletzt geändert von Nikolaus am 01 Mai 2014, 20:42, insgesamt 2-mal geändert.
Berlino10
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Berlino10 »

Gunnar, ich bin in RUS seit vielen Wochen und ich verspüre keine nationale Euphorie, sondern Sorgen um die Ukraine.

Gunnar, du weisst doch sehr wohl, dass die Russen keine "Ideologie vom überlegenen Volk" haben, sondern viel eher voller Selbstzweifel und Demütigung sind,
die versuchen mit Sochi 2014 oder indem sie sich gegen den NATO-Vormarsch wehren, wieder aus dem Minus der Selbsteinschätzung zu kommen..

Natürlich kommt da von Putin auch schwachsinniges Gelaber, der Westen hat natürlich keine Angst vor der Stärke RUS aber Fakt ist, dass RUS stört und endlich angepasst werden soll in die internationalen Macht-Sphäre der USA/Kapitals ... wozu sonst das ewige Gehetze und Bashing .. gegen Menschenrechtsverletzungen, die in Dutzenden (Partner-)Länder des Westens weitaus schlimmer sind.

Ich glaube keinen Zitaten von Fleischhauer, der Satz vom Opfertod ... ist übel aber nicht faschistisch ... den hörte man in den USA, genauso wie in DEU, der SU ...

und jeder der RUS kennt, weiß was das Gesetz gegen die Propaganda ... bedeutet,
und das nichts mit Faschismus zu tun hat .. damit beleidigt man die Russen selbst
dass bestimmte Gruppen minderwertig seien, ist der Glaube an die Überlegenheit des eigenen Volkes
das ist so schwachsinnig und eine unverschämte Beleidigung für Russen ... dass Fleischauer dafür meine ganze Verachtung bekommt ... ein widerlicher Hetzer

Russen stellen das Gemein-Wohl vor individuellen Freiheits-Rechten.
Homosexuelle dürfen ihre Sexualität leben - im Gegensatz zu 80 anderen Staaten der Erde.
Aber sie sollen nicht für eine familienfeindliche Lebensweise unter beeinflussbaren Jugendlichen werben,
die demographisch negativ für das Gemeinwohl wäre.

Ich lehne das Gesetz wie den Russischen Neo-Traditionalismus ab.
Das aber in einen hinterhältigen Faschismus Vorwurf zu verwursten, macht Fleischauer für mich zu einem widerlichen Hetzer gegen das gesamte Russland.
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Berlino10 »

Nikolaus hat geschrieben: Fleischhauer erfuellt hier ganz klar einen Auftrag, der seine Kraefte weit ueberschreitet. ...
:)
Danke, sehr gut und treffend entlarvend ... dass ein Nicht-Kenner RUS sich erdreistet ein ganzes Volk zu diskreditieren ...
einer, der die USA liebt, Jahre dort verbracht hat, aber wohl noch nie in RUS gelebt hat ....
mir fehlte heute angesichts der Betroffenheit meiner Russischen Freundin die nötige Gelassenheit, das so souverän zu beschreiben ..
Gunnar
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Gunnar »

Ja ja, genau, alles völlig im grünen Bereich mit Russland. Komisch irgendwie, dass nicht mal mehr die Diktatoren dieser Welt Putin Beifall klatschen. Isolierter gehts irgendwie kaum noch. Erinnert mich an den Geisterfahrer auf der Autobahn, der die Warnung über einen Geisterfahrer im Radio hört und zu sich sagt: Einer? Es sind doch Zahllose, die mir da entgegenkommen!
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Berlino10 »

Gunnar, lächerlich, niemand von uns beiden hat Putin Beifall geklatscht, schon gar nicht im Inneren.
Nur im Äusseren hat er nichts getan, was die USA/NATO nicht viel schlimmer schon getan hätte -
ich lehne das ab, aber eben auch seine dumme und deplatzierte Dämonisierung als Faschist.

Meine Freundin fühlt sich zutiefst beleidigt - sie versteht nicht, wie der SPIEGEL so eine dumme, erlogene, volksverhetzende Schrift,
eine Beleidigung der Russen als sich anderen überlegen fühlendes Volk veröffentlichen kann
eine Lügen- und Hetzschrift auf Goebbels Niveau von Fleischhauer.
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Alex KA
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Alex KA »

Es gibt keine Isolation von Russland, zum Beispiel viele ausländische Firmen suchen russische Mitarbeiter, Internetportale für Jobsuche sind voll von amerikanischen Firmen.. Und diese Firmen so frech das ihre Jobangebote in Englisch schreiben, und verlangen Lebenslauf in Englisch noch dazu.. Also wir sind in Russland isoliert, aber arbeiten für Amis dürfen wir.. Möglicherweise diese sogenannte "Isolation" bezweckt Verkleinerung unsere Gehälter ,so das wir für essen arbeiten müssen, wie in Bangladesch.
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Berlino10 »

"Gibt es denn nichts, wofür es sich zu sterben lohnt?" hatte Reagan vor zwei Jahrzehnten starren Blicks auf Moskau gefragt: "Hätte Jesus sein Kreuz nicht tragen sollen?
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14024311.html
Gunnar
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Gunnar »

Alex KA hat geschrieben:Es gibt keine Isolation von Russland, zum Beispiel viele ausländische Firmen suchen russische Mitarbeiter, Internetportale für Jobsuche sind voll von amerikanischen Firmen.. Und diese Firmen so frech das ihre Jobangebote in Englisch schreiben, und verlangen Lebenslauf in Englisch noch dazu.. Also wir sind in Russland isoliert, aber arbeiten für Amis dürfen wir.. Möglicherweise diese sogenannte "Isolation" bezweckt Verkleinerung unsere Gehälter ,so das wir für essen arbeiten müssen, wie in Bangladesch.
Russische Bürger sind nicht isoliert,das hat ja keiner behauptet. Das Land ist aber politisch isoliert, da beißt die Maus keinen Faden ab. Und diese Isolation ist nicht vom Westen gewollt sondern selbstverschuldet. Auch da kann man sich einreden, was immer man will. Wer Spielregeln fortlaufend mißachtet spielt einfach irgendwann nicht mehr mit.

Und wer die Gedanken von Fleischhauer mit Goebbels Propaganda vergleicht, der macht den Bock zum Gärtner. Auch wenn sich russische Lebenspartner oder Familienmitglieder beleidigt fühlen ändert sich an der Sache selbst nichts. Putin macht chauvinistische Politik weil er ein Chauvinist ist. Und die die das auch nur mittelbar unterstützen, sei es auch nur weil sie einfach Amerika oder den Westen hassen oder angebliche Demütigungen von dort leid sind, die unterstützen extrem rechte Sichtweisen. Blut und Boden, weg mit den Weicheiern, sterben fürs Vaterland, heim ins Reich, Homosexualität ist eine Krankheit, Andersdenkende sind Staatsfeinde, Revisionismus der Geschichte und der Staatsgrenzen, Führerkult USW USW USW
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Berlino10 »

Gunnar hat geschrieben:Blut und Boden, weg mit den Weicheiern, sterben fürs Vaterland, heim ins Reich, Homosexualität ist eine Krankheit, Andersdenkende sind Staatsfeinde, Revisionismus der Geschichte und der Staatsgrenzen, Führerkult USW USW USW
Tut mir leid, aber dein Bild von RUS ist so etwas von Propaganda ... du warst doch in RUS ... das kannst du doch nicht ernsthaft glauben?
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