Lukin
Re: Lukin
Also ich habe auch in allen Nachrichten sowohl im Radio als auch im TV erfahren können, das Lukin wohl die Verhandlungen "geführt" hat....
Also kein Grund, gleich eine Verschwörung zu wittern!
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"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)
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Re: Lukin
Was mich etwas irritierte, war der "Fußballfan" Lukin. Bevor verhandelt wurde, war er erst einmal am Freitagabend in der Donbass-Arena auf Einladung von Rinat Achmetow. Schachtjor Donezk spielte gegen Ilitschowetz Mariupol und gewann.Dietrich hat geschrieben:Also ich habe auch in allen Nachrichten sowohl im Radio als auch im TV erfahren können, das Lukin wohl die Verhandlungen "geführt" hat....
Also kein Grund, gleich eine Verschwörung zu wittern!
Am Samstag bemühte er sich dann erfolgreich um die Vermittlung zur Freilassung der Beobachtergruppe.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
Re: Lukin
Das Verteidigungsministerium hat sich nicht direkt bedankt sondern nur den Dank von Oberst Shneider zitiert:
Er hat auch deutlich seine Dankbarkeit gegenüber Vladimir Lukin geäußert, durch dessen persönliches Engagement ein großer Beitrag zur Freilassung erbracht worden ist und wie Oberst Schneider sich ausdrückte, dass Vladimir Lukin hart daran gearbeitet hat, dass der Rückweg aus Slawjansk in einer sehr schwierigen Region so auch möglich war.
Re: Lukin
FAZ
Die Geiselnahme der deutschen Militärbeobachter in Slawjansk ist nach Auffassung der Bundesregierung kein spontanes Zufallsereignis lokaler Aufständischer gewesen, sondern eine „hochprofessionell“ vollzogene Gefangennahme. Aus den Erkenntnissen und Beobachtungen der betroffenen OSZE-Militärbeobachter und „nach Aussagen von Fachleuten“ ergebe sich, dass die Gruppe der insgesamt acht Inspekteure aus verschiedenen OSZE-Mitgliedsländern und ihre ukrainischen Begleitoffiziere auf einem Rastplatz bei Slawjansk von geschulten Einsatzkräften entführt worden seien. Das deutsche Verteidigungsministerium teilte am Montag weiter mit, erst nach ihrer Entführung seien die Geiseln in Slawjansk der separatistischen Miliz und dem selbsternannten Bürgermeister der Stadt übergeben worden.
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Re: Lukin
Ist das nicht absolut logisch?Gunnar hat geschrieben:Die Geiselnahme der deutschen Militärbeobachter in Slawjansk ist nach Auffassung der Bundesregierung kein spontanes Zufallsereignis lokaler Aufständischer gewesen, sondern eine „hochprofessionell“ vollzogene Gefangennahme.....
Russland machte schon vorher deutlich, dass es an Militärbeobachtern in der Region absolut nicht interessiert sei. Bei einer offiziellen OSZE-Mission hätte Russland schon ein Wörtchen mitzureden, hätte sogar sich selbst an der Aktion beteiligen müssen. Eine absurde Konstellation, denn dadurch könnten ja die wahren Kräfteverhältnisse, Befehlsstrukturen. Herkunft und Identität der "Freiheitskämpfer" offenbart werden.
Die Legitimität einer von der provisorischen Ukrainischen Regierung angerufenen Beobachtergruppe interessiert Russland nicht. Also wird die Gruppe entführt und erst mal aus dem Verkehr gezogen, kann somit nicht mehr das sehen, was sie nicht sehen sollen.
Um aus dem Verdacht der Urheberschaft zu kommen, übergibt man die Gefangenen der selbsternannten Regionalverwaltung und wickelt über die die weiteren Spielchen ab. Natürlich hat da Russland keinerlei Einfluss, denn es sind ja in diesen Fall Ukrainer, die den "Schwarzen Peter" haben und da mischt sich Putin nicht ein.
Erst als es brenzlig wurde und Russland direkt mit Gegenmaßnahmen bedroht wurde, war auf einmal wieder so viel Einfluss da, um das Possenspiel zu beenden. Nun darf man Lukin als erfolgreichen Vermittler und Retter feiern!
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
