STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der Ukr
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weltenbummler
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Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Meiner Meinung nach, ist im Moment der Rubelkurs das größte Problem für Firmen die mit Russland Geschäfte machen. Deutsche Produkte sind dadurch in einem Jahr um 25 % teurer geworden.
Die bisherigen Sanktionen sind lächerlich und können nur dazu dienen, Russland zu provozieren. Das hilft weder der EU noch der Ukraine. Davon abgesehen ist es für einen Demokratischen Rechtsstaat ein sehr eigenartiges Mittel, willkürlich Konten von Menschen zu sperren, die die falsche politische Meinung vertreten.
Über ein Exportverbot aus der EU würde sich Russland vermutlich halb todlachen. Erst musste man für den WTO Beitritt den Markt öffnen (was z.B. die russische Tierhaltung gewaltig unter Druck gesetzt hat). Und nun verbietet die EU die Ausfuhr....
Auf wirklich harte Sanktionen würde Russland vermutlich mit einem Gas-Lieferstopp reagieren. Auch wenn Deutschland das vielleicht ausgleichen kann. Die Osteuropäer und vor allem die Ukrainer werden dann frieren.
Und die Idee, dass Russland das Geld ausgehen könnte, wenn es an die EU kein Gas mehr Liefern darf ist nun wirklich absurd. Man schaue sich mal die Staatsverschuldung von Russland, Deutschland und den USA an und überlege sich, was es kostet, das Gas auf anderen Wegen zu beschaffen...
Die bisherigen Sanktionen sind lächerlich und können nur dazu dienen, Russland zu provozieren. Das hilft weder der EU noch der Ukraine. Davon abgesehen ist es für einen Demokratischen Rechtsstaat ein sehr eigenartiges Mittel, willkürlich Konten von Menschen zu sperren, die die falsche politische Meinung vertreten.
Über ein Exportverbot aus der EU würde sich Russland vermutlich halb todlachen. Erst musste man für den WTO Beitritt den Markt öffnen (was z.B. die russische Tierhaltung gewaltig unter Druck gesetzt hat). Und nun verbietet die EU die Ausfuhr....
Auf wirklich harte Sanktionen würde Russland vermutlich mit einem Gas-Lieferstopp reagieren. Auch wenn Deutschland das vielleicht ausgleichen kann. Die Osteuropäer und vor allem die Ukrainer werden dann frieren.
Und die Idee, dass Russland das Geld ausgehen könnte, wenn es an die EU kein Gas mehr Liefern darf ist nun wirklich absurd. Man schaue sich mal die Staatsverschuldung von Russland, Deutschland und den USA an und überlege sich, was es kostet, das Gas auf anderen Wegen zu beschaffen...
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daveg
Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Sehe das ähnlich, denn bei uns fingen die Probleme mit dem Verfall des Rubel an, also deutlich VOR der Krim/Ukraine. Die erwähnten 25% sind nicht ohne und die wirklich extrem schwache Wirtschaft bzw. Industrie in Russland tut ihr übriges.
Wobei ich schon denke, dass harte Sanktionen Russland treffen würden, denn spontan fällt mir kein Industriezweig ein, welcher ohne ausländische Technologie (speziell west-europäisch) auskommt. Deutschland, aber auch Italien, Frankreich und die Schweiz sind schon sehr präsent.
Wobei ich schon denke, dass harte Sanktionen Russland treffen würden, denn spontan fällt mir kein Industriezweig ein, welcher ohne ausländische Technologie (speziell west-europäisch) auskommt. Deutschland, aber auch Italien, Frankreich und die Schweiz sind schon sehr präsent.
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kamensky
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Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Bin ich teilweise Ihrer Meinung. Natürlich haben sich die deutschen Produkte teilweise um bis zu 25% verteuert. Die russische Mittelschicht, obwohl noch nicht so überragend in der Mehrheit interessiert das herzlich wenig, denn die halten an der Qualität fest und nötigenfalls wird mit Krediten finanziert, besonders beim liebsten Kind und Statussymbol "Auto"! Grundlegend sind Sanktionen immer das falsche Mittel, es sei denn, dass man damit eine solche Wirkung erzielen kann und sich das Volk infolge zu grosser Einschränkungen anfängt gegen die Regierung aufzuwiegeln. Einen Gaslieferstop würde beide Seiten in Etwa gleicher Stärke betreffen, DE ohne Energie schwindende Produktion=steigende Arbeitslosigkeit bei steigenden Sozialausgaben =steigende Unmut in der Bevölkerung analoges in RU.weltenbummler hat geschrieben:Meiner Meinung nach, ist im Moment der Rubelkurs das größte Problem für Firmen die mit Russland Geschäfte machen. Deutsche Produkte sind dadurch in einem Jahr um 25 % teurer geworden.
Die bisherigen Sanktionen sind lächerlich und können nur dazu dienen, Russland zu provozieren. Das hilft weder der EU noch der Ukraine. Davon abgesehen ist es für einen Demokratischen Rechtsstaat ein sehr eigenartiges Mittel, willkürlich Konten von Menschen zu sperren, die die falsche politische Meinung vertreten.
Über ein Exportverbot aus der EU würde sich Russland vermutlich halb todlachen. Erst musste man für den WTO Beitritt den Markt öffnen (was z.B. die russische Tierhaltung gewaltig unter Druck gesetzt hat). Und nun verbietet die EU die Ausfuhr....
Auf wirklich harte Sanktionen würde Russland vermutlich mit einem Gas-Lieferstopp reagieren. Auch wenn Deutschland das vielleicht ausgleichen kann. Die Osteuropäer und vor allem die Ukrainer werden dann frieren.
Und die Idee, dass Russland das Geld ausgehen könnte, wenn es an die EU kein Gas mehr Liefern darf ist nun wirklich absurd. Man schaue sich mal die Staatsverschuldung von Russland, Deutschland und den USA an und überlege sich, was es kostet, das Gas auf anderen Wegen zu beschaffen...
Die Staatsverschuldung ist nicht unbedingt masgebend, schon eher das, oder die Fremdgeldbeschaffung und da könnte RU doch realtiv schnell in Probleme verfallen das haben die letzten Wochen (Anleihenverkauf) verdeutlicht. Für einen Geldgeber ist Stabilität, Infrastruktur und KnowHow immer noch ein vorrangiger Faktor und für diese Faktoren sind die zumindest 17 alten EU-Staaten bekannt. Ein weiterer Faktor ist die Währung und dessen Handelvolumen und auch da sind die Yankees und EU ganz klar im Vorteil kontra RU, denn eines der Hauptexportprodukt RUs ist Öl und dies wird nun einmal weltweit in US-$ gehandelt und das wird in den nächsten zig Jahren noch weiterhin so bleiben. Nicht zu vergessen sind auch die Macht der FED, welche sehr schnell und effizient zu ihren Gunsten reagieren kann, da interessiert die 17 Bio $ in der Kreide niemanden. Hauptsache man schwächt den unbequemen Kontrahenten. China mit den $-Optionen kann dagegen auch nicht viel intervenieren, denn ein Schuss ins eigene Bein könnte auch China und eigene Wirtschaft empfindlich treffen.
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
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weltenbummler
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Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Klar, langfristig braucht Russland europäische Technologie um seine Wirtschaft zu modernisieren. Aber Sanktionen machen nur Sinn wenn sie kurzfristig treffen.daveg hat geschrieben:Wobei ich schon denke, dass harte Sanktionen Russland treffen würden, denn spontan fällt mir kein Industriezweig ein, welcher ohne ausländische Technologie (speziell west-europäisch) auskommt. Deutschland, aber auch Italien, Frankreich und die Schweiz sind schon sehr präsent.
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weltenbummler
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Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Die Staatsverschuldung ist zumindest beeindruckend. Die USA sind mit 105 % des BIP verschuldet, Deutschland mit 78 %, Russland mit 13 %. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_ ... uldenquotekamensky hat geschrieben:Die Staatsverschuldung ist nicht unbedingt masgebend, schon eher das, oder die Fremdgeldbeschaffung und da könnte RU doch realtiv schnell in Probleme verfallen das haben die letzten Wochen (Anleihenverkauf) verdeutlicht. Für einen Geldgeber ist Stabilität, Infrastruktur und KnowHow immer noch ein vorrangiger Faktor und für diese Faktoren sind die zumindest 17 alten EU-Staaten bekannt. Ein weiterer Faktor ist die Währung und dessen Handelvolumen und auch da sind die Yankees und EU ganz klar im Vorteil kontra RU, denn eines der Hauptexportprodukt RUs ist Öl und dies wird nun einmal weltweit in US-$ gehandelt und das wird in den nächsten zig Jahren noch weiterhin so bleiben. Nicht zu vergessen sind auch die Macht der FED, welche sehr schnell und effizient zu ihren Gunsten reagieren kann, da interessiert die 17 Bio $ in der Kreide niemanden. Hauptsache man schwächt den unbequemen Kontrahenten. China mit den $-Optionen kann dagegen auch nicht viel intervenieren, denn ein Schuss ins eigene Bein könnte auch China und eigene Wirtschaft empfindlich treffen.
Klar gibt es unterschiedliche Einflüsse auf die Kreditwürdigkeit eines Staates, aber ich glaube nicht, dass Russland im Moment finanzielle Probleme hat, und sich kurzfristig durch eine Verringerung seiner Einnahmen unter Druck setzen lässt.
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kamensky
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Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Mit Sicherheit jetzt noch nicht, aber die 470 Mia $ Reserve sind kein stabiler Langzeitgarant und Finanzinformationen ob nun berechtigt, oder unberechtigt beeinträchtigen die Sensibelität auf den Finanzmärkten sehr wohl und realtiv recht schnell. RU ist, obwohl m. E. unberechtigt noch knapp über "Ramsch" eingestuft, die Folgen davon habe ich in meinem vorhergehenden Kommentar schon erwähnt nämlich die erschwerte Kapitalaufnahme an internationalen Märkten. In Vergessenheit geraten ist da noch der Tumult in Syrien und auch da haben die USA möglichen Finanzeinfluss mit den Verbündeten der Erdölindustrie (Saudis usw.) welche zudem in der OPEC sind, RU jedoch nur Zuschauer. Es wäre durchaus möglich, dass die Yankees bspw. die Saudis bitten, kurzfristig die Fördermenge anzuheben (also den Ülmarkt kurzfristig "über"fluten) um so den Barellpreis zu senken, doch natürlich hätten auch die Saudis spezifische Gegenwünsche an die Amis, wie möglicherweise Waffen an die Assadgegner. Zusätzlich könnten die FED noch die Notenpresse starten und Dollarmenge erhöhen. Diese beiden Faktoren zusammen hätten bestimmt momentan erhebliche Wirkung auf den RU Staatshaushalt. Irgendwie sollte das Wachstum bei 4.5% liegen bei einem Barellpreis von ca. 95 $ gerechnet um nicht defizitär zu wirtschafte, aber von dem sind wir ja schon jetzt einige % entfernt. Nicht zu vergessen, dass die Fürderung von Öl und Gas durch die geologischen und topografischen Umstände sich stets verteuern und zudem neue technische Herausforderungen. In diesem Bereich ist RU doch relativ stark an und die westliche Technik (Halliburton, Schlumberger usw.) angewiesen. Auf der anderen Seite dann die steigende Gewinnung durch Freaking (Pfui Teufel), welches in Zukunft sicherlich ein weiterer und für RU ernstzunehmender Faktor sein wird.weltenbummler hat geschrieben:Die Staatsverschuldung ist zumindest beeindruckend. Die USA sind mit 105 % des BIP verschuldet, Deutschland mit 78 %, Russland mit 13 %. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_ ... uldenquotekamensky hat geschrieben:Die Staatsverschuldung ist nicht unbedingt masgebend, schon eher das, oder die Fremdgeldbeschaffung und da könnte RU doch realtiv schnell in Probleme verfallen das haben die letzten Wochen (Anleihenverkauf) verdeutlicht. Für einen Geldgeber ist Stabilität, Infrastruktur und KnowHow immer noch ein vorrangiger Faktor und für diese Faktoren sind die zumindest 17 alten EU-Staaten bekannt. Ein weiterer Faktor ist die Währung und dessen Handelvolumen und auch da sind die Yankees und EU ganz klar im Vorteil kontra RU, denn eines der Hauptexportprodukt RUs ist Öl und dies wird nun einmal weltweit in US-$ gehandelt und das wird in den nächsten zig Jahren noch weiterhin so bleiben. Nicht zu vergessen sind auch die Macht der FED, welche sehr schnell und effizient zu ihren Gunsten reagieren kann, da interessiert die 17 Bio $ in der Kreide niemanden. Hauptsache man schwächt den unbequemen Kontrahenten. China mit den $-Optionen kann dagegen auch nicht viel intervenieren, denn ein Schuss ins eigene Bein könnte auch China und eigene Wirtschaft empfindlich treffen.
Klar gibt es unterschiedliche Einflüsse auf die Kreditwürdigkeit eines Staates, aber ich glaube nicht, dass Russland im Moment finanzielle Probleme hat, und sich kurzfristig durch eine Verringerung seiner Einnahmen unter Druck setzen lässt.
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
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Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Aber diese Faktoren wirken sich nur langfristig aus. Wenn man mit Sanktionen erreichen will, dass Russland in der Ukrainekrise einlenkt (wohin auch immer...) müssen die Sanktionen kurzfristig wirken.
Wenn Russland, zum Beispiel, der Ukraine kein Gas mehr liefert, muss die Ukraine reagieren. Das ist eine effektive Sanktion.
Wenn Russland z.B. von europäischen Nahrungsmittelimporten abhängig wäre, wäre das auch eine effektive Sanktion. Damit würde man massiven Druck auf Putin ausüben und er müsste reagieren.
Wenn der Russische Staatshaushalt innerhalb weniger Wochen zahlungsunfähig würde, wenn das Geld aus den Gaslieferungen nicht fließen würde, wäre das ebenfalls ein Druckmittel.
Aber das ist nicht der Fall. Russland ist kurzfristig nicht von europäischen Importen abhängig und auch nicht von den Einnahmen aus den Gasgeschäften.
Folglich müssen die Sanktionen in leere laufen. Davon abgesehen handelt es sich um einen Bürgerkrieg innerhalb der Ukraine. Wenn dann sollte man, meiner Meinung nach, die Bürgerkriegsparteien (Also die Übergangsregierung und die Seperatisten) mit Saktionen belegen. Russland hat damit nicht mehr und nicht weniger zu tun als die USA. Und denen drohen wir ja auch keine Sanktionen an.
Wenn Russland, zum Beispiel, der Ukraine kein Gas mehr liefert, muss die Ukraine reagieren. Das ist eine effektive Sanktion.
Wenn Russland z.B. von europäischen Nahrungsmittelimporten abhängig wäre, wäre das auch eine effektive Sanktion. Damit würde man massiven Druck auf Putin ausüben und er müsste reagieren.
Wenn der Russische Staatshaushalt innerhalb weniger Wochen zahlungsunfähig würde, wenn das Geld aus den Gaslieferungen nicht fließen würde, wäre das ebenfalls ein Druckmittel.
Aber das ist nicht der Fall. Russland ist kurzfristig nicht von europäischen Importen abhängig und auch nicht von den Einnahmen aus den Gasgeschäften.
Folglich müssen die Sanktionen in leere laufen. Davon abgesehen handelt es sich um einen Bürgerkrieg innerhalb der Ukraine. Wenn dann sollte man, meiner Meinung nach, die Bürgerkriegsparteien (Also die Übergangsregierung und die Seperatisten) mit Saktionen belegen. Russland hat damit nicht mehr und nicht weniger zu tun als die USA. Und denen drohen wir ja auch keine Sanktionen an.
Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Es geht ja nicht nur um den Staatshaushalt, sondern auch um die russischen Unternehmen, die sich am internationalen Markt finanzieren. Und dort ist eben Ebbe, da keiner mehr in Russland investieren will und auch Ablösung der alten Schulden wird für die Unternehmen nicht einfach. Und die 470 Mrd$ können auch schnell schmelzen, wie die Finanzkrise geziegt hat, wenn Russland die Abweertung des Rubels abfedern will.
Und die Ukrainekrise wird m.E. noch länger dauern
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weltenbummler
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Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Das sehe ich genauso. Neben dem Rubelkurs ist das sicherlich das größte Problem bei den Geschäften mit Russland.Marco hat geschrieben:Es geht ja nicht nur um den Staatshaushalt, sondern auch um die russischen Unternehmen, die sich am internationalen Markt finanzieren. Und dort ist eben Ebbe, da keiner mehr in Russland investieren will und auch Ablösung der alten Schulden wird für die Unternehmen nicht einfach.
Andererseits verschafft der niedrige Rubelkurs den russischen Unternehmen einen Kostenvorteil gegenüber importierter Ware. Die Produktion in Russland sollte sich also besser rentieren.
Und wenn ich ein Oligarch wäre, würde ich mein in Europa und den USA geparktes Geld schnell wieder "heimholen" und in Russland investieren. Wer weiß wem die USA als nächstes das Konto sperren.
Vielleicht bin ich aber auch zu optimistisch.
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kamensky
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Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Nicht vollumfänglich abhängig von den Gaseinnahmen aus Europa, doch bitte rechnen Sie einmal den Ausfallbetrag beim Wegfall der Exporte nach EU! @Marco hat dies völlig richtig argumentiert. Nicht zu vergesssen in RU werden die Pensionierten auch immer älter=mehr Rentenauszahlungen und die Kindersterblichkeit nimmt ab=Mehrausgaben (gemäss Putinprogramm). Medizinisch jedoch ist RU extrem auf westliche Importe angewiesen und diese werden sicherlich nicht in Rubel verrechnet. Reserven sind nur Reserven solange diese nicht angetastet werden müssen um bspw. laufende Verbindlichkeiten nachzukommen, oder baer eben, wie momentan die eigene Währung zu stützen. Kein Geldgeber wird eine Anleihe in Rubel abschliessen, sondern auf die eigene, oder eine andere stabile Währung setzen, denn Geld ausleihen ist, oder soll ja letztendlich ein Geschäft für den Kreditgeber sein. Wir legen ja auch kein Geld auf ein Konto, welches uns Minuszinsen bringt, dann noch besser unter das Kopfkissen. Schwinden von reserven kann sehr schnell gehen, denn auf der einen Seite sind da noch die laufenden Verbindlichkeiten und die laufenden (angefangene Projekte) sollen ja auch termingerecht abgeschlossen werden, ansonsten drohen bei Nichterfüllung (ist eine Form von Vertragsbruch) Ungemach in Form von Konventionalstrafen.weltenbummler hat geschrieben:Aber diese Faktoren wirken sich nur langfristig aus. Wenn man mit Sanktionen erreichen will, dass Russland in der Ukrainekrise einlenkt (wohin auch immer...) müssen die Sanktionen kurzfristig wirken.
Wenn Russland, zum Beispiel, der Ukraine kein Gas mehr liefert, muss die Ukraine reagieren. Das ist eine effektive Sanktion.
Wenn Russland z.B. von europäischen Nahrungsmittelimporten abhängig wäre, wäre das auch eine effektive Sanktion. Damit würde man massiven Druck auf Putin ausüben und er müsste reagieren.
Wenn der Russische Staatshaushalt innerhalb weniger Wochen zahlungsunfähig würde, wenn das Geld aus den Gaslieferungen nicht fließen würde, wäre das ebenfalls ein Druckmittel.
Aber das ist nicht der Fall. Russland ist kurzfristig nicht von europäischen Importen abhängig und auch nicht von den Einnahmen aus den Gasgeschäften.
Folglich müssen die Sanktionen in leere laufen. Davon abgesehen handelt es sich um einen Bürgerkrieg innerhalb der Ukraine. Wenn dann sollte man, meiner Meinung nach, die Bürgerkriegsparteien (Also die Übergangsregierung und die Seperatisten) mit Saktionen belegen. Russland hat damit nicht mehr und nicht weniger zu tun als die USA. Und denen drohen wir ja auch keine Sanktionen an.
Betreffend Rubelkurs für russische Unternehmen ist dies korrekt, doch fällt dies Real vor allem den nur ins Gewicht bei entsprechender Produktivitätssteigerung (Output) und bei sehr kleiner Abhängigkeit von importierter Technologie. Bsp: Man produziert Etwas auf dem heimischen Markt (Kostengesamtkalkulation und aus eigenen Ressourcen) und verklopft (exportiert) diese Produkte dann zum (meist vorher abgemachten Preis der Fremdwährung), welche man dann wieder in die Heimwährung umwechselt um Löhne, Material,Energie, Steuern usw. abzudrücken. Muss man jedoch Verschleissteile, Neugeräte usw. importieren bewahrheitet sich die von Ihnen genannte Überlegung höchstenfalls nur noch (meist infolge fehlenden Finanzreserven in Fremdwährung) teilweise Und wer die russische Bussinesmenatlität nur Ansatzweise kennt, dem ist bekannt, dass Rückstelungen und das bilden von Reserven in den selteneren Fällen in der russischen Buchhaltung existiert, sehr oft auch keine, oder deutlich zu wenig Amortisationskosten. Ich kenne doch einige KMUs, welche Monat für Monat zur Bank gehen müssen um Kreditaufstockungen vorzunehmen, damit die Gehälter bezahlt werden können.
Zuletzt geändert von kamensky am 10 Mai 2014, 21:57, insgesamt 2-mal geändert.
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