Referendum Donezk

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klaupe
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Re: Referendum Donezk

Beitrag von klaupe »

Kultgrieche hat geschrieben:
klaupe hat geschrieben:Natürlich, die Gehälter der linientreuen Beamten/Angestellten werden vorerst weiter direkt aus Kiel gezahlt und von IWF garantiert.
Freud'scher Vertipper, wa? Deutschland zahlt ja eh für jeden Mist, dann auch eben für linientreue ukrainische Apparatschiks. :lol:
Danke für den Hinweis, wurde korrigiert!
Ich werde mich bemühen, Ihre zahlreichen "Vertipper" genau so kritisch zu registrieren und entsprechen kommentieren.
Versprechen kann ich es nicht, da ich so viel Zeit nur selten habe.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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GIN
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Re: Referendum Donezk

Beitrag von GIN »

Heute 3 Anrufe gamcht an den Don zu jeweils 3 Kontakten die ich dort kenne.

1. Bist Du zur Wahl? Nein, bei uns wurde nicht gewählt. Kenne Leute die sind in die Stadt gefahren (etwa 40km) und haben gewählt.

2. Nein, ich erkenne diese Bewegungen nicht an. Ich werde die Kommunisten bei der Präsidentenwahl wählen.

3. Ja, ich bin zur Wahl weil ich damit etwas gegen die Faschisten ausrichten will. Im ganzen Block sind die Menschen zur Wahl und wollen mehr Rechte für uns.Nach Odessa mussten wir etwas tun.
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Kultgrieche
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Re: Referendum Donezk

Beitrag von Kultgrieche »

klaupe hat geschrieben:
Kultgrieche hat geschrieben:
klaupe hat geschrieben:Natürlich, die Gehälter der linientreuen Beamten/Angestellten werden vorerst weiter direkt aus Kiel gezahlt und von IWF garantiert.
Freud'scher Vertipper, wa? Deutschland zahlt ja eh für jeden Mist, dann auch eben für linientreue ukrainische Apparatschiks. :lol:
Danke für den Hinweis, wurde korrigiert!
Ich werde mich bemühen, Ihre zahlreichen "Vertipper" genau so kritisch zu registrieren und entsprechen kommentieren.
Versprechen kann ich es nicht, da ich so viel Zeit nur selten habe.
Hey, komm, Spaß muss sein, kamensky. Oh, sorry, klaupe, dachte, du bist der kamensky, weil auf einmal die im Forum unübliche "Sie-zerei" begann, die dem kamensky so zu eigen ist. Jaja, Dein Bruder im Geiste. :lol:
Außerdem, wenn du schon so dünnhäutig auf mein geografisches Witzchen reagierst, es heißt: "Ich werde mich bemühen, Ihre zahlreichen "Vertipper" genau so kritisch zu registrieren und entsprechend zu kommentieren."
"Eines der zentralen Probleme heutzutage ist, dass die Politik so eine Schande ist. Gute Menschen gehen nicht in die Politik." (Donald Trump)
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klaupe
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Re: Referendum Donezk

Beitrag von klaupe »

GIN hat geschrieben:Heute 3 Anrufe gamcht an den Don zu jeweils 3 Kontakten die ich dort kenne.
Der Don ist aber ziemlich weit vom "Schlachtfeld" entfernt. Nur der Siwerskyj Donez (Сі́верський Доне́ць, Се́верский Доне́ц, meist nur Donez oder in Russland "Kleiner Don"/Ма́лый Дон genannt) plätschert durch den Norden der neuen Volksrepublik. Groß it dieser Don nicht. Vor ein paar Jahren habe ich ihn bei Sviatohirsk/Святогірськ hin und her durchschwommen und das war keine besondere Leistung, eher eine angenehme Erfrischung.
Bild
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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Dietrich
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Re: Referendum Donezk

Beitrag von Dietrich »

Die ukrainische Seite lernt im Propaganda-Krieg, auch wenn der Wahrheitsgehalt auch hier kaum nachprüfbar ist:
Bild
http://www.pravda.com.ua/news/2014/05/10/7024932/

Oder auch das Video dazu:
[youtube]imcyNGvbPGw[/youtube]
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)
Nikolaus
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Re: Referendum Donezk

Beitrag von Nikolaus »

Himmel, da versucht doch die NZZ, mit der beliebten "Kleinkind-Mathematik" den eindeutigen Willen der Bevoelkerung zu diffamieren. :lol:
http://www.nzz.ch/aktuell/international ... 1.18300884
Und da haben die "Journalisten-Mathematiker", wohl im Bestreben unbedingt ihre Aufgabe zu erfuellen, aber schoenen Mist verzapft. Vielleicht haetten sie mal besser einen Viertklaessler als Konsultanten hinzuziehen sollen; der haette sie sicherlich darauf hingewiesen, dass es natuerlich umwerfend erheiternd falsch ist, fuer die "Plausibilaetsberechnung" in Mariupol die MITTLERE Wahlbeteiligung im ganzen Donbass heranzuziehen.
Ok, man kann sich ja verrechnen. Aber der Anspruch einer ernstzunehmenden Gazette sollte einen NZZ-Mitarbeiter eigentlich dazu bringen zu beruecksichtigen, dass in Mariupol natuerlich aufgrund des Einsatzes der Nationalgarde unmittelbar vor der Wahl mit Toten unter der Zivilbevoelkerung die Wahlbeteiligung sicherlich weit unter dem Durchschnitt lag, auch weil eben viele Wahllokale nicht oeffnen konnten (wollten).
Was aber die Bevoelkerung wohl wollte, zeigten die kilometerlangen Schlangen eindrucksvoll. Ich wuerde jedenfalls nicht "einfach so" durch die halbe Stadt fahren und dann ein paar Stunden in der Schlange warten, nur um etwa Frau Merkel abzuwaehlen, dafuer braeuchte es schon gewichtige Motive ... :)
Tscha, die NZZ gibt eben auch den US-hoerigen Hampelmaennern viel Raum, aber das war bissel sehr grob ...
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Axel Henrich
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Re: Referendum Donezk

Beitrag von Axel Henrich »

Nikolaus hat geschrieben:Was aber die Bevoelkerung wohl wollte, zeigten die kilometerlangen Schlangen eindrucksvoll.
Naja ueberhaupt schon der Versuch diesen Willen in der Region dumm zu reden ist ja schon peinlich ... :roll:
Sonntag Abend bei RTL berichteten Sie, dass die Separatisten die Wahlurnen heimlich auszählen und am nächsten Morgen dann das Ergebnisse verkuenden, zeigten auch zwei Typen, die lachend so nen Glaskasten trugen. Auf dem 1. Russ. Programm wurde von mehreren Orten nach Wahlschluß vor laufender Kamera gezeigt, wie die Siegel aufgebrochen und mit der Auszählung begonnen wurde ... ;)

Was mich wirklich umtreibt ist, dass wohl dieser bekundete Volkswillen Niemanden wirklich "interessieren" wird und auch nach der Wahl am 25. sich die Lage vermutlich nochmal verschärfen wird ... denn eine Abspaltung/DNR sehe ich nicht wirklich ...

-ah-
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Re: Referendum Donezk

Beitrag von klaupe »

Nikolaus hat geschrieben:Himmel, da versucht doch die NZZ, mit der beliebten "Kleinkind-Mathematik" den eindeutigen Willen der Bevoelkerung zu diffamieren. :lol:
So absurd ist nun diese Rechenübung auch nicht. Für den Grundtenor der Aussage ist es relativ unerheblich.
Die angenommenen Eckwerte sind alle brav im Konjunktiv verpackt und als grobe Näherungswerte deklariert. Dazu werden Informationen der Veranstalter verwertet und entsprechend deklariert. das das kein "amtliches Wahlergebnis" werden soll, begreift auch ein Viertklässler.
... zu beruecksichtigen, dass in Mariupol natuerlich aufgrund des Einsatzes der Nationalgarde unmittelbar vor der Wahl mit Toten unter der Zivilbevoelkerung die Wahlbeteiligung sicherlich weit unter dem Durchschnitt lag ...
Der größte Teil der Wahlbevölkerung hat ja die Angriffe überlebt und Schrecken und Furcht waren sicherlich im gesamten Wahlland verbreitet und hat Einige davon abgehalten, auf die Straße zu gehen.
... auch weil eben viele Wahllokale nicht oeffnen konnten (wollten).
Was aber die Bevoelkerung wohl wollte, zeigten die kilometerlangen Schlangen eindrucksvoll. Ich wuerde jedenfalls nicht "einfach so" durch die halbe Stadt fahren und dann ein paar Stunden in der Schlange warten, ...
Da zeigt sich am deutlichsten die Phantasie der Veranstalter. Statt 200 nur 4 bis 8 Wahllokale, da kommt es schon zu enormen Schlangen, wenn nur die Nachbarschaft sich zur Wahl versammelt. Das rechenexempel zeigt hier eine ernstzunehmende Logik, die weit von den Aussagen der Macher abweicht.
Tscha, die NZZ gibt eben auch den US-hoerigen Hampelmaennern viel Raum, aber das war bissel sehr grob ...
Lächerlich machen sich eher die Russland-hörigen Hampelmänner, aber die haben hier mehr Fans, die jeden Quatsch glauben.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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klaupe
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Re: Referendum Donezk

Beitrag von klaupe »

Axel Henrich hat geschrieben:Was mich wirklich umtreibt ist, dass wohl dieser bekundete Volkswillen Niemanden wirklich "interessieren" wird und auch nach der Wahl am 25. sich die Lage vermutlich nochmal verschärfen wird ... denn eine Abspaltung/DNR sehe ich nicht wirklich ...
Putin fand das Ergebnis ja schon sehr beeindruckend und richtig. Der Antrag auf Aufnahme in die RF ist schon gestellt.
Da wird mich sehr interessieren, ob er sich erweichen lässt oder mit welchen Argumenten er den Antrag ablehnen will.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
Nikolaus
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Re: Referendum Donezk

Beitrag von Nikolaus »

Axel Henrich hat geschrieben:Naja ueberhaupt schon der Versuch diesen Willen in der Region dumm zu reden ist ja schon peinlich ... :roll:
Mir ist eben besonders aufgestossen, dass das auch noch so besonders grob passiert, ok, manche PISA-"Gebildeten" merken ja nicht, dass ein Mittelwert eben nur ein Mittelwert ist, gab's hier im Forum auch schon einige Mal ...
Was mich wirklich umtreibt ist, dass wohl dieser bekundete Volkswillen Niemanden wirklich "interessieren" wird und auch nach der Wahl am 25. sich die Lage vermutlich nochmal verschärfen wird ... denn eine Abspaltung/DNR sehe ich nicht wirklich ...
Ja, zumal die aktiven "Separatisten", wie mir scheint, viele verschiedene Meinungen vertreten. Darunter auch die Interessen von Janukowitsch, ... Der sieht sich ja nach wie vor als Praesidenten - formal ist das sicherlich richtig (selbst SPON zeigt das ja in seinen Daten zur Ukraine). Uebrigens wies der doch eben darauf hin, dass die Wirren nun schon ueber 300 Tote zur Folge hatten ... Schrecklich - wer haette das gedacht, bevor der Maidan begann...
Klar, schwer vorstellbar, dass durch die Wahl am 25. sich etwas aendert. Da gibt es mit Sicherheit begruendbare Meinungen, dass auch die nicht verfassungskonform ist ...
Ich habe noch nicht mal verstanden, wieso man davon eine Loesung der Probleme erwartet: Die Verfassung von 2006, die den Praesidenten in den wichtigsten Machtfragen abhaengig vom Parlament macht, wurde ja eben vom dem Putschistenparlament (auf verfassungswidrige Weise) wiederbelebt. Und dieses rechtsdominierte Parlament bleibt ja auch nach der Wahl, und saemtliche von diesem Parlament mit Rechten besetzten Machtpositionen (Generalstaatsanwalt, Geheimdienst, Verteidigungsrat, Innenministerium, Armee, Nationalgarde, ...) ja auch. Und was kann dieses unveraenderte Parlament erst nach der Wahl eines neuen Praesidenten beschliessen, was es nicht schon jetzt koennte, wenn es den Willen haette!?
Man soll ja den Teufel nicht an die Wand malen, aber es sieht im Moment wirklich nicht nach einer friedlichen Perspektive aus ...
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