Für die Lausitz oder für Kursk?m1009 hat geschrieben:Droht nun der Ausschluss aus der EU ?
Aber ein böser Anruf aus Washington liegt sicher im Bereich des Möglichen.
Für die Lausitz oder für Kursk?m1009 hat geschrieben:Droht nun der Ausschluss aus der EU ?

Da müssen die in Washington erst mal Sorbisch lernen_RGP_ hat geschrieben:Für die Lausitz oder für Kursk?m1009 hat geschrieben:Droht nun der Ausschluss aus der EU ?![]()
Aber ein böser Anruf aus Washington liegt sicher im Bereich des Möglichen.


Ich denke mal beim Sankt Petersburger Wirtschaftsforum wird Moskau noch ein paar Dämpfer bekommen. Irgendwann sollte Putin mal beginnen, Ausreden zu erfinden, die auch geglaubt werden.kamensky hat geschrieben:Was nun, Wirkung oder nicht? Gemäss Putin und seinen Abtrünigen sollen die Sanktionen nicht spürbar sein und jetzt fährt im und diesen ein Vizepremier in den Rücken. Hat Putin bei seiner Zeit als KGB`ler nicht gelernt, dass auch lügnerische Aussagen aufeinander abgestimmt werden sollten?
Techau: Die Nachbarschaftspolitik der EU ist gescheitert, weil sie einen zentralen Denkfehler enthält. Der Westen ist immer davon ausgegangen, dass das Ziel der Machthaber in den östlichen Nachbarstaaten sei, ihre Länder zu modernisieren. Das stimmt aber nicht. Das Ziel dieser Machthaber ist einzig und allein, an der Macht zu bleiben.
ZEIT ONLINE: Müssen sie ihre Länder dafür nicht modernisieren?
Techau: Nein, überhaupt nicht. Der Westen ging immer davon aus, dass diese Staaten auf einen Deal einsteigen. Der lautete: Wenn ihr eure Länder transformiert, dann helfen wir euch, modern zu werden und eure Wirtschaft zu entwickeln. Die Machthaber im Osten haben das aber ganz anders wahrgenommen: Die Europäer wollen uns von der Macht verdrängen. Denn Demokratie und Modernisierung bedeuten natürlich, dass diese Eliten über kurz oder lang ihre Macht verlieren werden. Wir bieten also etwas an, was die Eliten dort unter allen Umständen vermeiden wollen.
Es ist sogar noch tragischer. Weil die Eliten unwillig sind, schlägt der Plan des Westens ins Gegenteil um. Die Eliten nehmen das westliche Geld an und tun so, als würden sie Reformen umsetzen. In Wirklichkeit nutzen sie es aber dafür, bestehende Machtstrukturen zu festigen. So zementiert der Westen ungewollt den status quo, statt Transformation zu erreichen.

Ja, mir fielen da auch einige Passagen auf, die im Moment aus "Diplomatie" eher verdrängt werden. Um Gottes Willen nur Herrn Putin nicht auf den Schlips treten, damit er seine gute Laune nicht verliert und weiter den Telefonhörer abnimmt, wenn Merkel, Steinmeier oder Obama mal anbimmeln.Gunnar hat geschrieben:Sehr interessante Interviews mit Techau, dank für die beiden Links Klaupe!
Dieser Satz ist gut:
"... das ist die russische Opferlyrik, die wir da hören, die alte russische Obsession - dieses Gefühl, vom Westen umzingelt und gedemütigt zu werden, reicht weit ins Zarenreich zurück."
Die alte russische Obsession, vom Westen eingezingelt zu werden. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Auch Putin schürt diese Parnaoia mit allen möglichen und unmöglichen Behauptungen.


Ein echtes Possenspiel!kamensky hat geschrieben:Gestern zeigten die Sanktionen gemäss eines Vizepremiers Wirkungen und heute gemäss eines Vizeaussenministers wieder nicht. Also muss man doch eher davon ausgehen, dass "Kompetenz und Kommunikation im Network" in der Duma eher ein Fremdwort ist, dafür "Plauderei" gewichtig und massgebend.
Auf die Idee, dass Moskau bereits mehr als Genug für schlechte Beziehungen gemacht hat, ist Rjabkow scheinbar noch nicht gekommen. Nennt er das etwa politische Harmonie?„Leider können die USA ein einfaches Ding nicht begreifen: Sanktionen als Instrument funktionieren nicht, und es ist unmöglich, die von Washington gewünschten Ziele mit Sanktionen zu erreichen“, so Rjabkow. Der Schaden, der dabei den Beziehungen zwischen Moskau und Washington zugefügt werde, sei aber sehr groß."
