Völkermord: es gabe vor Kiews Mord-Feldzügen keine Toten.Gunnar hat geschrieben: Es ist wohl eher ein Bürgerkrieg als ein Völkermord. ...
Und eine Staatsführung hat das Recht, einen Bürgerkrieg auf dem Staatsgebiet zu unterbinden, notfalls auch mit Waffengewalt.
Es fällt mir schwer, angesichts der mörderischen Verbrechen an dem Volk der Süd-Ost-Ukrainer, unserer westlichen Doppelmoral und Verlogenheit sowie angesichts der Medien-Kampagne einigermassen ruhig und sachlich zu bleiben.
Mögen die gewalttätigen Separatisten ähnlich verwerflich sein wie die Faschisten auf dem Maidan. Der Westen hatte immer gefordert, den Protest Hunderttausender nicht durch Extremisten diskreditieren zu lassen.
Mögen die Referenden auf der Krim oder in der Ost-Ukraine demokratisch nicht korrekt gewesen sein. Aber der Volkswillen von Millionen Menschen in Süd-Ost gegen Kiew ist eindeutig. Wie kann der Westen diesen Volkswillen, den er auf dem Maidan noch gefeiert hat, nun verschweigen, bestreiten, negieren?
Bei den Maidan-Aufständen hat der Westen noch jede staatliche Gewalt gegen den Volkswillen als Unrecht verurteilt. Wie kann der Westen nun das Morden an Hunderten (Unschuldiger) rechtfertigen und unterstützen?
Mögen die Separatisten wie der Maidan im formalen Unrecht sein, sie hatten niemanden getötet. Hat der alte Staat in der Ukraine die Blockaden des Maidan über Monate dulden sollen, müssen heute die Aufständischen ohne politische Verhandlungen niedergeschlagen werden?
Haben die Medien auf dem Maidan noch jeden abgebrochenen Fingernagel thematisiert, wird jetzt über Hunderte Ermordete die Decke des Schweigens gelegt.
Ich schäme mich für unsere Politik und unsere Medien.
Sie brechen mit unseren Werten und stellen sich auf die Seite von Verbrechern.

