Flüchtlingswelle in Russland

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klaupe
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von klaupe »

kamensky hat geschrieben:Ja was nun , wird da mit Propaganda dramatisiert?
Das ist doch nun schon lange geübte Praxis auf allen Seiten. Glauben kann man da eigentlich nur, was man selber sieht und selbst da sieht man zwangsläufig nur Details.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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Dietrich
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von Dietrich »

Was auf jeden Fall verwundert ist die Abwesenheit von Bildern. Ansonsten haben die russischen Medien doch immer Bilder für alle möglichen Behauptungen parat.
Vielleicht ist man einfach im Archiv noch nicht fündig geworden. Besonders nach dem ersten Versuch mit den Bildern vom Grenzübergang nach Polen ist man nun etwas vorsichtiger geworden.

Bild
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klaupe
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von klaupe »

Dietrich hat geschrieben:Was auf jeden Fall verwundert ist die Abwesenheit von Bildern. Ansonsten haben die russischen Medien doch immer Bilder für alle möglichen Behauptungen parat.
Vielleicht ist man einfach im Archiv noch nicht fündig geworden. Besonders nach dem ersten Versuch mit den Bildern vom Grenzübergang nach Polen ist man nun etwas vorsichtiger geworden.

Bild
Sieht so eine Wagenkolonne aus, die auf der Flucht ist?
Da ist doch garantiert der Wagen so mit Gepäck vollgestopft, dass man durch keine Scheibe mehr sehen kann und wer hat, baut oben noch den Gepäckträger auf mit einem Berg voll Kisten und Koffern.

Das sieht mir eher aus nach Urlaub, Wochenendausflug oder Geschäftsverkehr
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
kamensky
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von kamensky »

Habe gestern mit einem langjährigen Kollegen, welcher seit Jahren in Rostow am Don lebt ein längeres Telefongespräch geführt und in auf die in den Medien hochstilisierte Meldungen betreffend Flüchtlingswelle angesprochen. Als Antwort kam dann lediglich, dass es sich dabei um "russische Propagandamelodie" handelt und die Bilder teils künstlich erzeugt werden. Die Kollegin seiner Frau wiederum arbeitet in irgendeiner Art und Weise mit dem UFMS zusammen und gemäss ihrer Aussage gäbe es ein paar Gesuche mehr, aber angeblich nie und nimmer wie in den Medien verbreitet wird.
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
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Zejtnot
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von Zejtnot »

An sich bin ich wirklich frustriert, wie die Presseberichte auf allen Seiten geschönt und skandalisiert werden. Kein Mensch hat noch eine Ahnung, was da wirklich vor sich geht.

Wenn in Slawjansk plötzlich das Wasser ausgeht, dann waren es für die einen die Separatisten, die anderen schreien "Progrom an den Russen in der Ukraine". Und was es wirklich ist, wissen wir nicht. Wenn die Ukraine die Grenze für russische Separatisten zumacht (für die es bis jetzt noch nicht einen brauchbaren Nachweis gibt), dann höre ich ich russischen Radio, dass die Ukraine die Flüchtlingsströme mehr nicht rauslassen will (für die es bis jetzt keine brauchbaren Nachweise gibt).

Was wissen wir denn wirklich? Wenn es für russischsprachige Menschen in der Ukraine so schlecht ist, wieso ist es in Charkow und in Dnepropetrowsk ruhig? Wenn der ganze Donbass unter den Separatisten leidet, wo ist dann das Essen für diese Kämpfer her? Lauter Fragen, die ich mir stelle, angesichts dieser Propaganda von beiden Seiten.
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fugen
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von fugen »

Zejtnot hat geschrieben:An sich bin ich wirklich frustriert, wie die Presseberichte auf allen Seiten geschönt und skandalisiert werden. Kein Mensch hat noch eine Ahnung, was da wirklich vor sich geht.

Wenn in Slawjansk plötzlich das Wasser ausgeht, dann waren es für die einen die Separatisten, die anderen schreien "Progrom an den Russen in der Ukraine". Und was es wirklich ist, wissen wir nicht. Wenn die Ukraine die Grenze für russische Separatisten zumacht (für die es bis jetzt noch nicht einen brauchbaren Nachweis gibt), dann höre ich ich russischen Radio, dass die Ukraine die Flüchtlingsströme mehr nicht rauslassen will (für die es bis jetzt keine brauchbaren Nachweise gibt).

Was wissen wir denn wirklich? Wenn es für russischsprachige Menschen in der Ukraine so schlecht ist, wieso ist es in Charkow und in Dnepropetrowsk ruhig? Wenn der ganze Donbass unter den Separatisten leidet, wo ist dann das Essen für diese Kämpfer her? Lauter Fragen, die ich mir stelle, angesichts dieser Propaganda von beiden Seiten.
So geht es mir auch mit ein paar Fragen mehr.

Gestern lief ja was über einen komplett offenen Grenzübergang, sowas muss sich dich bemerkbar machen irgendwo
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klaupe
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von klaupe »

kamensky hat geschrieben:... gemäss ihrer Aussage gäbe es ein paar Gesuche mehr, aber angeblich nie und nimmer wie in den Medien verbreitet wird.
Dass es Flüchtlinge aus der Ukraine gibt, halte ich für absolut logisch und nachvollziehbar.

Wer in letzter Zeit aktiv mit den Separatisten kollaboriert hat, wird in seiner Nachbarschaft möglicherweise weniger Freunde haben. Da kann ein Wohnortwechsel angesagt sein.
Einige werden die Gelegenheit nutzen, den sonst ja nicht so einfachen Umzug zu realisieren und schwimmen nun auf der Welle mit, obwohl es keinen politischen Hintergrund hat. Die werden dann vorsichtshalber gleich in der Flüchtlingsstatistik mitgeführt.
Zejtnot hat geschrieben:An sich bin ich wirklich frustriert, wie die Presseberichte auf allen Seiten geschönt und skandalisiert werden. Kein Mensch hat noch eine Ahnung, was da wirklich vor sich geht.
Das es in westlichen Medien oder von der Opposition anders dargestellt wird, ist ja keine neue Erkenntnis. Verwunderlich ist mir aber, dass RIA Novosti als "offizielles staatliches Medienorgan" innerhalb weniger Tage so absolut unterschiedliche Nachrichten verbreitet. Wenn es unterschiedliche Kommentare/Meinungen wären, könnte das ja noch nach Pressefreiheit aussehen. Aber da beruft man sich auf "amtliche" Angaben von Behörden und da werden die gravierenden Differenzen kritiklos übernommen.
... dann höre ich ich russischen Radio, dass die Ukraine die Flüchtlingsströme mehr nicht rauslassen will (für die es bis jetzt keine brauchbaren Nachweise gibt)
Im Prinzip müssten doch die Ukrainer begrüßen, dass die ganzen Radautüten abhauen. Allenfalls stehen sie damit nicht mehr der Justiz zur Verfügung ... und müssen nicht extra amnestiert werden.
Lauter Fragen, die ich mir stelle, angesichts dieser Propaganda von beiden Seiten.
Absolut berechtigt und wer weiß, ob es darauf jemals eine verständliche Antwort gibt.

Gerade in den letzten Tagen habe ich versucht, mir alle Videos zum Thema reinzuziehen und da auch auf Kleinigkeiten zu achten.
Bei den separatistischen "Kämpfern" viel mir oft das ziemlich chaotische Auftreten auf, ähnlich der hier berüchtigten Rockerbanden, die ihre Erfolge feiern, wenn sie möglichst viel klauen, demolieren und Blut fließt.
Das erinnerte mich an Beobachtungen vor einigen Jahren in Donetzk, wo ständig ähnliche Typen krakeelend und saufend in den Parkanlagen herumlungerten. Vermutlich Arbeitslose oder Arbeitsscheue, die sich die Zeit mit Pöbeleien und Krawall vertrieben. Nun scheinen sie eine Aufgabe gefunden zu haben, die ihrem Denken entspricht. Auffällig ist die verblüffende Ähnlichkeit in Physiognomie und Verhalten, nur dass sie damals alle unmaskiert waren. Mich würde es nicht wundern, wenn die "Freiheitskämpfer" schon zuvor einschlägige Einträge in den Kriminalakten gesammelt hätten.
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Dietrich
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von Dietrich »

Zejtnot hat geschrieben:Wenn die Ukraine die Grenze für russische Separatisten zumacht (für die es bis jetzt noch nicht einen brauchbaren Nachweis gibt),
Zejtnot, hast du diesen Augenzeugenbericht gelesen?
http://echo.msk.ru/blog/maryautomne/1332306-echo/
Wenn nach den Kämpfen am Flughafen, bei denen je nach Darstellung so zwischen 50 und 100 Separatisten/.../ umgekommen sind, mindestens 1 LKW mit über 30 Leichen nach Russland re-importiert wird, dann sollte man die Tatsache, dass sich da auch eine Menge Russen unter den Kämpfern befinden einfach akzeptieren.
Ich behaupte nicht, dass die alle von Putin persönlich dahingeschickt wurden. Aber zumindest sieht es nicht so aus, als wenn die russische Seite sehr viel unternimmt, solchen Leuten den Grenzübertritt zu verwehren. Zumal ja wohl auch die Führer (Strelkov und Boroday) eindeutig russische Nationalisten sind, die eigentlich nichts in der Ukraine zu tun haben.
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von kamensky »

Dietrich hat geschrieben:
Zejtnot hat geschrieben:Wenn die Ukraine die Grenze für russische Separatisten zumacht (für die es bis jetzt noch nicht einen brauchbaren Nachweis gibt),
Zejtnot, hast du diesen Augenzeugenbericht gelesen?
http://echo.msk.ru/blog/maryautomne/1332306-echo/
Wenn nach den Kämpfen am Flughafen, bei denen je nach Darstellung so zwischen 50 und 100 Separatisten/.../ umgekommen sind, mindestens 1 LKW mit über 30 Leichen nach Russland re-importiert wird, dann sollte man die Tatsache, dass sich da auch eine Menge Russen unter den Kämpfern befinden einfach akzeptieren.
Ich behaupte nicht, dass die alle von Putin persönlich dahingeschickt wurden. Aber zumindest sieht es nicht so aus, als wenn die russische Seite sehr viel unternimmt, solchen Leuten den Grenzübertritt zu verwehren. Zumal ja wohl auch die Führer (Strelkov und Boroday) eindeutig russische Nationalisten sind, die eigentlich nichts in der Ukraine zu tun haben.
Wurde auch in Ria publiziert

http://de.ria.ru/politics/20140529/268624448.html
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von Berlino10 »

Dietrich, das ganze Gerede von Russischen Infiltrationen - die ja durchaus vorhanden sein mögen -
dient nur als Ablenkung und Rechtfertigung für die Mordfeldzüge am eigenen Volk.
Selbst wenn Hunderte Russischer Kämpfer mitmischen, ist das keine Rechtfertigung,
den Protest von Millionen mit Gewalt zu ersticken, und Bombenangriffe auf Städte und Dörfer durchzuführen.
Die Propaganda auf beiden Seiten dient nur zur Begründung eigener Verstöße gegen die Menschlichkeit.
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