Wirkung der bisherigen Sanktionen
Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen
Deindustrialisierung und demographische Katastrophe sind die Schlagwörter, die den kleinen Freistaat Thüringen, in dem ich wohne, seit Jahren beschäftigen.
Jetzt kommen die Sanktionen gegen Russland. Verbliebene mittelständige Unternehmen, die einstige historisch gewachsene Beziehungen nach Russland mühsam reaktivierten und jetzt neu pflegen haben Existenzsorgen.
http://www.thueringer-allgemeine.de/sta ... -549818207
Es ist fraglich, ob diese Unternehmen bei der Neuaufteilung des ukrainischen Marktes nach beabsichtigter Kapitulation der prorussischen Separatisten im Osten des Landes und dem folgenden vollständigen Zugriff auf die gesamte Ukraine noch Berücksichtigung finden.
Jetzt kommen die Sanktionen gegen Russland. Verbliebene mittelständige Unternehmen, die einstige historisch gewachsene Beziehungen nach Russland mühsam reaktivierten und jetzt neu pflegen haben Existenzsorgen.
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Es ist fraglich, ob diese Unternehmen bei der Neuaufteilung des ukrainischen Marktes nach beabsichtigter Kapitulation der prorussischen Separatisten im Osten des Landes und dem folgenden vollständigen Zugriff auf die gesamte Ukraine noch Berücksichtigung finden.
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen
Werden die irgendwie zentral aufgeteilt? Sind da noch Reste der Planwirtschaft vorhanden?Jenenser hat geschrieben:Es ist fraglich, ob diese Unternehmen bei der Neuaufteilung des ukrainischen Marktes nach beabsichtigter Kapitulation der prorussischen Separatisten im Osten des Landes und dem folgenden vollständigen Zugriff auf die gesamte Ukraine noch Berücksichtigung finden.
Wieviele der Unternehmen dort sind denn in den von den Sanktionen betroffenen Bereichen? Oder ist die Angst vor allem auf die russischen Reaktionen gerichtet?
Vielleicht bietet eine Neuausrichtung der Ukraine Richtung Europa sogar gerade den dort ansässigen Unternehmen die Chance, neben den verbleibenden russischen auch noch zusätzliche neue Kunden zu finden.
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen
Du wirst mir doch sicher recht geben, dass in der EU und/oder mit ihr assoziierten Staaten in vielen Bereichen allgemein andere Regeln gelten, als in der jetzigen Ukraine oder in Russland.Dietrich hat geschrieben: Werden die irgendwie zentral aufgeteilt? Sind da noch Reste der Planwirtschaft vorhanden?![]()
Die IHK Erfurt gab eine Empfehlung an die Adresse möglicher, jedoch nicht genannter, Unternehmen. Gleichzeitig drohte sie, Zitat: „Wer russische Unternehmen – deren Haupteigentümer auf der Sanktionsliste stehen – zudem mit Produkten versorgt, kann sich strafbar machen“.Dietrich hat geschrieben: Wieviele der Unternehmen dort sind denn in den von den Sanktionen betroffenen Bereichen? Oder ist die Angst vor allem auf die russischen Reaktionen gerichtet?
http://www.erfurt.ihk.de/servicemarken/ ... sland.html
Es gibt immer Gewinner und Verlierer.Dietrich hat geschrieben:[
Vielleicht bietet eine Neuausrichtung der Ukraine Richtung Europa sogar gerade den dort ansässigen Unternehmen die Chance, neben den verbleibenden russischen auch noch zusätzliche neue Kunden zu finden.
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen
Da gebe ich dir recht.Jenenser hat geschrieben:Du wirst mir doch sicher recht geben, dass in der EU und/oder mit ihr assoziierten Staaten in vielen Bereichen allgemein andere Regeln gelten, als in der jetzigen Ukraine oder in Russland.Dietrich hat geschrieben: Werden die irgendwie zentral aufgeteilt? Sind da noch Reste der Planwirtschaft vorhanden?![]()
Aber das impliziert jetzt, dass es dort Firmen gibt, die jetzt nach Russland oder in die Ukraine liefern, die nach europäischen Regeln danach nicht mehr (in die Ukraine) geliefert werden dürfen. Gibt es sowas?
Dürfen in der EU Waren hergestellt werden, die man nur (in diesem Fall nach Russland/Ukraine) auführen darf und nicht innerhalb der EU verkaufen? Ist das ein relevanter Anteil der Produktion in der ehemaligen DDR?
Oder habe ich das nur falsch verstanden? Ging es um Import?
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W. Churchill (1940)
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen
Liefern innerhalb der EU und Lieferung in die Ukraine sind zwei verschiedene Schuhe. In der Ukraine oder Russland gelten zum Beispiel beim Beitreiben von Maschinen andere Sicherheitsvorkehrungen, die man bei der Herstellung in Deutschland also anders berücksichtigt. Die höheren Standards der EU machen das Produkt dadurch insgesamt teurer.Dietrich hat geschrieben:Da gebe ich dir recht.Jenenser hat geschrieben:Du wirst mir doch sicher recht geben, dass in der EU und/oder mit ihr assoziierten Staaten in vielen Bereichen allgemein andere Regeln gelten, als in der jetzigen Ukraine oder in Russland.Dietrich hat geschrieben: Werden die irgendwie zentral aufgeteilt? Sind da noch Reste der Planwirtschaft vorhanden?![]()
Aber das impliziert jetzt, dass es dort Firmen gibt, die jetzt nach Russland oder in die Ukraine liefern, die nach europäischen Regeln danach nicht mehr (in die Ukraine) geliefert werden dürfen. Gibt es sowas?
Dürfen in der EU Waren hergestellt werden, die man nur (in diesem Fall nach Russland/Ukraine) auführen darf und nicht innerhalb der EU verkaufen? Ist das ein relevanter Anteil der Produktion in der ehemaligen DDR?
Oder habe ich das nur falsch verstanden? Ging es um Import?
Bei der beabsichtigten Neuaufteilung des ukrainischen Marktes dachte ich jedoch allgemein an Vergabepraktiken bei Aufträgen...
Die DDR gibt es nicht mehr, einschließlich der Planwirtschaft. Innovative Leute, die einst aus staatlichen Betrieben kamen und die sich selbständig machten, nutzen jedoch noch ihre einst erworbenen Beziehungen Richtung Russland und Ukraine. Durch die Russenphobie im Westen konnten sie das Feld im Osten in den letzten Jahren fast ungestört beackern, sei es beim Export oder Import. Und jetzt kommt ausgerechnet die EU und macht Schwierigkeiten.
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kamensky
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen
ATTN @all
Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der nachstehenden Verlinkung
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/eur ... y/21018551
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ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen
Ich sehe momentan nur negative Auswirkungen für westliche Maschinenbauer. Ich kenn nun dutzende Fälle da haben die Russen den Auftrag an Asiaten gegeben. US/EU Ware bleibt liegen. Der Rubelabsturz vor einigen Monaten ist jetzt bei den Maschinen eingepreist. Er hatte aber nichts mit den Sanktionen zu tun gehabt.
Die Firmen kaufen wieder.
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weltenbummler
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen
Vielleicht kann mir ja hier jemand die aktuelle Situation erklären:
Das Flugzeug ist offensichtlich im Gebiet der Separatisten abgestürzt. Nun können die Trümmer nicht untersucht werden, weil es zu starken kämpfen zwischen den Separatisten und der Ukrainischen Armee um die Absturzstelle kommt. Folglich muss ja die ukrainische Armee versuchen, dass Territorium zu erobern. Also muss doch die ukrainische Armee angegriffen haben, oder? Damit ist doch die ukrainische Armee daran Schuld, dass die Absturzstelle nicht untersucht werden kann, oder?
Wäre es dann nicht logischer, auf die ukrainische Regierung Druck auszuüben? Zumal diese mit dem Rücken zur Wand steht und sicherlich sehr schnell nachgeben würde....
Stattdessen führt man Sanktionen gegen die Sperbank (die russische Sparkasse) ein? Gleichzeitig dürfen Frankreich und Großbritannien weiter schweres militärisches Gerät an Russland liefern?
In meinen Augen kann das Ziel einer solchen Politik nicht sein, das Flugzeugunglück aufzuklären, der Ukraine zu helfen und Frieden zu schaffen, sondern nur darin, Russland zu schwächen und zu destabilisieren.
Das Flugzeug ist offensichtlich im Gebiet der Separatisten abgestürzt. Nun können die Trümmer nicht untersucht werden, weil es zu starken kämpfen zwischen den Separatisten und der Ukrainischen Armee um die Absturzstelle kommt. Folglich muss ja die ukrainische Armee versuchen, dass Territorium zu erobern. Also muss doch die ukrainische Armee angegriffen haben, oder? Damit ist doch die ukrainische Armee daran Schuld, dass die Absturzstelle nicht untersucht werden kann, oder?
Wäre es dann nicht logischer, auf die ukrainische Regierung Druck auszuüben? Zumal diese mit dem Rücken zur Wand steht und sicherlich sehr schnell nachgeben würde....
Stattdessen führt man Sanktionen gegen die Sperbank (die russische Sparkasse) ein? Gleichzeitig dürfen Frankreich und Großbritannien weiter schweres militärisches Gerät an Russland liefern?
In meinen Augen kann das Ziel einer solchen Politik nicht sein, das Flugzeugunglück aufzuklären, der Ukraine zu helfen und Frieden zu schaffen, sondern nur darin, Russland zu schwächen und zu destabilisieren.
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weltenbummler
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen
Es gibt Produkte (z.B. Schweinefleisch) die nicht mehr nach Russland eingeführt werden dürfen. Die Preise haben sich dort fast verdoppelt, und die Produzenten verdienen sich eine goldene Nase. Sie würden auch investieren. Aber wenn sie in Europa bestellen, müssen sie anzahlen. U.U. haben sie dann viel Geld angezahlt, bekommen aber, dank Sanktionen, keine Ausrüstung geliefert. Auf so ein Geschäft lässt sich niemand gerne ein.GIN hat geschrieben:Ich sehe momentan nur negative Auswirkungen für westliche Maschinenbauer. Ich kenn nun dutzende Fälle da haben die Russen den Auftrag an Asiaten gegeben. US/EU Ware bleibt liegen. Der Rubelabsturz vor einigen Monaten ist jetzt bei den Maschinen eingepreist. Er hatte aber nichts mit den Sanktionen zu tun gehabt.Die Firmen kaufen wieder.
Ich denke auch, dass viele Aufträge nach Asien gehen werden.
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen
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