Wirkung der bisherigen Sanktionen

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Dietrich
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen

Beitrag von Dietrich »

kamensky hat geschrieben:ATTN @alln
Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der nachstehenden Verlinkung
Schreib dir das am Besten in deine Signatur, dann kannst du dir das bei jedem Posting eines (meist sehr guten) Artikels des Tagesanzeigers sparen..... ;-)

Zum Artikel:

Leider fällt dem Herr Fetscherin auch keine bessere Möglichkeit zur Behebung der Krise ein als "werfen wir die Ukraine Putin zum Fraß vor, vielleicht beruhigt er sich dann".
Wenn Sanktionen kein taugliches Mittel sind: Wie sähe eine mögliche Lösung aus?
Man drängt die Russen zu oft in die Situation von Beleidigten und Beschuldigten drängt und sieht dabei über die eigenen Fehler hinweg. In der Politik stelle ich eine Tendenz fest, die gesamte Verantwortung für den Konflikt Russland zuzuschieben, das Land zum einzigen Schuldigen zu machen. Das entspricht so nicht den Tatsachen.
Sondern?
Gegenfrage: War es wirklich sinnvoll, die Ukraine vor die Wahl zu stellen, ob sie in die EU will oder nicht? Der Westen hat nicht sehr rücksichtsvoll agiert, damit hat er sich und mit ihm die Ukraine in eine schwierige Situation manövriert. Und nun wird sehr viel, zu viel aus dem Fenster geredet, um innenpolitisch gut dazustehen.
Diplomatie mit Einbezug der Öffentlichkeit funktioniert also nicht.
In diesem Fall überhaupt nicht. Russland hat seit dem Zerfall der Sowjetunion latent das Gefühl, als Staat zweiter Klasse betrachtet zu werden. Wenn sich dann Barack Obama hinreissen lässt, Russland als «Mittelmacht» zu bezeichnen, ist das Öl ins Feuer gegossen und trägt zur Konfliktlösung wirklich nichts bei.
Wir müssen also Russland immer zustimmen, dass sie auf Augenhöhe mit den USA und China stehen. Wnen Russland anfängt beleidigt zu sein, müssen wir schnell ein paar Schritte zurück machen.
Wenn die Ukraine sich lieber der Eu als Russland zuwenden möchte, dann müssen wir vehement mit dem Kopf schütteln, damit Russland ja nicht beleidigt wird.

Es gibt viele Leute die mehr oder weniger auf diese Art und Weise ihre Kinder erziehen. Kommt in den seltensten Fällen was Ordentliches dabei rum.....
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Gunnar
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen

Beitrag von Gunnar »

Dietrich hat geschrieben: Wir müssen also Russland immer zustimmen, dass sie auf Augenhöhe mit den USA und China stehen. Wnen Russland anfängt beleidigt zu sein, müssen wir schnell ein paar Schritte zurück machen.
Wenn die Ukraine sich lieber der Eu als Russland zuwenden möchte, dann müssen wir vehement mit dem Kopf schütteln, damit Russland ja nicht beleidigt wird.

Es gibt viele Leute die mehr oder weniger auf diese Art und Weise ihre Kinder erziehen. Kommt in den seltensten Fällen was Ordentliches dabei rum.....
Ja, mit Kindern geht das stets schief und aus der kleinen ungezogenen Göre wird in aller Regel ein großer überhaupt nicht mehr handlebarer Egozentriker.
Die Frage ist, inwieweit man Individualpsychologische Mechanismen auf ein ganzes Land übertragen kann. Im Reflex würde man das sofort verneinen, allerdings scheint es bei derart personalistisch geführten Regimen wie Russland gar nicht mehr so abwegig, individualpsychologes oder gar psychopathisches Verhalten zu erwarten. Mit Rationalität hat das alles ja immer weniger zu tun. Man muss sich nur die Freunde Putins angucken (Berlusconi, Schröder, Kazav) und man weiß, dass Macho-Politik seinem Ideal entspricht. Wenn er denn wirklich alles im Kreml derart unter Kontrolle hält, wie es zuletzt auch aus seinem Umfeld immer wieder berichtet wird ("wer wirft sich schon vor einen fahrenden Zug"), dann ist es eben wie bei Katharina der Großen, die Persönlichkeit schlägt ungebremst auf das politische Verhalten eines ganzen Landes durch.
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Jenenser
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen

Beitrag von Jenenser »

kamensky hat geschrieben:ATTN @all

Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der nachstehenden Verlinkung

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/sta ... y/12205506
Du könntest jedoch den Artikel hier im Forum kommentieren!

Die Einschätzung des „Russland Kenners“ im Artikel kann ich nachvollziehen und sie zum großen Teil aus eigenen Erfahrungen/Kontakten bestätigen.
Die Schweiz eignet sich, auch nach meiner Meinung, hervorragend als Vermittler.

Es ist das Fehlen eines aggressiven Grundtons, das Fehlen einer Art Überheblichkeit, das mir Gespräche mit Schweizern, auch Österreichern, als angenehm erscheinen. Gerade, wenn es um Russland oder die Ukraine geht...
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Gunnar
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen

Beitrag von Gunnar »

Geheimverhandlungen zwischen Merkel und Putin werden vom britischen Independent berichtet:
Land for gas: Merkel and Putin discussed secret deal could end Ukraine crisis
http://www.independent.co.uk/news/world ... 38764.html
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GIN
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen

Beitrag von GIN »

bin gespannt wann die Flugverbotszone über der Ostukraine von Russland durchgesetzt wird. Denke nicht das dieses Abkommen noch umsetzbar ist. Dafür sitzen beide Seiten schon zu tief.
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Dietrich
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen

Beitrag von Dietrich »

Gunnar hat geschrieben:Geheimverhandlungen zwischen Merkel und Putin werden vom britischen Independent berichtet:
Land for gas: Merkel and Putin discussed secret deal could end Ukraine crisis
http://www.independent.co.uk/news/world ... 38764.html
Merkel verkloppt die Krim an Putin für Gas?

Kann ich nicht so recht glauben. Aber ich hätte auch nicht geglaubt, dass Merkel soviel Angst vor Tsunamis in Deutschland hat.....
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Dietrich
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen

Beitrag von Dietrich »

Dachte ich mir....
Handelsblatt hat geschrieben:Berlin/London. Die Bundesregierung hat einen britischen Zeitungsbericht über angebliche Geheimverhandlungen mit Moskau in der Ukraine-Krise dementiert. „Der Bericht entbehrt jeder Grundlage“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz am Donnerstag. Die Tageszeitung „Independent“ meldete, Kanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Wladimir Putin arbeiteten an einem geheimen Plan zur Lösung des Konflikts in der Ukraine.
http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 74534.html

Ich habe übrigens schon lange nix mehr von Herr Erler gehört... Ist der im Urlaub oder ist ihm die viele Kreide so sehr auf die Stimmbänder geschlagen?
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen

Beitrag von kamensky »

Dietrich hat geschrieben:Dachte ich mir....
Handelsblatt hat geschrieben:Berlin/London. Die Bundesregierung hat einen britischen Zeitungsbericht über angebliche Geheimverhandlungen mit Moskau in der Ukraine-Krise dementiert. „Der Bericht entbehrt jeder Grundlage“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz am Donnerstag. Die Tageszeitung „Independent“ meldete, Kanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Wladimir Putin arbeiteten an einem geheimen Plan zur Lösung des Konflikts in der Ukraine.
http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 74534.html

Ich habe übrigens schon lange nix mehr von Herr Erler gehört... Ist der im Urlaub oder ist ihm die viele Kreide so sehr auf die Stimmbänder geschlagen?
Da haste Etwas von Herr Erler (siehe 2. Abschnitt)

http://de.ria.ru/politics/20140731/269158380.html
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen

Beitrag von klaupe »

Gunnar hat geschrieben:Geheimverhandlungen zwischen Merkel und Putin werden vom britischen Independent berichtet:
Wieso geheim? Die plaudern doch ständig miteinander.
Das klingt wie bei manchen Dosensuppen: Nach altem Geheimrezept. Schmeckt trotzdem zum Kotzen!
Und die Krim? Ist die nicht schon längst abgehakt? Da bleibt doch nur die Frage, wie lange sich Russland dieses teute Prestigeobjekt leisten kann.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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Dietrich
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Re: Wirkung der bisherigen Sanktionen

Beitrag von Dietrich »

kamensky hat geschrieben:Da haste Etwas von Herr Erler (siehe 2. Abschnitt)
http://de.ria.ru/politics/20140731/269158380.html
Danke.

Hier auch (mal wieder) was:
Berlin - Der Russland-Beauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler, hat vor einer Eskalation der Krise in der Ukraine gewarnt. Russlands Präsident Wladimir Putin stehe "unter sehr starkem Druck, die von ihm unter Schutz genommenen russischsprachigen Bewohner in der Ostukraine nicht im Stich zu lassen", sagte der SPD-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

"Wenn die Separatisten in die Nähe einer militärischen Niederlage kommen, dann kann niemand ein direktes Eingreifen Russlands über die Grenze hinweg ausschließen." Angesichts von Hinweisen auf Artilleriebeschuss von russischem Gebiet aus und Berichten über neue Militärmanöver im Süden Russlands gebe es "ein Fenster zum Schlechteren", warnte Erler. "Es wäre eine schreckliche Eskalation, wenn es zu einer direkten Intervention käme."

Erler, der als russlandfreundlich gilt, forderte eine längere Feuerpause, die für eine Gesamtlösung der Krise genutzt werden müsse. Die "große Herausforderung" dabei sei, dass "niemand als Verlierer vom Feld geht". Als Forum für solche Gespräche komme die so genannte Kontaktgruppe aus Vertretern Russlands, der Ukraine, der Separatisten und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Frage.
Soviel sozialarbeitermäßiges Verständnis für den armen Vladimir Vladimirovich.... da wird einem ja übel.
Und außerdem? Wieso sollte ein Agressor nicht auch mal als Verlierer vom Feld gehen? Und ja... ich meine Russland.
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