Unabhängige Nachrichtenseiten?

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weltenbummler
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Re: Unabhängige Nachrichtenseiten?

Beitrag von weltenbummler »

Die hier schildern die russische Sicht der Dinge, meiner Meinung nach, ganz gut.

http://www.mdz-moskau.eu/

Zusätzlich sollte man sich in den deutschen Medien informieren. Die russische Sicht der Dinge muss ja nicht immer zu 100 % stimmen...
Hokuetsu
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Re: Unabhängige Nachrichtenseiten?

Beitrag von Hokuetsu »

Es gibt hier noch einen YT-Kanal mit Videos aus der Ostukraine, erstellt von einem Deutschen Journalisten, welcher mit einem separatistischen Sabotagetrupp unterwegs ist: http://www.youtube.com/channel/UCqpswaQ ... A/featured

Teilweise sehr interessant, allerdings nicht so unabhängig wie sich der Herr selbst darstellt. Besonders in dem Interview-Video mit Anna-News wird nach der 10. Minute nur noch auf der Klaviatur des Antiamerikanismus gespielt.
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Simone
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Re: Unabhängige Nachrichtenseiten?

Beitrag von Simone »

_RGP_ hat geschrieben:
fugen hat geschrieben:Reitschuster bekommt wieder mehr Sendezeit-
http://www.tagesschau.de/ausland/putin- ... e-100.html
Man stelle sich vor, ein russisches Medium würde ein solches Interview zum Thema Obama veröffentlichen...


Ein Leserkommentar unter dem Artikel:
...kann man sich ruhig mal den Spass machen, in diesem Artikel "Russland" durch "USA" zu ersetzen, "Putin" durch "Obama" oder "Bush" und analog so weiter.
.
Man wird verblüfft sein, dass das Ergebnis in keinster Weise sinnentstellt daherkommt.
http://www.rationalgalerie.de/schmock/b ... uster.html

"Bürgerinitiative für Frieden in der Ukraine
Boris Reitschuster
Alarm für alle Putin-Verteidiger!

Autor: U. Gellermann
Datum: 04. September 2014

Er ist ein unermüdlicher Kämpfer für Freiheit und Demokratie. Der Boris Reitschuster. In Russland. Sein Arbeitgeber, der FOCUS, ist dank entschiedener Börsenberichte und des unerbittlichen Zahnarzt-Rankings als furchtloser Verteidiger der freiheitlichen Grundordnung bekannt. Auch deshalb setzt sich unser Boris für die Freiheit in Russland bis zum letzten Blutstropfen ein. Genauer: Hat sich eingesetzt. Denn seit dem Jahr 2011 hat er Moskau verlassen, wegen diverser Morddrohungen, die er erhalten habe. Daraus, dass die anderen westlichen Korrespondenten alle in Russland blieben, ist ersichtlich, wie angepasst die alle sind.

Diesen Mut des Märtryrers bescheinigt ihm auch die TAZ. Die über sein Buch "Putins Demokratur" dramatisch zu sagen weiß: "Bei Amazon ist ein Kampf der Rezensionen entbrannt. Mehrere Einträge wenden sich entschieden gegen das Werk und seinen Autor". Zwar gibt es ganze 23 Einträge bei Amazon und nur fünf finden sein Buch schlecht. Aber genau daran kann man den russischen Druck sehen: All die vielen anderen haben sicher aus Angst vor dem russischen Geheimdienst ihre positiven Rezensionen zurückgezogen. Eine der negativen Rezensionen wollen wir kurz zitieren: "Die Sichel auf dem Umschlagbild sagt eigentlich schon alles über die Geisteshaltung von Autor und Verlag. Hammer und Sichel waren bekanntlich das Emblem des Sowjetstaates. Diesen gibt es nicht mehr. Aber Boris Reitschuster hat es nicht gemerkt." Diesem perfiden Agenten Putins halten wir einen tapferen, rezensierenden Freiheitskämpfer entgegen: "Diesen Autor kann Putin nicht kaufen - kaufen wir sein Buch bevor Putins Freunde alle aufgekauft haben!" So geht Marketing!

Endlich hat auch die TAGESSCHAU den großen Russland-Spezialisten Reitschuster entdeckt. In einem Interview, in dem die ARD respektvolle Stichworte gibt, enthüllt uns Reitschuster den ganzen Putin: "Er kommt aus einfachen Verhältnissen, wurde als Kind geschlagen. Darum dreht sich bei ihm immer alles um Stärke." Welch tiefenpsychologische Erkenntnisse, welch mutige Recherche. Wahrscheinlich hat sich Boris heimlich mit Putin in einer Kneipe unweit des Kremls getroffen und dem dann, unter Wodka-Einfluss, jede Menge geheime Informationen entlockt. Solche zum Beispiel, wie sie Reitschuster in der ARD verrät: "Seit zehn Jahren erhält man in russischen Medien ständig den Eindruck, als ob vor allem Amerika nichts anderes zu tun habe, als eine Aggression gegen Russland vorzubereiten." Natürlich ist es genau umgekehrt wie wir alle wissen: Die Russen haben rund um die USA jede Menge Militärstützpunkte platziert. Fast alle Staaten in Grenznähe zur USA sind dem russischen Militärbündnis beigetreten. Und schließlich haben die Russen begonnen einen Raketenschirm im Glacis Amerikas aufzustellen.

Doch wo die Guten sind, wie Boris, da sind die Bösen nicht fern. Solche wie Gunnar Jütte. Der ist zwar angeblich, wie Reitschuster, der Liebe wegen in Russland hängen geblieben, aber immer noch da. Und er wagt es über unseren Helden zu sagen, der habe Vorurteile, nur weil er für den FOCUS arbeite: "Es käme ja auch keiner auf die Idee, Christian Klar für das „Neue Deutschland“ als Korrespondenten nach Washington zu schicken und zu hoffen, es käme eine ungefärbte Berichterstattung heraus." Und als Reitschuster Jüttes Website als "kremlfreundliches Medium" bezeichnete, musste der Chef von http://www.russland.ru/ kleinlaut zugeben: "Wenn ich mir die Entwicklung in den 90er Jahren unter Jelzin ansehe, als das Land von einer kriminellen Bande ausgeplündert wurde, der IWF Russland in die Zange nahm und es dadurch billiger war Lebensmittel aus dem Ausland zu kaufen als einheimische Produkte, dadurch reihenweise russische Fabriken stillstanden, die Bürger keine Löhne bekamen, aber durch die Hyperinflation noch ihre letzten Ersparnisse verloren, und sehe, was Russland jetzt ist, dann mag das vielleicht sogar stimmen." Aber dieser Agent Moskaus entlarvt sich selbst als vaterlandlandsloser Geselle, wenn er dem Goethe-Institut auf die Frage, wo er denn zu Hause sei, gesteht: "Wie Udo Lindenberg schon sang, da wo mein Hut hängt, da ist mein zu Hause."

Wenn Boris Reitschuster auf dem Foto seiner Facebook-Seite den Kopf gedankenschwer mit der Hand stützt, dann wachsen ihm seherische Qualitäten zu: "Alarm für alle Putin-Verteidiger! Sachsen ist jetzt nach Kreml-Maßstäben ein faschistisches Land, und müsste nach der Putin-Logik von den Nazis befreit werden: Die Rechtsradikalen erhielten in dem Freistaat bei den Wahlen heute 5 Prozent . . ." Solch klare politischen Analysen erhält man nur von Boris dem Kühnen. So auch im ARD-Interview: "Putin will eine Restauration der Sowjetunion in neuer Form und er will den innenpolitischen Machterhalt." Dass Putin, darin ganz anders als westliche Politiker, seine Macht erhalten will, hatten wir schon vermutet. Aber dass er zurück zur Sowjetunion will, die Oligarchen enteignen, Räte wieder einführen und die Nachfahren der Zaren ebenso umbringen will wie er die orthodoxe Kirche vernichten wird, das weiß nur Boris und jetzt - ihm und der ARD sei Dank - auch wir. Bald, wenn die NATO endlich zurückschlägt, wenn die ukrainische Revolution gesiegt haben wird, wenn die Nazi-Bandera-Denkmäler nicht mehr nur im Westen der Ukraine stehen sondern auch die Friedhöfe im Osten zieren, dann wird auf dem Kiewer Maidan ein Denkmal für Boris Reitschuster enthüllt werden. Und auf dem Sockel wird zu lesen sein: Er hat es den Putin-Verstehern gegeben. Auf Ukrainisch, versteht sich."
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Axel Henrich
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Re: Unabhängige Nachrichtenseiten?

Beitrag von Axel Henrich »

Ja sehr schön, danke Simone! ;)
"Seit zehn Jahren erhält man in russischen Medien ständig den Eindruck, als ob vor allem Amerika nichts anderes zu tun habe, als eine Aggression gegen Russland vorzubereiten." Natürlich ist es genau umgekehrt wie wir alle wissen: Die Russen haben rund um die USA jede Menge Militärstützpunkte platziert. Fast alle Staaten in Grenznähe zur USA sind dem russischen Militärbündnis beigetreten. Und schließlich haben die Russen begonnen einen Raketenschirm im Glacis Amerikas aufzustellen.
-ah-
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Re: Unabhängige Nachrichtenseiten?

Beitrag von CSB_Wolf »

Axel Henrich hat geschrieben:Ja sehr schön, danke Simone! ;)
"Seit zehn Jahren erhält man in russischen Medien ständig den Eindruck, als ob vor allem Amerika nichts anderes zu tun habe, als eine Aggression gegen Russland vorzubereiten." Natürlich ist es genau umgekehrt wie wir alle wissen: Die Russen haben rund um die USA jede Menge Militärstützpunkte platziert. Fast alle Staaten in Grenznähe zur USA sind dem russischen Militärbündnis beigetreten. Und schließlich haben die Russen begonnen einen Raketenschirm im Glacis Amerikas aufzustellen.
-ah-
:lol: :lol: Ja ja die Pösen Russen

Gruss
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Re: Unabhängige Nachrichtenseiten?

Beitrag von kamensky »

Souveränität oder Paranoia über alles?

http://de.ria.ru/politics/20140918/269573246.html
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
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Axel Henrich
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Re: Unabhängige Nachrichtenseiten?

Beitrag von Axel Henrich »

ARD-Ukraine-Propaganda: Klatsche vom Programmbeirat
Laut der Initiative Ständige Publikumskonferenz, die Kritik an ARD u.a. sammelt, haben die ARD-Bosse die Tendenz, Kritik an ihrer Propaganda-Linie intern als eine ‘Kampagne von Ostdeutschen und Linken’ darzustellen
Ukraine-Konflikt: ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik
"Fragmentarisch", "tendenziös", "mangelhaft" und "einseitig"
Insgesamt musste der Programmbeirat nach einer umfangreichen inhaltlichen Analyse in zehn Punkten eine unzureichende Arbeit der ARD feststellen. Differenzierende Berichte über die Verhandlungen der EU über das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine hätten gefehlt. Die "politischen und strategischen Absichten der NATO" bei der Osterweiterung seien kaum thematisiert worden. Die Legitimation des "sogenannten Maidanrats" und die "Rolle der radikal nationalistischen Kräfte, insbesondere Swoboda" hätten ebenso wenig eine Rolle gespielt wie deren Aktivitäten beim Scheitern "der Vereinbarung zur Beilegung der Krise in der Ukraine vom 21. Februar".

Weiterhin moniert der Beirat, dass die "Verfassungs- und Demokratiekonformität" der Absetzung Janukowitschs sowie die Rolle rechtsradikaler Kräfte bei dessen Sturz nicht hinreichend Gegenstand der ARD-Berichterstattung waren. Zudem hätte sich der Beirat eine kritische Analyse von Politikern wie Julia Timoschenko und Vitali Klitschko gewünscht. Gerade in jüngster Zeit fehlten "belastbare Belege für eine Infiltration durch russische Armeeangehörige".
Die aktuellste Beschwerde betrifft die Redaktion der Tagesthemen. Aus einem Interview mit dem Kollegen vom Spiegel, Christian Neef, wurde eine nicht ganz unwesentliche Szene herausgeschnitten. Auf die Frage der Moderatorin, ob die Menschen in Donezk durch die Regierungskräfte aus Kiew befreit werden wollen, antwortete Christian Neef von Vorort: "Dass sie von den Ukrainern befreit werden wollen, das glaube ich nun nicht, sie haben nach wie vor eine sehr skeptische Haltung gegenüber Kiew." Im anschließend ausgestrahlten Interview fehlte diese direkte Antwort.
-ah-
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Re: Unabhängige Nachrichtenseiten?

Beitrag von Berlino10 »

Interessant ist, wie unsere Mainstream-Medien die Kritik des Programmbeirates totschweigen,
niemand ausser dem Handelsblatt berichtet über die Rüge der einseitigen und verfälschenden ARD Nachrichten

http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 22250.html
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Axel Henrich
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Re: Unabhängige Nachrichtenseiten?

Beitrag von Axel Henrich »

Das uebliche eben ... :roll:
Auch nach Poroschenkos Statement zur angeblichen Einmarsch-Drohung Putins in die verschiedensten Staaten, oder Barroso ... Ruhe ..., Richtigstellung, Aufklärung ... Null! Auch hier im Forum, nach all den "Beweisen" und Rumgetoene unserer paar wenigen Dummschwaetzer hier, nix, nicht mal son kleines Uuups ... Widerlich! :evil:

-ah-
Gunnar
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Re: Unabhängige Nachrichtenseiten?

Beitrag von Gunnar »

ria novosti und seine gleich auf der Titelseite präsentierten ausgewählten Leserbriefen:
Danke für die aktuellen Informationen! Auch über die Entwicklung in der Ukraine liest man über positive Schritte in Richtung einer friedlichen Beilegung des Konfliktes. Es bleibt zu hoffen, dass die westlichen "Demokratien"/USA auch mitspielen! Jedenfalls ein Dankeschön an Russland!
http://de.ria.ru/letters/20140922/269604390.html

oder noch besser:
Vielen Dank für die Möglichkeit, die Dinge auch mal aus einer anderen Perspektive sehen zu dürfen. Leider ist die Berichterstattung in der Bundesrepublik doch sehr einseitig. Als 1964 in der DDR geborener Bürger betrachtet man die Dinge ein wenig anders als das hier und heute erwartet wird. Meine Verbundenheit zu Ihrem Land ist ungebrochen. Es bleibt zu hoffen, dass unsere US-hörigen Politiker uns nicht in einen Konflikt mit Ihrem Land führen.
http://de.ria.ru/letters/20140922/269604295.html

Meine Verbundenheit zu ihrem Land ist ungebrochen! Offensichtlich also seit den 60iger Jahren. Da hatte die DDR noch so circa 20 Jahre Unterdrückung durch die Sowjetunion vor sich. Respekt, Herr Kirchner.
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