Was mich an dir so wundert ist folgendes: Wäre ich mit der politischen Strategie in meinem Heimatland so uneins, dann würde ich dem Land für immer den Rücken zudrehen und den Pass freiwillig abgeben. Dazu braucht es aber eine gewisse Courage, und glaube ja nicht, dass es in deiner neuen Wahlheimat keine korrupten und finanzierten Journalismus gibt, denn dieser existiert around the globe. Du bist ja hier im RU-Forum und dann nehme ich an, dass du auch private Verbindungen pflegst zu Russland. Also wo liegt dein Problem? Koffer packen in D abmelden . Andernfalls grenzen deine Aussagen und dein politisches Gedankengut gegen dein eigenes Heimatland an Absurdität und wirken nicht wirklich glaubwürdig, denn einerseits verdammst du die politische Richtung in der du lebst und andererseits willst du jedoch das Positive deines Heimatstaates mit all seinen Annehmlichkeiten nicht missen.Berlino10 hat geschrieben:Ihr kapiert nichts ... Natürlich haben wir in DEU ähnliche Probleme.kamensky hat geschrieben: Sei nur froh, dass du Deutscher bist und nicht unter denselben Problemen zu leiden hast. Aber dein höhnischer Text sieht ganz danach aus, als wäre dir die eigene Demokratie in deinem Land ein Dorn im Auge.
Auch wir werden fremdbestimmt vom Kapital und seinen korrupten journalistischen und politischen Eliten,
die für die Durchsetzung einer volksfeindlichen Politik zum Wohle der 1% und eben für das Ende von Demokratie und Selbstbestimmung des Volkes sorgen.
Die USA sind bereits - wie Jimmy Carter festgestellt hat - ohne funktionierende Demokratie und auch wir bewegen uns daraufhin.
Ich bin natürlich für Selbstbestimmung und Demokratie, aber doch nicht für diese lächerliche Witzveranstaltung, die uns derzeit in der Ukraine oder bei uns dafür verkauft wird.
Ein wenig "neurussische Kultur"
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kamensky
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Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
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Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
@Berlino
Dumm nur, das Deutschland eine multinationale Kultur hat und Jeder, der kein Zombie ist oder im Koma liegt, jeden Tag gezwungen ist sich mit seinen Mitmenschen auseinanderzusetzen. Das macht die Meisten relativ unempfänglich für unreflektierte Propaganda.
Mich interessieren die Probleme meiner spanischen, griechischen oder woher auch immer Mitbürger, selbst die meiner verrenteten Eltern, nur am Rande, da bin ich vielleicht zu wenig emphatisch.
Aber dennoch würde ich von mir sagen, wenn mir ein Ausländer (jemand, der nicht in Deutschland lebt!) die Fehler der deutschen Politik vorwerfen will, würde ich ihn zunächst fragen : "Und wie wäre es besser gewesen?" Wenn darauf nur proletenhafte propangandistische Antworten kommen, werde ich genauso darauf reagieren. Denn es gibt tatsächlich Menschen, die ausschliesslich in ihrer eigenen (vielleicht gar nicht so schönen) Welt leben und am Liebsten das Nachbarhaus abreissen würden, weil die einem ja die Atemluft klauen. Aber es gibt auch Andere, mit denen kann ich sogar lachen und Lösungsansätze diskuttieren.
Und solche Argumentationen lese ich hier viel zu viele. Wer anderen Menschen eine eigene Weltsicht nicht zugesteht, ständig argumentiert sie wären fremdgesteuert oder sogar einfach dumm, der hat offensichtlich nicht nur das deutsche Grundgesetz nicht verstanden.
Ich war im Juli das letzte Mal in Russland (nach 18 Besuchen). Und selbst ich als Nicht - Empath konnte die Veränderung in der Argumentation meiner Bekannten vor Ort spüren. Und zwar keineswegs nur gegen den Westen. Nö, die Meinungen pro/ contra hielten sich ungefähr die Waage, selbst bei Unternehmern, die wirklich etwas zu verlieren haben. Keiner verlangt von diesen Menschen auf die Strasse zu gehen und ihre Meinung kund zu tun. Und trotzdem haben sie eine andere als offiziell vorgegeben, Es geht also auch in Russland.
Im Vergleich zu Deutschland sind das aber absolute Minderheiten. Wann war der letzte grössere Streik noch mal in Russland?
Von daher: Verschiedene Meinungen zu haben ist NICHT mein Problem. Sie zuzulassen, sofern sie nicht gegen geltendes Recht verstossen, scheint offenbar ein elementares Problem einiger Kombatanten hier zu sein...
Dumm nur, das Deutschland eine multinationale Kultur hat und Jeder, der kein Zombie ist oder im Koma liegt, jeden Tag gezwungen ist sich mit seinen Mitmenschen auseinanderzusetzen. Das macht die Meisten relativ unempfänglich für unreflektierte Propaganda.
Mich interessieren die Probleme meiner spanischen, griechischen oder woher auch immer Mitbürger, selbst die meiner verrenteten Eltern, nur am Rande, da bin ich vielleicht zu wenig emphatisch.
Aber dennoch würde ich von mir sagen, wenn mir ein Ausländer (jemand, der nicht in Deutschland lebt!) die Fehler der deutschen Politik vorwerfen will, würde ich ihn zunächst fragen : "Und wie wäre es besser gewesen?" Wenn darauf nur proletenhafte propangandistische Antworten kommen, werde ich genauso darauf reagieren. Denn es gibt tatsächlich Menschen, die ausschliesslich in ihrer eigenen (vielleicht gar nicht so schönen) Welt leben und am Liebsten das Nachbarhaus abreissen würden, weil die einem ja die Atemluft klauen. Aber es gibt auch Andere, mit denen kann ich sogar lachen und Lösungsansätze diskuttieren.
Und solche Argumentationen lese ich hier viel zu viele. Wer anderen Menschen eine eigene Weltsicht nicht zugesteht, ständig argumentiert sie wären fremdgesteuert oder sogar einfach dumm, der hat offensichtlich nicht nur das deutsche Grundgesetz nicht verstanden.
Ich war im Juli das letzte Mal in Russland (nach 18 Besuchen). Und selbst ich als Nicht - Empath konnte die Veränderung in der Argumentation meiner Bekannten vor Ort spüren. Und zwar keineswegs nur gegen den Westen. Nö, die Meinungen pro/ contra hielten sich ungefähr die Waage, selbst bei Unternehmern, die wirklich etwas zu verlieren haben. Keiner verlangt von diesen Menschen auf die Strasse zu gehen und ihre Meinung kund zu tun. Und trotzdem haben sie eine andere als offiziell vorgegeben, Es geht also auch in Russland.
Im Vergleich zu Deutschland sind das aber absolute Minderheiten. Wann war der letzte grössere Streik noch mal in Russland?
Von daher: Verschiedene Meinungen zu haben ist NICHT mein Problem. Sie zuzulassen, sofern sie nicht gegen geltendes Recht verstossen, scheint offenbar ein elementares Problem einiger Kombatanten hier zu sein...
Zuletzt geändert von Bluewolf am 09 Okt 2014, 14:10, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
@kamensky
Klasse - das ist genau der richtige Ansatz. Wenn man nicht zufieden ist einfach abhauen...
Wenn alle in der DDR 1989 so gedacht hätten, wäre die deutsche Geschichte wohl anders verlaufen!
Darf man sich nicht kritisch mit den Vorgängen im eigenen Land auseinandersetzten ohne gleich als "Staatsfeind" zu gelten.
Wie seid Ihr denn drauf...
Klasse - das ist genau der richtige Ansatz. Wenn man nicht zufieden ist einfach abhauen...
Wenn alle in der DDR 1989 so gedacht hätten, wäre die deutsche Geschichte wohl anders verlaufen!
Darf man sich nicht kritisch mit den Vorgängen im eigenen Land auseinandersetzten ohne gleich als "Staatsfeind" zu gelten.
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My Dear Mister Singing Club...you shine like a HoneyCakeHorse !
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kamensky
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Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
Andre Frage: Was unternimmst du, wenn dich deine Arbeit an einem Arbeitsplatz dermasen "ankotzt" und du dich mit der Betriebsstrategie und Politik nicht im geringsten identifizieren kannst?Okonjima hat geschrieben:@kamensky
Klasse - das ist genau der richtige Ansatz. Wenn man nicht zufieden ist einfach abhauen...![]()
Wenn alle in der DDR 1989 so gedacht hätten, wäre die deutsche Geschichte wohl anders verlaufen!
Darf man sich nicht kritisch mit den Vorgängen im eigenen Land auseinandersetzten ohne gleich als "Staatsfeind" zu gelten.
Wie seid Ihr denn drauf...
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
Berlino, ich habs neulich schonmal geschrieben: Deine Ausführungen sind voll von Dysphemismen mit denen Du Überzeugungskraft entwickeln möchtest. Das Gegenteil ist aber der Fall. Kannst Du bitte etwas weniger oft solche eingefärbten Worte wählen und einfach konkret beschreiben was Du kritisierst anstatt immer nur mit Kraftausdrücken wie Hirnwäsche, Propaganda, Verdummung, Vasallen usw. zu schreiben. Du selbst weißt, dass das in einem Meinungstausch nix (Gutes) bringt außer vielleicht die eigene Abreaktion (die man auch manchmal brauchtBerlino10 hat geschrieben:Das Ergebnis ist dasselbe, ob die Medien einseitig das Volk verdummen, weil es ihnen befohlen wird, oder weil die Journalisten sonst nicht leben können.
„die Propaganda für die Demokratie ist wie der Knüppel für einen totalitären Staat.“
Dein "breiter Volkswille aus einem bürgerlich kritischen Erkenntnisgewinn" ist offensichtlich lächerlich, wenn sich dieser sogar bis auf die Wortwahl deckungsgleich und kritiklos in allen Medien wieder findet.
Es ist nichts als die erzwungene bzw. verdummte Übernahme herrschender Propaganda.
Es gibt sicherlich Fälle von ungesunder Vormacht der Hochfinanz usw. aber dass Früher (in der Bonner Republik, auf die Du ja des öfteren verweist) wirklich alles besser gewesen sein soll bezweifle ich. Bezogen auf Deutschland bin ich z.B. der Meinung, dass die Entnazifizieren Jahrzehnte gebraucht hat und erst heute wirklich (aus biologischen Gründen) abgeschlossen ist. Desweiteren bin ich persönlich froh, dass Ideologie eine immer geringere Rolle spielt. Politische Ideologie ist eine Form der Religion und führt zu Fanatismus, weil das Sein mit dem Sollen auf Biegen und Brechen überein gebracht werden muss. Mag Merkel hin und wieder blutleer wirken, man kann ihr aber nicht vorwerfen, apodiktisch irgendwelchen Ideologien zu folgen, auch nicht in Form einer US Hörigkeit so nach dem Motto, Obama ruft an und Angela springt, egal was er verlangt.
Übrigens gab es gestern im Weltspiegel auf dem ZDF im Zusammenhang mit einem Bericht eine sehr interesssante und aufschlussreiche Statistik über die Hilfsbereichtschaft und das bürgerschafltiche Engagement der Amerikaner, dass weltweit sowas von herausragt, dass einem die Worte fehlen. Die Amis sind oft vorlaut aber man kann ihnen wahrlich nicht vorwerfen, dass sie nicht hilfsbereit wären und von nichts als dem blanken Egoismus getrieben wären. Da fallen mir andere viel schneller ein ...
Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
@kamensky
der Vergleich "hinkt" meiner Meinung nach.
Du kannst nicht Jobwechsel mit Auswanderung vergleichen. Trotzdem würde ich persönlich erstmal versuchen etwas zu verändern eh ich etwas hinschmeiße.
Außerdem beziehst Du Dich ja wohl auf User Berlino und ich habe nicht den Eindruck als wenn er soo extrem unzufrieden hier wäre.
Er setzt sich nur kritisch mit den Zuständen in Politik und Medien in diesem Land auseinander. Daran ist ja nun mal garnix falsch, im Gegenteil...
Ist es nicht genau das, was hier viele Russland vorwerfen - keine richtigen demokratischen Veränderungen zuzulassen, nichts sagen zu dürfen, keine freie Meinungsäußerung usw.?
der Vergleich "hinkt" meiner Meinung nach.
Du kannst nicht Jobwechsel mit Auswanderung vergleichen. Trotzdem würde ich persönlich erstmal versuchen etwas zu verändern eh ich etwas hinschmeiße.
Außerdem beziehst Du Dich ja wohl auf User Berlino und ich habe nicht den Eindruck als wenn er soo extrem unzufrieden hier wäre.
Er setzt sich nur kritisch mit den Zuständen in Politik und Medien in diesem Land auseinander. Daran ist ja nun mal garnix falsch, im Gegenteil...
Ist es nicht genau das, was hier viele Russland vorwerfen - keine richtigen demokratischen Veränderungen zuzulassen, nichts sagen zu dürfen, keine freie Meinungsäußerung usw.?
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Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
Ja, fasse ich es denn? Wenn man will, dass DEU zu echter Pressefreiheit, Demokratie und Sozialer Marktwirtschaft zurückfindet, dann soll man das Land verlassen??kamensky hat geschrieben: Was mich an dir so wundert ist folgendes: Wäre ich mit der politischen Strategie in meinem Heimatland so uneins, dann würde ich dem Land für immer den Rücken zudrehen und den Pass freiwillig abgeben. Dazu braucht es aber eine gewisse Courage, und glaube ja nicht, dass es in deiner neuen Wahlheimat keine korrupten und finanzierten Journalismus gibt, denn dieser existiert around the globe. Du bist ja hier im RU-Forum und dann nehme ich an, dass du auch private Verbindungen pflegst zu Russland. Also wo liegt dein Problem? Koffer packen in D abmelden .
Mit keinem Wort habe ich RU als bessere Alternative dargestellt.
auch @ Gunnar: Es gibt offensichtliches, unkritisches Nachplappern der Propaganda - das hat nichts mit eigener Meinung zu tun.
Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
Doch, allesGunnar hat geschrieben: Es gibt sicherlich Fälle von ungesunder Vormacht der Hochfinanz usw. aber dass Früher (in der Bonner Republik, auf die Du ja des öfteren verweist) wirklich alles besser gewesen sein soll bezweifle ich.
und finden es bestimmt auch nicht in RUS wieder ...
Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
Naja, wenn das aber die einzige Arbeit ist, mit der du so leben kannst wie du es möchtest und deine Traumarbeit nur in der Theorie existiert, dann bleibt dir das, was die meisten machen:kamensky hat geschrieben:Andre Frage: Was unternimmst du, wenn dich deine Arbeit an einem Arbeitsplatz dermasen "ankotzt" und du dich mit der Betriebsstrategie und Politik nicht im geringsten identifizieren kannst?
Weiter da arbeiten, das Geld kassieren aber keine Möglichkeit auslassen, über die Arbeit zu schimpfen und den Arbeitgeber als unmenschlichen Kapitalisten zu bezeichnen.
Mahnche machen sich denn selbstständig und entweder scheitern sie, oder sie werden zu viel schlimmeren Arbeitgebern als es ihr eigener Chef vorher war. (Ausnahmen gibt es in dem Fall natürlich auch)
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)
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kamensky
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Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
Es soll sogar Jobwechsel in Verbindung mit Auswandern geben! Was hilft jenem selbst den eine ewig kritische Auseinandersetzung, welche ihn möglicherweise innerlich zermürbt? Ich beschneide ihn keineswegs seiner Meinungsfreiheit, doch das gelbe vom Ei nach seinem Gusto wird er wohl Nie und Nirgends finden und wen es ihn noch so nach Demokratie und sozialer freier Marktwirtschaft dürstet. Da gibt es dann wohl doch nur eins, nähmlich sich nach einer Veränderung umzusehen, bevor ihn der Frust innerlich zerfleischt.Okonjima hat geschrieben:@kamensky
der Vergleich "hinkt" meiner Meinung nach.
Du kannst nicht Jobwechsel mit Auswanderung vergleichen. Trotzdem würde ich persönlich erstmal versuchen etwas zu verändern eh ich etwas hinschmeiße.
Außerdem beziehst Du Dich ja wohl auf User Berlino und ich habe nicht den Eindruck als wenn er soo extrem unzufrieden hier wäre.
Er setzt sich nur kritisch mit den Zuständen in Politik und Medien in diesem Land auseinander. Daran ist ja nun mal garnix falsch, im Gegenteil...![]()
Ist es nicht genau das, was hier viele Russland vorwerfen - keine richtigen demokratischen Veränderungen zuzulassen, nichts sagen zu dürfen, keine freie Meinungsäußerung usw.?
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
