Merke einer Kapitalbildung gegenüber steht und stand irgendwann zuvor immer Arbeit, auch wenn diese meinetwegen über tausend Personen zurückliegt.Berlino10 hat geschrieben:Hast Recht Norbert ... es liegt halt nahe abzuschweifen, wenn man die Stimmung in den jeweiligen Ländern betrachtet,
dass sie eben überall von sozialen, finanziellen Problemen bestimmt sind (soziale Menschenrechte) ... und nur weniger von bürgerlichen, politischen Freiheitsrechten ...
interessant dabei ist, dass die Russen eher dem Staat die Verantwortung dafür geben, dass es ihnen gut geht, ...
in den USA, CH, DEU hat man den Menschen eingetrichtert, dass sie selbst verantwortlich sind ... deshalb gibt es in den USA auch nie eine Revolution trotz beißender Armut und Ungerechtigkeit![]()
in RUS muss man das schon propagandistischer und repressiver ausschalten ...
Leider kommt man schon zu Kapital ohne Arbeit, kamensky, ... vor allem kommt man durch Kapital zu Kapital ...
denn das haben sie mittlerweile hinbekommen, dass sich Kapitalinvest viel mehr lohnt als Arbeit,
und dabei schließe ich ausdrücklich unternehmerische Arbeit mit ein, etwas was mich davon abhält "richtig links" zu sein,
weil dort immer nur nachgedacht wird, wie man den Arbeitnehmern maximal viel zukommen lässt, aber kaum, dass und wie es erstmal erwirtschaftet wird,
ein Problem, das mMn ja vor allem auch RUS hat - und weshalb die Stimmung auch gedrückt sein muss
(um mal wieder den Bogen zum Thema zu spannen)
Stimmung in Russland
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kamensky
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Re: Stimmung in Russland
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daveg
Re: Stimmung in Russland
Nicht zu vergessen: Kapital zu bilden und seinen Enkeln, Urenkeln ... zu vererben ist mit Hauptanreiz für unternehmerisches Tätigsein. Daraus resultiert dann Wettbewerb, Fortschritt usw.
Ohne all dies (Sozialismus oder gar Kommunismus) bekommt man dann die DDR, UDSSR ...
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kamensky
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Re: Stimmung in Russland
So war es und ist es immer noch und wird auch weiterhin so bleiben, denn auch die Ur-x X Grosseltern mussten begannen irgendwann mit Arbeit, Kapital zu bilden.daveg hat geschrieben:Nicht zu vergessen: Kapital zu bilden und seinen Enkeln, Urenkeln ... zu vererben ist mit Hauptanreiz für unternehmerisches Tätigsein. Daraus resultiert dann Wettbewerb, Fortschritt usw.
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Re: Stimmung in Russland
Es geht doch nicht darum, Kapitalbildung an sich zu verteufeln ... das wäre in der Tat kontraproduktiv ... sondern seine unanständige, gesellschaftsfeindliche und korruptionsbedingte Bevorteilung.
Das macht jede Gesellschaft auf Dauer kaputt. Und das ist das Problem neoliberaler Politik und ihrer Medienknechte der letzten Jahrzehnte - alles entschuldigt mit Globalisierung.
Das macht jede Gesellschaft auf Dauer kaputt. Und das ist das Problem neoliberaler Politik und ihrer Medienknechte der letzten Jahrzehnte - alles entschuldigt mit Globalisierung.
Re: Stimmung in Russland
Denke ich nicht, ist eher ein Nebeneffekt. Der Hauptanreiz ist sich selber zu verwirklichen in irgendeiner Form. Also sehr individualistisch. Die "Vererber" entwickeln erst zu einem sehr späten Zeitpunkt diesen Hinterlassenswunsch, meist in einer Zeit in dem sie nur noch verwalten oder verbrauchen.daveg hat geschrieben:Nicht zu vergessen: Kapital zu bilden und seinen Enkeln, Urenkeln ... zu vererben ist mit Hauptanreiz für unternehmerisches Tätigsein. Daraus resultiert dann Wettbewerb, Fortschritt usw.
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Re: Stimmung in Russland
Sind mir aber sehr viel gegenteilige Individuen in meinem näheren Umfeld in der CH bekannt. Verwalten stimme ich dir vollkommen zu (manchmal muss man die Alten beinahe des Tempels verweisen), jedoch haben viele sehr oft Mühe und womöglich ein schlechtes Gewissen, wenn sie noch ein paar Fränkli aus der Firma beziehen bzw. rausnehmen. Lieber verzichten sie um den Fortbestand der Firma und vielfach auch den Namen nicht zu gefährden, dies vorwiegend bei schon lange bestehenden KMU`s, welche sich schon seit "Urzeiten" im Familienbesitz befinden. Sicherlich gibt es auch die von dir beschriebenen Individuen.GIN hat geschrieben:Denke ich nicht, ist eher ein Nebeneffekt. Der Hauptanreiz ist sich selber zu verwirklichen in irgendeiner Form. Also sehr individualistisch. Die "Vererber" entwickeln erst zu einem sehr späten Zeitpunkt diesen Hinterlassenswunsch, meist in einer Zeit in dem sie nur noch verwalten oder verbrauchen.daveg hat geschrieben:Nicht zu vergessen: Kapital zu bilden und seinen Enkeln, Urenkeln ... zu vererben ist mit Hauptanreiz für unternehmerisches Tätigsein. Daraus resultiert dann Wettbewerb, Fortschritt usw.
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Re: Stimmung in Russland
Für mich war die Frage "Hauptanreiz für unternehmerisches Tätigsein"
@Kamensky
Nun habe ich nicht den starken inneren Einblick bei alteingesessenen KMU Familien. Da wird man vielleicht als Unternehmer reingezwungen und es spielen Traditionen eine grosse Rolle. In dem Bekanntenkreis in dem ich mich bewege sind die Unternehmer bis auf einzelne Ausnahmen Personen die das selber für sich gewählt haben. Die sind genau wie ich aus individualistischen Gründen rein, nur selber für sich um irgendwelche Wünsche sich selber zu befriedigen. Ein ICH-Projekt. Ich kenne keinen der gesagt hat ich will das machen damit meine Kinder die mal in X Jahren kommen "es besser" haben könnten. Viele haben noch nicht einmal Kinder.
Das scheint bei den geerbten Strukturen anders zu sein, habe hier einfach nicht den Einblick von innen. Von Außen sehe ich in der Schweiz halt ständig dieses verkaufen an irgendwelche Investoren. Obs der Bauer ist im Aargau der den Bauernhof an eine Realestateunternehmung, der Erbe aus Zürich der die Firmenanteile oder der Neuenburger der seinen Garten verkauft.... immer werden alte Strukturen verbraucht. Neuerschaffungen sehe ich selten. In meiner Branche sind die Schweizer faktisch verschwunden. In den letzten 5 bis 10 Jahren haben sehr viele Erben "KASSE" gemacht und verbrauchen jetzt das Geld.
@Kamensky
Nun habe ich nicht den starken inneren Einblick bei alteingesessenen KMU Familien. Da wird man vielleicht als Unternehmer reingezwungen und es spielen Traditionen eine grosse Rolle. In dem Bekanntenkreis in dem ich mich bewege sind die Unternehmer bis auf einzelne Ausnahmen Personen die das selber für sich gewählt haben. Die sind genau wie ich aus individualistischen Gründen rein, nur selber für sich um irgendwelche Wünsche sich selber zu befriedigen. Ein ICH-Projekt. Ich kenne keinen der gesagt hat ich will das machen damit meine Kinder die mal in X Jahren kommen "es besser" haben könnten. Viele haben noch nicht einmal Kinder.
Das scheint bei den geerbten Strukturen anders zu sein, habe hier einfach nicht den Einblick von innen. Von Außen sehe ich in der Schweiz halt ständig dieses verkaufen an irgendwelche Investoren. Obs der Bauer ist im Aargau der den Bauernhof an eine Realestateunternehmung, der Erbe aus Zürich der die Firmenanteile oder der Neuenburger der seinen Garten verkauft.... immer werden alte Strukturen verbraucht. Neuerschaffungen sehe ich selten. In meiner Branche sind die Schweizer faktisch verschwunden. In den letzten 5 bis 10 Jahren haben sehr viele Erben "KASSE" gemacht und verbrauchen jetzt das Geld.
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kamensky
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Re: Stimmung in Russland
Es gibt, wie ich schon erwähnte die unterschiedlichen Individuen. Mir sind solche Erben, welche die "Kohle" aus voller "Kelle" auf den Putz hauen auch bekannt. Kenne gar welche, die heute vom Sozialamt Unterstützung benötigen. Im Grossen und Ganzen spielt und hat die Tradition(en) einen grossen Einfluss, wie teilweise aber auch die Agglomeration(en). Man will möglichst viele Arbeitsplätze erhalten und gar noch neue schaffen und dies wiederum motiviert Nachkommen zum Erhalt von KMU`s und Investitionen. Obwohl das Gelingen vielfach privater Verzicht und oft eine teils doch riskante Gratwanderung bedeutet.GIN hat geschrieben:Für mich war die Frage "Hauptanreiz für unternehmerisches Tätigsein"
@Kamensky
Nun habe ich nicht den starken inneren Einblick bei alteingesessenen KMU Familien. Da wird man vielleicht als Unternehmer reingezwungen und es spielen Traditionen eine grosse Rolle. In dem Bekanntenkreis in dem ich mich bewege sind die Unternehmer bis auf einzelne Ausnahmen Personen die das selber für sich gewählt haben. Die sind genau wie ich aus individualistischen Gründen rein, nur selber für sich um irgendwelche Wünsche sich selber zu befriedigen. Ein ICH-Projekt. Ich kenne keinen der gesagt hat ich will das machen damit meine Kinder die mal in X Jahren kommen "es besser" haben könnten. Viele haben noch nicht einmal Kinder.
Das scheint bei den geerbten Strukturen anders zu sein, habe hier einfach nicht den Einblick von innen. Von Außen sehe ich in der Schweiz halt ständig dieses verkaufen an irgendwelche Investoren. Obs der Bauer ist im Aargau der den Bauernhof an eine Realestateunternehmung, der Erbe aus Zürich der die Firmenanteile oder der Neuenburger der seinen Garten verkauft.... immer werden alte Strukturen verbraucht. Neuerschaffungen sehe ich selten. In meiner Branche sind die Schweizer faktisch verschwunden. In den letzten 5 bis 10 Jahren haben sehr viele Erben "KASSE" gemacht und verbrauchen jetzt das Geld.
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- Leo Myschkin
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Re: Stimmung in Russland
Moin,
also ich nehme die Stimmung hier in R genauso vielfältig wahr, wie sie hier im Forum von den verschiedenen "Debattanten" vorgetragen wurden. Ich finde nicht, daß die Russen nun alle ganz traurig und voller Mitleid für die, in Deutschland so bemutterten Minderheiten sind, noch kann ich eine putinistische Euphorie feststellen. Es ist eher ein ganz dem Alltag und seinen Sorgen gewidmetes Dahinleben, wie überall auf der Welt. Selbst an der Uni sind die Leute zum Teil "heimatlich" eingestellt und haben das Georgsband am iPad und letztens in einem fast menschenleeren Dörfchen im Oblast Novgorod hörte ich leidenschaftliche Kritik am Kreml. Es ist komplex.
Aber eins fällt mir hier in R immer auf: Im Gegensatz zu dem, was im Westen immer behauptet wird, kann man hier frei reden. Jeder kann mit jedem diskutieren. In Deutschland erstickt in letzter Zeit alles an diesem unsäglichen Nazi-Rassisten-Hammer. Jede abweichende Meinung ist Nazi. Ich kann in Deutschland kaum noch Debattenkultur erkennen. Da ist es hier angenehmer.
also ich nehme die Stimmung hier in R genauso vielfältig wahr, wie sie hier im Forum von den verschiedenen "Debattanten" vorgetragen wurden. Ich finde nicht, daß die Russen nun alle ganz traurig und voller Mitleid für die, in Deutschland so bemutterten Minderheiten sind, noch kann ich eine putinistische Euphorie feststellen. Es ist eher ein ganz dem Alltag und seinen Sorgen gewidmetes Dahinleben, wie überall auf der Welt. Selbst an der Uni sind die Leute zum Teil "heimatlich" eingestellt und haben das Georgsband am iPad und letztens in einem fast menschenleeren Dörfchen im Oblast Novgorod hörte ich leidenschaftliche Kritik am Kreml. Es ist komplex.
Aber eins fällt mir hier in R immer auf: Im Gegensatz zu dem, was im Westen immer behauptet wird, kann man hier frei reden. Jeder kann mit jedem diskutieren. In Deutschland erstickt in letzter Zeit alles an diesem unsäglichen Nazi-Rassisten-Hammer. Jede abweichende Meinung ist Nazi. Ich kann in Deutschland kaum noch Debattenkultur erkennen. Da ist es hier angenehmer.
Mit freundlichen Grüßen,
Leo.
Leo.
- Norbert
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Re: Stimmung in Russland
Dann hast Du noch nicht versucht, mit einem "gewöhnlichen" Russen zum Thema Ukraine zu sprechen. Da ist man auch schnell Faschist, wenn man Vorgänge in der Ukraine abseits der Standardmeinung versucht zu erläutern.Leo Myschkin hat geschrieben:Jede abweichende Meinung ist Nazi. Ich kann in Deutschland kaum noch Debattenkultur erkennen. Da ist es hier angenehmer.