Das kann Wolfgang Kulow nicht auf sich sitzen lassen: Im vergangenen Jahr konnte der Extremsportler das Eis auf dem Baikalsee mit seinem Fahrrad nicht bis zum Ende bezwingen. Jetzt begibt sich der Lensahner erneut auf diese halsbrecherische Route nach Sibirien. „Die Natur bestimmt, wo es lang geht“
Wenn sein Flieger vom 6. Februar über Moskau in Irkutsk, also am Südende des Sees, landet, bringt ihn der Zug in den Norden
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Die Route hat der 65-Jährige umgestellt: Er wird andersherum fahren, von Norden nach Süden über den rund 650 Kilometer langen See im südlichen Russland.
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Vor einem Jahr machten ihm schlechte Bedingungen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Bizarre Eisformationen versperrten den Weg gen Norden. Vergebens suchte er einen Weg, immer wieder, doch musste schließlich unter Lebensgefahr umkehren — und verpasste damit den Halt der Transsibirischen Eisenbahn.
Beim kommenden Abenteuer wird ihn Stefan Schlett, ebenfalls Extremsportler, begleiten.
Die ersten paar Dutzend Kilometer legen beide auf der westlichen Seite des zugefrorenen Sees zurück, bevor sie ihn das erste Mal überqueren. Am Ostufer gelangen sie zur größten Halbinsel Swjatoi Nos. In der Siedlung Ust-Bargusin wollen sie ihre Vorräte auffüllen, dann geht es weiter über den See zur größten Insel Olchon
-ah-Rund 60 Kilogramm wird sein Fahrrad mit Gepäck wiegen. Er wird es etwa tausend Kilometer weit bewegen, bevor der Flieger am 15. März in Irkutsk auf ihn und seinen Begleiter wartet


