Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?
- manfredsa
- Insider/in

- Beiträge: 195
- Registriert: 31 Jan 2015, 17:22
- Wohnort: D- 45739 Oer-Erkenschwick
Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?
Der Rubel fällt, der Ölpreis ist auf Talfahrt: Russland rauscht mit voller Wucht Richtung Abgrund. Die Russen starten Hamsterkäufe, die Banker verfallen in Panik. Analysten ziehen bereits Parallelen zum Zusammenbruch der Sowjetunion.
Was Sanktionen nicht bewirken konnten, schaffen der fallende Öl-Preis und der Rubel-Crash: Russland befindet sich mitten in einer ernsten Wirtschaftskrise. Der Ölpreis: Minus 45 Prozent seit Juni. Der Rubel: minus 50 Prozent seit Sommer – allein zehn Prozent brach die Währung in dieser Woche ein.
Die russische Bevölkerung reagiert panisch: Sie stürmt die Warenhäuser, kauft Elektronik und Autos, bevor die Preise weiter explodieren und ihre Ersparnisse nichts mehr wert sind. Die Notenbank reagierte mit einer beispiellosen Leitzinserhöhung.
Sieben-Milliarden-Dollar-Waffe
Diese verpuffte jedoch, sodass die Regierung am Mittwochmorgen zu ihrer stärksten Waffe greifen musste: Das Finanzministerium teilte mit, im großen Stile Währungsreserven verkaufen zu wollen.Sieben Milliarden US-Dollar pumpen die Russen in den Markt. Erst diese Bazooka konnte den Währungsverfall – zumindest vorübergehend – stoppen.
Doch viele Analysten sehen die Situation noch lange nicht ausgestanden. Es werden Erinnerung wach an die Finanzkrise von 1998 – und sogar an die Ölkrise der 1980er-Jahre, die letztendlich den Zusammenbruch der Sowjetunion besiegelte.
Ölkrise trieb Sowjetunion in den Kollaps
Yegor Gaidar, Russlands Premierminister von 1991 bis 1994, erinnert sich in einem Aufsatz für das "American Enterprise Institute" an den Kollaps der Sowjetunion.
Er schreibt: „Die Geschichte des Zusammenbruchs kann auf den 13. September 1985 zurückgeführt werden. An diesem Tag erklärte Scheich Ahmed Zaki Yamani, der Ölminister von Saudi-Arabien, dass sein Land die Öl-Politik radikal ändern will. Die Saudis hörten damit auf, den Öl-Preis zu stützen und der Anteil der saudi-arabischen Öl-Exporte kletterte gewaltig. In den darauffolgenden sechs Monaten stieg die Öl-Produktion in Saudi-Arabien an, wodurch der Öl-Preis kollabierte.“
OPEC wollte den Ölpreis-Verfall nicht stoppen
Eine Situation, die Erinnerungen an den November dieses Jahres weckt. Denn vergangenen Monat entschieden die großen Öl-Exporteure (OPEC), die Produktion nicht zu drosseln und beförderten damit einen weiteren Preisverfall des Öls. Für Saudi-Arabien und die anderen reichen Öl-Staaten stellte dies kein Problem dar. Russland ließ die Entscheidung jedoch geradewegs in die Krise schlittern.
Die Folge: In den 80ern versuchte sich Russland wegen der Öl-Krise verzweifelt Geld von verschiedenen Banken zu leihen. Doch die Kredite reichten nicht aus. Nahrungsmittelengpässe waren die Folge und wegen des hohen innenpolitischen Drucks musste Moskau den Westen um Hilfe bitten – und damit die osteuropäischen Satelliten-Staaten in die Unabhängigkeit entlassen.
„Zerfall der Sowjetunion sollte uns eine Lehre sein“
Gaidar warnte schon in seinem 2007 veröffentlichten Aufsatz davor, sich auf den hohen Ölpreis zu verlassen: „Wir müssen uns immer bewusst sein, dass Russlands Wirtschaft vom Öl abhängig ist. Weil niemand die Schwankungen des Ölpreises vorhersagen kann, sollte der Kollaps der Sowjetunion uns eine Lehre sein.“
Gaidar zeichnet in seiner Analyse zudem ein überraschend offenes Bild von der politischen Situation in seinem Land. „Autoritäre Regime sind in einer Krise extrem zerbrechlich, obwohl sie nach außen die Fassade der Stärke aufrechterhalten.“
Wenn die Krise kommt, schwindet Putins Rückhalt
Denn solange es der Bevölkerung gut gehe, sei die Gesellschaft bereit, fehlende Wahlen und Korruption zu tolerieren. Das machen sie aber nur so lange, wie sie davon profitieren können, schreibt Gaidar. Kommt die Krise, könnte es zu sozialen Unruhen kommen.
“Die Russen dachten: Putin ist ein starker Anführer, der den Lebensstandard der Leute verbessert hat”, sagt Dmitry Oreshkin, politische Analyst in Moskau, der Finanzagentur Bloomberg. „Doch unter demselben Führer bricht nun alles zusammen."
Premier Medwedew versucht die Krise zwar kleinzureden: Russland habe genug Währungsreserven, um den Rubelverfall zu bremsen. Doch die die russischen Banken scheinen bislang nicht im Geringsten vorbereitet zu sein.
„Schlimmster Albtraum“
„Was gerade passiert ist ein Albtraum, den wir uns vor einem Jahr noch nicht hätten vorstellen können“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Zentralbank, Sergei Shvetsov, der Agentur Interfax.
Die Situation sei kritisch: „Glauben Sie mir, die Entscheidung, die wir treffen mussten, war zwischen sehr schlimm und sehr, sehr schlimm.“
Wahrscheinlichkeit einer Pleite bei 33 Prozent
DIW-Präsident Marcel Fratzscher sieht die Wahrscheinlichkeit einer Staatspleite Russlands mittlerweile bei 33 Prozent. Dies signalisierten an den Finanzmärkten die Absicherungspapiere (CDS) gegen den Ausfall russischer Staatsanleihen.
Vger einer mittelständischen Bank sagte der russischen Nachrichtenseite „Vedomosti“: „Das ist das Ende des Banken-Systems.“
Zitat oben aus diesem Link
http://www.focus.de/finanzen/boerse/rub ... 52729.html
m.f.G.manfredsa
Was Sanktionen nicht bewirken konnten, schaffen der fallende Öl-Preis und der Rubel-Crash: Russland befindet sich mitten in einer ernsten Wirtschaftskrise. Der Ölpreis: Minus 45 Prozent seit Juni. Der Rubel: minus 50 Prozent seit Sommer – allein zehn Prozent brach die Währung in dieser Woche ein.
Die russische Bevölkerung reagiert panisch: Sie stürmt die Warenhäuser, kauft Elektronik und Autos, bevor die Preise weiter explodieren und ihre Ersparnisse nichts mehr wert sind. Die Notenbank reagierte mit einer beispiellosen Leitzinserhöhung.
Sieben-Milliarden-Dollar-Waffe
Diese verpuffte jedoch, sodass die Regierung am Mittwochmorgen zu ihrer stärksten Waffe greifen musste: Das Finanzministerium teilte mit, im großen Stile Währungsreserven verkaufen zu wollen.Sieben Milliarden US-Dollar pumpen die Russen in den Markt. Erst diese Bazooka konnte den Währungsverfall – zumindest vorübergehend – stoppen.
Doch viele Analysten sehen die Situation noch lange nicht ausgestanden. Es werden Erinnerung wach an die Finanzkrise von 1998 – und sogar an die Ölkrise der 1980er-Jahre, die letztendlich den Zusammenbruch der Sowjetunion besiegelte.
Ölkrise trieb Sowjetunion in den Kollaps
Yegor Gaidar, Russlands Premierminister von 1991 bis 1994, erinnert sich in einem Aufsatz für das "American Enterprise Institute" an den Kollaps der Sowjetunion.
Er schreibt: „Die Geschichte des Zusammenbruchs kann auf den 13. September 1985 zurückgeführt werden. An diesem Tag erklärte Scheich Ahmed Zaki Yamani, der Ölminister von Saudi-Arabien, dass sein Land die Öl-Politik radikal ändern will. Die Saudis hörten damit auf, den Öl-Preis zu stützen und der Anteil der saudi-arabischen Öl-Exporte kletterte gewaltig. In den darauffolgenden sechs Monaten stieg die Öl-Produktion in Saudi-Arabien an, wodurch der Öl-Preis kollabierte.“
OPEC wollte den Ölpreis-Verfall nicht stoppen
Eine Situation, die Erinnerungen an den November dieses Jahres weckt. Denn vergangenen Monat entschieden die großen Öl-Exporteure (OPEC), die Produktion nicht zu drosseln und beförderten damit einen weiteren Preisverfall des Öls. Für Saudi-Arabien und die anderen reichen Öl-Staaten stellte dies kein Problem dar. Russland ließ die Entscheidung jedoch geradewegs in die Krise schlittern.
Die Folge: In den 80ern versuchte sich Russland wegen der Öl-Krise verzweifelt Geld von verschiedenen Banken zu leihen. Doch die Kredite reichten nicht aus. Nahrungsmittelengpässe waren die Folge und wegen des hohen innenpolitischen Drucks musste Moskau den Westen um Hilfe bitten – und damit die osteuropäischen Satelliten-Staaten in die Unabhängigkeit entlassen.
„Zerfall der Sowjetunion sollte uns eine Lehre sein“
Gaidar warnte schon in seinem 2007 veröffentlichten Aufsatz davor, sich auf den hohen Ölpreis zu verlassen: „Wir müssen uns immer bewusst sein, dass Russlands Wirtschaft vom Öl abhängig ist. Weil niemand die Schwankungen des Ölpreises vorhersagen kann, sollte der Kollaps der Sowjetunion uns eine Lehre sein.“
Gaidar zeichnet in seiner Analyse zudem ein überraschend offenes Bild von der politischen Situation in seinem Land. „Autoritäre Regime sind in einer Krise extrem zerbrechlich, obwohl sie nach außen die Fassade der Stärke aufrechterhalten.“
Wenn die Krise kommt, schwindet Putins Rückhalt
Denn solange es der Bevölkerung gut gehe, sei die Gesellschaft bereit, fehlende Wahlen und Korruption zu tolerieren. Das machen sie aber nur so lange, wie sie davon profitieren können, schreibt Gaidar. Kommt die Krise, könnte es zu sozialen Unruhen kommen.
“Die Russen dachten: Putin ist ein starker Anführer, der den Lebensstandard der Leute verbessert hat”, sagt Dmitry Oreshkin, politische Analyst in Moskau, der Finanzagentur Bloomberg. „Doch unter demselben Führer bricht nun alles zusammen."
Premier Medwedew versucht die Krise zwar kleinzureden: Russland habe genug Währungsreserven, um den Rubelverfall zu bremsen. Doch die die russischen Banken scheinen bislang nicht im Geringsten vorbereitet zu sein.
„Schlimmster Albtraum“
„Was gerade passiert ist ein Albtraum, den wir uns vor einem Jahr noch nicht hätten vorstellen können“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Zentralbank, Sergei Shvetsov, der Agentur Interfax.
Die Situation sei kritisch: „Glauben Sie mir, die Entscheidung, die wir treffen mussten, war zwischen sehr schlimm und sehr, sehr schlimm.“
Wahrscheinlichkeit einer Pleite bei 33 Prozent
DIW-Präsident Marcel Fratzscher sieht die Wahrscheinlichkeit einer Staatspleite Russlands mittlerweile bei 33 Prozent. Dies signalisierten an den Finanzmärkten die Absicherungspapiere (CDS) gegen den Ausfall russischer Staatsanleihen.
Vger einer mittelständischen Bank sagte der russischen Nachrichtenseite „Vedomosti“: „Das ist das Ende des Banken-Systems.“
Zitat oben aus diesem Link
http://www.focus.de/finanzen/boerse/rub ... 52729.html
m.f.G.manfredsa
Wer kämpft kann verlieren,wer nicht kämpft hat schon verloren. von Berthold Brecht
- manfredsa
- Insider/in

- Beiträge: 195
- Registriert: 31 Jan 2015, 17:22
- Wohnort: D- 45739 Oer-Erkenschwick
Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?
Wer kämpft kann verlieren,wer nicht kämpft hat schon verloren. von Berthold Brecht
- manfredsa
- Insider/in

- Beiträge: 195
- Registriert: 31 Jan 2015, 17:22
- Wohnort: D- 45739 Oer-Erkenschwick
Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?
Rubel-Krise beutelt WirtschaftHorror-Vorhersage: 200 russische Banken könnten 2015 zusammenbrechen
mehr dazu hier
http://www.focus.de/finanzen/banken/rub ... 33344.html
mehr dazu hier
http://www.focus.de/finanzen/banken/rub ... 33344.html
Wer kämpft kann verlieren,wer nicht kämpft hat schon verloren. von Berthold Brecht
Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?
Gibt es noch Hoffnung, oder es ist schon endgültig ?
- manfredsa
- Insider/in

- Beiträge: 195
- Registriert: 31 Jan 2015, 17:22
- Wohnort: D- 45739 Oer-Erkenschwick
Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?
Ich hoffe auf ein Einlenken Putins und somit auf eine Besserung der LageAlex KA hat geschrieben:Gibt es noch Hoffnung, oder es ist schon endgültig ?
M.f.G. manfredsa
Wer kämpft kann verlieren,wer nicht kämpft hat schon verloren. von Berthold Brecht
Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?
Einlenken Putins kann nur kurzfristig etwas bringen, aber langfristig wird noch schlimmer..manfredsa hat geschrieben:Ich hoffe auf ein Einlenken Putins und somit auf eine Besserung der LageAlex KA hat geschrieben:Gibt es noch Hoffnung, oder es ist schon endgültig ?
M.f.G. manfredsa
- manfredsa
- Insider/in

- Beiträge: 195
- Registriert: 31 Jan 2015, 17:22
- Wohnort: D- 45739 Oer-Erkenschwick
Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?
warum soll es langfristig schlimmer werden?Alex KA hat geschrieben:Einlenken Putins kann nur kurzfristig etwas bringen, aber langfristig wird noch schlimmer..manfredsa hat geschrieben:Ich hoffe auf ein Einlenken Putins und somit auf eine Besserung der LageAlex KA hat geschrieben:Gibt es noch Hoffnung, oder es ist schon endgültig ?
M.f.G. manfredsa
Wer kämpft kann verlieren,wer nicht kämpft hat schon verloren. von Berthold Brecht
Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?
Weil alle sehen was in Iran, Irak, Pakistan, Syrien, Libyen, Tunesien, Ägypten, Afghanistan, Georgien passierte? Und in Deutschland auch würde mir nicht gefallen, mit diese Politik wird Deutschland auch nicht weiter kommen.. Es geht hier um Raubfeldzug gegen Russland, die muss ausgeraubt werden, nur in diesem Fall kommt USA und verbündete weiter, und das ist für Russland langfristig nicht gut.manfredsa hat geschrieben: warum soll es langfristig schlimmer werden?
- manfredsa
- Insider/in

- Beiträge: 195
- Registriert: 31 Jan 2015, 17:22
- Wohnort: D- 45739 Oer-Erkenschwick
Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?
M. E. wird der Raubzug eher von Putin und seiner Klicke der Oligarchen vor genommen,Alex KA hat geschrieben:Weil alle sehen was in Iran, Irak, Pakistan, Syrien, Libyen, Tunis, Ägypten, Afghanistan, Georgien passierte? Und in Deutschland auch würde mir nicht gefallen, mit diese Politik wird Deutschland auch nicht weiter kommen.. Es geht hier um Raubfeldzug gegen Russland, die muss ausgeraubt werden, nur in diesem Fall kommt USA und verbündete weiter, und das ist für Russland langfristig nicht gut.manfredsa hat geschrieben: warum soll es langfristig schlimmer werden?
wovon bezahlt Putin sein neues Super Anwesen in Spanien?
M.f.G. manfredsa
Wer kämpft kann verlieren,wer nicht kämpft hat schon verloren. von Berthold Brecht
