Also eben war noch Poroschenkos "Großoffensive" der Bruch des Minsker Abkommens.... jetzt wurde also doch vorher schon rumgeballert?_RGP_ hat geschrieben:Monatelang hat man hin- und hergeballert, und vor Kurzem kündigte Poroschenko die neue Großoffensive an (trotz des heiligen Minsker Abkommens), und löste erst das massive Vorrücken der Rebellen aus.
Wo sind also die Karten? Komm.... nicht kneifen.
Meinetwegen auch der Stand zwischen "Großoffensive" und jetzt. Dann können wir mal schwarz auf weiß in Quadratkilometern sehen, wieviel Land die so zwischen Minsk und Poros "Offensive" und wieviel Land danach gewonnen wurde.
Jaja, die lieben Rebellen.... durch die pösen ukrainischen Nazis provoziert und zu Landgewinnen ja quasi gezwungen...._RGP_ hat geschrieben:Ab da hat sich der Fontverlauf massiv verschoben (aber eben nicht zugunsten Kiews) und der (drohende) Kessel entstand.
3 Tage nach Beginn der Kiewer(!) Offensive fordert er Waffenruhe in den Grenzen des Minsker Abkommens (und freien Abzug aller eingekesselten Soldaten samt Material). Da kam dann diese Worthülse plötzlich wieder auf.
Daß die Rebellen (du kannst sie noch so genüßlich mit anderen Begriffen bezeichnen) dann keine Lust mehr haben, sich zurückzuziehen, ist natürlich eine absolut überraschende Ungeheuerlichkeit. Sapperlot, wie können sie nur!
Du schaust definitiv zu viel NTW und Perve Kanal....
So sieht es übrigens die FAZ (link):
Und diese Bemerkungen (fett) wurden natürlich nur gemacht, weil die beiden sich unbedingt an das Abkommen halten wollten.....Nur ein einziger Punkt aus den Minsker Vereinbarungen ist vollständig verwirklicht worden: Das Gesetz über den Sonderstatus für die Separatistengebiete wurde vom ukrainischen Parlament noch vor der Unterzeichnung des Memorandums mit knapper Mehrheit beschlossen - Präsident Poroschenko setzte es gegen massiven Widerstand aus dem eigenen Lager durch.
Praktische Bedeutung hat es jedoch nie erlangt, weil die Separatisten erklärten, ein Sonderstatus innerhalb der Ukraine komme für sie nicht in Frage, sie könnten mit Kiew nur über die Anerkennung ihrer Unabhängigkeit reden. Die beiden „Volksrepubliken“ Luhansk und Donezk organisierten darauf am 2. November Präsidenten- und Parlamentswahlen - in klarem Widerspruch zu dem Punkt des Minsker Protokolls, der Wahlen nach ukrainischen Gesetzen vorsieht.
Frontverlauf nie eindeutig geklärt
Die Bestimmungen der Waffenruhe wurden nie eingehalten. Beide Seiten haben regelmäßig Stellungen der Gegner unter Feuer genommen. Auch das Verbot offensiver Aktionen ist offensichtlich missachtet worden: Die Separatisten haben in der Phase relativer Ruhe zwischen September und der neuerlichen Eskalation im Januar - was von keiner Seite bestritten wird - mehrere hundert Quadratkilometer eingenommen. Weder Ukrainer noch Separatisten haben ihre schweren Waffen 15 Kilometer von der Front zurückgezogen. Deren Verlauf freilich war nie vollständig und einvernehmlich geklärt.
Seit Wochen fordern sowohl die Separatisten als auch die russische Führung, die „Kontaktlinie“ für einen neuen Waffenstillstand müsse den tatsächlichen Stellungen der Kämpfer entsprechen. Eine Anlage zum Memorandum, in der die ursprüngliche Kontaktlinie festgelegt worden sein soll, ist nie veröffentlicht worden. Vor einer Woche behauptete schließlich ein Sprecher der Separatisten, diese Karte sei von den Führern der „Volksrepubliken“ nie unterzeichnet worden.
Ohnehin sehen sich die Separatistenführer Aleksandr Sachartschenko aus Donezk und Igor Plotnizkij aus Luhansk durch die von ihnen mit unterzeichneten Minsker Vereinbarungen nicht gebunden. Das haben sie schon im Herbst vergangenen Jahres verkündet: Nach ihrer Interpretation bedeutet ihre Unterschrift nur, dass sie den Inhalt der Dokumente zur Kenntnis genommen haben. Auf beiden Vereinbarungen stehen ihre Namen ohne Funktionsbezeichnungen unter denen der übrigen Unterzeichner aus der sogenannten Trilateralen Kontaktgruppe, in deren Rahmen die Texte formuliert wurden: für die OSZE als Vermittlerin die Schweizer Diplomatin Heidi Tagliavini, für die Ukraine der frühere Präsident Leonid Kutschma und für Russland dessen Botschafter in Kiew, Michail Surabow.
Wenn es nicht um Menschenleben gehen würde, dann wäre das echt Stoff für eine absurde Komödie. Besonders die Rechtfertigungsversuche der versammelten Ukrainehasser.

