Ist es auch. Zu schnell wird vergessen, was sich damals wirklich auf dem Maidan abspielte und wie schwer es war, eine einigermaßen funktionsfähige Regierung zu bilden.Norbert hat geschrieben:Klingt so schön banal,....
Das widersprach ja auch total den Interessen von Moskau. Die EU und möglicherweise NATO direkt vor der Haustür? Das wäre die Katastrophe.... Moskau hat ja ebenso von Anfang an den Mob auf der anderen Seite angefeuert, weil man den Stand der Dinge vom Februar nicht einfach so stehen lassen wollte
Als ich vor ein paar Jahren im Donbass war, traf ich dort nur Ukrainer, die zwar überwiegend russisch sprachen, sich aber nicht der russischen Nation zugehörig fühlten. Westeuropa oder die Urlaubsregionen am Mittelmeer war denen weitaus näher, als Russland.
Probleme mit Kiew gab es, aber die waren nicht reif für eine Revolution.
Es war schon eine logistische Meisterleistung, die Bevölkerung so umzudrehen, dass sie mehr nach Osten schauen. Sicherlich hat da die einseitige Ausrichtung des Maidan auch ihren Anteil. Bis zur Fußball-EM 2012 herrschte auch im Donbass noch Friede-Freude-Eierkuchen und der Blick war stramm nach Westen ausgerichtet.
Kann man sie aufhalten? Der aktive Part wird von unaufhaltsam Moskau bestimmt und der Westen hinkt ziemlich blauäugig hinterher und ist jedes mal überrascht, wenn es anders kommt, als geplant und vereinbart.Das ist ja das üble - da dreht sich eine Spirale, die offensichtlich keiner aufhalten will.

