Das ist sicherlich ein Argument, denn wenn es Frieden gibt könnte man einigermaßen vernünftig über eine Föderation beraten. Wie man das trotz Sprachen- und Kulturvielfalt macht, können die Schweizer oder Kanadier, vielleicht sogar die Russen zeigen. Das sollte doch nicht die Hürde sein.Dietrich hat geschrieben:Nein fugen, die pro-russische Seite kann gar keinen Frieden gebrauchen. Die haben viel zu viel Angst, dass auch den Leuten in Donetzk plötzlich eine weitgehende Autonomie innerhalb der Ukraine völlig ausreichend ist, hauptsache die bewaffneten Verbrecher verschwinden endlich
Aber wo bleiben die verlotterten Rambo-Zambo-Helden mit ihren Phantasieuniformen, die die Ostukraine als Kriegs-Spielplatz benutzen um ihre Mordlust abzureagieren. Will die beim Frieden noch jemand sehen? Ähnlich wie die schießwütigen "Helden" des Maidan, werden die sich einen anderen Spielplatz suchen müssen.
Das russische militärische Engagement lasse ich mal gerade aus, denn es birgt zu viel Stoff für Dafür-Dagegen-Debatten. Bei Beweisen/Gegenbeweisen schwirren zu viele Fälschungen verschiedener Absender beider Seiten durch den Raum.
Bei dem Poker bleibt Russland als Staat mit den eindeutigen und unmissverständlichen Aussagen von Putin im Spiel. Der sieht doch nicht nur die Krim als Teil Russlands seit ewigen Zeiten, sondern im Prinzip die gesamte Ukraine als sein natürliches Interessen- und Machtgebiet an.
Sobald eine stabile und friedliche Lage eintritt, hat er verspielt. Neurussland als Teil Russlands kassieren mag noch gehen, will er aber aus gutem Grund nicht. Er will alles und keinesfalls Bröckchen vom Kuchen.
So lange es dort immer wieder kracht, kann es keine stabile Ukraine geben und er kann immer wieder in die offene Wunde greifen. Irgendwann findet er die Chance, den chaotischen Schrottplatz Ukraine "zu befreien" und vermutlich sind dann alle so mürbe geworden, dass sie ihn noch als Befreier feiern. "Lieber russisch als tot" könnte dann auf den Transparenten stehen.

