Sachse007 hat geschrieben:... und vor allem kann man, wenn man die EU und Russland auseinanderdividiert, viel bessere Bedingungen für das TTIP aushandeln
Also bei der mistigen Auslandspolitik der Amis bin ich naklar ganz bei dir, aber was TTIP betrifft, geht es ja nicht wirklich um Amis gegen Europa, sondern in Wirklichkeit um Konzerne gegen den Staat - hueben, wie drueben. Das muss man sauber auseinander halten. Es geht auch nicht wirklich um das Chlorhuhn, was ja allein schon vom Verbraucher abgelehnt wird. Auch die Amis haben bei bestimmten Sachen z.T. staerkere Auflagen als wir, genau wie anders rum. Zulassungen sind z.T. anders geregelt, die Beweislast liegt nicht ausschliesslich beim Hersteller, dafuer bist du beim Schadenersatz in USA vollumfaenglich(!) haftbar, u.s.w..
Das sind alles Sachen, wo man sich vermutlich einigen kann - nimm doch mal das ganz einfache Beispiel der unterschiedlichen Blinkerschalen ...
Richtig problematisch wird es beim Investitionsschutz z.B., weil kein Staat mehr Entscheidungen treffen kann, ohne Gefahr zu laufen, von Konzernen verklagt zu werden, die ja logisch ihre Planungen/taktischen Entscheidungen und Weichenstellungen schon sehr viel frueher beginnnen. Paralleljuztiz und die Gestaltung von Beschwerde- und Klagestellen, wo Kanzleien einmal als Klaeger und im anderen Fall, aber den selben Interessen auch als Verteidiger auftreten koennen.
Das naechste sind die absichtlich geschuerten und voellig ueberhoehten Erwartungen. Man braucht ja bloss mal auf die "Erfolgszahlen" der schon laenger bestehenden Freihandelszonen schauen, fuer wen sich diese Vereinbahrungen wirklich lohnen ... Naja und andererseits, nachdem nun Ceta schon steht, wird alles was in TTIP nicht durchgedrueckt wird, am Ende wohl ueber Ceta doch kommt.
Schaue mal wer da momentan aktiv grosses Interesse an landwirtschaftl. Nutzflaeche in der UA zeigt. Da sind Genfreie Lebensmittel noch kein Thema. Da diese Flaechen auch nahe der deutschen Grenzen sind, kannst du jetzt schon drauf warten, wann auch auf unseren Flaechen Genmanipuliertes Material nachgewiesen wird. Als ganz kleines Beispiel, kannst du z.B. die Imker in der Gegend nach den derzeitig geltenden Lebensmittelgesetzen jetzt schon bedauern ...
Nicht umsonst sind die Verhandlungen geheim, das Misstrauen dagegen sehr groß, die Aktivitaeten im Prinzip auch immer ein bsisschen erfolgreicher ... schaun mer mal, was unsere "Spezialisten" am Ende aushandeln. Ich denke/befuerchte, die Amis sind mal wieder um einiges pfiffiger und allein durch ihre Herangehensweise an Probleme um einiges vorausschauender.
Es geht um viel Geld ... fuer einige Wenige, egal auf welcher Seite des Atlantik!
-ah-