Rechtsreferendariat (Wahlstation) in Russland

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superkostjan

Rechtsreferendariat (Wahlstation) in Russland

Beitrag von superkostjan »

Moin Leute!!!

Ich trage mich mit dem Gedanken meine Wahlstation in Russland zu absolvieren. Wer hat bereits Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt? Ich würde für jede Art von Information sehr dankbar sein. :blumen2: :blumen2: :blumen2:

Insbesondere interessiert mich Folgendes:

1. Braucht man für einen viermonatigen Aufenthalt unbedingt ein Geschäftsvisum? Wenn ja, kriegt man die Einladung von der Kanzlei, die einen dort beschäftigt ohne Probleme? Ich würde gern meine Frau mit der kleinen Tochter dorthin mitnehmen. Ist es für eine Kanzlei teuer bzw. problematisch für mich und meine Frau eine Einladung für 4 Monate zu besorgen?

2. Hat man bei dem durchschnittlichen Arbeitspensum in der Kanzlei noch Zeit für die mündliche Prüfung zu lernen? Gibt es denn so etwas, wie ein durchschnittliches Arbeitspensum? Oder wird man als Referendar richtig ausgebeutet?

3. Zahlen die Kanzleien überhaupt Geld für die Wahlstation?

4. Hat man als deutscher Jurist in Russland überhaupt eine Schance an eine vernüftig bezahlte Arbeitstelle zu kommen?


Vielen Dank im voraus :blumen: :blumen: :blumen:
Magdeburg-Moskva
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Re: Rechtsreferendariat (Wahlstation) in Russland

Beitrag von Magdeburg-Moskva »

superkostjan hat geschrieben: Schance
Lernt man im Jurastudium auch deutsche Rechtschreibung? Und wie ist es mit der russischen Sprache?
superkostjan

Re: Rechtsreferendariat (Wahlstation) in Russland

Beitrag von superkostjan »

Magdeburg-Moskva hat geschrieben:
superkostjan hat geschrieben: Schance
Lernt man im Jurastudium auch deutsche Rechtschreibung? Und wie ist es mit der russischen Sprache?
:oops: :oops: :oops:

Das mit der Chance- имеет место быть. Russisch ist meine Muttersprache. Außerdem bin ich allgemein beeidigter Dolmetscher und Übersetzer für die Gerichte unseres LG- Bezirks.
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werner
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An Kostja...

Beitrag von werner »

Wer seine Muttersprache verliert, verliert auch seine Heimat... :wink:

Das ist nur nett gemeint. Diese Worte sagte mal ein Deutscher
Tourist unserem Russ. Dolmetscher.

Ein bisschen Akzent ist doch interessant zu hören.
So kommt man ins Gespräch, woher und wohin... :wink:

Lebt Euer Leben und hinterlasst humanistische Spuren. :?

In diesem Sinne, Werner
Magdeburg-Moskva
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Beitrag von Magdeburg-Moskva »

Ich zweifele allerdings, ob

einerseits ein Teil des Referendariats in Russland anerkannt wird und

ob die russischen Kanzleien darauf vorbereitet sind.


Das müsstest du mit deinem Prüfungsamt eingehend klären.
Einen Versuch wert wären international ausgerichtete Kanzleien oder halt Kooperationen deutscher und russischer Kanzleien.


Allerdings dürften Kanzleien im Allgemeinen dich durchaus gern als eine Art Praktikanten mit entsprechender Ausbeutung aufnehmen. Das gibt ihnen ja einen mezhdunarodnyj oblik...
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manuchka
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Beitrag von manuchka »

Magdeburg-Moskva hat geschrieben:Ich zweifele allerdings, ob

einerseits ein Teil des Referendariats in Russland anerkannt wird
Klar... es ist sogar üblich, dass man die Wahlstation für einen Auslandsaufenthalt nutzt - warum also nicht in Russland?
Magdeburg-Moskva hat geschrieben: ob die russischen Kanzleien darauf vorbereitet sind...
Das muss ja keine Kanzlei sein, aber wenn - da hat Mgdeburg-Moskva schon recht - wäre eine internationale sicher besser als eine "rein russische". Solche wie Beiten Burkhard, Hasch und Sigle (oder irgendwie so), Nörr, Rödl und so, auch Clifford Chance und Baker McKenzie nehmen gerne Referendare. Die Bedingungen sind im einzelnen unterschiedlich, manche bieten Wohnung (z.B. Beiten Burkhard in Petersburg) und Bezahlung (Hasch und Sigle in Moskau nach meinem Wissen 800$ im Monat).

Um die Einladung muss sich auf jeden Fall die Kanzlei kümmern, das wird wohl auch ein Geschäftsvisum (für 1/2 Jahr) werden, weil du anders keine 4 Monate bleiben kannst. Wenn die international ausgerichtet sind , evtl. sogar 'ne deutsche Kanzlei, dann wissen die Bescheid, wie sowas läuft. Einladung kostet um die 120 Euro, das sollte es der Kanzlei schon wert sein, die müssen dich (und evtl. deine Frau und Kind) dann vor Ort auch registrieren. Kläre diese Fragen möglichst lange vorher mit der Kanzlei!!! Auch, ob sie dir eine Wohnung vermitteln oder so.

Wegen Arbeitspensum... nun... ich würde mir da was aushandeln, z.B. einen halben freien Tag pro Woche, sonst kann es schon passieren, dass sie dich voll einspannen wie einen Junganwalt eben.

Und Berufschancen sind sehr verschieden, als deutscher Jurist kommt man wohl richtig gut nur in deutsche Kanzleien rein, wenn man die entsprechenden Noten hat. Ich war mal bei Ernst and Young zum Gespräch, die wollten, dass ich noch ein russisches Diplom mache. So wird es wohl bei vielen Kanzleien laufen, weil man ja vor Ort doch mehr mit russischen Recht zu tun hat.

Ansonsten kriegst du, Kostjan, demnächst noch eine PN, Geduld bitte...
Du erntest, was du säst.
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