Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?

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Berlino10
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Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?

Beitrag von Berlino10 »

Dietrich hat geschrieben: Und wieso? Doch nur, weil sich die Griechen GENAU DIESES Geld vorher von den deutschen Banken geliehen hatten, oder?
nein, denn vorher haben die Deutschen Banken GENAU DIESES Geld in griechische, spanische, irische, ... Finanz-Spekulationen investiert,
um jahrelang die höheren Renditen (bei höherem Ausfallrisiko) abzugreifen und nach dem Staat geschrien, als ihre gemeinsamen Spekulationen platzten.
In einer funktionierenden Marktwirtschaft und Demokratie tragen die Investoren das Risiko ihrer Spekulationen selbst.
Selbst wenn tatsächlich staatliche Hilfen nötig waren, dann wären diese Banken am Verlust zu beteiligen gewesen. Das ist nicht geschehen.
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Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?

Beitrag von kamensky »

Berlino10 hat geschrieben:
Dietrich hat geschrieben: Und wieso? Doch nur, weil sich die Griechen GENAU DIESES Geld vorher von den deutschen Banken geliehen hatten, oder?
nein, denn vorher haben die Deutschen Banken GENAU DIESES Geld in griechische, spanische, irische, ... Finanz-Spekulationen investiert,
um jahrelang die höheren Renditen (bei höherem Ausfallrisiko) abzugreifen und nach dem Staat geschrien, als ihre gemeinsamen Spekulationen platzten.
In einer funktionierenden Marktwirtschaft und Demokratie tragen die Investoren das Risiko ihrer Spekulationen selbst.
Selbst wenn tatsächlich staatliche Hilfen nötig waren, dann wären diese Banken am Verlust zu beteiligen gewesen. Das ist nicht geschehen.
Das ist zum Teil richtig, indirekt haben sich die Banken jedoch am Verlust beteiligt, in dem man die Verluste (Faulen Kredite, CDS) in und als Bad Banks ausgegliedert hat. Diese Verluste wurden bzw. werden bei Erholung der Wirtschaft bzw. Banken wieder zurückgekauft bzw. spekulativ weiterverkauft. (Bsp: UBS Debakel mit den 68 Mia. CHF.) Ein möglicher Gewinn aus den Bad Banks hingegen, sollte m. E. schon im Risikoverhältnis entsprechend aufgeteilt werden.

Grundlegend ist aber jedem bekannt. Wer Geld leiht, hat für Zinszahlungen, sowie Amortisation aufzukommen, egal, ob es sich nun um Privatpersonen, Unternehmen, oder Staaten handelt und das Abmachungen/Regelungen eingehalten werden (sollten). Der Gläubiger (Aktionäre, Depositäre, Staat) kann sein Geld investieren (vermehren, oder nicht), wie und wo er will, doch hat er natürlich auch das Risiko zu tragen, welches er jedoch auch bei einer Kreditzusage trägt.
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
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Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?

Beitrag von Berlino10 »

kamensky hat geschrieben: Wer Geld leiht, hat für Zinszahlungen, sowie Amortisation aufzukommen, egal, ob es sich nun um Privatpersonen, Unternehmen, oder Staaten handelt und das Abmachungen/Regelungen eingehalten werden (sollten).
Das Problem ist aber, dass die Staaten GR, IRL, ES, .. von der EU gezwungen wurden,
Schulden "ihrer" Privat-Banken zu übernehmen, damit die EU ihren Großbanken das Geld zurückgeben konnten,
das ihnen marktwirtschaftlich gar nicht mehr zustand ... weil sie sich mit verspekuliert hatten.

Wenn ich als Bank einer Firma oder auch einer anderen Bank Geld leihe, ja sogar darin investiere,
dann habe ich keine Garantie, das Geld zurück zu bekommen.
Dafür gibt es Zinsen mit Risikoaufschlag, die die Banken auch fleißig einkassiert haben.
Staatliche Verlustabnahmen sind schlicht ummarktwirtschaftlich, pervers bis verbrecherisch.

Die sog. Bankenrettung war nichts anderes als eine gigantische Umverteilung Hunderter Milliarden vom Volk an die Finanz-Oligarchie.
Wegen solch korrupter Polit-Machenschaften, glauben 60% der Deutschen eben nicht mehr an eine echte Demokratie bei uns.
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Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?

Beitrag von kamensky »

Berlino10 hat geschrieben:
kamensky hat geschrieben: Wer Geld leiht, hat für Zinszahlungen, sowie Amortisation aufzukommen, egal, ob es sich nun um Privatpersonen, Unternehmen, oder Staaten handelt und das Abmachungen/Regelungen eingehalten werden (sollten).
Das Problem ist aber, dass die Staaten GR, IRL, ES, .. von der EU gezwungen wurden,
Schulden "ihrer" Privat-Banken zu übernehmen, damit die EU ihren Großbanken das Geld zurückgeben konnten,
das ihnen marktwirtschaftlich gar nicht mehr zustand ... weil sie sich mit verspekuliert hatten.

Wenn ich als Bank einer Firma oder auch einer anderen Bank Geld leihe, ja sogar darin investiere,
dann habe ich keine Garantie, das Geld zurück zu bekommen.
Dafür gibt es Zinsen mit Risikoaufschlag, die die Banken auch fleißig einkassiert haben.
Staatliche Verlustabnahmen sind schlicht ummarktwirtschaftlich, pervers bis verbrecherisch.

Die sog. Bankenrettung war nichts anderes als eine gigantische Umverteilung Hunderter Milliarden vom Volk an die Finanz-Oligarchie.
Wegen solch korrupter Polit-Machenschaften, glauben 60% der Deutschen eben nicht mehr an eine echte Demokratie bei uns.

Nun ja, dass da Einiges drunter bzw. darüber lief ist sicherlich nicht zu dementieren. Was ich jedoch seit Jahren schon beobachte und dies vorwiegend bei der Banken- und Versicherungsbranche ist, dass die Wertschöpfung vs effektiv geleisteter Arbeit/Leistungen komplett aus dem Ruder läuft. Dies ist eine sehr "ungesunde" Entwicklung und wird über kurz oder lang wieder in eine ähnliche Sackgasse führen.
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Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?

Beitrag von Berlino10 »

kamensky hat geschrieben: Nun ja, dass da Einiges drunter bzw. darüber lief ist sicherlich nicht zu dementieren. Was ich jedoch seit Jahren schon beobachte und dies vorwiegend bei der Banken- und Versicherungsbranche ist, dass die Wertschöpfung vs effektiv geleisteter Arbeit/Leistungen komplett aus dem Ruder läuft. Dies ist eine sehr "ungesunde" Entwicklung und wird über kurz oder lang wieder in eine ähnliche Sackgasse führen.
Das genau bewirkt der Unterschied zwischen unserem alten Rheinischem und dem neuen Manchester-Kapitalismus.
Wenn zB unsere Banken mit dem billigen Geld der Sparer (0,5%) spekulieren dürfen, statt Risikokapital (2-4%) dafür aufnehmen zu müssen, dann steigt die Finanzrendite um diese 2-3% und setzt die Real-Wirtschaft unter Druck, vergleichbare Renditen nachzulegen ... (Entlassungen, Billiglöhner, ...) .... ebenfalls natürlich durch Bankenrettung. Wir bedienen diese Finanzspekulanten auf Kosten der Realwirtschaft, eigentlich müsste es umgekehrt sein.
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Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?

Beitrag von Sachse007 »

Am schönsten fand ich, als die Banken, welche von Staaten durch Aufnahme von Staatsschulden z.T. in extremer Höhe gerettet wurden, danach genau gegen jene Staaten spekulierten, die vorher die Banken gerettet hatten (da ja die Staaten nun wesentlich mehr Schulden hatten) und sich die Spkekulation mit dem Geld, was sie von ebendiesen Staaten erhalten hatten, jetzt wirklich lohnte. Das machte wirklich die Runde (nicht auf russischen Nachrichtenseiten, sondern in ARD und ZDF) und die Politiker von SPD und CDU (später auch die FDP) sagten unisono: "Wir können leider nichts dagegen tun..." Es ist doch schön, wenn wir eine handlungsfähige Regierung haben... :D
Aber das zeigt uns sehr deutlich, wohin wir gekommen sind...
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Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?

Beitrag von klaupe »

Sachse007 hat geschrieben:Aber das zeigt uns sehr deutlich, wohin wir gekommen sind...
Immerhin dahin, dass die Banken nun ziemlich massive Auflagen haben, gerade wenn es um Risikoanleihen geht.

Als die Banken Milliardenhilfen bekamen -- übrigens in der Regel nicht geschenkt vom Steuerzahler, sondern auch nur als Kredit -- da gab es dicke Schlagzeilen mit Horror-Parolen. Inzwischen konnten einige Banken sogar vorzeitig zurückzahlen, denn die Hilfen gab es ja auch nicht umsonst und ohne Auflagen.
Nun sind einige Reformen verabschiedet worden und die Zügel wurden deutlich straffer gezogen. Das gibt allenfalls eine knappe Tagesschau-Meldung und einen kleinen Artikel im Wirtschaftsteil der etwas seriöseren Blätter. So was hat die BLÖD-Zeitung natürlich nicht und daher halten sich hartnäckig die Weltuntergangsmeldungen.

Hat zufällig so ganz nebenbei mal jemand mitbekommen, dass es inzwischen für die armen, ausgeplünderten blutenden Steuerzahler ziemlich billige Kredite gibt? Da wird gebaut, investiert und gekauft, dass es kracht und das nicht nur von Möchtegern-Ologarchen sondern auch von ganz 'normalen' Bürgern. Klar, auch die Banken/Bausparkassen verdienen daran -- dürfen sie ja auch.

Im Vergleich dazu, geht es vielen Russen an den Kragen, weil sie auch mal investiert hatten: Wohnung, Auto, auch schöner Urlaub, Unterhaltungselektronik usw.
Dumm nur, dass es Kredite auf €uro- oder $-Basis waren. Bei dem schwachen Rubel, der ja nun auch vor Ort als Leitwährung gilt, den aber einer haben will, sind die Raten nicht mehr zu tilgen. Schei..e, da haben sich doch einige Leutchen so sauber verspekuliert, wie damals unsere Banken. Dummerweise ist nun keiner da, der nun mal mit einem Rettungsprogramm aufwartet.

Ich fürchte, genau aus dieser Ecke droht der Kollaps!
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?

Beitrag von Sachse007 »

... irgendwie sollte ich froh sein, in einer idealen Gesellschaft zu wohnen...,
und ich mache jetzt etwas, was jeder, der sich mit Russland beschäftigt, einmal tun sollte, nämlich sich dorthin begeben. Ich verschwinde jetzt für 10 Tage in den Kaukasus und nach Moskau! Пока, девушки !!! :D
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Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?

Beitrag von Wladimir30 »

Sachse007 hat geschrieben:... irgendwie sollte ich froh sein, in einer idealen Gesellschaft zu wohnen...,
Na, dann freu Dich mal. Hier ist es aber auch nicht schlecht.

Wie sagt doch Kescha so schön in dem Kinderfilm: "Таити, Таити. Нас и здесь неплохо кормят."
und ich mache jetzt etwas, was jeder, der sich mit Russland beschäftigt, einmal tun sollte, nämlich sich dorthin begeben.

Eine geniale Aussage!

Nur: Wieso nur einmal??????? Na, da kann ich nur sagen: Immer noch besser einmal als keinmal.
Nach dem Kaffee ist vor dem Kaffee
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Re: Rubel-Crash und Ölpreis-Verfall Droht Russland der Kollaps wie der Sowjetunion?

Beitrag von Sachse007 »

ich sagte, dass sich jeder, deraüber schreibt, sich wenigstens einmal dorthin begeben sollte. ich begebe mich bestimmt zum 20.-mal dorthin...
Also nochmals: "Пока, девушки!!"
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