Gunnar hat geschrieben:klar kann man sagen, die Gelder sind von den Banken an Länder wie Griechland aus Spekulationsgier ausgegeben worden. ...Wir sind uns ja einig, dass eine vorsichtige Bank ihr Risiko üblicherweise vorher prüft und eigentlich keine riskanten Kredite ausgeben sollte.
Du bist nicht korrekt. Es geht (mir) nicht um die Kredite an den Staat GR, die üblichen Staatsanleihen, sondern um das Geld, das die deutschen, europäischen Privatbanken in die griechischen, irischen, spanischen, ... Spekulationsgeschäfte mit anderen Privatbanken steckten, und die platzten.
UND dass die Staaten gezwungen wurden, dafür zusätzlich zu haften. Es waren nicht ihre Schulden / Kredite, sondern gemeinsame Spekulationsgeschäfte der europäischen Finanzoligarchie.
Gunnar hat geschrieben: Entweder man lässt die Banken in diesen Kreditausfall reinlaufen mit dem Risiko der Infektion aller anderen Banken oder man zwingt den Schuldner und diejenigen die von den Krediten profitieren und eigentlich etwas daraus machen sollten, für die Verbindlichkeiten weiter einzustehen und diese zu tilgen. Bankeninfektion kann zum Supergau führen, deshalb hat man gesagt, man gibt Griechenland Geld um erstmal die Verbindlichkeiten zu bedienen.
Von den "Krediten" besser Investitionen, Spekulationen haben jahrelang die deutschen, europäischen Privatbanken enorm profitiert. Mag sein, dass man einige Banken hat retten müssen - u.a. weil man bis heute immer noch kein Trennbankensystem hat, ABER nicht ohne jede Gläubigerhaftung und nicht SO wie geschehen - die PIIGS dafür in Geiselhaft zu nehmen und die Bevölkerungen auszubluten. Und die Deutsche Bank, die Dutzende Milliarden aus der Bankenrettung bekommen hat, blöken lässt, dass sie nie staatliche Gelder in Anspruch genommen hätte.