Sachse007 hat geschrieben:Eigentlich wollte ich jetzt nicht noch Vietnam, Panama, Grenada, Chile, ganz Mitelamerika, Afghanistan, den Kosovo, Irak und jetzt den IS erwähnen, die unvergessenen Glanzlichter der US-Politik. Wir wollen ja nicht Mist gegen Mist aufrechnen, weil dabei auch nur Mist rauskommen kann.
Der Drang nach Erlösung der Völker, vor allen Dingen vom Kommunismus war schon wirklich pathologisch.
Bei IS oder einigen den Mörderregimen in Afrika sehe ich aber durchaus die Notwendigkeit, dass da die internationale Staatengemeinschaft eingreift. Wenn unschuldige Menschen einfach dahingemetzelt werden, muss dem Einhalt geboten werden. da mit solchen Verbrechern nicht sinnvoll zu verhandeln ist, müssen die wohl mit Nachdruck zur Ordnung gerufen werden. Viele Staaten, auch Deutschland, drücken sich aber vor der Auseinandersetzung und letztendlich übernehmen dann wieder die USA den Dreckjob und dürfen sich dafür noch verurteilen lassen. Aber in Ländern ohne Ölquellen oder interessante Rohstoffe haben die Menschen auch kein Recht auf Leben.
Die UNO ist schon lange reformbedürftig...
Ein Laberverein, der sich permanent selbst Knüppel zwischen die Beine schmeißt. Ein enormer Gewinn wäre schon, wenn zum Beispiel aus dem Weltsicherheitsrat alle ausgeschlossen werden, die im anstehenden Fall nicht neutral sind. da sollten die direkt Beteiligten und auch deren Waffenlieferanten von Entscheidungen, insb. Vetorecht kategorisch ausgeschlossen werden.
Na ja, die Europäer wollten einmal eine gründen (aber da nehme ich an, sie durften einfach nicht, die USA haben's verboten)
Ich finde, die Rolle der USA und der verbliebene Einfluss wird massiv überschätzt. Gerade in der EU verlieren sie immer mehr an Gewicht und manchmal hat z.B. Merkels Wort aus Kleindeutschland mehr Wirkung, als Obamas Order.
An die Allmächtigkeit der USA glauben nur noch die Amerikaner selbst und viele Betroffene, an denen die Entwicklung der Zeit vorüber gegangen ist.
Man sieht es ja z. Zt. deutlich an den TTIP-Verhandlungen, die kaum richtig in Schwung kommen, da gerade europäische Bedenken gegen amerikanische Interessen verstoßen.
die Chinesen haben, glaube ich, schon eine (aber die interessiert keinen in Europa und den USA)
Muss ja auch nicht, wenn es um regionale Geldgeschäfte geht.
und vielleicht haben die Russen einfach Wichtigeres zu tun...
.. z.B. den Außenhandel auf Rubelbasis zu etablieren.
Wo orientieren sich aber die Russen, wenn sie im Ausland Milliarden investieren?
Wenn die meinen, dass die etablierten Ratingagenturen US-gesteuert sind, können sie die Rates ganz einfach ignorieren. Falls es keine eigene Agentur gibt, muss man SWR oder GRU befragen oder aus dem Magen urteilen.
Dummerweise fragen ausländische Investoren/Kreditgeber schon mal bei den vorhandenen Ratingagenturen nach, ehe sie Geld aufs Spiel setzen. Über russische Unternehmen könnte vielleicht eine russische Agentur bessere Auskünfte geben.

Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.