Offenbar wurde Oesterreich aus der "Kaese-Sanktionen-Liste" gestrichen.... Ein Lichtblick...



Sind denn die Produktionsmethoden nicht schon revolutioniert worden?domizil hat geschrieben:... ja, es ist schon alles Käse mit diesem Käse.
...Die Produktion von Käse in Russland ist schwierig und langwierig

Ist wirklich der echte Wahnsinn. Das fiel mir schon neulich bei "Danke Anke" auf, dass wir hier so was im Vergleich spottbillig einkaufen.... zu Zwiebelpreisen - es tränen einem die Augen...
... naja, bei diesem Beispiel geht es ja nur darum, dass das Ausgangsmaterial einen männlich-herben Beigeschmack bekommt. Wir sprechen hier also nicht über "revolutionäre Produktionsmethoden", sondern höchstens über die Verfeinerung der Geschmacksrichtungen.klaupe hat geschrieben:Sind denn die Produktionsmethoden nicht schon revolutioniert worden?
... ich kann natürlich nur über Kaliningrad sprechen. Und da spielt die Vielfalt an Käsesorten wirklich auch nur eine untergeordnete Rolle. Der Russe ist an die französische/deutsche/schweizer Vielfalt einfach noch nicht gewöhnt. Und auch in der Vergangenheit (also vor den Sanktionen), war die Auswahl an Käsesorten sehr begrenzt - das jetzige Fehlen fällt also nur einem sehr kleinen Personenkreis auf und in Kaliningrad gibt es ja die Möglichkeit schnell über die Grenze nach Polen zu huschen und dort seinen Eigenbedarf preiswert einzukaufen. Schnitt- und Schmelzkäse gibt es allerdings in ...zig Varianten.klaupe hat geschrieben:Ich hatte immer den Eindruck, dass bei "Otto Normalverbraucher" der Käse nur eine Nebenrolle spielt und oft nicht mal das.
Mit dem Tilsiter Käse aus Sowjetsk ist es wie mit den Königsberger Klopsen aus Kaliningrad. Viele Restaurants versuchen sich mit "Königsberger Klopsen", aber es kommt doch immer nur wieder Kaliningrader Hack dabei raus. Und Tilsiter Käse nach Originalrezept (oder auch nachempfunden) wird schon lange nicht mehr in Sowjetsk hergestellt. Ich vermute mal, die Produktion wurde spätestens am 8. Mai 1945 verlagert ...klaupe hat geschrieben:An Bord hatten wir nur "russischen Käse" mit etwas intensiverem Aroma als der Tilsiter. Ob der aus Sowjetsk kam? Ich nahm es an, weiß es aber nicht genau.


... eine mehr als berechtigte Frage. Überall auf der Welt wird viel Geld verdient mit der Herstellung und dem Verkauf von Lebensmitteln, aber auch im gesamten Service-Bereich. Allerdings ist es so, dass dieses Geld eben kein "leicht verdientes Geld" ist und bevor der Taler in der Kasse klingelt, man viel investieren und sich doch ziemlich abmühen muss - auch in Klein-Kram-Fragen. Und das ist der Russe (noch) nicht gewohnt. Nach 1991 kamen mit wenig Arbeit und Quälerei Unmengen an Geldsummen rein (für einige Wenige). Und für "Viele" war die Entwicklung eigener Geschäfte wegen fehlendem Kapital nicht möglich (Kredite sind unerschwinglich). Um es kurz zu sagen: Die allseits bekannte verfehlte Wirtschaftspolitik. Diesen Prozess jetzt neu zu gestalten ist schwierig. In erster Linie bedarf es hier der Wiederherstellung des Vertrauens in den russischen Staat (einerseits) und natürlich auch die staatliche Unterstützung (nicht nur finanziell, sondern auch verwaltungstechnisch) für die vielen Kleinen, die sich als Kleinst-, Klein- und mittelständisches Unternehmen neu auf die Beine stellen wollen. Wenn die tausenden Willigen spüren, dass es der politische Wille des Staates ist, die Fehler der Vergangenheit zu liquidieren - dann geht es echt vorwärts. Gegenwärtig sind wir in der russischen Gesellschaft wohl in der "Beobachtungsphase".zimdriver hat geschrieben:Es fehlt nur an ebenso zu importierenden Grundstoffen, damit die erwähnten Käsesorten auch in RUS hergestellt werden könnten. Weshalb macht´s niemand?

Die paar Fälle, die ich etwas intensiver kenne, quälen sich wirklich durch, teilweise nur, um mit dem Zusatzverdienst über die Runden zu kommen.domizil hat geschrieben:.... In erster Linie bedarf es hier der Wiederherstellung des Vertrauens in den russischen Staat (einerseits) und natürlich auch die staatliche Unterstützung (nicht nur finanziell, sondern auch verwaltungstechnisch) für die vielen Kleinen, die sich als Kleinst-, Klein- und mittelständisches Unternehmen neu auf die Beine stellen wollen. ....