Nachtwölfe dürfen nicht nach Berlin

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Dietrich
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Re: Nachtwölfe dürfen nicht nach Berlin

Beitrag von Dietrich »

Natürlich "hätte man können", sehr wahrscheinlich ohne das irgendetwas passiert wäre....

Aber man muss es eben nicht. Wieso sollte man diesen russischen Nationalisten in einer Art und Weise mit Nachsicht und Toleranz entgegentreten, wenn es ganz klar ist, dass sich diese nicht mal Annähernd durch die gleiche Toleranz auszeichnen würden.

Wenn die Bilder von russischen Bikern mit Stalinfahnen unter dem Brandenburger Tor haben wollen, dann sollen sie sich eins (Tor) selbst bauen. Oder Photoshop bemühen.
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Saboteur
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Re: Nachtwölfe dürfen nicht nach Berlin

Beitrag von Saboteur »

klar, absolut. Lächerlich... von mehreren Seiten betrachtet. Von den verwirrten Bikern über Politiker aller beteiligten Länder. Lächerlich und besorgniserregend :/
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...
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Axel Henrich
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Re: Nachtwölfe dürfen nicht nach Berlin

Beitrag von Axel Henrich »

zimdriver hat geschrieben:... es ist einfach symptomatisch für die gegenwärtige Situation [...] Kann man das nicht lächelnd ertragen?
Naja wenn halt die Vorgeschichte der Biker nicht waere ...
Fuer das offen zur Schau getragene Verstaendniss der "Krim-Angelegenheit" sind auch schon Kuenstler und Journalisten auf der Sanktionsliste gelandet. Die Biker waren ja bei einigen Aktionen sogar aktiv beteiligt.
Man koennte fast sagen: "Insofern nur konsequent", wenn Deutschland auf der anderen Seite nicht immer wieder Naziaufmaersche/Konzerte genehmigen muesste!

Eigentlich ne tolle Idee, den Weg nach Deutschland abzufahren und zu erinnern!

Andererseits kommt diese Inkonsequenz IMHO auch leider von Putin - uebrigens ein sehr interessanter Rueckblick am WE auf RTR gewesen, von Соловьев ueber/mit Putin - indem er Merkel auf Grund ihrer Weigerung zum 9.5. halt am 10.5. empfanegt. :roll:

-ah-
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zimdriver
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Re: Nachtwölfe dürfen nicht nach Berlin

Beitrag von zimdriver »

Dietrich hat geschrieben:Natürlich "hätte man können", sehr wahrscheinlich ohne das irgendetwas passiert wäre....

Aber man muss es eben nicht. Wieso sollte man diesen russischen Nationalisten in einer Art und Weise mit Nachsicht und Toleranz entgegentreten, wenn es ganz klar ist, dass sich diese nicht mal Annähernd durch die gleiche Toleranz auszeichnen würden.

Wenn die Bilder von russischen Bikern mit Stalinfahnen unter dem Brandenburger Tor haben wollen, dann sollen sie sich eins (Tor) selbst bauen. Oder Photoshop bemühen.
... mit der gleichen Konsequenz müsste jetzt eine Reihe Visaanträge aus M-V durch das russische Konsulat abgelehnt werden, da NPD-nur-noch-in-MV-im-Landtag
... es ist einfach symptomatisch für die insgesamt kranke Situation, wie ich schon sagte
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Dietrich
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Re: Nachtwölfe dürfen nicht nach Berlin

Beitrag von Dietrich »

Axel Henrich hat geschrieben:Man koennte fast sagen: "Insofern nur konsequent", wenn Deutschland auf der anderen Seite nicht immer wieder Naziaufmaersche/Konzerte genehmigen muesste!
Solche Aufmärsche werden aber durch Deutsche (die bereits im Land sind) beantragt und durchgeführt und da gibt es dann entsprechende Gesetze an die man sich auch dann halten muss, wenn einem gerade diese Versammlung nicht gefällt.
Solange die Anmeldung also noch nicht gegen irgendwelche Gesetze verstößt, solange muss der Staat wohl in den sauren Apfel beißen und extreme Rechten und Linken ihre Versammlungen genehmigen. Ausländer braucht man für solche Veranstaltungen erst gar nicht reinlassen. Das ist einfacher.

Wie das nämlich aussieht wenn es da auf willkürliches "Gefällt mir" oder "Gefällt mir nicht" der Staatsorgane ankommt, kannst du sicher bei beliebigen russischen Oppositionellen nachfragen. Während jeder mit Georgsbändchen mit beliebigen Plakaten und in beliebigen Mengen auf dem roten Platz stehen darf, werden einzelne Leute mit gelb-blauen Bändchen gerne sofort mitgenommen, auch wenn sie nur still mit einem Schild neben dem Metroeingang stehen.
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Dietrich
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Re: Nachtwölfe dürfen nicht nach Berlin

Beitrag von Dietrich »

zimdriver hat geschrieben:... mit der gleichen Konsequenz müsste jetzt eine Reihe Visaanträge aus M-V durch das russische Konsulat abgelehnt werden, da NPD-nur-noch-in-MV-im-Landtag
Die Logik verstehe ich jetzt nicht.
Putin und die NPD verstehen sich doch (ideologisch) eigentlich ganz gut.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/n ... 24957.html
Vielleicht sollten sie dann eher Anträge von außerhalb M-V ablehnen?
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zimdriver
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Re: Nachtwölfe dürfen nicht nach Berlin

Beitrag von zimdriver »

Dietrich hat geschrieben:
zimdriver hat geschrieben:... mit der gleichen Konsequenz müsste jetzt eine Reihe Visaanträge aus M-V durch das russische Konsulat abgelehnt werden, da NPD-nur-noch-in-MV-im-Landtag
Die Logik verstehe ich jetzt nicht.
Putin und die NPD verstehen sich doch (ideologisch) eigentlich ganz gut.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/n ... 24957.html
Vielleicht sollten sie dann eher Anträge von außerhalb M-V ablehnen?
... derzeit scheint es für jede abwegige Argumentation und Denkrichtung einen Grund zu geben, am allerbesten, wenn sie auf SPON ihren Widerhall finden dürfen.
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Dietrich
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Re: Nachtwölfe dürfen nicht nach Berlin

Beitrag von Dietrich »

zimdriver hat geschrieben:... derzeit scheint es für jede abwegige Argumentation und Denkrichtung einen Grund zu geben, am allerbesten, wenn sie auf SPON ihren Widerhall finden dürfen.
Du willst also sagen, dass die Annäherung Putins an diverse Rechte Parteien in Europa und die Gegenliebe, die er durch diese erfährt, nur böse Erfindungen der Presse (SPON und so) sind?
Das nicht alle möglichen rechten Parteien Beobachter zu den Wahlen in Neurussland geschickt haben? Das nicht alles was in Europas rechten Parteien Rang und Namen hat beim "Russischen Konservativen Forum" in St. Petersburg vertreten war? Das dieses Forum wohl zumindest mit wohlwollender "Genehmigung" der russischen Führung stattgefunden hat dürfte klar sein. Denn sonst hätte es nicht so zentral im Holiday-Inn durchgeführt werden dürfen.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015 ... europa-usa
https://linksunten.indymedia.org/de/node/138661
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 96640.html

Klar ist es irgendwie blöd, wenn die Lieblings-Antifaschisten plötzlich die besten Freunde der europäischen Parteien sind, die man gemeinhin (zum Teil wohl auch korrekt) als "Faschisten" bezeichnet. Liegt vielleicht daran, dass diese Antifaschisten gar nicht mal so generell antifaschistisch sind und nur gegen ganz bestimmte Faschisten vorgehen. Nämlich die, die sich angeblich beim Maidan der Ukraine bemächtigt haben. Das diese "Antifaschisten" aber ansonsten in ihren Ansichten, Methoden und eben Freunden doch eher selbst genau solchen Faschisten ähneln.
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Zejtnot
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Re: Nachtwölfe dürfen nicht nach Berlin

Beitrag von Zejtnot »

Es ist schon wirklich alles ziemlich absurd, was so läuft. Wobei ich Zusammenschlüsse von Nationalisten verschiedener Nationen schon immer schwer nachvollziehbar hielt. Letztendlich müsste ja gerade der Rechte Sektor zu solchen Treffen wie in St. Petersburg reisen. Aber das sind zufällig die falschen Nazis.

Und die Pussy Riots sind [...] Mädels, die Rocker [...] Jungs - jeder darf sich selbst raussuchen, wo er "arme verfolgte" und "böse niederträchtige" hinschreibt.

Das ist doch alles ein absurdes Schmierentheater, wo sich jeder gegenseitig bestätigen will, wie böse der andere doch ist. Und die einfache Bevölkerung lässt sich immer mehr mitreißen!
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klaupe
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Re: Nachtwölfe dürfen nicht nach Berlin

Beitrag von klaupe »

Alex KA hat geschrieben:Mann muss die "Prorussische und Kreml nahe" Punk- Gruppe nach Deutschland schicken, um in Kirche zu singen und zu tanzen.. (ein Witz)
Warum nutzen die Rocker-Demonstranten nicht die Gelegenheit, als Reaktion auf die Zurückweisung ihr Mitgefühl mit den Kriegsopfern in Moskau zu zeigen und sich der großen Parade auf dem Roten Platz anzuschließen?
Es wäre doch ein imposantes Bild, wenn möglichst viele der 5000 Biker als unübersehbare Kolonne mit ihren fahnengeschmückten Mopeds und im volllen Kampfornat durch Moskau fahren und so vor der gesamten Weltöffentlichkeit ein Beispiel aufrichtigen Patriotismus geben. Das hätte deutlich mehr Wirkung, als ein Korso einer kleinen Gruppe durch Westeuropa.
Dietrich hat geschrieben:...Das diese "Antifaschisten" aber ansonsten in ihren Ansichten, Methoden und eben Freunden doch eher selbst genau solchen Faschisten ähneln....
Kommunismus ist im Westen zum Schimpfwort geworden, weil er erst einmal das etablierte, feudale Herrschaftssystem bedrohte. Die selbst ernannten Kommunisten der Oktoberrevolution und deren Nachfolger haben den Begriff so gründlich missbraucht, dass inzwischen jeder Teufel damit etikettiert werden kann.
Stalin prägte damals den Faschismusbegriff, der kein wissenschaftlicher ist, sondern einfach nur den Gegner, also im Wesentlichen Antikommunisten und Staatsfeinde, klassifizieren sollte. Ohne jemals zu erkennen, was Faschisten sind und wie ihr Weltbild sich aufbaut, ist es zum Modewort geworden und wird gegenwärtig ausgerechnet von denen häufig eingesetzt, die selbst der faschistischen Ideologie in Wort und Tat verblüffend nahe stehen.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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