Ich möchte gerne von den Residenten und Russland-Kenner wissen, wie ihr momentan die Lage in Russland einschätzt, bezüglich der Armut.
Folgenden Artikel aus diesem Blog möchte ich gerne als Einstieg dazu nehmen:
Armut in Russland erreicht „kritisches Niveau“
"Die Anzahl der Menschen in Russland, die unter der Armutsgrenze leben, hat sich im Verlauf der letzten 12 Monate um 3 Millionen erhöht. Die Inflationsrate hat ein 13-Jahreshoch erreicht, viele Vollzeitjobs brechen weg und die Reallöhne sinken."
http://www.gegenfrage.com/armut-russlan ... es-niveau/
Während meinen zwei Monaten im Krasnodarski Krai diesem Frühjahr bis Sommer, habe ich davon kaum etwas mitbekommen. Mir ist lediglich zwei, drei Bettler in Erinnerung geblieben, die in einer großen Tiefgarage eines Einkaufszentrums in Krasnodar, die Leuten nach Geld gefragt haben. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich nicht allzu oft in Krasnodar war, sondern eine Woche in einer Korsaken-Siedlung am Fuße des Kauaksus und die anderen sieben Wochen in einer Öko-Siedlung nahe des berühmten Kurortes Karitschja Kluch ("heißer Frühling" übersetzt).
Man sagte, mir dass man natürlich aufs Geld gucken müsse, aber im Großen und Ganzen sahen mir die Menschen (auf dem Land) doch sehr zufrieden aus. Ich hatte nicht den Eindruck, dass die wirtschaftliche Lage sie depri macht.
Gibt es innerhalb Russlands große regionale Gegensätze, was die Armut betrifft?
Wie verhält es sich in den Metropolen Moskau & Sankt Petersburg?
Welche Schicht ist am meisten eurer Meinung/Erfahrung nach betroffen?
Und wie schätzt ihr die Zukunft ein?



