Familie aus Niedersachsen plant Auswanderung nach Russland

Wer nicht wie ein Elefant ins Glashaus trampeln möchte, hat hier die Möglichkeit dezent auf sich aufmerksam zu machen. (ist keine Pflichtveranstaltung) Herzlich Willkommen!
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aleksej
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Familie aus Niedersachsen plant Auswanderung nach Russland

Beitrag von aleksej »

Hallo zusammen,

gerne möchte ich mich bei Euch vorstellen :

Mein Name ist Aleksej und ich bin 27 Jahre alt. Ich wurde in der damaligen Sowjetunion geboren, ( heutiges Kasachstan). So wie viele Aussiedler sind meine Eltern, mit den Kindern ( ich damals 2 Jahre) nach Deutschland ausgewandert.
Mittlerweile bin 27 Jahre alt und habe meine eigene Familie ( zwei Kinder ).
Ich absolviere momentan eine Ausbildung zum Mechatroniker ( kein KFZ ) :D - in einem pharmazeutischen Betrieb, wo ich für die Instandhaltung der Produktionsmaschinen zuständig bin. Vorher war ich als Heizungs - und Lüftungsbauer beschäftigt. Wenn Gott will, so werde ich nächstes Jahr auslernen und eine Übernahme ist auch schon garantiert.
Schon seit längerem beschäftige wir uns schon mit dem Thema der Auswanderung. Wir waren auch bereits für ein Jahr in Australien und haben dort Work and Travel gemacht, wo wir eine Menge Erfahrung sammeln durften. Die Überlegung war im Raum, vielleicht nach Australien auszuwandern und so ganz ist diese auch noch nicht vom Tisch.
Durch unsere Russische Wurzeln glauben wir jedoch, dass eine Auswanderung Richtung Russland für uns leichter bzw. kulturell erträglicher sein könnte, als Australien oder Kanada. Zudem bestünde dann auch die Möglichkeit, dass evtl. die Eltern bzw. die Schwiegereltern im Rentenalter hinterher ziehen könnten.
Der Zeitraum der Auswanderung soll in ca. 4- 5 Jahren stattfinden. Grund dafür ist erstens, dass ich noch ein paar Jahre Berufserfahrung als Mechatroniker sammeln möchte, insbesondere der SPS Programmierung, ( falls das jmd. was sagt), und zweitens um genügend Kapital zu sparen um den ganzen Vorhaben ein sichers Fundament zu unterstellen.

Vielleicht könnte jmd. eine grobe Einschätzung abgeben, wie realistisch eine Arbeitsmöglichkleit in Russland als Machatroniker im produzierenden Gewerbe ist. Ist es realistisch aus Deutschland aus einen Job zu bekommen ?
Da ich aus der Pharmabranche komme, wäre diese natürlich als Favorit zu sehen, jedoch wäre ich nicht abgeneigt in anderen produzierenden Branchen zu arbeiten.
Wichtige Frage hierbei ist vor allem : Wird die deutsche Ausbildung anerkannt ? , wenn nein sind dann zusätzliche Tests erforderlich ?

Vielen Dank schon mal im Vorraus
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bella_b33
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Re: Familie aus Niedersachsen plant Auswanderung nach Russland

Beitrag von bella_b33 »

Hi Aleksej,
Vielleicht das Beste wäre es, eine Firma mit Russlandbezug zu finden(bei der Pharmabranche fallen mir jetzt nur Bionorica und Berlinchemie als Deutsche in RU ein) und dann darüber versuchen hier her zu kommen. Bezüglich Arbeitsmarkt kannst Du gern bei Headhunter.ru inserieren und bei Avito und anderen Börsen schauen.
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
Magdeburg-Moskva
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Re: Familie aus Niedersachsen plant Auswanderung nach Russland

Beitrag von Magdeburg-Moskva »

Selbst wenn noch die kasachische Staatsangehörigkeit besteht, dürfte das keinerlei Vorteile hinsichtlich Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung bringen (näheres siehe Suchfunktion). Ein Suchansatz wäre noch das Programm Sootetschestwenniki für Russland.
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zimdriver
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Re: Familie aus Niedersachsen plant Auswanderung nach Russland

Beitrag von zimdriver »

Magdeburg-Moskva hat geschrieben:Selbst wenn noch die kasachische Staatsangehörigkeit besteht, dürfte das keinerlei Vorteile hinsichtlich Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung bringen (näheres siehe Suchfunktion). Ein Suchansatz wäre noch das Programm Sootetschestwenniki für Russland.
... für Bürger der Eurasischen Union ist es schon unkomplizierter, in Russland zu arbeiten. Der Einfachheit halber gibt´s hier was zu lesen
Законом предусматривается соблюдение двух обязательных условий легального трудоустройства – наличие документа, подтверждающего право пребывания мигранта на территории страны (РВП, временная регистрация, вид на жительство), а также наличие трудового договора, заключенного с работодателем.
Der Gesetzestext ist hier.
Anelya
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Re: Familie aus Niedersachsen plant Auswanderung nach Russland

Beitrag von Anelya »

Eventuell könntest du - wie oben schon geschrieben - am Rückkehrerprogramm der russischen Regierung teilnehmen. Das würde dir neben einigen anderen Annehmlichkeiten einen russischen Pass nach drei Monaten garantieren.

Dann zählst du aber überall als inländische Arbeitskraft mit dementsprechendem Gehalt - vielleicht mit einem kleinen Zuschlag für deine Ausbildung in Deutschland. Je nach Stadt ist dies vielleicht niedriger, als du dir wünschst. Dies ist vor allem dann oft der Fall, wenn man mangels Kapital eine Wohnung anmieten muss (das ist nicht unbedingt günstig, vor allem, wenn man den deutschen Wohstandard für eine vierköpfige Familie halten möchte. Du schreibst, dass du noch fünf Jahre sparen möchtest - auch dann kommt es stark darauf an, wo du hinmöchtest, ob du dir eine 1-Raumwohnung irgendwo außerhalb des MKAD leisten kannst oder etwas solideres). Vielleicht wäre es für dich und deine Familie finanziell lukrativer, dich entsenden zu lassen über einen deutschen Arbeitgeber? Wenn es euch dann gut gefällt, könnt ihr immer noch am Programm teilnehmen.

Du bist mit zwei Jahren nach Deutschland gekommen - kannst du dich auch schriftlich gut auf Russisch ausdrücken? Damit haben viele Rückkehrer nach Russland, die einen Großteil ihres Lebens in einem anderen Land verbracht haben, Probleme.
aleksej
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Re: Familie aus Niedersachsen plant Auswanderung nach Russland

Beitrag von aleksej »

Hallo zusammen,

vielen Dank für die bisherigen Infos.

Variante I : Rückkehrprogramm, ist sehr interessant. Vorrausgesetzt man findet in den Gebieten ausserhalb der Großstadt auch Arbeit. Gibt es dazu noch detailiertere Infos ? - Höhe des Sponsorings ? - Höhe der Umzugskosten ? - Welche Regionen explizit ? Steht ein Berater der Regierung bzw. des Gouverneurs zur Seite falls Fragen vor Ort ?

Variante II :
Über eine deutsche Firma, welche ein Auslandsniederlassung hat ist wohlmöglich die allerbeste Variante, welche ich auch versuchen möchte anzustreben. Über Technologiemessen im Maschinenbau und Pharmazie sind auch einige russische Aussteller oft in Deutschland wo evtl. ein Kontakt enstehen könnte.

Nochmal kurz zu meiner Frage zur Berufsanerkennung. Da ich im Elektrobereich arbeite benötige ich z.B in Deutschland die "Elektrofachkraft"um Elektroinstallationen auszuführen. Würde ich nach Australien auswandern, dürfte ich noch nicht im Elektrobereich arbeiten, weil entsprechende Lizens nicht vorhanden. d.H nochmal Umschuluing + Zeit + Geld und in der Zwischenzeit sich mit einem Low budget Job über Wasser halten. Ist das Prozedere in Russland das selbe ?
Muss ich nochmals eine "russische Lizenz" für Elektro erwerben ?
Btw, gleiches gilt z.B auch als Heizungsbauer, wo Gasleitungen verlegt werden.
Wenn das nicht der Fall ist, kann ja jeder dahergelaufene Kommen eine eigene Firma gründen bsp. Elekro oder Heizung und Häuser damit ausstatten. Im besten Falle geht es gut und wenn nicht, brennt die Hütte.

Zur Wohnsituation folgendes :
Generell streben wir in Russland ein Leben im eigenen Haus an. Dass wir gleich am Anfang erstmal zurück stecken müssen ist uns auch klar. Vielleicht kann man aber erstmal ein kleines Häusschen ala Datscha kaufen wo ein großes Grundstück mitdran hängt, welches man später nutzt um ein Haus zu bauen. Am liebsten im Vorort der Stadt und zur Arbeit max. 30 - 45 min fahren.

Soweit erstmal dazu.

Viele Grüße

Aleksej
Anelya
Zar/iza
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Re: Familie aus Niedersachsen plant Auswanderung nach Russland

Beitrag von Anelya »

aleksej hat geschrieben:Hallo zusammen,

vielen Dank für die bisherigen Infos.

Variante I : Rückkehrprogramm, ist sehr interessant. Vorrausgesetzt man findet in den Gebieten ausserhalb der Großstadt auch Arbeit. Gibt es dazu noch detailiertere Infos ? - Höhe des Sponsorings ? - Höhe der Umzugskosten ? - Welche Regionen explizit ? Steht ein Berater der Regierung bzw. des Gouverneurs zur Seite falls Fragen vor Ort ?

Zur Wohnsituation folgendes :
Generell streben wir in Russland ein Leben im eigenen Haus an. Dass wir gleich am Anfang erstmal zurück stecken müssen ist uns auch klar. Vielleicht kann man aber erstmal ein kleines Häusschen ala Datscha kaufen wo ein großes Grundstück mitdran hängt, welches man später nutzt um ein Haus zu bauen. Am liebsten im Vorort der Stadt und zur Arbeit max. 30 - 45 min fahren.

Soweit erstmal dazu.

Viele Grüße

Aleksej
Hier gibt es alle Informationen zum Programm - welche Regionen "offen" sind, welche Hilfen ausgezahlt werden etc.pp.:
http://www.fms.gov.ru/programs/fmsuds/

Über die Berufsanerkennung bin ich insoweit informiert, als dass die örtlichen Arbeitsämter den Rückkehrern zur Hilfe stehen bei der Anerkennung ihrer Abschlüsse bzw. beim Ablegen von Prüfungen, wen ihr Beruf gebraucht wird. Das ist zum Beispiel in Novosibirsk unter anderem bei Medizinern und Schweißern (nicht abschließende Aufzählung) der Fall. Ich würde einfach in der Region, die dich interessiert, nachfragen, wie es mit der Anerkennung deiner Ausbildung aussieht.

Dein Plan vom Ankauf von Land etc. klingt für mich sehr schlüssig. Aus meiner Erfahrung heraus kämpfen viele Rückkehrer allerdings momentan mit dem schwachen Rubel. Während das Leben in den Städten einigermaßen finanzierbar ist und der Ankauf von Land/Immobilien für Ausländer, die ihre Euro in Rubel umtauschen, günstiger ist, sind Auslandsreisen für russische Normalverdiener mit Gehalt in Rubel sehr viel teurer geworden.

Während du also mit vier Personen wahrscheinlich problemlos mit einem deutschen Gehalt mehrere Auslandsreisen im Jahr finanzieren kannst, kann man mit einem russischen Durchschnittsgehalt eher selten mehrere Urlaubsreisen nach Europa bezahlen. Dies könnte dann schwierig werden, wenn deine Kinder (die ja komplett in Deutschland sozialisiert sind), Sehnsucht nach ihren Freunden haben und gerne des Öfteren zu Besuchen reisen würden.
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