Hallo liebe Moskau-Kenner,
es gibt in Moskau eine kleine und große Palaschewski-Gasse nahe der Metrostationen Puskinskaja + Tverskaja.
Ich suche Informationen dazu, wer die Namensgeber dieser Gassen waren, Leben, Wirken und Herkunft dieser Personen.
Spreche und lese kein Russisch, nur Deutsch und Englisch. Wer könnte mir weiterhelfen, diese Informationen zu besorgen. Gibt es Literatur dazu?
Weiterhin suche ich Personen mit dem Namen Palaschewski - Palaschevsky - und Balascheff in versch. Schreibweisen.
Freue mich über jeden weiterführenden Tip, Ok?!
Gruß aus Hannover
Jürgen
Palaschewski Gasse in Moskau - Nach wem benannt?
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Anonymous
Laut der Seite http://walk.rambler.ru/ gibt es 2 Versionen, warum die Palaschewkij gasse so gennant wurde. Die erste Erklärung ist es, dass dort im 18. Jahrhundert Werkmeister wohnten, die eine Art Waffe schmieden - Palaschi - (ähnlich wie Säbel). Die zweite Erklärung lautet so, dass dort Henker (oder auf Russisch Palaschi) wohnten, die zahlungsunfähige Schuldner bestraften, nämlich peitschten.
Für weitere Informationen kann ich auch zu Hause in einige Bücher nachschlagen. Als echte Moskauerin interessiere ich mich für die Geschichte der Stadt und stehen allen Fragen darüber gerne zur Verfügung.
Übrigens könnten Sie sagen, wozu Sie diese Informationen brauchen?
Mit freundlichen Grüßen.
Lyuba.
Für weitere Informationen kann ich auch zu Hause in einige Bücher nachschlagen. Als echte Moskauerin interessiere ich mich für die Geschichte der Stadt und stehen allen Fragen darüber gerne zur Verfügung.
Übrigens könnten Sie sagen, wozu Sie diese Informationen brauchen?
Mit freundlichen Grüßen.
Lyuba.
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Anonymous
Palaschewski Gassen in Moskau
Hallo Lyuba,
recht vielen Dank aus Hannover für Deine überraschende Auskunft zu diesen Strassen/Gassen.
Du fragst mich: "Übrigens könnten Sie sagen, wozu Sie diese Informationen brauchen?" Berechtigte Frage, denke ich.
Es ist so, dass ich, 63 Jahre, Klempnermeister -ohne jedes finanzielles oder politisches Interesse- für meine Nachfahren -Enkel- unsere Vorfahren suche. Das ist alles, weiter nichts. Diese Suche ist mühsam, gerade da ich kein Russisch kann und auch auf meine alten Tage nicht mehr lernen möchte. Nun, mit der Kyrillischen Schrift musste ich mich schon etwas beschäftigen, ganz geht es wohl doch nicht. So konnte ich zumindest eine Palasch.....Gasse auf meinen russ. Stadtplan von Moskau finden.
Zum besseren Verständnis habe ich meinen letzten Kenntnisstand –worum es eigentlich geht- folgend aufgeschrieben. Vielleicht lesen noch viele andere Palasch.....ski und Interessierte den Bericht und können etwas dazu beitragen oder mich berichtigen, was ich sehr hoffe:
Die erste Stätte im deutschen Sprachraum, an der regelmäßig orthodoxe Gottesdienste gefeiert worden sind, lag außerhalb des Territoriums des damaligen Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Es war Königsberg, die Hauptstadt des Herzogtums Preußen, das heutige Kaliningrad, wo seit 1655 russische orthodoxe Gottesdienste stattfanden. Bald wurden dann auch an anderen Orten orthodoxe Kirchen eingerichtet, so 1718 in Berlin, als Zar Peter I. dem preußischen König Friedrich Wilhelm I. eine Gruppe von 55 russischen Grenadieren für dessen Paradetruppe der "Langen Kerls" überließ.
Nachdem Breslau unter preußische Herrschaft gekommen war, gewährte König Friedrich II. im Jahr 1750 den dort lebenden "Kaufleuten aus der Ukraine, russischer Nation", dass sie ihren Gottesdienst nach den Gebräuchen und Gewohnheiten der morgenländischen Kirche in einem zu solchem Behufe daselbst zu mietenden Hause einrichten und frei und ungehindert exerzieren und mit einem Priester und anderen benötigten Kirchenbedienten versehen mögen.
In den Beginn des 19. Jahrhunderts fällt die Entstehung der ältesten heute noch bestehenden russischen Gemeinde auf deutschem Boden. Es handelte sich dabei ursprünglich um eine Gruppe von 62 russischen Soldaten, die Zar Alexander 1. 1813 seinem Verbündeten im Kampf gegen Napoleon, dem preußischen König Friedrich Wilhelm III. als Grundstock eines russischen Militärchores geschenkt hatte. Für sie errichtete der preußische König 1826 eine eigene Siedlung mit Holzhäusern im russischen Stil, die Kolonie "Alexandrowka" bei Potsdam. Dort wurde auch eine Kirche zu Ehren des Heiligen Alexander von der Newa erbaut, die im September 1829 geweiht wurde. ....aus der Beschreibung der (Geschichte der Russ. Orthodoxen Kirche in Deutschland)
Bekannt ist der Grenadier Kosma Balascheff, der 1745 geadelt wurde – Herren von Balascheff. Er gehörte der Leibkompanie, mit deren Hilfe Kaiserin Elisabeth den Russ. Thron bestieg, an. Zum Andenken und an seine Treue erhielt er lt. Ukas vom 21.Dez.1741 das Diplom und wurde so geadelt. Am 2. Februar 1812 wurde die Familie bei Klasse III (Nr. 143) in Estland immatrikuliert, ist aber zu der Zeit nicht mehr begütert. Das mit Diplom vom 25. November 1751 festgestellte Wappen Tafel 68 zeigt ..... (es folgt die Beschreibung). .....aus: Siebmachers großes Wappenbuch, Band 25, (Der Adel der russischen Ostseeprovinzen)
Nach gesicherter Überlieferung ist ein Peter Palaschevsky (die Schreibweise der Pala... zu dieser Zeit ändert sich oft in schewski - szewski und ähnlich) *1780, beim Rückzug aus Russland im Gefolge von Napoleon in Warschau, später Danzig, geblieben. Mein ältester belegter Vorfahre. ....aus Kirchenbüchern
Gottesmutterikone "Wiederfindung der Verlorenen“. Wie über das Gnadenbild "Wiederfindung der Verlorenen" berichtet wird, das sich in der Christi-Auferstehungs-Kirche in Moskau befindet. Die Ikone befand sich früher in der Moskauer Christi-Geburts-Kirche in der Palaschewski Gosse. Der letzte Besitzer war verwitwet, ja, ihm drohte völlige Verarmung. Das eifrige Gebet zur Gottesgebärerin rettete ihn vor der Verzweiflung und wendete das Schicksal seiner Tochter zum Guten. Dieser Mensch nun erachtet sich für unwürdig, eine wundertätige Ikone in seinem Haus zu hoben und übergab sie der Christi- Geburts-Kirche. 1812 wurde die Kirche in der Palaschewski Gosse von den Franzosen beraubt. Das entweihte heilige Bildnis fand man in drei Teile zerspalten zwischen altem Gerümpel. Bei der Auffindung der Ikone geschahen viele Heilungen. Ihr Festtag ist der 18.2.(5.2.). ....aus einem Artikel im Internet von Herrn Priester A.Tomiouk
Bekannte Schreibweisen: Balascheff - Balaschef – Balaszeff - Palaschevsky – Palaschevski – Palaschewsky – Palaschewski – Palazsewski und so weiter!
Zurück bis 1780 habe ich viele Pala....., jetzt beginnt meine Suche vor 1780. Also die Verbindung von Balascheff zu Pala...., muss in Moskau gewesen sein.
Aus alledem sehe ich eine Verbindung von Balascheff zu Palaschewski, da das ski ja „Sohn von“ heißt. Also Palaschewski ist der Sohn von Balascheff.
Deshalb benötige ich im Grunde die Namensgeber mit allen zur Verfügbarkeit stehenden Daten über ihr Leben, Wirken und Leistungen.
Liebe Lyuba,
ich würde mich außerordentlich freuen, wenn Du mir weiterhelfen könntest. Eine Email mit persönlichen Angaben geht Dir privat zu.
Es grüßt Jürgen aus Hannover
recht vielen Dank aus Hannover für Deine überraschende Auskunft zu diesen Strassen/Gassen.
Du fragst mich: "Übrigens könnten Sie sagen, wozu Sie diese Informationen brauchen?" Berechtigte Frage, denke ich.
Es ist so, dass ich, 63 Jahre, Klempnermeister -ohne jedes finanzielles oder politisches Interesse- für meine Nachfahren -Enkel- unsere Vorfahren suche. Das ist alles, weiter nichts. Diese Suche ist mühsam, gerade da ich kein Russisch kann und auch auf meine alten Tage nicht mehr lernen möchte. Nun, mit der Kyrillischen Schrift musste ich mich schon etwas beschäftigen, ganz geht es wohl doch nicht. So konnte ich zumindest eine Palasch.....Gasse auf meinen russ. Stadtplan von Moskau finden.
Zum besseren Verständnis habe ich meinen letzten Kenntnisstand –worum es eigentlich geht- folgend aufgeschrieben. Vielleicht lesen noch viele andere Palasch.....ski und Interessierte den Bericht und können etwas dazu beitragen oder mich berichtigen, was ich sehr hoffe:
Die erste Stätte im deutschen Sprachraum, an der regelmäßig orthodoxe Gottesdienste gefeiert worden sind, lag außerhalb des Territoriums des damaligen Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Es war Königsberg, die Hauptstadt des Herzogtums Preußen, das heutige Kaliningrad, wo seit 1655 russische orthodoxe Gottesdienste stattfanden. Bald wurden dann auch an anderen Orten orthodoxe Kirchen eingerichtet, so 1718 in Berlin, als Zar Peter I. dem preußischen König Friedrich Wilhelm I. eine Gruppe von 55 russischen Grenadieren für dessen Paradetruppe der "Langen Kerls" überließ.
Nachdem Breslau unter preußische Herrschaft gekommen war, gewährte König Friedrich II. im Jahr 1750 den dort lebenden "Kaufleuten aus der Ukraine, russischer Nation", dass sie ihren Gottesdienst nach den Gebräuchen und Gewohnheiten der morgenländischen Kirche in einem zu solchem Behufe daselbst zu mietenden Hause einrichten und frei und ungehindert exerzieren und mit einem Priester und anderen benötigten Kirchenbedienten versehen mögen.
In den Beginn des 19. Jahrhunderts fällt die Entstehung der ältesten heute noch bestehenden russischen Gemeinde auf deutschem Boden. Es handelte sich dabei ursprünglich um eine Gruppe von 62 russischen Soldaten, die Zar Alexander 1. 1813 seinem Verbündeten im Kampf gegen Napoleon, dem preußischen König Friedrich Wilhelm III. als Grundstock eines russischen Militärchores geschenkt hatte. Für sie errichtete der preußische König 1826 eine eigene Siedlung mit Holzhäusern im russischen Stil, die Kolonie "Alexandrowka" bei Potsdam. Dort wurde auch eine Kirche zu Ehren des Heiligen Alexander von der Newa erbaut, die im September 1829 geweiht wurde. ....aus der Beschreibung der (Geschichte der Russ. Orthodoxen Kirche in Deutschland)
Bekannt ist der Grenadier Kosma Balascheff, der 1745 geadelt wurde – Herren von Balascheff. Er gehörte der Leibkompanie, mit deren Hilfe Kaiserin Elisabeth den Russ. Thron bestieg, an. Zum Andenken und an seine Treue erhielt er lt. Ukas vom 21.Dez.1741 das Diplom und wurde so geadelt. Am 2. Februar 1812 wurde die Familie bei Klasse III (Nr. 143) in Estland immatrikuliert, ist aber zu der Zeit nicht mehr begütert. Das mit Diplom vom 25. November 1751 festgestellte Wappen Tafel 68 zeigt ..... (es folgt die Beschreibung). .....aus: Siebmachers großes Wappenbuch, Band 25, (Der Adel der russischen Ostseeprovinzen)
Nach gesicherter Überlieferung ist ein Peter Palaschevsky (die Schreibweise der Pala... zu dieser Zeit ändert sich oft in schewski - szewski und ähnlich) *1780, beim Rückzug aus Russland im Gefolge von Napoleon in Warschau, später Danzig, geblieben. Mein ältester belegter Vorfahre. ....aus Kirchenbüchern
Gottesmutterikone "Wiederfindung der Verlorenen“. Wie über das Gnadenbild "Wiederfindung der Verlorenen" berichtet wird, das sich in der Christi-Auferstehungs-Kirche in Moskau befindet. Die Ikone befand sich früher in der Moskauer Christi-Geburts-Kirche in der Palaschewski Gosse. Der letzte Besitzer war verwitwet, ja, ihm drohte völlige Verarmung. Das eifrige Gebet zur Gottesgebärerin rettete ihn vor der Verzweiflung und wendete das Schicksal seiner Tochter zum Guten. Dieser Mensch nun erachtet sich für unwürdig, eine wundertätige Ikone in seinem Haus zu hoben und übergab sie der Christi- Geburts-Kirche. 1812 wurde die Kirche in der Palaschewski Gosse von den Franzosen beraubt. Das entweihte heilige Bildnis fand man in drei Teile zerspalten zwischen altem Gerümpel. Bei der Auffindung der Ikone geschahen viele Heilungen. Ihr Festtag ist der 18.2.(5.2.). ....aus einem Artikel im Internet von Herrn Priester A.Tomiouk
Bekannte Schreibweisen: Balascheff - Balaschef – Balaszeff - Palaschevsky – Palaschevski – Palaschewsky – Palaschewski – Palazsewski und so weiter!
Zurück bis 1780 habe ich viele Pala....., jetzt beginnt meine Suche vor 1780. Also die Verbindung von Balascheff zu Pala...., muss in Moskau gewesen sein.
Aus alledem sehe ich eine Verbindung von Balascheff zu Palaschewski, da das ski ja „Sohn von“ heißt. Also Palaschewski ist der Sohn von Balascheff.
Deshalb benötige ich im Grunde die Namensgeber mit allen zur Verfügbarkeit stehenden Daten über ihr Leben, Wirken und Leistungen.
Liebe Lyuba,
Es grüßt Jürgen aus Hannover
-
Anonymous
Palaschewski Gasse, Namensträger in Moskau gesucht!
Jürgen Palaschevsky
Hannover
Hallo liebe Moskau-Gemeinde,
nun weis ich durch das Forum hier, woher die Palaschewski Gassen in Moskau den Namen haben, vielen Dank für die Hilfe!
Jetzt eine weitere Bitte an Euch : Gesucht werden alle Personen mit ähnlichen Namen. Leider hat sich noch niemand aus Moskau gemeldet. Auch auf einen Leserbrief hier in der Zeitung hat niemand reagiert.
Es müssen doch bestimmt in Moskau Menschen leben, die diesen Namen tragen? Ich würde gern mit denen Kontakt aufnehmen und unsere evtl. gemeinsame Herkunft klären. Englisch oder Deutsch.
Wer kennt also eine/einen Palaschewski etc. und würde eine Verbindung zu mir herstellen?!
Bitte meldet Euch, Ok?!
Mit freundlichen Grüssen aus dem sonnigen Hannover (20")
Jürgen Palaschevsky
Hannover
Hallo liebe Moskau-Gemeinde,
nun weis ich durch das Forum hier, woher die Palaschewski Gassen in Moskau den Namen haben, vielen Dank für die Hilfe!
Jetzt eine weitere Bitte an Euch : Gesucht werden alle Personen mit ähnlichen Namen. Leider hat sich noch niemand aus Moskau gemeldet. Auch auf einen Leserbrief hier in der Zeitung hat niemand reagiert.
Es müssen doch bestimmt in Moskau Menschen leben, die diesen Namen tragen? Ich würde gern mit denen Kontakt aufnehmen und unsere evtl. gemeinsame Herkunft klären. Englisch oder Deutsch.
Wer kennt also eine/einen Palaschewski etc. und würde eine Verbindung zu mir herstellen?!
Bitte meldet Euch, Ok?!
Mit freundlichen Grüssen aus dem sonnigen Hannover (20")
Jürgen Palaschevsky