Das Bild ist nicht neu, sogar älter als die Bundeswehr.CSB_Wolf hat geschrieben: Dieses Feindbild gab es zu meiner Bundwerhrzeit schon und das war vor über 30 jahren.
Das Böse, das waren immer die Russen und das Gute, das waren immer die Kriegsverbrecher aus übersee.
Jede Armee (und auch jede Gesellschaft) hat, bzw benötigt, ein potentielles Feindbild, da sonst die Legitimation entfallen würde.
Zum Einsatz bei Naturkatastrophe oder für humanitäre Aktionen braucht man keine Soldaten, dafür gibt es in D. das THW, in Russland МЧС, und in den USA die Nationalgarde, wobei die beiden letzteren eher zu den bewaffneten Bauarbeitern zählen.
Das in der deutschen Armee der Feind Rotland heißt, und aus dem Osten kommt ist seit Kaisers Zeiten so. das hat erstmal nichts mit einer tatsächlichen Bedrohung zu tun. In Zeiten des kalten Krieges hat halt die Sowjetunion gut in dieses Schema gepasst. Russland als Nachfolgestaat ist dann da rein gerutscht.
Während meiner Feldwebelausbildung war der Feind im östlichen Rotland aber ein Staat mit einer Einparteinediktatur und dem vermutlichen Besitz von Massenvernichtungswaffen, welcher sich aus seiner Isolation zu befreien suchte. Passt eher auf Nordkorea.
