Aehnlich erlebte ich meinen ersten Aufenthalt in RU. Nach Arbeitsaufenthalten in verschiedenen asiatischen und suedamerikanischen Staaten fiel mir diese (20 nach 8 Mimik) auch als erstes negativ auf. Ich verstand damals jedoch den bzw. die Hintergruende noch nicht, denn eigentlich konnten die Russen ja zufrieden sein mit ihrem zeitlichen spaeten Arbeitsbeginn so Mitte eines Morgens. Dies war damals zumindest meine Meinung. Heute, wo man nach Jahren doch tiefere Einblicke in das, oder die Geschehnisse hat, kann ich solche Mimiken schon eher nachvollziehen.Den ersten Kulturschock hatte ich schon am Flughafen, die Frauen am Schalter waren extrem unzufrieden, Polizisten genauso, Lächeln sucht man durch Moskaus Metros vergeblich.
Kasachstanreise
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kamensky
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Re: Kasachstanreise
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m1009
Re: Kasachstanreise
Man kann Alles. Nur ist es verboten. Russland und Weissrussland haben an der gemeinsamen Grenze keine reguelaeren Grenzkontrollen. Eine bei Einreise nach BY ausgegebene Migrtaionskarte gilt fuer BY und RUS, wie auch umgekehrt. Trotzdem ist, fuer Deutsche, bei der Einreise von RUS von BY, zwingend ein Visum vorgeschrieben.Kann es sein, dass man mit einem Russlandvisum auch nach Weißrussland einreisen kann ? Bei meiner Migrationskarte für Kasachstan stand nur Kasachstan vermerkt, wieso wird bei meiner russischen Migrationskarte dann Weißrussland vermerkt ?
- Norbert
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Re: Kasachstanreise
Wie schon geschrieben, zwischen Russland und Weißrussland gibt es keine Grenzkontrollen. Zwischen Russland und Kasachstan schon. Deswegen ist die Migrationskarte von Russland und Weißrussland eine gemeinsame. Dennoch brauchst Du beide Visa, wirst Du ohne erwischt, so gibt es in jedem Fall erhebliche Probleme, bis hin zu Untersuchungshaft und Abschiebung.LeonS hat geschrieben:Abschließend habe ich noch eine Frage, bei meiner Migrationskarte stand "Въезд Россия/Беларуси" drauf. Kann es sein, dass man mit einem Russlandvisum auch nach Weißrussland einreisen kann ? Bei meiner Migrationskarte für Kasachstan stand nur Kasachstan vermerkt, wieso wird bei meiner russischen Migrationskarte dann Weißrussland vermerkt ?
Natürlich wäre es recht einfach, mit einem russischen Visum nach Minsk zu fahren oder mit einem weißrussischen Visum nach Moskau zu reisen - empfehlen würde ich dies aber nicht.
Keine Frage, das hat mich auch immer verwundert. "Слушаю!" (Ich höre!) Ich will was kaufe und werde so begrüßt - geht's noch? Aber mit der Zeit verstehe ich es auch. Als Verkäuferin an so einem Kiosk hat man meist eine Schicht von 12 oder mehr Stunden, bekommt dafür vielleicht am Tag 1000 Rubel (15 Euro). Und ob die gespielte Freundlichkeit in deutschen Supermärkten wirklich besser ist, steht auf einem anderen Blatt.LeonS hat geschrieben:Ich erwarte kein gefaktes Lächeln, aber zumindest Kulanz, und nicht ein polemisches "Че надо ?" (Was willst du?)
Ein wichtiger Grund ist die Terrorgefahr - spätestens seit Beslan sind die meisten Schulen bewacht. Zum anderen passt aber natürlich das auch von Dir beobachtete Unterrichtsmodell nicht zur deutschen Vorstellung einer offenen Universität.LeonS hat geschrieben:Desweiteren finde ich es merkwürdig, dass man Russlands Schulen oder Universitäten nicht betreten darf, in Deutschland kannst du dich einfach als Obdachloser in eine Vorlesung setzen, dort no way.
Das war für mich in der Universität auch unglaublich. Aber das Land tut sich damit keinen Gefallen, weil diese Art von Bildung sich auch in der weiteren Arbeitswelt fortsetzt. Siehe die Kioskverkäuferin oben ... der Chef zahlt so, also arbeite ich so. Der Wunsch, selbst die Lage zu optimieren, wird niemandem beigebracht. (Aus politischer Sicht natürlich praktisch.)LeonS hat geschrieben:Disziplin und Höfflichkeit [...] der Professor spricht, Studenten schreiben alles auf, Fragen gibt es kaum welche.
Diesen Eindruck habe ich nur auf dem Land oder in eher ungebildeten Schichten. Vielleicht ist es in Kasachstan noch etwas anders.LeonS hat geschrieben:Außerdem raucht so gut wie jeder dort, keine Ahnung wieso.
Muss man eigentlich nicht haben. Eher umgekehrt. Ich finde, sobald man eben nicht Kunde am Kiosk ist, werden die Bekanntschaften extrem schnell sehr offen und herzlich. In Alista, in Astrakhan, in Nikel bei Murmansk, Uljanowsk ... mehrfach habe ich einfach irgendetwas angeschaut oder irgendwo etwas gefragt und bekam am Ende eine private Stadtführung, wurde zum Essen eingeladen, etc. (Aber es gab auch langweilige Erlebnisse, wie in Smolensk, wo ich zwei Tage allein rumgezogen bin, oder in Rostov, wo mich eigenartige Typen ausrauben wollten.)LeonS hat geschrieben:Bin nicht kontaktscheu, aber in Russland hatte ich echt manchmal Angst nach den Weg zu fragen.
Aber letztendlich kann ich natürlich verstehen, was Du meinst. Ich würde sogar sagen, dass es eine gute Zusammenfassung jener Argumente ist, die bei mir eine Russland-Müdigkeit wachsen lassen.
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kamensky
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Re: Kasachstanreise
@Norbert
Sehr gut verfasst. So lange in RU weiterhin eine paternalistische Staatsfuehrung zugange ist werden vorgenannte Arbeitsverhaeltnisse staatlich, wie auch vielfach privatwirtschaftlich weiter herrschen. Veraenderungen in Richtung selbstaendiges Denken und Machen weiterhin verhindert, was sich letztendlich auch wieder negativ auf die wirtschaftlichen Faktoren (Qualitaet, Effizienz, Output) niederschlaegt.Siehe die Kioskverkäuferin oben ... der Chef zahlt so, also arbeite ich so. Der Wunsch, selbst die Lage zu optimieren, wird niemandem beigebracht. (Aus politischer Sicht natürlich praktisch.)
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Re: Kasachstanreise
... ich sehe das nicht so vereinfacht. Doch dies wäre Stoff für einen Lehrgang, in dem man behandeln könnte, nur zBkamensky hat geschrieben:@Norbert
Sehr gut verfasst. So lange in RU weiterhin eine paternalistische Staatsfuehrung zugange ist werden vorgenannte Arbeitsverhaeltnisse staatlich, wie auch vielfach privatwirtschaftlich weiter herrschen. Veraenderungen in Richtung selbstaendiges Denken und Machen weiterhin verhindert, was sich letztendlich auch wieder negativ auf die wirtschaftlichen Faktoren (Qualitaet, Effizienz, Output) niederschlaegt.Siehe die Kioskverkäuferin oben ... der Chef zahlt so, also arbeite ich so. Der Wunsch, selbst die Lage zu optimieren, wird niemandem beigebracht. (Aus politischer Sicht natürlich praktisch.)
- weshalb entscheiden russische Mitarbeiter kaum allein?
- weshalb ist der Zeithorizont immer ein anderer?
- weshalb ist der Chef der Alleinherrscher?
- weshalb können Russen nicht lächeln?
Ich sehe eine wesentliche Ursache für all diese oberflächlichen Erscheinungen eher in der Geschichte.
- Entscheide ich richtig, kann ich gewinnen. Meist entscheide ich falsch. Das endet mit Entlassung, Lager, Verbannung, Tod.
- Was kümmert mich ein Projekt, das in einem halben oder dreiviertel Jahr endet? Vielleicht gibt es meinen Chef bis dahin nicht mehr oder er vergisst die Aufgabe und ich arbeite heute völlig unnötig?
- Wenn der Chef Rat sucht, Meetings abhält, dann ist er schwach. Wozu sollte er Chef sein, wenn er nicht alles entscheiden kann?
- Wer lächelt, hat Reserven. Oder lacht er gar den anderen Menschen aus?
Dashabe ich meinen europäischen Kollegen mal geschickt, weil sie sich über das ewig dienstliche, vielleicht auch mürrische Gesicht meines Stellvertreters beklagten. Lesenswert.
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Re: Kasachstanreise
Erstmal vielen Dank für den ausführlichen Bericht!
Das ist der Punkt, wo sich die Geister scheiden.
Lächeln sucht man dort vergeblich, das stimmt. Aber warum sollen die Leute lächeln? Wenn sie nicht lächeln, heißt das nicht, dass sie schlecht gelaunt sind. Es ist nur nicht üblich. Erstens ist Lächeln kein Symbol für Freundlichkeit. Lächeln ist ein Zeichen persönlicher Sympathie, die Fremden gegenüber natürlich fehlt, da man sie nicht kennt. Deshalb wird auch in Geschäften nicht gelächelt, solange du kein Stammkunde bist. Andersherum gesagt: wenn jemand einen Russen anlächelt, wird er sich fragen, warum du das machst. Es muß ja einen Grund dafür geben. «Смех без причины – признак дурачины». Bei der Ausübung wichtiger Aufgaben ist es sogar verpönt zu lächeln. deshalb lächeln die Damen bei der Passkontrolle nicht.
Es gab in Russland eben nie die höfische Kultur, die aus Frankreich kam, und die die Etikette in Deutschland prägt. Diejenigen, die sie dennoch beherrschten, wurden vor einigen Jahrzehnten sehr stark dezimiert. Übrig geblieben ist die originäre russische Kultur, die dörflich geprägt ist.
In vielen ja, aber bei weitem nicht in allem. Die Prioritäten werden in Russland anders gestzt als in Deutschland, deshalb wirkt das oft so. Die Dinge, die hier wichtiger sind, werden von Deutschen oft gar nicht gesehen, erst recht nicht erkannt.
Das geht vielen so, dass das Horroland Russland eigentlich ein ganz normales Land ist, mit solchen und solchen Seiten. Freut mich, dass Du es auch so empfunden hast.LeonS hat geschrieben:meine (vor allem was meine russlanddeutschen Eltern aus der Zeit der UdSSR erzählt haben) Erwartungen waren schlimmer. Die Städte waren meist recht sauber (was mich überrascht), die Züge waren immer auf den Punkt genau, man kann schon ein "normales" Leben dort führen, die russischen Importprodukte fand ich ok.
Was mich eher gestört hat war die Mentälität.
Das ist der Punkt, wo sich die Geister scheiden.
Nicht ganz. Es ist nicht so, dass du die vergessen kannst, die ist nur anders. Wirkt für jemanden aus Deutschland schon krass, das stimmt.Die Begrüßungsmentalität in Deutschland kann man in Russland vergessen. Den ersten Kulturschock hatte ich schon am Flughafen, die Frauen am Schalter waren extrem unzufrieden, Polizisten genauso, Lächeln sucht man durch Moskaus Metros vergeblich.
Lächeln sucht man dort vergeblich, das stimmt. Aber warum sollen die Leute lächeln? Wenn sie nicht lächeln, heißt das nicht, dass sie schlecht gelaunt sind. Es ist nur nicht üblich. Erstens ist Lächeln kein Symbol für Freundlichkeit. Lächeln ist ein Zeichen persönlicher Sympathie, die Fremden gegenüber natürlich fehlt, da man sie nicht kennt. Deshalb wird auch in Geschäften nicht gelächelt, solange du kein Stammkunde bist. Andersherum gesagt: wenn jemand einen Russen anlächelt, wird er sich fragen, warum du das machst. Es muß ja einen Grund dafür geben. «Смех без причины – признак дурачины». Bei der Ausübung wichtiger Aufgaben ist es sogar verpönt zu lächeln. deshalb lächeln die Damen bei der Passkontrolle nicht.
Dem möchte ich nur bedingt zustimmen. Schnell einen aufs Maul bekommt man, wenn man den anderen von oben herab behandelt. Das kann dann allerdings in der Tat schnell gehen.Stattdessen wird viel auf Höfflichkeit gelegt, sagt man irgendetwas falsches kann man auch schnell aufs Maul bekommen, zumindest schneller als in Deutschland.
Andere Länder, andere Umgangsformen. Das ist in der Tat gewöhnungsbedürftig, aber es eben anders als in Deutschland. Wertungen wie "polemisch", "schlecht gelaunte Mienen" usw. sollten dabei sehr vorsichtig verwendet werden. Was die einen als polemisch etc. empfinden, ist für die anderen normaler Umgangston.Ich erwarte kein gefaktes Lächeln, aber zumindest Kulanz, und nicht ein polemisches "Че надо ?" (Was willst du ?, als ich Wasser in Moskau kaufen wollte) Das Verhältnis ist immer distanziert, egal ob Flugzeug, Bahn, Metro, immer Stillschweigen, schlecht gelaunte Minen.
Glaube ich sofort! Das finde ich einen sehr angenehmen Zug hier.habe meine Bestellung falsch vorgetragen und "Пломбир с виииишняями" vorgelesen, die Verkäuferin hat sich kaputtgelacht, daraufhin habe ich gleich gesagt, dass ich aus Deutschland komme, die Frau hat sich entschuldigt und sogar "Счастливо" gesagt.
Tja ja, die Russen sind da sehr direkt. Aber Du sagst ja selber, dass Du solche Situationen dauernd erlebt hast. Also legt das den Schluss nahe, dass es (fast) alle so machen. Also scheint es normal zu sein. Nur Ausländer empfinden das dann als schlimm.Nicht weit vom МГУ stand ich wartend an Lomonossow-Denkmal, daraufhin hat eine Frau zu mir gemeint, ich solle verschwinden, damit sie ein Foto vom Denkmal schießen kann. Ich dachte nur "WTF?". Solche oder so ähnliche Situationen habe ich in Russland andauernd erlebt.
Es gab in Russland eben nie die höfische Kultur, die aus Frankreich kam, und die die Etikette in Deutschland prägt. Diejenigen, die sie dennoch beherrschten, wurden vor einigen Jahrzehnten sehr stark dezimiert. Übrig geblieben ist die originäre russische Kultur, die dörflich geprägt ist.
Höfflichkeit erwarten, aber selbst "хамить", dort herrscht eine "мне все насрать" Subkultur.
In vielen ja, aber bei weitem nicht in allem. Die Prioritäten werden in Russland anders gestzt als in Deutschland, deshalb wirkt das oft so. Die Dinge, die hier wichtiger sind, werden von Deutschen oft gar nicht gesehen, erst recht nicht erkannt.
Wie schon geschrieben hier: Terrorangst.Desweiteren finde ich es merkwürdig, dass man Russlands Schulen oder Universitäten nicht betreten darf, in Deutschland kannst du dich einfach als Obdachloser in eine Vorlesung setzen, dort no way.
Ja, das ist es. Und, wie Du weiter schreibst, die Studenten beten nach, was der Dozent sagt. Das ist die urtief sitzende Hierarchiehörigkeit in Russland, die ebenfalls historisch bedingt ist.Das Unisystem finde ich im Übrigen krass verschult.
Das ist doch schon mal ne schöne Aussage!Das soll kein Negativbericht werden, ich fand die Reise reisenswert,
Mein erster Besuch in Russland war wirklich finster. Die Liebe zum Land kam erst nach der was-weiß-ich-wievielten Reise. Dazu ist eine Reise einfach viel zu wenig.gerne fliege ich als Gast nochmal hin, aber dort leben ? Eher nicht.
Klar, wirklich nicht einfach. Wenn man aber versucht, das alles aus der Sicht der Leute hier zu sehen und nicht nur durch die deutsche Brille, dann eröffnen sich ganz adnere seiten, die vorher verborgen bleiben.Auf vieles kann ich verzichten, auf den Komfort in der Bahn beispielsweise, aber diese "мне насрать на других" Mentalität ist für einen Deutschen nicht einfach.
Hatte ich ursprünglich auch! Das geht vorbei. Außer in Moskau mache ich das heute inzwischen sogar sehr gerne.Bin nicht kontaktscheu, aber in Russland hatte ich echt manchmal Angst nach den Weg zu fragen.
Mag sein. Ich bin immer skeptisch bei schnellen Urteilen.Ansonsten mein Erfahrungsbericht, muss keiner gutheißen, sind nur meine Erfahrungen eben. Deutschland ist zweifelsfrei eher meine Heimat als Russland.
Nach dem Kaffee ist vor dem Kaffee
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Re: Kasachstanreise
@zimdriver
Bsp:
Als Auslaender gut erkennbar bei Dialog mit dem Verkaufspersonal in einer Fremdsprache (English) die Weltsprache No.1 . Selbst junges Verkaufspersonal , welches die englische Sprache in der Schule erlernt hat scheitert meist an dem Versuch, einen Satz zu bilden und sei dieser noch so falsch.
Angst vor Verantwortung und des Versagens, mangel an Selbstsicherheit und oder Selbstbewusstsein, zu wenig gute berufliche Kenntnisse und evtl. Minimalismus- weshalb entscheiden russische Mitarbeiter kaum allein?
Bsp:
Als Auslaender gut erkennbar bei Dialog mit dem Verkaufspersonal in einer Fremdsprache (English) die Weltsprache No.1 . Selbst junges Verkaufspersonal , welches die englische Sprache in der Schule erlernt hat scheitert meist an dem Versuch, einen Satz zu bilden und sei dieser noch so falsch.
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Re: Kasachstanreise
... sagte ich doch, die Kausalkette ist tief drin und sehr einfach: Entscheidung fehlerhaft -> Verbannungkamensky hat geschrieben:@zimdriver
Angst vor Verantwortung und des Versagens, mangel an Selbstsicherheit und oder Selbstbewusstsein, zu wenig gute berufliche Kenntnisse und evtl. Minimalismus....- weshalb entscheiden russische Mitarbeiter kaum allein?
Das sind seit Jahrhunderten eingeübte Abläufe, die sehr langsam verschwinden. Ebenso wie die deutsche Handwerksehre auch ganz sicher, aber eben nur langsam verschwindet, weil nicht mehr zeitgemäss.
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Re: Kasachstanreise
Hier sehe ich noch einen weiteren Aspekt. Als wichtigsten sicherlich die Angst vor der Verantwortung. Hierzu gehört dann auch die andere Seite, nämlich die Forderung seitens des Vorgesetzten, dass "Entscheidungen NUR von mir getroffen werden dürfen." Dass also selbst beim Willen, eine Entscheidung zu treffen, das unweigerlich bedeuten würde, dass es einen aufs Haupt gibt.zimdriver hat geschrieben:... sagte ich doch, die Kausalkette ist tief drin und sehr einfach: Entscheidung fehlerhaft -> Verbannungkamensky hat geschrieben:@zimdriverAngst vor Verantwortung und des Versagens, mangel an Selbstsicherheit und oder Selbstbewusstsein, zu wenig gute berufliche Kenntnisse und evtl. Minimalismus....- weshalb entscheiden russische Mitarbeiter kaum allein?
Das sind seit Jahrhunderten eingeübte Abläufe,
Das wurde zu Zeiten des Kommunismus, insbesondere in der Politik, dahingehend perfektioniert, dass als Untergebene Leute eingesetzt (ja, eben gerade eingesetzt) wurden, die fachlich keine Ahnung haben. Weil die kritisieren die Entscheidungen des Chefs nicht. Können sie nicht, weil sie ja selber keine Ahnung haben. Und können auch nicht mit eigenständigen Initiativen glänzen und damit evtl. den Chef ins schlechte Licht rücken und damit evtl. "überholen".
Kommt uns das im heutigen Russland nicht bekannt vor? Wo die kompetenten Leute irgendwo im Mittelmanagement versauern, wo sie wenig Aussichten auf eine Karriere haben, und wo die Vorgesetzten keine Ahnung haben, sondern die Verwandten von irgendwelchen hohen Tieren sind, die keine Ahnung, dafür aber die finanziellen Ressourcen haben?
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Re: Kasachstanreise
Hui,da habe ich dich wohl irgendwie falsch verstanden. Entschuldigung.zimdriver hat geschrieben:... sagte ich doch, die Kausalkette ist tief drin und sehr einfach: Entscheidung fehlerhaft -> Verbannungkamensky hat geschrieben:@zimdriver
Angst vor Verantwortung und des Versagens, mangel an Selbstsicherheit und oder Selbstbewusstsein, zu wenig gute berufliche Kenntnisse und evtl. Minimalismus....- weshalb entscheiden russische Mitarbeiter kaum allein?
Das sind seit Jahrhunderten eingeübte Abläufe, die sehr langsam verschwinden. Ebenso wie die deutsche Handwerksehre auch ganz sicher, aber eben nur langsam verschwindet, weil nicht mehr zeitgemäss.
Ja das betreffend der Handwerksehre ist auch in der CH zu erkennen, obschon sich langsam eine neue Lobby bildet, welche gegen das " langsame Verschwinden " ankaempft, doch letztendlich natuerlich fraglich mit welchem Erfolg.
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