643 positive Tests von Sportler wurden von Ende 2011 bis 2015 durch das russische Dopinglabor erfasst. 312 Tests sehr erfolgreicher oder aufstrebender russischer Sportler wurden manipuliert und als negativ gelistet. 265 Tests ausländischer Sportler oder weniger erfolgreicher russischer Sportler wurden gemeldet.
Sportler die in Russland trainieren wurden somit nicht regelmäßig, den Vorschriften nach getestet, wie es die Wettbewerbsveranstalter (Olympia, WM, EM) vorschreiben.
Naja, ein negativer Dopingtest bei einem internationalen Wettkampf oder so kurz vor Olympia bedeutet nicht, dass der Sportler sauber ist. Wichtig sind die regelmäßige Dopingtests in den Trainingsphasen im Heimat- oder Trainingsland. Diese fanden offenbar nur in ungenügendem Maße in Russland statt, da die WADA die Tests größtenteils an das WADA-zertifizierte Moskauer Labor outgesourced hatte.fugen hat geschrieben:Wieso nicht unter der Flagge Russlands wenn es doch von einem neutralen Labor einen negativen Test gibt?
Hat es einen bestimmten Grund, warum ein sauberer Sportler für eine x-beliebige Fahne, Hauptsache nicht die des Heimatlandes, starten muss?
Den Sinn dahinter musst du mal erklären
Wenn ein ganzes Land als Sanktion gesperrt wird, kann man nach meinem Empfinden nicht im Namen dieses Landes antreten. Eine optimale Lösung um saubere Sportler zu schützen, habe ich allerdings auch nicht parat. Die einzige (wenn auch utopische) Lösung wäre sicherlich, dass Russland im Rahmen eines schnellen Deals alle Dokumente offenlegt und die Namen der positiv getesteten Sportler bekannt gibt. Im Gegenzug dürften die "sauberen" russischen Sportler dann unter Vorbehalt bei Olympia antreten.

