Evgenij hat geschrieben:Nachtrag:
Was aber fast immer bei den heutigen Ehen in Russland der Fall ist, ist nämlich folgendes:
Dass die jeweiligen Eltern das Ehepaar mit der Grundausstattung an Gütern für den zukünftigen Haushalt (sofern sie nichts eigenes besitzen) als Gaben/Geschenke "versorgen".
Natürlich müssen die Geschenke in der modernen Welt nicht (mehr) materieller Natur sein, dennoch würde auch das geschenkte Geld in erster Linie für die eben genannten Güter aufgewandt werden.
Das ist aber wohl überall so, nicht nur in Russland, und hat wohl wenig mit dem zu tun, was der Fragesteller anfangs meinte. Ausserdem ist das schon was, was die Eltern beisteuern, und nicht, was der zukünftige Bräutigam den Eltern der Braut als Auslöse abdrücken muss oder sollte.
Ob der Erlös aus dem выкуп dem Brautpaar zugute kommt? Bei uns bekamen alles die Kinder der Trauzeugin, die den выкуп auch organisiert hatte. Bei Freunden bekamen es andere, aber niemals das Brautpaar, da dies wirklich als (symbolische) Zahlung für die Braut anzuehen sei. Im geldwerten Gegenwert war dies aber nie eine wirklich ernst zunehmende Summe.
Vielleicht meint er ja diese Art von Freikauf?