Meiner Meinung nach ist deine Aussage teilbedingte Realitaet, denn sicherlich kann und darf man nicht Alles und Alle in denselben Topf werfen. Der (ver)spaete(te) Kinderwunsch, oder auch die Anzahl gewuenschter Nachkommen haengt m. E. von unterschiedlichen Faktoren ab. Im Westen wird schon eher Familienplanung auf Langzeit betrieben, was dazu fuehrt, dass es %ual weniger "verarmte" Jungfamilien gibt, wobei natuerlich auch vielfach die staatlichen Sozialleistungen beitragen und mitverantwortlich sind.Zejtnot hat geschrieben:
... . Egoismus oder Egozentrik spielen da sicher rein.
http://www.finmarket.ru/main/article/4335968
Ein weiterer Punkt sehe ich darin, dass im Westen viele junge Leute zuerst der Karriere (also ein Bestandteil der familiaeren und sicherlich auch eigenen Zukunft) in den Vordergrund stellen, was ich aber nicht in jedem Fall als Egoismus bezeichnen wuerde, sondern auch im Kontext mit der Tatsache, dass ein (spaeteres Kinderkriegen) heute medizinisch nicht mehr ein so grosses Risiko fuer Kind und Mutter darstellt. Ein weiterer Faktor ist die berufliche Aus- bzw.und/oder Weiterbildung, welche sicherlich bei einem Grossteil der Mittelschicht im Vordergrund steht. In RU jedoch interessiert sich in dieser Mittelschicht (obschon diese in %ten kleiner) ein verschwindend kleiner Teil fuer Weiterbildung und praktisch gar nicht mehr, wenn schon eine Familie besteht. Sehr oft erkennt man dies in RU, dass Ehefrauen (vielfach kommen die Kinder nacheinander) also nach vier Jahren fernab von Arbeitsplatz sehr schwer im in dieser Zeit geaenderten wirtschaftlichen Umfeld zurechtfinden und/ oder neu zu integrieren sind. EDIT: http://www.finmarket.ru/main/article/4336896 Viele von ihnen (muessen) sich dann mit "Hilfsarbeiten" begnuegen, was ja an sich nicht verwerflich ist, jedoch das Leben und alles was damit in Verbindung steht (Gesundheit, Kindergartenplaetze, Studienplatz fuer Kinder,eigene Weiterbildung fuer M,F) finanziell einschraenkt. Der Wunsch nach den "eigenen vier Waenden " jedoch bleibt im Westen, wie auch in RU bestehen, nur mit dem fuer Jungfamilien eklatanten Unterschied, dass in RU sehr oft "durch Privatisierung" guenstigen, oder gar beinahe kostenloser Wohnraum vorhanden ist, waehrend in westlichen Staaten, ein solcher von Grund auf selbst, oder (Erbvorbezug bzw. Erbschaft) teilweise selbst erwirtschaftet werden muss. Da ist dann anfaenglich eine vorsichtige und zukunftsorientierte Einkindpolitik sicherlich nicht falsch in der Ueberlegung, was natuerlich auch mit dem "geistigen Reifegrad" (Verantwortung usw.) in Verbindung gebracht werden kann.

