Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
- Saboteur
- Globaler Moderator

- Beiträge: 3456
- Registriert: 24 Jul 2006, 23:02
- Wohnort: Berlin
- Kontaktdaten:
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Vor kurzem eine Benannte von und die in Moskau entbunden hat. Sie hat große Schmerzen, starke Wehen und wird links liegen gelassen. Sie ruft nach Arzt und Schwester und bekommt zu hören :" Wer kostenlos gebiert hat hier gar nichts zu erwarten '.
...und im Nachbardorf im Kursker Oblast passiert ein Unfall mit nem entlaufenen Bullen. Der Verletzte stirbt an Ort und Stelle. Krankenwagen ist nicht genommen. Also gar nicht!
...und im Nachbardorf im Kursker Oblast passiert ein Unfall mit nem entlaufenen Bullen. Der Verletzte stirbt an Ort und Stelle. Krankenwagen ist nicht genommen. Also gar nicht!
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...
-
m1009
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Neulich.... Angina, meine Tachonadel war angeblich bereits jenseits der 40. Sacht die Frau, die hier mit im Haus wohnt. Ich hab davon nix mehr mitbekommen, hab mit irgendwelchen Leuten gesprochen. Frau meinte im Nachhinein, ich war allein, aber was weiss die schon.
Die herbeigerufene SMH kam irgendwann nach Stunden, als das Fieber schon wieder von selbst gesunken war. Meine Frau faehrt die Strecke (SMH ist gleich neben der Schule unserer Grossen) normal in 18 Minuten.
Egal.... Die Frage war, begibt man sich zu einer Knie OP nach RUS und welche KV zahlt das? Entgegen dem Strom also....
Egal.... Die Frage war, begibt man sich zu einer Knie OP nach RUS und welche KV zahlt das? Entgegen dem Strom also....
- bella_b33
- Ehrenmitglied

- Beiträge: 13034
- Registriert: 27 Apr 2008, 06:24
- Wohnort: nahe Saransk/Mordowien
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Nein, nix. Ich werde, wenn etwas Schlimmes ist, auf jeden Fall selber zahlen, so wie immer.m1009 hat geschrieben:Bitte Satz aendern: "Du musst den Chirurgen ja auch in bar bezahlen."m5bere2 hat geschrieben:Du kannst den Chirurgen ja auch bar bezahlen.
Oder? Norbert? Bella? Zhenia? Habt Ihr Infos zu Kassen, die solch eine OP tragen? Und, fast noch wichtiger, die Reha?
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
- Wladimir30
- Globaler Moderator

- Beiträge: 6625
- Registriert: 07 Okt 2014, 11:14
- Wohnort: Celle / Wladimir
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Meine Erfahrung ist anders als die hier beschriebenen. Ich hatte einen doppelten Knöchelbruch, der Fuß stakste um 90 Grad verdreht aus dem Bein. Bei der SMH schmerzstillende Spritzen bekommen, dann mit dem Sani nach Wladimir gebracht worden. Während ich da so halb sitzend lag, hielt das Auto mal an, weil ein Autounfall unterwegs nach versorgt wurde. Während ich da sitze, schaut da ein blutüberströmtes Gesicht rein. Makaber. Aber mehr auch nicht.
Meine Frau hatte mir schnell noch meine medizinische Versicherungspolice mitgegeben. Die von der gesetzlichen. Im Krankenhaus der SMH wurde ich mehrmals geröngt, der Fuß wieder in die ursprüngliche Lage zurückgedreht (hat recht geknirscht...), dann einen Gips angelegt, Beim erneuten Röntgen stellte sich heraus, dass der Fuss nicht ganz richtig saß. Also Gips ab, und erstmal eine Woche mit einem Gegengewicht den Fuß im Bett gestreckt. Ziel war es, die Muskeln zu strecken, bis die Entzündung zurück ging. Dann eine Titanplatte reingeschraubt, die nach einem Jahr wieder rauskam.
Nahezu zeitgleich hatte mein Freund in Deutschland nahezu dieselbe Operation. Ein Vergleich dessen, was bei mir und was bei ihm gemacht wurde, ergab, dass es absolut dasselbe war. Ich hab Nullkommanull Beschwerden, noch nicht mal Wetterfühligkeit an der Narbe.
Kosten? Ich wurde gefragt, ob ich die von der gesetzlichen Versicherung bezahlten Schmerzmittel wollte oder ob ich selber welche kaufen wolle. Die Titanplatte musste ich selber bezahlen. Tja, das war's dann auch schon. Keine Andeutung, keine offene Aufforderung, irgendjemandem Bares zu geben. Nix. Nachdem alles vorbei war, hab ich dem Arzt selber die traditionelle Buddel geschenkt (Martini, weil ich dachte, dass er Cognac wohl schon zuhauf haben müsste).
Liegt es daran, dass ich nicht in Moskau mit seinen unverschämten Peisen war? Keie Ahnung. Fakt ist jedoch, dass ich qualitativ hochwertige OP im Rahmen der gesetzlichen KV bekam, mit wenigen, durchus überschaubaren eigenen Kosten. Gut, das Essen war eher, nun, einfach. Die Farbe an den Wänden war nur sporadisch vorhanden. Das war mir aber relativ egal. Wenn Besuch kam, wurden aus andren Zimmern Stühle geholt, keiner hat gemeckert oder so, der Umgangston war menschlich gut (rauh, aber herzlich). Ich hab sehr sehr viel gelesen. Was ich als angenehm empfand.
Meine Frau hatte mir schnell noch meine medizinische Versicherungspolice mitgegeben. Die von der gesetzlichen. Im Krankenhaus der SMH wurde ich mehrmals geröngt, der Fuß wieder in die ursprüngliche Lage zurückgedreht (hat recht geknirscht...), dann einen Gips angelegt, Beim erneuten Röntgen stellte sich heraus, dass der Fuss nicht ganz richtig saß. Also Gips ab, und erstmal eine Woche mit einem Gegengewicht den Fuß im Bett gestreckt. Ziel war es, die Muskeln zu strecken, bis die Entzündung zurück ging. Dann eine Titanplatte reingeschraubt, die nach einem Jahr wieder rauskam.
Nahezu zeitgleich hatte mein Freund in Deutschland nahezu dieselbe Operation. Ein Vergleich dessen, was bei mir und was bei ihm gemacht wurde, ergab, dass es absolut dasselbe war. Ich hab Nullkommanull Beschwerden, noch nicht mal Wetterfühligkeit an der Narbe.
Kosten? Ich wurde gefragt, ob ich die von der gesetzlichen Versicherung bezahlten Schmerzmittel wollte oder ob ich selber welche kaufen wolle. Die Titanplatte musste ich selber bezahlen. Tja, das war's dann auch schon. Keine Andeutung, keine offene Aufforderung, irgendjemandem Bares zu geben. Nix. Nachdem alles vorbei war, hab ich dem Arzt selber die traditionelle Buddel geschenkt (Martini, weil ich dachte, dass er Cognac wohl schon zuhauf haben müsste).
Liegt es daran, dass ich nicht in Moskau mit seinen unverschämten Peisen war? Keie Ahnung. Fakt ist jedoch, dass ich qualitativ hochwertige OP im Rahmen der gesetzlichen KV bekam, mit wenigen, durchus überschaubaren eigenen Kosten. Gut, das Essen war eher, nun, einfach. Die Farbe an den Wänden war nur sporadisch vorhanden. Das war mir aber relativ egal. Wenn Besuch kam, wurden aus andren Zimmern Stühle geholt, keiner hat gemeckert oder so, der Umgangston war menschlich gut (rauh, aber herzlich). Ich hab sehr sehr viel gelesen. Was ich als angenehm empfand.
Nach dem Kaffee ist vor dem Kaffee
- zimdriver
- Ehrenmitglied

- Beiträge: 4927
- Registriert: 06 Sep 2005, 20:00
- Wohnort: Moskau- es war einmal
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
... dann hast du wohl grosses Glück gehabt. Wobei ein KH mit Restfarbe an den Wänden ebenso vertrauenswürdig wirkt wie jenes in Moskau, wo das Linoleum stellenweise durchgescheuert war in den Krankenzimmern.
Egal- wir wollen dem TO nicht die Auswanderung wegen ein paar Zipperleins ausreden.
Egal- wir wollen dem TO nicht die Auswanderung wegen ein paar Zipperleins ausreden.
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Vielen dank euch allen, das liest sich genauso wie ich befürchtet habe.
Dann muss ich mir wohl was einfallen lassen, wie ich später wieder in die deutsche Krankenversicherung reinkomme, zur not kann man ja vorübergehend seinen Wohnsitz wieder nach D verlegen, dann müsste die GKV ja einspringen ^^.
Von meinem Plan wird mich das trotzdem nicht abbringen, ich habe keine Lust bis 67 zu malochen , In Russland steht die Datscha der Oma ungenutzt rum, Eigentumswohnungen in "der Stadt" sind relativ günstig zu haben , Der Onkel meiner Frau ist Privat zahnarzt mit eigener Praxis, durfte da schon zur Wurzelbehandlung , lief alles professionell ab.Durch Onkel Zahnarzt kommt man auch bei einem örtlichen Internisten in bevorzugte Behandlung, Also bis auf das Krankenhaus ist alles in Ordnung, Alle schwereren Fälle werden leider nach Wologda gebracht, was knapp 8 Stunden auf "sehr guten Strassen" bedeutet. Also sollte man dort besser nicht richtig krank werden.
Dann muss ich mir wohl was einfallen lassen, wie ich später wieder in die deutsche Krankenversicherung reinkomme, zur not kann man ja vorübergehend seinen Wohnsitz wieder nach D verlegen, dann müsste die GKV ja einspringen ^^.
Von meinem Plan wird mich das trotzdem nicht abbringen, ich habe keine Lust bis 67 zu malochen , In Russland steht die Datscha der Oma ungenutzt rum, Eigentumswohnungen in "der Stadt" sind relativ günstig zu haben , Der Onkel meiner Frau ist Privat zahnarzt mit eigener Praxis, durfte da schon zur Wurzelbehandlung , lief alles professionell ab.Durch Onkel Zahnarzt kommt man auch bei einem örtlichen Internisten in bevorzugte Behandlung, Also bis auf das Krankenhaus ist alles in Ordnung, Alle schwereren Fälle werden leider nach Wologda gebracht, was knapp 8 Stunden auf "sehr guten Strassen" bedeutet. Also sollte man dort besser nicht richtig krank werden.
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Das ist immerhin mehr als in Berlin. Da habe ich mir den Unterarm gebrochen, auch so mit 90 Grad abgeknickt, Knochen staksten raus. Mit so ungefähr 45km/h vom Fahrrad über den Lenker geflogen, ein paar Zähne mussten auch dran glauben.Wladimir30 hat geschrieben:Meine Erfahrung ist anders als die hier beschriebenen. Ich hatte einen doppelten Knöchelbruch, der Fuß stakste um 90 Grad verdreht aus dem Bein. Bei der SMH schmerzstillende Spritzen bekommen
Jedenfalls gab es im Krankenwagen keine Schmerzmittel, weil die immer von Junkies überfallen werden. "Sie wollen Schmerzmittel? Na das hätten sie doch beim Anruf sagen müssen!" und ab sind wir ins Krankenhaus geholpert. Nun sind Berliner Straßen ja eigentlich recht eben, aber jede Unebenheit hat gleich ordentlich im Arm geknirscht und wehgetan. Im Krankenhaus in Wedding hatte ich dann immer igrendwelche kleinkriminellen Zimmergenossen, die die ganze Nacht Pornos glotzten und mit ihren Kumpels diskutieren, wo sie wieder ihr nächstes Diebesgut verhökern wollen. Ich hatte schon Bedenken, sie müssten mich bald aus dem Weg räumen, weil ich zuviel wisse. Aber eigentlich waren das ziemliche Memmen, hatten sich in einer Prügelei den kleinen Finger gebrochen und waren den ganzen Tag nur am Jammern. Dafür haben sie mir aber immer Kekse abgegeben, nette Gangster!
Ansonsten, ja, Knochenbrüche kann man anscheinend auch in Tomsk machen lassen. Mein Schwager hatte so ziemlich den selben Knochenbruch wie ich, haben sie genau so mit Titanplatte versorgt wie meinen. Mit dem Unterschied, dass meine Narbe feiner vernäht wurde und seine Metallplatte nach einem Jahr wieder rauskam. Meine Metallplatten haben sie leider so fest angebrummt, dass sie schon 9 Monate später so fest mit dem Knochen verwachsen waren, dass eine nur in 20 Einzelteile zerbrochen wieder entfernt werden konnte, sodass die OP deutlich schlimmer war als die Erstversorgung des Bruches. Die zweite, ca 20cm lange, Metallplatte wäre leider erst nach einem Jahr entfernungsreif gewesen und ist auf Grund der Erfahrung mit der ersten Metallplatte jetzt schon 5 Jahre im Arm. Sie stört zu wenig und war schon zu fest verwachsen, als dass ein Arzt sich an ihre Entfernung gemacht hätte.
Die erste Metallplatte war allerdings wirklich störend, bin mit der scharfen Kante dauernd angeeckt. Die zweite Metallplatte kann man deutlich scharfkantig ertasten und den Unterarm kann ich nicht ganz 180 grad drehen, aber zum Gitarrespielen funktioniert die Hand noch einwandfrei und auch sonst macht die Platte keine Beschwerden. Aber hier muss man sagen, wurde der analoge Knochenbruch in Tomsk wohl besser behandelt als in Berlin.
- Norbert
- Globaler Moderator

- Beiträge: 14555
- Registriert: 30 Jun 2006, 11:25
- Wohnort: Nowosibirsk, Dresden
- Kontaktdaten:
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
Es gibt weltweit gültige private KVs, aber jenseits der 60 sind diese unbezahlbar teuer. Bei Personen unter 40 muss man ab 200 Euro pro Monat rechnen. (Es gibt auch noch günstige Varianten bei der DKV, aber auch wieder nur bis rund 60 Jahre, nur für Auslandsaufenthalte bis zweimal 3 Jahren, in Deutschland gültig nur für Notbehandlungen.)rhein hat geschrieben:Dann muss ich mir wohl was einfallen lassen, wie ich später wieder in die deutsche Krankenversicherung reinkomme, zur not kann man ja vorübergehend seinen Wohnsitz wieder nach D verlegen, dann müsste die GKV ja einspringen.
Die Variante der Gesetzlichen KV hat einen Haken: Entweder Du zahlst brav weiter freiwillig. Oder Du nimmst eine Anwartschaft - quasi eine ruhende Versicherung für rund 40 Euro pro Monat. Oder Du pochst darauf, dass Du bei Rückkehr nach Deutschland wieder aufgenommen wirst, nach der letzten Reform ist die KV dazu verpflichtet. Sie dürfen aber eine Strafgebühr für versäumte Beitragsjahre fordern! (Nach einigen Präzedenzfällen mussten diese Strafgebühren wohl gesenkt werden, aber es gibt sie noch.) Eine Option wäre auch eine Scheinanstellung bei einem irgendeinem Unternehmen, dann wird man wieder pflichtversichert, aber im Rentenalter ist das vermutlich nicht so einfach.
In Russland gibt es neben der staatlichen OMS auch zusätzliche DMS. Dafür werden dann diverse Privatkliniken mit bezahlt, Einzelzimmer, essbares Essen, etc. - ich wäre aber sehr vorsichtig, ob Preis und versprochene Leistung wirklich zusammenpassen.
Bezüglich der Qualität der Arztbehandlung in Russland: Meine Schwiegermutter hatte sich das Bein gebrochen. Krankenwagen haben wir gar nicht erst gerufen. Die Chirurgie des Krankenhauses war im 4. Stock, mein Schwiegervater musste sie alleine hochtragen. Die OP - ein Schweizer Metallstift in den Knochen reingeschoben - war top. Alles kostenlos, keine Fragen nach Geld, keinerlei Beschwerden nach der OP. Die Bedingungen im Krankenhaus waren jedoch mies - die Leute mussten selbst durch die Korridore hüpfen, selbst mit übelsten Brüchen. Fahrbare Liegen oder Rollstühle gab es nicht, Krücken musste man selbst in der Apotheke kaufen.
Meine Schwiegeroma hatte eine Gangräne und ist daran verstorben. Im Krankenhaus. Vollkommen unbegreiflich.
Re: Auswandern nach Russland-Krankenversicherung
rhein hat geschrieben:Hallo ,ich war sehr lange nicht mehr hier, bin mittlerweile 4 Jahre glücklich verheiratet (Deutsch-Russisch), und bei uns läuft alles bestens.
Jetzt zu meinem Porblem . Wir wollen in 2-3 Jahren nach Russland auswandern, dann hat meine Frau durch ihre Arbeit hier in Deutschland anspruch auf die mindestrente, wenn Sie 67 ist , unsere Wohnung ist abbezahlt , und wir wollen als Frührentner in die Russische Provinz ( wologda Oblast)
mit der finanziellen Kaululation bin ich soweit durch.
(wir leben vom ersparten bis die Rente durch ist ^^)
ich habe nur ein Problem, bei dem mir Google und meine Frau auch nicht weiterhelfen können.
Gibt es in Russland sowas wie eine private Krankenversicherung oder gibt es nur die Standardversicherung ?
Ich habe ein künstliches Knie bekommen , und das muss mindestens einmal nach unserem Auswanderungstermin ausgetaucht werden, die OP in Deutschland privat zu zahlen würde ca 20000 Euro kosten , eine weiterversicherung in Deutschland geht wohl nur wenn man einen Wohnsitz in Deutschland hat , und ich denke in Moskau oder Piter wird es auch vernünftige Chirugen geben , wenn man privat versichert ist.
Oder sind die Russischen Krankenhäuser in den Großstädten genauso katastrophal wie in der Provinz?
vielne dank schon mal
Stimme Zimmdriver zu. Planbare Eingriffe lieber in Deutschland machen. Es gibt gewaltige Unterschiede
