Ehrlich gesagt meinte ich das auch immer ... auf Ämtern mag das auch noch stimmen (wobei unser Finanzamt hier einsame Spitze ist!) aber die letzten zwei Wochen in Deutschland war ich sehr enttäuscht. Überall Abzocke und null Service. z.B. Flughafen Schönefeld... Freche Parkgebühr bezahlt, Koffer ins Auto gepackt, ... wohl ne Minute zu lange gepackt, beim Rausfahren nochmal 15 Euro Nachzahlung verlangt!Wladimir30 hat geschrieben:Freundlichkeit, Höflichkeit wirst Du in den Geschäften, auf dem Ämtern und sonstwo vergeblich suchen. Dagegen ist Deutschland ein Paradies der Freundlichkeit.
Oder ich habe z.B. eine Simkarte gekauft. Der Verkäufer meinte, da wäre jetzt Flatrate eingeschaltet. Internet ging auch. Dass die Flatrate aber nicht, wie er behauptete, aktiviert war, merkte ich, als nach einem halben Tag mein ganzes Guthaben versurft war.
Also musste ich neues Guthaben aufladen. Schlimm ... ich war in einem Kloster, ohne Auto, sodass ich nicht ohne Weiteres Guthabencoupons in Läden oder Tankstellen kaufen konnte. Online: nur über Bankeinzug oder Sofortüberweisung (geht nicht, habe kein deutsches Konto) oder Banküberweisung ... na dann hätte ich ja immerhin Guthaben nach einer Woche Banklaufzeit.
Kreditkarte geht nicht, nur über dritte Dienste. Und die hatten die Frechheit, meine Zahlung mit einer nichtdeutschen Kreditkarte abzulehnen, mir keinen Guthabencoupon auszustellen, aber trotzdem das Geld von meiner Karte abzubuchen! Versucht man sich mit dem Service zu verbinden, kommt man dahinter, dass diese dritten Dienste alle im EU-Ausland sitzen und kaum deutsch sprechen, geschweige denn helfen wollen.
Also hatte ich die erste Woche kein Internet. Dann endlich aufgeladen, plötzlich hörte die Simkarte auf zu funktionieren. Jetzt soll man den teuren Service anrufen, denn der Onlinechat des Anbieters ist ständig ausgelastet. Auf Nachfrage teilte man mir dann mit, sie hätten die Simkarte gesperrt, weil meine angegebene Wohnsitzadresse nicht stimmte. Ja, die stimmte auch nicht. Ich habe als Wohnort "Musterstadt" angegeben, deren Onlinesystem korrigierte es immer zu "Musterstadt/Donau" und lehnte dann die Adresse ab, weil es Schrägstriche in Städtenamen nicht erlaubte. Ich konnte also meine echte Adresse nicht angeben, auf Grund der Blödheit mancher Programmierer ... aber gleich mal die Simkarte sperren. Alles, was ich von denen wollte: zwei Wochen mobiles Internet. Am Ende bekam ich es für ganze drei Tage und das zum doppelten des versprochenen Preises!
Auch habe ich festgestellt, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, beim Bäcker im Münchener oder Berliner Hauptbahnhof eine Bemme auf deutsch zu bestellen...
Nee, also im Privatsektor würde ich behaupten, ist der Service in Russland deutlich operativer. Da bringt der Kurier auch mal am selben Tag eine Bestellung nach Hause, auch am Sonntag.

