Die russische Rentenreform

Hier kann alles diskutiert werden, dass in die anderen Unterforen nicht passt. Aber bitte keine politische Diskussion anzetteln, dafür ist das Politikforum da.
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bella_b33
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Re: Die russische Rentenreform

Beitrag von bella_b33 »

Axel hat geschrieben: 07 Aug 2018, 03:13 Techniker oder Meister musst Du alles selbst bezahlen und kriegst später trotzdem weniger als ein Ingenieur mit Studium
Kommt immer drauf an, wie man sich verkauft und was man daraus macht....sage ich aus eigener Erfahrung ;).

@Berlino
Überdenk mal bitte Deine Wortwahl anderen Forenteilnehmern gegenüber! So ne Show, wie Du sie hier seit einiger Zeit abziehst, geht gar nicht.
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
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Zejtnot
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Re: Die russische Rentenreform

Beitrag von Zejtnot »

Berlino, was war dass denn? Mache ich selten, aber diesen Beitrag von Dir lösche ich erst einmal. Ich schließe mich auch der offensichtlich bereits ausgesprochenen Verwarnung an, denn dieses Posting war unter aller Kanone und auch noch vollkommen grundlos. Zu Diskussionen gehören auch verschiedene Ansichten und die Aussage von "paramecium" war weder provozierend noch in irgendeiner anderen Weise Grundlage für Deine Reaktion.
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Zejtnot
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Re: Die russische Rentenreform

Beitrag von Zejtnot »

Wie schon geschrieben, sehe auch ich diese Entwicklung der Gesellschaft äußerst kritisch. Zugleich ist das, was paramecium schreibt, auch nicht vollkommener Schrott. Es ist natürlich neoliberale Unternehmer-Denke, aber wenn man ein wenig Einblick in den Mittelstand hat, dann muss man auch anerkennen, dass solche Gedanken nicht von ungefähr kommen.

Berlino, versetz Dich einfach mal in die Lage: Du bist ein aktiver und erfolgreicher Kleinunternehmer. Hast Dir nach dem Studium mit viel Arbeit (eher 80-Stundenwoche statt 40) etwas aufgebaut, hast zeitweise Dein ganzes Privatvermögen eingebracht. Und nach 20 Jahren läuft es nun halbwegs. Du zahlst bereits ordentlich Steuern, was auch ok ist. Jetzt geht es an die Nachfolgeregelung, denn in 10 bis 15 Jahren muss das geklärt sein. Und plötzlich merkst Du, dass dies verdammt noch mal wieder horrende Steuern bedeutet - obwohl Du bereits jetzt Lohnsteuer, Sozialabgaben, Umsatzsteuer und so weiter abführst - weit über die Hälfte des Umsatzes gehen nur in Steuern. Und an dieser Stelle ist es nicht mehr weit zum Gedanken, dass man doch lieber alles hinwirft und sich einen ruhigen Lebensabend gönnt, anstatt weiter jene Beamten oder Politiker zu füttern, die sich ohne Realitätsbezug solche Regeln ausdenken, oder gar die Sozialkassen für Leute, die niemals jahrelang 80 Stunden die Woche gearbeitet hätten.

Das ist eine polemische Ansicht, gar keine Frage. Aber nicht wenige Personen, welche durchaus eine stabile Basis für den "deutschen Erfolg" bilden, haben dieses Problem.

So, und wo ziehen wir nun die Grenze zwischen einem BMW-Aktionär und dem Mittelstand? Via Umsatz? Via Mitarbeiterzahl? Via Regeln für eine maximale Rendite? Alles würde falsche Anreize schaffen.
Berlino10
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Re: Die russische Rentenreform

Beitrag von Berlino10 »

Hast Du dir mal den Verlauf der Erbschaftssteuer in DEU angeschaut?

Sie wurde nahezu abgeschafft.
Focus: Deutsche vererben viel mehr als gedacht – aber der Staat bekommt immer weniger ab.

Es gibt kein Recht, kein Anspruch, und auch keine Notwendigkeit, das einmal verdiente Unternehmen, Vermögen, Geld generationenübergreifend für immer im Besitz der Familie zu lassen - so schafft man nur Ungleichheit, Ungerechtigkeit, Dynastien und jede Leistungsgesellschaft ab.

Bereits heute sind die Vermögen mehrheitlich nicht mehr selbst erarbeitet. Und dadurch, dass diese dann auch noch durch die Entscheidungen deiner korrumpierten Beamten oder Politiker zweistellig rentiert werden, sind auch die Einkommen bereits mehrheitlich leistungslos.

Ich war und bin selbst Unternehmer.
Wenn mir jemand die Internationale in den Mund legt, sehe ich das als persönliche Beleidigung.
Zuletzt geändert von Berlino10 am 07 Aug 2018, 12:39, insgesamt 1-mal geändert.
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saransk
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Re: Die russische Rentenreform

Beitrag von saransk »

Berlino10 hat geschrieben: 07 Aug 2018, 11:09 Es gibt kein Recht, kein Anspruch, und auch keine Notwendigkeit, das einmal verdiente Unternehmen, Vermögen, Geld generationenübergreifend für immer im Besitz der Familie zu lassen - so schafft man nur Ungleichheit, Ungerechtigkeit, Dynastien und jede Leistungsgesellschaft ab.
Wenn ich Dich richtig verstehe, plädierst Du hier für den wahren Sozialismus, eventuell sogar nach Art der Roten Khmer.
Deine obige Formulierung umgesetzt, haben meine Kinder kein Recht darauf, unsere Wohnungen in Deutschland und Saransk irgendwann einmal zu erben. Und auch mein Vater, der umfangreichen Waldbesitz (im Besitz der Familie seit etwa 400 Jahren) wohl bald vererben muß, sollte dies nicht mehr tun, weil dazu ja gar keine Notwendigkeit mehr besteht. Das hieße aber auch, das es besser wäre, wenn die dort beschäftigen beiden Forstarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren.
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Re: Die russische Rentenreform

Beitrag von Berlino10 »

Nein, doch nicht 100%.
Die USA mit über 50% waren doch auch keine Kommunisten.
Natürlich muss sich Leistung lohnen, Freibeträge in Millionenhöhe inklusive.
Als die Steuer Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführt wurde, warb selbst Stahlbaron Andrew Carnegie, auch ein legendärer Philanthrop, für sie. Er verstand sie auch als politische Maßnahme: Zu viel Geld in den Händen einer kleinen Oberschicht, fand er, bedrohe die Demokratie.

Aktuelle US-Milliardäre wie Warren Buffett argumentieren ähnlich. Ohne eine solche Steuer, warnte der Anlage-König 2007 den US-Kongress, könne Amerika eine "dynastische Plutokratie" werden. Bill Gates Senior, Vater von Software-Mogul Bill Gates, sekundiert: "Eine Person, die in diesem Land reich wird, schafft das nicht alleine. Sie schafft es meistens aufgrund von Ressourcen, die von Steuern finanziert wurden - deswegen hat die Gesellschaft auch einen Anspruch auf einen Anteil ihres Vermögens in Form der Erbschaftsteuer."
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Re: Die russische Rentenreform

Beitrag von Okonjima »

Berlino10 hat geschrieben: 07 Aug 2018, 15:27 Nein, doch nicht 100%.
Die USA mit über 50% waren doch auch keine Kommunisten.
Natürlich muss sich Leistung lohnen, Freibeträge in Millionenhöhe inklusive
Also dann so wie in China ;)

Ich bin wirklich weit weg von linker oder grüner Polemik, trotzdem denke ich das Grundübel sind zu niedrige Löhne.
Die Leute haben einfach zu wenig Geld in der Tasche.
Und eigentlch müßten die Steuern runter, da sie in D eh nur verschwendet werden. Und Verschwendung ruft ja letztenendes
nach immer mehr Steuern. Ich sehe keine großen Unterschied zwischen Korruption in RUS wo Geld verschwindet und Verschwendung
in D wo am Ende gleiches passiert.
Und ganz wichtig in D - das Beamtentum muß abgeschafft werden. In Österreich funktioniert es seit Abschaffung wunderbar und
hat sich sehr positiv auf das "Rentensäckl" ausgewirkt wenn auf einmal alle einzahlen.
Aber ich rede halt wie mir der Schnabel gewachsen ist bzw. wie es mir in den Sinn kommt, vermutlich "steinigen" mich jetzt
die Politikfreaks :lol: :lol:
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Re: Die russische Rentenreform

Beitrag von bella_b33 »

Berlino10 hat geschrieben: 07 Aug 2018, 11:09 Hast Du dir mal den Verlauf der Erbschaftssteuer in DEU angeschaut?

Sie wurde nahezu abgeschafft.
Gut, die 1%, wie in dem Focusartikel genannt wird, sind ja keine Mega Zahl. Dennoch finde ich es eine Frechheit, daß der Staat denkt, wenn innerhalb der Familie das hart ersparte Geld/Haus/Gewerbe weitervererbt wird, er kann von allem ein Stück abhaben.
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
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Re: Die russische Rentenreform

Beitrag von m1009 »

bella_b33 hat geschrieben: 07 Aug 2018, 04:05
Kommt immer drauf an, wie man sich verkauft und was man daraus macht....sage ich aus eigener Erfahrung ;).

2 Sachen, die ich in 45 Jahren gelernt hab.

1. Nichts ist fuer immer.
2. Man kann sich sicher fuehlen. Sicher ist jedoch nix.

Aber das nur nebenbei und OT.
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bella_b33
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Re: Die russische Rentenreform

Beitrag von bella_b33 »

m1009 hat geschrieben: 07 Aug 2018, 18:44 1. Nichts ist fuer immer.
2. Man kann sich sicher fuehlen. Sicher ist jedoch nix.

Aber das nur nebenbei und OT.
Damit hast Du Recht....gerade als Selbstständiger gibt es auch mal hier und da eine Durststrecke....wechselnde Auftraggeber und Länder...usw.

Wie einer meiner Vorschreiber schrub....man muss sich irgendwas in Richtung unentbehrlich machen :)
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