Die Erbschaftssteuer wird in Deutschland bereits ab 400.000 Euro Privatvermögen fällig, wenn an die Kinder vererbt wird. Für das Geld bekommt man in Düsseldorf momentan nicht einmal eine vernünftige 4-Zimmer-Eigentumswohnung in halbwegs günstiger Lage. Ich sehe das wie Bella. Der Staat hat an solchen "kleinen" bereits versteuerten Vermögen die innerhalb der Familie vererbt werden überhaupt nicht heranzugehen.
Berlino10 hat geschrieben: 07 Aug 2018, 15:27
Nein, doch nicht 100%.
Die USA mit über 50% waren doch auch keine Kommunisten.
Natürlich muss sich Leistung lohnen, Freibeträge in Millionenhöhe inklusive
Berlino10 hat geschrieben: 07 Aug 2018, 19:40
Es ist noch aus Effizienz- und Leistungs-Gründen für die Gesellschaft förderlich, Famliendynastien nicht ausufern zu lassen. Alles, was dort blockiert ist, steht dem Wettbewerb und Innovation nicht zur Verfügung. Besonders wenn - wie heutzutage Finanzvermögen - zweistellig rendiert werden, schafft das grenzenlose Ungerechtigkeiten und Eintrittsbarrieren für diejenigen, die es mit Leistung aufbauen könnten. Und nimmt allen anderen natürlich das vom Kuchen weg, was ihnen zusteht - zB und vor allem gerechte Löhne.
Zu klein und mittelständischen Unternehmern hat Zejtnot alles geschrieben. Wenn man bei einem Eigenkapital von nur 15 bis 20% bis zu 30% des Firmenwertes an Erbschaftssteuer zahlen muss, wird man sich gut überlegen, ob man das Unternehmen mitsamt allen Arbeitsplätzen in die nächste Generation trägt/tragen kann oder ab dem 55./60. Lebensjahr die Investitionen ins Unternehmen langsam runterfährt, den Ausverkauf startet und das Geld in anderer Form an die nächste Generation weitergibt. Sicher gibt es bei mehr als 5 Mitarbeitern die Ausnahmeregelung, dass die Erbschaftssteuer entfällt, wenn man nach der Erbschaft die Arbeitsplätze für 7 Jahre sowie das Lohnniveau sichert. Aber wie viele Unternehmen sind heutzutage so gut aufgestellt, dass sie das für die volle Zeit garantieren können? Geht es dem Unternehmen dann einige Jahre schlecht, weil beispielsweise dem Zuliefererbetrieb ein paar wichtige Kunden abspringen, gibt's die Erbschaftssteuer oben drauf....Feierabend.
Superreiche oder Oligarchen die nicht sowieso freiwillig etwas abgeben wollen, würde man mit einer potentiellen Erbschaftssteuer von 50% sowieso nicht erwischen. Die ziehen einfach rechtzeitig in attraktive Länder wie Österreich, Luxemburg, Schweden, Norwegen, Kanada, Australien, Neuseeland, Israel und Co. (die Auswahl ist groß), wo es so etwas nicht gibt.