Stellen Sie sich vor, Sie leben in Russland und erhalten einen Brief ...
Stellen Sie sich vor, Sie leben in Russland und erhalten einen Brief ...
Stellen Sie sich vor, Sie leben in Russland und erhalten einen Brief
Wollten Sie jemanden in Russland ärgern, so reichte es bis vor ein, zwei Jahren aus, dieser Person einen Einschreibebrief zu senden. Damit war gewährleistet, dass diese Person bis zu einem halben Tag beschäftigt war – einfach Schlange stehen bei der Post.
Die zweite Hälfte des Tages benötigte die Person wohl, um sich vom nervenaufreibenden Stress in der Post-Schlange zu erholen.
http://kaliningrad-domizil.ru/portal/in ... nen-brief/
Uwe Niemeier
Wollten Sie jemanden in Russland ärgern, so reichte es bis vor ein, zwei Jahren aus, dieser Person einen Einschreibebrief zu senden. Damit war gewährleistet, dass diese Person bis zu einem halben Tag beschäftigt war – einfach Schlange stehen bei der Post.
Die zweite Hälfte des Tages benötigte die Person wohl, um sich vom nervenaufreibenden Stress in der Post-Schlange zu erholen.
http://kaliningrad-domizil.ru/portal/in ... nen-brief/
Uwe Niemeier
Re: Stellen Sie sich vor, Sie leben in Russland und erhalten einen Brief ...
Klappt hier bis heute! Erschwerend kommt hinzu, dass die Post entgegen der offiziellen Öffnungszeiten einfach auch mal außer der Reihe zu bleibt. 
- bella_b33
- Ehrenmitglied

- Beiträge: 13051
- Registriert: 27 Apr 2008, 06:24
- Wohnort: nahe Saransk/Mordowien
Re: Stellen Sie sich vor, Sie leben in Russland und erhalten einen Brief ...
Auf der Post in der Stadt ist sicher viel los
.
Solange mir mein Brief an meine Dorf-Adresse gesandt wird, ist das alles kein Ding. Auf der Dorfpost ist nichts los. Geht es um wichtige Briefe, bekomme ich sie meist per Kurier(UPS, DHL usw. bzw. deren russischen Partner). Dort ist es noch besser. Man bekommt nen Anruf und holt die Sendung entweder im Büro ab(auch hier ohne Wartezeit) oder aber trifft sich mit dem Kurierfahrer irgendwo und bekommt die Sendung ausgehändigt.
Solange mir mein Brief an meine Dorf-Adresse gesandt wird, ist das alles kein Ding. Auf der Dorfpost ist nichts los. Geht es um wichtige Briefe, bekomme ich sie meist per Kurier(UPS, DHL usw. bzw. deren russischen Partner). Dort ist es noch besser. Man bekommt nen Anruf und holt die Sendung entweder im Büro ab(auch hier ohne Wartezeit) oder aber trifft sich mit dem Kurierfahrer irgendwo und bekommt die Sendung ausgehändigt.
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
Re: Stellen Sie sich vor, Sie leben in Russland und erhalten einen Brief ...
Ich würde meine Post jetzt nicht "in der Stadt" nennen. Das ist so ein Käfig mit zwei Schaltern, von denen immer nur einer arbeitet (oder auch keiner). Paketscheine stellen sie nicht zu, aber ohne Paketschein kannste das Paket nicht abholen, weil ihr "Computer gerade hängt"...
-
Magdeburg-Moskva
- Zar/iza

- Beiträge: 1612
- Registriert: 30 Aug 2004, 00:30
Re: Stellen Sie sich vor, Sie leben in Russland und erhalten einen Brief ...
Hahahahaha, Uwe!
Also, ich meine für Dich ist ja Königsberg 29 zuständig. An einem vergleichsweise ruhigen Tag schlug ich mal dort auf, da hat niemand gebellt. Ich lobte noch die Professionalität der Mitarbeiterin.
Also, meine Geheimnisse im Umgang mit der russischen Post bis 2014 waren folgende:
Also, ich meine für Dich ist ja Königsberg 29 zuständig. An einem vergleichsweise ruhigen Tag schlug ich mal dort auf, da hat niemand gebellt. Ich lobte noch die Professionalität der Mitarbeiterin.
Also, meine Geheimnisse im Umgang mit der russischen Post bis 2014 waren folgende:
- Charme eines gut russisch sprechenden Ausländers; auch die oft böse guckende Lena wollte nur ihren Job erledigen
- Oft standen Bekannte vor mir in der Schlage...
- Möglichst vor der Mittags-Schließzeit antraben, dann läuft es
- Niemals zur Monatsmitte oder zum Monatsende antraben, dann die Sendung lieber reifen lassen. Zur Rentenzahlung meide man die Post wie die Pest
- Beim Cross-Selling mitspielen, also mal etwas Bürobedarf dort kaufen
- Sendungen vernünftig vorbereiten, Formulare ausfüllen, und nicht erst einen Umschlag kaufen, um diesen zu befüllen, Kopien ziehen zu lassen und diesen dann abschicken zu lassen; Bei Wertsendung alles vorbereiten und offen abgeben; beim Besuch neue Formulare abfordern und mitnehmen
- Bei der elektronischen Warteschlange grundsätzlich VIP-Dienste auswählen, also EMS, Forsage usw. Niemals die staatlich regulierten Pflichtdienste wie Einschreibbrief. Im Hauptpostamt Krasnodar durften die "Pflichtdienste" lange warten.
Re: Stellen Sie sich vor, Sie leben in Russland und erhalten einen Brief ...
... also ich sehe schon, Du gehörst in die Kategorie erfahrener Postkunde. Ich ja in der Zwischenzeit auch. Nur all diese Erfahrungen nützen jetzt nichts mehr, denn die Post arbeitet ganz modern, auch meine in der Gorki-Straße. Es ist einfach zum verzweifeln. Man hat gar nichts mehr richtig Aufregendes zu erzählen, wenn man sich mal mit Deutschen trifft. Das Leben in Russland wird langsam stinknormal.
Uwe Niemeier
- bella_b33
- Ehrenmitglied

- Beiträge: 13051
- Registriert: 27 Apr 2008, 06:24
- Wohnort: nahe Saransk/Mordowien
Re: Stellen Sie sich vor, Sie leben in Russland und erhalten einen Brief ...
EMS nutze ich immer für Wichtiges. Da hab ich auch noch nie lang warten müssenMagdeburg-Moskva hat geschrieben: 15 Aug 2018, 20:09 [*]Bei der elektronischen Warteschlange grundsätzlich VIP-Dienste auswählen, also EMS, Forsage usw. Niemals die staatlich regulierten Pflichtdienste wie Einschreibbrief. Im Hauptpostamt Krasnodar durften die "Pflichtdienste" lange warten.
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
- Zejtnot
- Globaler Moderator

- Beiträge: 14590
- Registriert: 30 Jun 2006, 11:25
- Wohnort: Sibirien, Sachsen
Re: Stellen Sie sich vor, Sie leben in Russland und erhalten einen Brief ...
Vor zehn Jahren gab es in der Post in Novosibirsk noch Nähmaschinen und Siegelwachs. Alles weg, schade eigentlich.
Re: Stellen Sie sich vor, Sie leben in Russland und erhalten einen Brief ...
... gegenwärtig schwappt ja in Kaliningrad (vermutlich überall in Russland) die Nostalgiewelle im Restaurantbereich über. Es werden Stolowajas nach sowjetischem Vorbild eröffnet und ehrlich ... ich fühle mich da wohl.Zejtnot hat geschrieben: 16 Aug 2018, 09:49 Vor zehn Jahren gab es in der Post in Novosibirsk noch Nähmaschinen und Siegelwachs. Alles weg, schade eigentlich.
https://www.youtube.com/watch?v=JIy1QtxFktY
Es gibt sogar eine Stalowaja "Kalinin" in Kaliningrad, wo man noch mit sowjetischen Rubel im Verhältnis 1:1 bezahlen kann.
Vielleicht sollte man beizeiten darüber nachdenken, auch Nostalgie-Postämter zu eröffnen - mit Siegellack und Nähmaschine .... ach, waren das noch Zeiten.
Uwe Niemeier
-
m1009
Re: Stellen Sie sich vor, Sie leben in Russland und erhalten einen Brief ...
Im Kernland scheint das schon etwas laenger.domizil hat geschrieben: 16 Aug 2018, 11:00
... gegenwärtig schwappt ja in Kaliningrad (vermutlich überall in Russland) die Nostalgiewelle im Restaurantbereich über.
In Pelmenaja Nr. 1 (Perm) war ich vor 6 oder 7 Jahren das erste Mal. Div. Sowjetische Buffet, Stolowaja (Traktorist z.B.) gibts in der Stadt bei uns schon jahrelang.