m1009 hat geschrieben: 24 Aug 2019, 11:13 Das kann doch eigentlich keinen Spass machen, oder? In so einem Tross....
Stimmt, ich habe summa summarum 15 solcher geführten Reisen seit 1990 mitgemacht. - Bedenkt man, daß die Reisen sehr teuer sind, und daß WoMo's von der älteren Klientel bevorzugt werden, kommt man sehr schnell zu der Erkenntnis, warum diese alten Leute in der Gruppe wohlbehütet sich fühlen; wichtigste Gründe:
- keine Kenntnis der russ. Sprache und gleich gar nicht des kyrill. Alphabets
- eine große gefühlte Angst der alten Leute vor den BÖSEN RUSSEN
- Bequemlichkeit in der Routenerarbeitung und das Gefühl, sich geborgen u. wohlbehütet zu fühlen.
- noch mehr Angst vor der überall presenten Polizei, wie GAI, DPS, DAI.
Ich war im Konvoi, alle hatten CB - Funk, immer das letzte Fahrzeug, weil ich der Einzige war, der einigermaßen der Sprache mächtig war.- Eine zweite Aufgabe für mich bestand darin, auf den Märkten u. in den Geschäften als Dolmetscher zu fungieren.
Das machte etwas Spaß, aber mehr auch nicht. Spätestens um 20 Uhr gingen die Jalousinen herunter u. alle waren in ihren Mobilen verschwunden. Das war eigentlich die Zeit für mich, daß der Tag erst richtig beginnt, aber mit Nachtleben war auf den weit entfernt liegenden Plätzen, z.B. das OLGINO-Hotel in SPB oder das PROLISOK in Kiew oder das BALTIKA HOTEL in Kal'grad auch nicht zu erwarten.
Seit Jahren reise ich jetzt alleine - Gruß aus Armavir, der Geburtsstadt Arkadi Gaidar's auf dem Wege nach Vladikavkas; immer schön die M 29, die dann irgendwo in 600 km in Machakala, Hauptstadt Dagestan's endet.