paramecium hat geschrieben: 17 Aug 2020, 18:18
Das es bei Impfungen keine Nebenwirkungen geben kann stimmt nicht. Neben den Nebenwirkungen die du als Impfreaktionen genannt hast können in seltenen bis sehr seltenen Fällen auch anaphylaktische Schocks (meist bedingt durch Zusatzstoffe), Erbrechen und Durchfall (Haemophilus influenzae B-Impfung) oder zum Beispiel Sehstörungen und Lähmungen (Tollwut-Impfung) auftreten.
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- Nehme ich häufig vorkommende moderate bis selten vorkommende schwere Nebenwirkungen für einen Impfstoff gegen eine gefährliche Krankheit in Kauf, wenn mich dieser Impfstoff 6 Monate schützt? (->Eher nicht).
Gehöre selbst zur Risikogruppe. Klar würde ich diese möglichen "Nebenwirkungen" in Kauf nehmen, zumal abzusehen ist, dass Frauchen mir die Krankheit irgendwann aus der Schule einschleppt. Auch in den von Dir genannten 6 Monaten kann ich daran sterben.
Selbst die Tetanusimpfung ist bis heute für Risikogruppen nicht so ohne. Während meine Mutter richtig krank geworden ist, gab es bei mir kaum Symptome. Letztendlich weißt Du nie, wie das Immunsystem bei manchen Leuten reagiert - aber auch nicht nach ein paar Jahren mehr klinischen Tests. Und wie unterschiedlich die einzelnen Länder so etwas handhaben siehst Du am Metamizol. In DE nur auf Rezept erhältlich, in USA, Kanada und Skandinavien verboten, in russischsprachigen Ländern bekomme ich das für ein paar Kopeken an jeder Ecke (in Minsk am Airport 40 Cent).
Habe ja selbst davon gesprochen, dass eher Zusatzstoffe Schuld sind. Genau da könnte man und wird wahrscheinlich (hoffentlich) auch auf schon bekannte zurückgreifen.
Bei Tollwut soll es inzwischen eine Impfung ohne (große) Nebenwirkungen geben, sagt ein befreundeter Tierarzt. Ob die dann gegen Subgruppen dieses Virus (Asien, Südamerika) so hilfreich ist, kann ich nicht beurteilen.