Die Vergiftung von Alexey Navalny

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Tonicek
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Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Tonicek »

Als absolut unparteiischer, unwissender, vielleicht auch sehr blauäugig - naiv denkender Mensch sage ich mal:
Wie kann ein normal denkender, halbwegs intelligenter Mensch sich einen "Palast" für 1 Mrd € bauen und annehmen, das kommt nicht an die Öffentlichkeit - nahezu unmöglich für meine Gedankenwelt!
Und daß Putin kein stockdämlicher, verblödeter Mensch ist - davon gehe ich mal aus, aber vielleicht irre ich mich auch?
[ Bei Lukaschenko könnte man da schon mal schnell zu einer anderen Meinung kommen!]
Nur mal so meine Gedanken dazu . . .
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Norbert
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Norbert »

Was mich immer wieder wundert: Wie schlecht ist doch der Geschmack der Leute. Also wenn ich mir diesen Palast so anschaue ... ich würde da keinen Urlaub machen wollen.
Okonjima hat geschrieben: 01 Feb 2021, 16:52
Norbert hat geschrieben: 01 Feb 2021, 16:29 Du beschwerst Dich über die Politik in Deutschland - kennst Du ein einziges Beispiel, wo irgendwer - egal ob Freund von führenden Politikern oder nicht - auch nur ansatzweise solche Vorteile erhält?
Vielleicht zwei Nummern kleiner - aber Stichwort "Neuspahnstein" ! ;)
Hmmm, zehn Nummern kleiner. OK, da ist ein Geschmäckle, dass sein Kredit bei der halbstaatlichen Sparkasse läuft, bei der er zuvor im Vorstand war. Aber aktuell ein Immobiliendarlehen zu bekommen ist auch wirklich nichts Besonderes. Kreditwürdig ist er auf jeden Fall, warum also keinen Kredit?

Dieses Haus ist nicht staatlich finanziert und soweit ich schnell diverse Seiten gelesen habe, gibt es diesbezüglich auch keinen Verdacht, oder? Auch steht nirgends, dass irgendein Unternehmen das Gebäude für ihn errichtet hätte und zum Schleuderpreis verkauft hätte. Oder ist genau dies der Skandal, dass er den Kaufpreis geheim halten lässt aus diesem Grund?
Okonjima hat geschrieben: 01 Feb 2021, 17:00Mir fällt nochwas ein... geht um Korruption zwischen Politik u. Wirtschaft
Thema Grünheide - Elon Musk !
Auch da die Frage: Wo ist die Korruption? Welcher Politiker wurde hier Deiner Meinung nach geschmiert?
Dass man sich um Investoren bemüht - ja, das ist die Aufgabe der Regionalpolitik. Hätte man es nicht gemacht, wäre es doch auch wieder nicht recht, oder?
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Jenenser
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Jenenser »

Das mit den „zwischen den Zeilen lesen“ werden wir uns wohl nicht mehr abgewöhnen. ;)
Okonjima hat geschrieben: 01 Feb 2021, 16:49 Als Teenager wollte ich sowas mal werden... Junge, Junge Schwein gehabt :lol:
Radio oder Fernsehen? FuWo oder sogar JW? Die LVZ hat sich ja in den letzten 30 Jahren inhaltlich ganz schön verändert. Ich habe da noch ein paar Schnipsel von 1989. Was damals politisch so geschrieben wurde...“kannste dir nicht ausdenken!“… :lol:

Bei „Leipzig-Demo“ hätte ich wohl lieber „regierungskritisch“ schreiben sollen. So eine Frechheit, das mit „Nawalny“ zu vergleichen... :lol:
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Okonjima
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Okonjima »

Norbert hat geschrieben: 01 Feb 2021, 17:42 Hmmm, zehn Nummern kleiner. OK, da ist ein Geschmäckle, dass sein Kredit bei der halbstaatlichen Sparkasse läuft, bei der er zuvor im Vorstand war. Aber aktuell ein Immobiliendarlehen zu bekommen ist auch wirklich nichts Besonderes. Kreditwürdig ist er auf jeden Fall, warum also keinen Kredit?

Dieses Haus ist nicht staatlich finanziert und soweit ich schnell diverse Seiten gelesen habe, gibt es diesbezüglich auch keinen Verdacht, oder? Auch steht nirgends, dass irgendein Unternehmen das Gebäude für ihn errichtet hätte und zum Schleuderpreis verkauft hätte. Oder ist genau dies der Skandal, dass er den Kaufpreis geheim halten lässt aus diesem Grund?
Steht denn eindeutig fest, das die "putireske" Datscha staatlich finanziert ist? Warum sollten deutsche Politiker ehrlicher sein als russische?
Für mich gibts da keinen Unterschied, das Wort Korruption wurde praktisch für die weltweite Politik erfunden!

Warum verklagt Spahn Internetblogger, die den Kaufpreis im Netz posten, wenn er nichts zu verbergen hat. Ok, auch ein Politiker hat
ein Recht auf Privatsphäre. Ich hab erstmal noch ein anderes Problem, was eher ein moralisches ist. Wasser predigen und Wein trinken,
wie kann es sein, das ein Gesundheitsminister während er den "Pöbel" in einer Krise zur Solidarität aufruft, sich gleichzeitig diese Luxus
leistet. Außerdem gibts wohl auch Mauscheleien mit dem US-Botschafter, von dem er das Anwesen wohl erwerben hat.
Wie Du schon sagst, es hat ein Geschmäckle... Und eben diese Politiker zeigen mit dem erhoben moralichen Zeigefinger Richtung RUS.
Wenn sie das wenigstens unterlassen würden, dann wäre ja erstmal gut!

Grünheide - Der Typ baut ohne offizielle Baugenehmigung in einem Landschaftsschutzgebiet. Jetzt erzähl mir bitte niemand, das da
alles seinen "sozialistischen" Gang geht. Ich glaube kaum, das irgendeine andere Firma dort hätte anfangen dürfen zu bauen.
Da ist es wieder mein Bauchgefühl, sorry das stinkt von vorne bis hinten.
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Klaus
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Klaus »

Das Thema Navalny ist ausgelutscht, ich selbst habe gerade auch andere Sorgen.

Daher hier zu meinem (vorübergehenden) Abschied vom Thema, und weil es passt wie die Faust auf's Auge - der Executive Director von Navalnys Anti-Korruptions-Fond trifft sich hier mit einem Britischen Diplomaten bzw. Agenten und bittet um Finanzierung seiner subversiven Tätigkeit mit dem Ziel der Destabilisierung Russlands.
Der Preis für den Heimatverrat beträgt 10-20Mio Dollar pro Jahr.

https://southfront.org/selling-homeland ... alny-team/

Es ist alles so traurig :shock:
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Okonjima
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Okonjima »

Jenenser hat geschrieben: 01 Feb 2021, 18:20 Das mit den „zwischen den Zeilen lesen“ werden wir uns wohl nicht mehr abgewöhnen. ;)
Ist doch nicht schlecht? Ich finde gut, das ich das noch kann... :D
Radio oder Fernsehen? FuWo oder sogar JW?
FuWo triffts schon. Oder Sportecho. Klar wollte ich Sportjournalist werden... also damals. ;)
Und der "naive" Gedanke war wirklich, das beschreiben was man gesehen hat oder gerade sieht. Beim Sport natürlich noch etwas einfacher.
Bei „Leipzig-Demo“ hätte ich wohl lieber „regierungskritisch“ schreiben sollen. So eine Frechheit, das mit „Nawalny“ zu vergleichen...
Regierungskritisch klingt eben erstmal nicht so aggressiv. Allerdings war die Überlegung schon ernst gemeint, ist jetzt "regierungsfeindlich"
gleich was schlechtes...?
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Axel

Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Axel »

Hier sieht man noch einmal den von Nawalny erwähnten vergoldeten Zarenadler, der am Tor hängt.
Das Video ist von 2011, als Naturschützer das Anwesen aufsuchten.
https://www.youtube.com/watch?v=XBcT_QypHNg

Jetzt ist das Tor UND der vergoldete Zarenadler verschwunden.
Los, Klaus ! Ich warte auf eine Stellungnahme von Dir !
Klaus hat geschrieben: 01 Feb 2021, 10:19 Ich jedenfalls werde Lügen-Navalny kein Wort mehr glauben, und ihm keinerlei weitere Aufmerksamkeit gewähren.
Das hast Du auch schon vorher nicht, wenn ich mir deine Beiträge so durchlese.
Klaus hat geschrieben: 01 Feb 2021, 10:19 Bleibt nur noch eine Frage: Warum lassen sich so viele Leute von Lügen-Navalny so leicht instrumentalisieren?
Vielleicht, weil sie ihre Nachrichten filtern und nicht nur russische Propaganda wie Du für bare Münze nehmen ?
Niemand nimmt Nawalny alles sofort ab; die verdächtige Reaktion des Kremls zeigt aber auch hier wieder einmal, dass seine Enthüllung wahr ist,
da russische Offizielle seine Vorwürfe nicht widerlegen können.
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Norbert
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Norbert »

Nein Axel, sie zeigt nicht, dass sie wahr ist. Aber sie zeigt, dass er an einer Stelle kratzt, wo es sich lohnt Fragen zu stellen!
Okonjima hat geschrieben: 01 Feb 2021, 18:25Warum verklagt Spahn Internetblogger, die den Kaufpreis im Netz posten, wenn er nichts zu verbergen hat. Ok, auch ein Politiker hat ein Recht auf Privatsphäre. Ich hab erstmal noch ein anderes Problem, was eher ein moralisches ist. Wasser predigen und Wein trinken, wie kann es sein, das ein Gesundheitsminister während er den "Pöbel" in einer Krise zur Solidarität aufruft, sich gleichzeitig diese Luxus leistet.
Aber hier widersprichst Du Dir doch völlig! Du schreibst selbst, er hat ein Recht auf Privatsphäre. Wäre dem nicht so, hätte er seine Klagen doch verloren, oder?! Du hast nun keine einzige meiner Fragen wirklich beantwortet, wo der Skandal ist, außer dem moralischen, dass ein Minister sich ein Haus kauft, was sich nicht alle Menschen nicht leisten können, während er zugleich in einem anderen Zusammenhang Solidarität fordert.

Aber solche Widersprüche hat jeder in seinem Leben. Und wenn wir uns über so etwas beschweren ... wer will dann überhaupt noch Politiker werden? Also ich würde es schon mal genau aus diesen Gründen nicht machen. Jegliche Aktion wird kritisch begutachtet und hinterfragt, rund um die Uhr soll bereit sein und im Vergleich zur freien Wirtschaft sind die Löhne für einen Berufspolitiker mit Verantwortung auch nicht so prall. Ein guter Arzt verdient mehr als der Gesundheitsminister ... wird aber nicht gefragt, wenn er sich ein teures Haus kauft.
Okonjima hat geschrieben: 01 Feb 2021, 18:25Grünheide - Der Typ baut ohne offizielle Baugenehmigung in einem Landschaftsschutzgebiet. Jetzt erzähl mir bitte niemand, das da alles seinen "sozialistischen" Gang geht. Ich glaube kaum, das irgendeine andere Firma dort hätte anfangen dürfen zu bauen.
Wie definierst Du "irgendeine andere Firma"? Wieso meinst Du, dass Tesla hier eine Ausnahme war? Gehören die zur Weltverschwörung?

Sorry, jeder Investor darf in Deutschland überall bauen, so lange er Arbeitsplätze verspricht - leider. Selbst wenn Klaus glaubhaft 1000 Arbeitsplätze versprechen würde, bekäme er diese Genehmigung. In Dresden wurde mitten in die Dresdner Heide in den 90er Jahren Siemens geklotzt, am Rand des zentralen Großen Gartens durfte VW bauen, etc.

Tesla baut im Landschaftsschutzgebiet auf seit Jahren ausgewiesenem Bauland. Warum nun ausgerechnet ein Wald Bauland sein muss, begreife ich genauso wenig, keine Sorge. Als gäbe es nicht genug Felder in Brandenburg.
Axel

Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Axel »

Norbert hat geschrieben: 01 Feb 2021, 20:00 Nein Axel, sie zeigt nicht, dass sie wahr ist. Aber sie zeigt, dass er an einer Stelle kratzt, wo es sich lohnt Fragen zu stellen!
Für mich persönlich schon wahr, weil das Video von ihm alles schlüssig und logisch aufdeckte. Wenn es gelogen ist:
Warum hat der Protzbau eine Flugverbotszone ? Warum herrscht ein Fahrverbot im näheren Umkreis für Schiffe ? Warum bewacht der russische Geheimdienst die Immobilie ? Warum wurde so lange kein Eigentümer genannt ? Warum sieht man 2011 den Zarenadler und warum ist er jetzt abmontiert ? Warum wurde Nawalnys Krankenhaus von FSB-Männern überstellt ? Warum änderte der Arzt seine Diagnose mehrmals ? Warum weigert sich die russische Staatsanwaltschaft ein Verfahren aufzunehmen, das sie theoretisch wieder einstellen könnte ?

Also das sind Fragen, auf die ich bis heute keine Antwort habe, weder hier im Forum noch von russischer Seite, und dann kommen Leute wie Klaus, die westlichen Printmedien Propaganda unterstellen und selbst großzügig Russia Today und Sputniknews zitieren.

Da kann ich ernsthaft nur müde lächeln.
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Norbert
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Norbert »

Axel, Du hast Deine Argumente, die Gegenseite hat ihre. Sie ignorieren Deine Argumente - böse. Du ignorierst ihre - und deswegen hast Du aber definitiv Recht?! Neee, ein wenig zu einfach.

Wieso ein abmontierter Geier plötzlich ein Beweis ist, erschließt sich mir nicht. Wieso eine von Nawalny nicht berücksichtige aktuelle Baustelle kein Grund zum Hinterfragen sein soll, erschließt sich mir auch nicht.

"Die Wahrheit" kann es in einem solchen Fall nur begrenzt geben. Ja, auch ich sehe viele Argumente welche für die Variante von Nawalny sprechen. Aber zugleich ist es schon wieder fast lächerlich, wie eine ehemalige Putzfrau, die Jahre nicht in dem Palast war, vom Spiegel als großer Beweis herangeführt wird, mit den Worten: "Alle hier wissen das." Hey, in meiner Kindheit wussten wir auch alle (!), dass vom Alexander-Puschkin-Haus in Dresden ein geheimer Tunnel zum Stadtzentrum führt ... ganz ganz bestimmt, immerhin saßen da ja die Russen ganz persönlich!
Ehrlich, wenn es außer der Putze und einem Segler und den Umweltschützern nur so wenige Zeugen gibt ... wow, das ist schon beachtlich. Irgendwer hat die Bude ja gebaut, und irgendwer müsste da heute putzen, wenn sie in Betrieb wäre. Also ganz so klar wie Kloßbrühe ist das für mich auch nicht. (Auch wenn ich Deine Argumente durchaus für richtig halte. Aber es gibt eben doch viele offene Fragen. Und der Kreml kann sie nicht erklären.)
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