Arbeitsvisum für "Spezialisten"

Welche Unterlagen werden für ein Visa nach Russland benötigt, was ist eine Migrations-Karte, Probleme mit der Registrierung ... Hilfe findest Du hier.
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Zejtnot
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Re: Arbeitsvisum für "Spezialisten"

Beitrag von Zejtnot »

knutella2k hat geschrieben: 02 Mär 2021, 10:17In Russland gibt meiner Einschätzung nach genug sehr gut qualifizierte IT-Profis, da kann sich ein russisches Unternehmen den organisatorischen (und u.U. auch finanziellen) Mehraufwand, den ein HQS-ler mit sich bringt (in deinem Fall leider) sparen.
Das sehe ich anders. Es ist auch in Russland sehr schwer, wirklich gute IT-Kräfte zu finden. "Moskau" grast gerade mal wieder ganz Russland nach potentiellen Remote-Entwicklern ab.

Allerdings war meine Erfahrung vor 15 Jahren identisch: Den Fuß in die Tür zu bekommen als ausländischer Neustarter in Russland ist schwierig. Aber machbar.

Auch meine Empfehlung: CV bei HH.ru einstellen und weiter Initiativbewerbungen schicken. Im Idealfall zunächst auch einmal bei Mittelständlern, davon gibt es ja auch in der IT einige und diese sind eher offen für Experimente, weil sie auch nicht die HR-Budgets wie die großen haben.
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knutella2k
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Re: Arbeitsvisum für "Spezialisten"

Beitrag von knutella2k »

Zejtnot hat geschrieben: 02 Mär 2021, 10:45 Es ist auch in Russland sehr schwer, wirklich gute IT-Kräfte zu finden.
Ja, aber wir sprechen hier von Leuten, die, nennen wir's mal ein echtes "Steckenpferd", vorzuweisen haben. Bei "normalen" Entwicklern, die für 70k - 120k "Standardcode produzieren", werden sich Unternehmen schwer tun, vergleichsweise höher bezahlte HQS aus dem Ausland zu holen.

Will heißen: Da sollte man als HQS-Bewerber in z. B. Sachen Boom-Themen (autonomes Fahren, KI-Gedöns, Data Science, Machine Learning, ...) bestenfalls etwas vorzuweisen haben. Oder man hat das Glück, das wie bei mir die Muttersprache das ausschlaggebende Zünglein an der Waage zum HQS ist. Jedenfalls benötigt man schon irgendein Key-Feature.

Und deswegen sind HH und Co. in diesem Sinne auch praktisch: Dort sollte die Unternehmen gezielt nach Leuten mit solchen Key-Features suchen, in dem bewussten Vorwissen, dass diese u.U. aus dem Ausland kommen.
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Zejtnot
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Re: Arbeitsvisum für "Spezialisten"

Beitrag von Zejtnot »

knutella2k hat geschrieben: 02 Mär 2021, 13:02 Ja, aber wir sprechen hier von Leuten, die, nennen wir's mal ein echtes "Steckenpferd", vorzuweisen haben. Bei "normalen" Entwicklern, die für 70k - 120k "Standardcode produzieren", werden sich Unternehmen schwer tun, vergleichsweise höher bezahlte HQS aus dem Ausland zu holen.
70 bis 120 k - in Dollar pro Jahr oder in Rubel pro Monat?

In Novosibirsk rennen die Entwickler im Moment für Angebote aus Moskau weg, und bekommen 200 bis 250 k Rubel pro Monat geboten. Weiß und mit Arbeitsvertrag. Einfach normal gute Entwickler, für ganz gewöhnliche Projekte wie https://www.vseinstrumenti.ru. Also nichts mit KI oder so.
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Re: Arbeitsvisum für "Spezialisten"

Beitrag von Wladimir30 »

250 bis 250 pro Monat für Vse instrumenty????? Was um alles in der Welt programmieren die da? Ein neues Programm für die Handbohrmaschine? Einen fernprogrammierbarer Rasenmäher?
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knutella2k
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Re: Arbeitsvisum für "Spezialisten"

Beitrag von knutella2k »

Zejtnot hat geschrieben: 02 Mär 2021, 13:33 70 bis 120 k - in Dollar pro Jahr oder in Rubel pro Monat?
Ich meinte in Rubel pro Monat.

Die von dir genannten 250k sind mMn. tatsächlich generös, für die Summe findet man bei HH eigentlich fast nur IT-Stellenangebote für Projekt-Manager oder Lead (oder gar den einen oder anderen Direktor). Die Mehrheit der angegebenen Gehälter für IT/Informatik liegt bei 75-130k für die typischen "Zuarbeiter-Jobs" (Ungefiltert nach Teilbranche, Region etc.). Und genau für diese Art (so war auch meine Wahrnehmung während meiner aktiven Bewerbungszeit) sind die meisten Unternehmen nicht gewillt HQS einzustellen.
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Re: Arbeitsvisum für "Spezialisten"

Beitrag von knutella2k »

Wladimir30 hat geschrieben: 02 Mär 2021, 15:26 Einen fernprogrammierbarer Rasenmäher?
Hauptsache smart und WiFi! :D
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Re: Arbeitsvisum für "Spezialisten"

Beitrag von m1009 »

Wladimir30 hat geschrieben: 02 Mär 2021, 15:26 Was um alles in der Welt programmieren die da?
Ich kauf recht viel bei denen, vong wegen dem Job halt.... Bequemlichkeit. Bekommst fast alles bei Vi, in den verschiedensten Qualitaeten.

Aber, warum nun der viele Text. Deren Algorithmen scheinen auf der Hoehe zu sein.

Beispiel, ich such nach versilberten Schraubklemmen M10. Ausverkauft. Ok, schliesse den Traenen nah die Seite und ziehe mich in meinen Holzschuppen zurueck. Nach spaetestens 10 min hab ich eine Mail im Postfach, mit alternativen Vorschlaegen. Reagiert der verheulte m1009 nun die naechsten Stunden nicht auf die Mail, kommt ein Anruf von einem (offenbar) echten Menschen.
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Re: Arbeitsvisum für "Spezialisten"

Beitrag von Zejtnot »

knutella2k hat geschrieben: 02 Mär 2021, 15:29
Zejtnot hat geschrieben: 02 Mär 2021, 13:33 70 bis 120 k - in Dollar pro Jahr oder in Rubel pro Monat?
Ich meinte in Rubel pro Monat.
Also dafür bekommst Du wirklich maximal einen Junior Dev, der ein paar Scripte entwickeln kann. Das mag für eine Visitenkarte für das Café um die Ecke reichen, aber schon für einen Shop mit nennenswerten Zugriffszahlen (wie der genannte Werkzeugladen) wird das knapp.

Entwickler für Applikationen mit sauberer Struktur, Test Driven Development, sauberer Frontend- und Backend-Architektur und so weiter beginnen sich ab Angeboten mit 150k Rubel im Monat müde für Dich zu interessieren. In der Provinz, im Moskau mehr. Ganze Heerscharen von Headhuntern sind da unterwegs.
knutella2k hat geschrieben: 02 Mär 2021, 15:29Und genau für diese Art (so war auch meine Wahrnehmung während meiner aktiven Bewerbungszeit) sind die meisten Unternehmen nicht gewillt HQS einzustellen.
Das ist unabhängig davon in der Tat so. Ging mir genauso. Und nachdem ich mich auch mal für einen ausländischen Bewerber um eine Legalisierung bemüht habe, er aber im letzten Moment absprang, wäre ich da ebenso vorsichtig.
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Re: Arbeitsvisum für "Spezialisten"

Beitrag von L. Jasminovič »

Ich war in D in der Automobilindustrie tätig, zuletzt als SW-Projektleiter mit direktem Kundenkontakt. Mein Wunschgehalt fängt bei dem besprochenen neuen Limit für HQS. In den Bewerbungsgesprächen in denen ich als erste Indiz danach gefragt wurde, soll das in Ordnung gewesen sein (nur eine Firma hat gemeckert). Ob es bei einer konkreten Gehaltsverhandlung seitens der Arbeitgeber dabei bleiben würde, kann ich bisher nicht sagen.

Danke für eure Vorschläge für die Jobsuche, das mache ich schon so wie von euch empfohlen.

Die Initiative ausländische Fachkräfte einfacher ins Land zu holen ist sicherlich lobenswert. Aber wenn ich daran denke wie oft meine Gegenüber scheinbar mit Angst und Skepsis auf meine Erscheinung reagiert haben, stelle ich mir die Frage, ob die Einheimischen denn bereit sind mehr Kontakt zu Ausländern zu haben. Z.B. hat mich der CTO des Technik-Ablegers einer der grössten russischen Firmen mitten während meiner Vorstellung unterbrochen und gefragt was ich denn hier wirklich mache und ob ich ein Spion wäre. Wie sind denn eure Erfahrungen damit, ihr seid ja um einiges länger hier als ich.
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Zejtnot
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Re: Arbeitsvisum für "Spezialisten"

Beitrag von Zejtnot »

Diese Frage bekommt man immer mal gestellt, meist als Scherz formuliert, aber immer auch mit einer kleinen Portion Skepsis.

Ansonsten: Mit 250k Rubel zu starten ohne vorhandene Legalisation (also beispielsweise eine gültige Aufenthaltsgenehmigung), ohne Business-Erfahrung in Russland und ohne rechtssichere russische Sprachkenntnisse ist nicht ausgeschlossen, aber in der Tat eher kühn. Das ist ein Expat-Gehalt, und dies bekommt man, wenn man aus Europa nach Russland entsandt wird. Aber eher unwahrscheinlich, wenn man sich vor Ort ohne Empfehlung bewirbt.

Bei einer solchen Bewerbung musst Du Dich - wie schon andere geschrieben haben - mit den lokalen Spezialisten vergleichen lassen. Und wie Du liest, gibt es Branchen mit solchen Löhnen, aber man muss dann mindestens vergleichbare Qualifikationen oder besser einen Mehrwert mitbringen. Denn man bereitet dem Arbeitgeber ja auch einen Mehraufwand.

Wenn es schnell gehen soll, dann lieber die Ansprüche deutlich senken und mit einem ortsüblichen Lohn starten. Der Rest ergibt sich dann mit der Zeit. (So bin ich 2004 gestartet. Für deutsche Verhältnisse war es ein bezahltes Praktikum, aber die Erfahrung war der Grundstein für die späteren Jahre.)
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