Wahlen in Weissrussland

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Dietrich
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Beitrag von Dietrich »

Meine Bemerkung "Quatsch" bezog sich auf den Satz "Das Volk lebt gut".
Im Gegensatz zu manchen afrikanischen Laendern mag das ja stimmen, aber fuer ein Land (fast) mitten in Europa ist das Augenwischerei!!

Und Rentner, Polizisten und Krankenschwestern sind auch hier in Russland (zumindest in Moskau) kein Massstab! Das die hier viel zuwenig Geld kriegen ist unbestritten.
Aber in der Hinsicht ist Russland ja auch kein Masstab, weil auch hier keine 100%tige Demokratie herrscht. Auch wenn manche Ex-Bundeskanzler das manchmal gerne behaupten...
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Kultgrieche
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Beitrag von Kultgrieche »

Polizisten, Krankenschwestern, Ärzte und Lehrer leisten aber einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft. Rentner haben dies bereits getan. Diese Berufsgruppen braucht man eher als einen Manager oder Buchhalter.
Und die Leute wollen HEUTE gut leben, nicht erst in 30 Jahren. Daher kann ich die Affinität vieler Russen zu einem Sozialstaat wie in Belarus gut nachvollziehen.
Michael hat geschrieben:Die Staatengemeinschaft sollte sich einmischen, denn wenn wir jeden so einfach die Menschenrechte missachten lassen, dann verfallen wir wieder ins Mittelalter.
Problem: Jeder definiert Menschenrechte, wie es ihm passt. Die EU könnte ja auch Washington bombardieren, denn in vielen US-Staaten herrscht die Todesstrafe.
Das einzige weltweit legitimierte Gremium, dass Interventionen beschliessen darf, ist die UNO. Diese ist aber Spielball von Partikularinteressen, so dass sich immer wieder eine neue Zusammensetzung der "Staatengemeinschaft" ergibt, die unilateral irgendwo eingreift. Beispiel Irak. Beispiel Jugoslavien. De jure sind beide Kriege völkerrechtswidrig, da kein offizieller UN-Beschluss die notwendige Legitimität geliefert hat.
Und zu guter Letzt: Interventionalismus birgt oftmals Gedankengut aus der Zeit des Deutschen Kaiserreiches, dessen Motto lautete "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen."
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Dietrich
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Beitrag von Dietrich »

Kultgrieche hat geschrieben:Polizisten, Krankenschwestern, Ärzte und Lehrer leisten aber einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft. Rentner haben dies bereits getan. Diese Berufsgruppen braucht man eher als einen Manager oder Buchhalter.
Und die Leute wollen HEUTE gut leben, nicht erst in 30 Jahren. Daher kann ich die Affinität vieler Russen zu einem Sozialstaat wie in Belarus gut nachvollziehen.
Ich meinte nicht, dass Polizisten, Krankenschwestern, Ärzte und Lehrer nicht wichtig sind. (Im Gegenteil!) Nur das man die Bezahlung dieser Leute in Russland nicht als Massstab nehmen kann! Denn ein Buchhalter oder ein Manager verdient hier mehr (wenn er nicht gerade beim Staat beschaeftigt ist) als diese Berufsgruppen. Und wahrscheinlich auch mehr als in Weissrussland.

Und das mit dem "heute gut leben, scheissegal was morgen ist" ist wohl so hier in Russland. Deshalb ist es trotzdem sehr kurzsichtig. Das ist eben die Frage, was besser ist:
"Heute so lala und morgen so lala" oder lieber "Heute etwas schlechter, dafuer morgen viel besser als lala"...
Jeder wie er moechte!

Deshalb wuerde ich mich da gar nicht einmischen. Ich gehe auch davon aus, dass Lukashenko die Wahlen auch so gewonnen haette. Vielleicht mit nur 50-60%, aber gewonnen. Deshalb ist es aber trotzdem falsch wie dort mit der Opposition umgegangen wird und nur das kann man "von aussen" bemaengeln. Der Rest (also die Wahl beim naechsten Mal zu gewinnen) muss aus dem Land selber kommen....

Dietrich
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Kultgrieche
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Beitrag von Kultgrieche »

So isses, die Weißrussen sollen das Geschick ihres Landes selbst in die Hand nehmen. Und die westlichen Botschafter, die mit dem kleinen Oppositionshäufchen demonstriert haben, würde ich sofort des Landes verweisen, das ist eine provokative Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Landes.
Bei dem schwachsinnigen Wahlsystem in den USA und der nach Beschiß stinkenden Wahl von Bush zu Beginn seiner ersten Legislaturperiode ist ja der weißrussische Botschafter auch nicht auf die Straße gegangen.
Sportsfreund

Beitrag von Sportsfreund »

Kultgrieche hat geschrieben: Bei dem schwachsinnigen Wahlsystem in den USA und der nach Beschiß
stinkenden Wahl von Bush zu Beginn seiner ersten Legislaturperiode ist ja
der weißrussische Botschafter auch nicht auf die Straße gegangen.
Warum eigentlich nicht?
hat es im jemand verboten?
wer?
Sportsfreund

Beitrag von Sportsfreund »

als Schröder noch an der Macht war und Georg Bush Germany besucht hat,
hat Bush sich unter anderem auch mit Angela Merkel getroffen.
Die Tante war der Vorsitzender einer opositionellen Partei.
Bei Guido Westerwelle bin ich nicht ganz sicher- or er die Ehre hatte...
Hat es einem in Deutschland gestörrt- Bush trifft die Oposition!?
Dimomann

Beitrag von Dimomann »

Michael hat geschrieben:
Dimomann hat geschrieben: (im grundegenommen hast Du schon Recht. Natürlich geht warscheinlich nicht alles mit rechten dingen zu, aber die Staatengemeinschaft soll und darf sich nicht einmischen. Das gleiche haben wir ja in der Ukraine gesehen, nachdem die Yankees die Opostion massiv mit Dollars unterstützt hatten.
Setzt soch nicht immer die USA mit eine Staatengemeinschaft gleich. Die USA sind ein Staat wie jeder andere auch. Wenn auch zugegeben mit etwas merkwürdigem Benehmen. Aber das steht auf einem anderen Blatt Papier.

Die Staatengemeinschaft sollte sich einmischen, denn wenn wir jeden so einfach die Menschenrechte missachten lassen, dann verfallen wir wieder ins Mittelalter. Aber das kann es doch nun wirklich nicht sein.

Gruß Michael,


Hi Michael,

das war nicht mein Tread sondern der von cbs Wolf. Ich hatte nur darauf
geantwortet (steht darunter). Natürlich ist die USA keine Staatengeneinschaft sondern eine Gemeinschaft verschiedener Rassen (Nationen) in einem Staat.
Michael

Beitrag von Michael »

Hallo Dimoman,

wollte Dir nicht zu nahe treten. Hat wohl eher was mit meiner einfachen Handhabe von Compterprogrammen zu tun. Wohl das falsche weggelöscht.

Gruß
Michael
Michael

Beitrag von Michael »

Kultgrieche hat geschrieben:

Problem: Jeder definiert Menschenrechte, wie es ihm passt.
Das muss nicht sein, es gibt eine Menschenrechtskonvention,l die schon 100 Jahre alt ist und so weit ich weiss, von fast allen Ländern der Erde ratifiziert wurde. Aber das kann ich gerne mal nachlesen, wenn ich zurück bin.

Gruß
Michael
Michael

Beitrag von Michael »

Kultgrieche hat geschrieben:Polizisten, Krankenschwestern, Ärzte und Lehrer leisten aber einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft. Rentner haben dies bereits getan. Diese Berufsgruppen braucht man eher als einen Manager oder Buchhalter.
Und die Leute wollen HEUTE gut leben, nicht erst in 30 Jahren. Daher kann ich die Affinität vieler Russen zu einem Sozialstaat wie in Belarus gut nachvollziehen.
Nur was ist denn los, wenn der subventionierte Sozialstaat nicht mehr kann ?
Meinst Du, das geht immer so friedlich ab wie der Umbau des Sozialstaates in Schweden ?

Die Mentalität in Russland ist weiss Gott eine andere als in Schweden.

Und das die "Fullinsurance" Staaten keine Chance zum Überleben habe, hat uns die jüngere Geschichte doch bewiesen oder ?

Gruß
Michael
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