Du schreibst es richtig: Die DDR pfiff aus dem letzten Loch. Diese Betriebe hätten länger oder kurz abgewickelt werden müssen.arghmage hat geschrieben: 11 Jul 2022, 11:38
Übernahme paßt schon relativ gut. Letztendlich war es der Anschluß eines neuen Absatzmarktes. Kam gerade recht, da die BRD wirtschaftlich etwas auf dem absteigenden Ast war, der Anschluß der DDR war dann aber nochmal ein ordentlicher Schub für den Kapitalismus, Konsumvolk und billige Arbeitskräfte braucht "der Markt" immer.
Aber stimmt schon, beachtlich war da einiges, man hat in 0,nix zig Betriebe für einen Euro vertickt, ideal, um die Konkurrenz aus dem Osten gleich dem jeweiligen Westbetrieb zuzuschlagen (ich kenne da zig Beispiele, wie Betriebe einfach verschenkt wurden).
Immerhin gibt es blühende Landschaften, zumindest im Frühling ...
Wobei ich mir auch nicht vorstellen will, wie es anders gelaufen wäre, die DDR pfiff schon auf dem letzten Loch.
Einzig die Werften hätten gerettet werden können, aber da besteht ein Überangebot, das sieht man heute.
Hätte sehen wollen, wie diese Betriebe im harten Konkurrenzkampf zu Westbetrieben hätten bestehen sollen.
Hatte eine kleine Eisenbahn aus der DDR, billiger Plastik, der gleich zerrbrach und so etwas hätte gegen Märklin bestehen sollen?
Das sind alles Träumereien ehemaliger DDR-Bürger.
Einige Lebensmittelbetriebe der DDR sind ja inzwischen wieder aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Das ist ein Nischengeschäft, da kann man überleben.
Aber grosse Industriebetriebe, null Chance. Sie hinkten in der Entwicklung nach.

