Dietrich :
Und woher hat der die Kohle? Aus Steuern! Und wo kommen die her? Von den Leuten. Also die gleiche Kohle nur ueber eine andere Tasche!
Natürlich kommt das Geld aus Steureinnahmen was dachtest du denn ?
Eine Frage ist, wie man es verteilt ! In Norwegen gibt es direkte und indirekte Steuern. Die Einkommenssteuer (Besteuerung von erarbeitetem Einkommen) und Vermögenssteuer (Besteuerung von Vermögen: Eigentum, Auto, Bankeinlagen) sind direkte Steuern. Steuern werden an die Kommunen und an den Staat gezahlt. Bis zu einem Jahreseinkommen von 394.000 NOK ( 50.574,80 €)liegt der Einkommensteuersatz aktuell (stand 2006) bei 28 % vom Gesamtbruttoeinkommen, bei einem Jahreseinkommen das über 360000NOK(46.210,50 €)liegt werden 28 % + 9 % fällig. Hinzu kommt da dann noch die sogenannte Trygdeavgift, die bei 7,8 % liegt. Die Trygdeavgift ist der Eigenanteil für die gesetzliche Sozial- und Rentenversicherung (folketrygden).
Die wichtigste indirekte Steuer ist die Mehrwertsteuer (merverdiavgift) von 24 Prozent auf die meisten Waren und Dienstleistungen.Die Höhe der zu zahlenden Steuern richtet sich nach dem Einkommen (progressiver Steuersatz). Man kann sich, wenn man sein Bruttojahreseinkommen kennt, leicht ausrechnen, wie viel Steuern man zu bezahlen hat.Das Gesundheitswesen und die soziale Sicherheit werden in der Hauptsache über öffentliche Haushalte finanziert, und zwar aus Einnahmen von Steuern und besonderen Abgaben. Die Sozialversicherung ist ein kollektives, alle Einwohner Norwegens umfassendes Versicherungssystem. Allen Lohn- und Gehaltsempfängern wird ein gewisser Prozentsatz ihres Einkommens dafür abgezogen. Auch die Arbeitgeber müssen zur Sozialversicherung beisteuern. Selbständige Gewerbetreibende entrichten einen höheren Beitrag als Lohn- und Gehaltsempfänger, da bei ihnen der Arbeitgeberanteil entfällt. Hausfrauen und -männer, Arbeitslose, Studenten und sonstige Personen ohne Erwerb zahlen keinen Versicherungsbeitrag, haben aber trotzdem Anspruch auf Versicherungsleistungen. Das Gesundheitswesen macht keinen Unterschied zwischen Erwerbslosen und Berufstätigen. Die Höhe der Leistungen bei Arbeitslosigkeit, Krankheit und Alter bemisst sich jedoch an der Höhe des bisherigen Einkommens. Sozialhilfe wird im Einzelfall je nach Notlage und Bedarf bemessen.
Man muss also in Norwegen keine Krankenversicherung abschliessen, alle dort erbrachten Leistungen werden vom Folketryden abgedeckt. Alle Personen, die in Norwegen leben und arbeiten, sind automatisch versichert. Die norwegische Sozialversicherung (folketrygden) gibt Anrecht auf eine Vielzahl an Sozialleistungen einschließlich: Altersrenten, Hinterbliebenenrenten für Ehegatten und Kinder, Leistungen im Fall der Invalidität, bei Behinderungen, zur Wiedereingliederung in das Berufsleben, bei Berufsunfällen, Beihilfen für Alleinerziehende, zur Entlastung bei Krankheit, bei Geburt und Adoption, Arbeitslosenunterstützung, medizinische Hilfe bei Krankheit, Verletzungen, Schwangerschaftsabbruch und Beerdigung. Die Trygdeavgift, das ist der Eigenanteil für die gesetzliche Sozial- und Rentenversicherung, wird automatisch vom Bruttolohn bei den Steuern mitabgezogen. Es werden dafür 7,8% des Bruttoeinkommens berechnet.
Bei Berufsunfällen ist der Arbeitgeber für finanzielle Entschädigungen ist verantwortlich. Man selbst oder der Arbeitgeber muss sich an die Arbeitsaufsichtsbehörde (Arbeidstilsynet) wenden, die den Fall an die entsprechenden Behörden weiterleitet. Arbeitsuchende, die eine bezahlte Arbeit und ein Einkommen oberhalb der Geringfügigkeitsgrenze hatten, haben Anspruch auf Tagegeld (Dagpenger) aus der Sozialversicherung. In allen Städten und größeren Gemeinden gibt es ein öffentliches Arbeitsamt (Aetat), das die Tagegelder bis zu 26 Wochen auszahlt. Als Bemessungsgrundlage dient das Arbeitsentgelt vor dem Verlust der Arbeit, wobei die obere Grenze ein Stück unter dem Durchschnittslohn eines Industriearbeiters liegt. Wer Arbeitslosengeld beansprucht, muss sich als Arbeitsuchender beim Arbeitsamt melden und bereit sein, die Arbeit anzunehmen, die einem zugewiesen wird.
Elterngeld (fødselspenger): Es werden 100% des bisherigen Bruttogehaltes weitergezahlt für max. 10 Monate, wahlweise 80% für 12 Monate; der Partner muss davon mind. 5 Wochen in Anspruch nehmen. Wer kein entsprechendes Gehalt hatte, erhält stattdessen eine steuerfreie Geburtsprämie (engangsstønad) von 4200 Euro (d.h. 350 Euro/Monat für 1 Jahr).
Staatliche Kinderkrippenzuschüsse (tilskuddssatser): Im 2. und 3. Lebensjahr des Kindes hat man die Wahl: Der Staat bezuschusst private Kinderkrippenplätze in Vollzeit fest mit 10.800 Euro und öffentliche mit 9800 € jährlich, sodass man die Kinder sehr günstig in eine Kinder-krippe (max. 6-8 Kleinkinder pro akademisch qualifizierter Betreuungsperson) geben kann. Die Kosten, die man dabei selbst zu tragen hat sind staatlich festgelegt auf max. 282 Euro begrenzt (bei > 41h/Woche), es gibt aber bei mehreren Kindern zwingend 30% Rabatt, bei niederen Ein-kommen reduzieren sich die Kosten ebenfalls drastisch.
Steuerliche Absetzbarkeit der Kinderbetreuung (foreldrefradrag): Für das erste Kind kann man bis zu 3130 Euro vom zu versteuernden Vermögen abziehen (Kinderkrippengebühren, Ta-gesmütter, Aupair, einschl. Fahrtkosten mit rd. 20 cent/km), für jedes weitere Kind 626 €/Jahr.
Erziehungsgeld (kontantstøtte): Wer hingegen sein Kleinkind auch nach dem 1. Lebensjahr selbst betreuen möchte, der erhält einkommensunabhängig und steuerfrei derzeit über 410 Eu-ro/Monat bis zum vollendeten 3.Lebensjahr. Beliebige Staffelungen (Teilzeitarbeit mit Teilzeit-zuschuss und anteiligem Erziehungsgeld) sind möglich.
Kindergeld (barnetrygd): Ab Geburt stehen einem monatlich 121 Euro Kindergeld pro Kind zu. Hinzu kommen diverse Zuschläge: 40 Euro je Kind in Nordnorwegen (Finnmarkstillegg), 83 Euro für Kleinkinder bis 3 Jahre von Alleinerziehenden (smabarnstillegg), ein Mehrkinderzu-schlag (flerbarnstillegg) wurde inzwischen abgeschafft.
Rentenpunkte (pensjonspoenger): Für Kindererziehung bis einschließlich dem 7. Lebensjahr bekommt man für jedes Jahr 3 Rentenpunkte gutgeschrieben (das entspricht einem Rentenan-spruch für ca. 27.400 Euro Jahreseinkommen).
Besondere Hilfen für Alleinerziehende: Man bekommt grundsätzlich Kindergeld für jeweils 1 Kind mehr als man eigentlich hat. Zudem gibt es eine monatliche Unterstützung (over-gangsstønad) bis zu 3 Jahre lang in Höhe von max. 1135,- Euro, einkommensabhängig gestaffelt (ab 3152,- Euro Monatseinkommen gibt es nichts mehr). Für aufgrund Ausbildung oder Arbeit notwendige Kinderbetreuung (barnetilsyn) erhält man monatliche Zuschüsse (d.h. 64% der Ausgaben werden ersetzt) von 346 Euro (1 Kind) bis 511 Euro (3 Kinder), falls man nicht mehr als 44.166 Euro Jahreseinkommen hat. Wenn man in Norwegen lebt und arbeitet, hat man auch einen Anspruch auf Altersrente. Der Ruhestand tritt mit Vollendung des 67. Lebensjahres ein. Die Rente wird vom Trygdeetaten ausgezahlt. Alle norwegischen Bürger haben Anspruch auf eine Mindestrente. Hausfrauen und -männer, die Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren, ältere Pflegebedürftige oder geistig Behinderte betreuen, erhalten drei Rentenanwartschaftspunkte pro Jahr, so dass sie sich eine Rentenleistung über die Mindestrente hinaus erarbeiten können. Die Höhe der Altersrente hängt von der Dauer der Erwerbstätigkeit und der Höhe des Einkommens ab.
Viele Betriebe haben einen eigenen Rentenfonds, in den die Arbeitnehmer Beiträge einzahlen und aus dem sie dann zusätzliche Leistungen bekommen. Die Rente der Angestellten im öffentlichen Dienst entspricht zwei Dritteln ihres früheren Gehalts, ein auch bei privaten Rentenversicherungsträgern gewöhnlicher Schlüssel. Zur Ergänzung der öffentlichen Altersrente kann eine freiwillige Rentenversicherung abgeschlossen werden. Soviel zum Sozialstaat Norwegen und warum so viele Deutsche nach Norwegen Auswandern.Außerdem macht der Norwegische Staat kein großes Federlesen bei der Verwaltung. Jeder Bürger hat eine Personen - Nummer (bis zum Lebensende). Mit dieser Nummer kann man sein Auto ab oder anmelden,zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen,Behördengänge erledigen,Steuerdinge regeln (ist auch gleichzeitig die Steuernummer),
Versicherungen abschließen,Bankkonten eröffnen und vieles mehr.
Einfach alles was den öffendlichen Sektor betrifft Mann nennt seine Nummer und die jeweilige Stelle hat per Computer sofort alle relevanten Daten über die jeweilige Person. Diesen Ausweis und Kartenwald wie in Deutschland gibt es in Norwegen nicht. So ähnlich ist es auch in Dänemark,Schweden und Finnland wobei man sagen muß,das die Schweden im Gegensatz zu Norwegen, Probleme mit der Arbeitslosigkeit und Wohnungsmangel haben.
Sportsfreund :
Dimomann
ich will nicht Dich irgend wie beleidigen
(Du wohnst in Dresden und schwärmst von "früher in der DDR")
aber...
Was glaubst Du- woher kommen die leeren Kassen in der Bundesrepublik?
Von hören-sagen- bis 1989 war im Lande ein dickes Überschuss an allen Ecken...
Woher komms, dass danach es plötzlich anders ist?
Sportsfreund, geht's denn noch tiefer ?
Jetzt fängst du schon wieder an proletenmäßig rumzuschwadronieren.
Du solltest dich mal in deutscher Geschichte bemühen ! Mal ganz nebenbei : Mich bringt die Erinnerung an die Politischen Verhältnisse in der DDR absolut nicht ins Schwärmen ! Lediglich die Tatsache,das die Menschen noch menschlich miteinander umgingen und die sozialen Verhätnisse nicht die schlechtesten waren. Jetzt nach 16 Jahren kann ich mir einen Vergleich zweifellos leisten. Du nicht, du hast es ja nie kennengelernt. Deshalb urteile nicht über Dinge von denen du nichts verstehst. Westdeutschland hatte vor 1989 einen Überschuß ? Wie kommst du denn auf so einen Quatsch

Dann ließ dir das mal durch.
1. Heute leiden wir noch unter den Schulden der 70er Jahre !
Ausgehend von 30 Mrd. DM im Jahre 1962 hat sich im Laufe der Jahre bis 2001 ein
Schuldenberg im Bundeshaushalt (einschließlich Sondervermögen) von 1.480 Mrd. DM
aufgebaut. In den Jahren 1974 bis 1982 nahm der Schuldenstand unter der Verantwor-
tung der SPD-Finanzminister Hans Apel, Hans Matthöfer und Manfred Lahnstein mit
durchschnittlich 21,0% pro Jahr besonders stark zu, in den Jahren 1983 bis 1989 unter
Verantwortung des CDU-Finanzministers Gerhard Stoltenberg mit jahresdurchschnittlich
6,8% hingegen sehr langsam. Die Verschuldung von Bund und Sondervermögen hat in
den Jahren 1990 bis 1995 um jahresdurchschnittlich 17,3% zugenommen. Damit gelang
es CSU-Finanzminister Theo Waigel, den Anstieg trotz der finanzpolitischen Anforderun-
gen der Vereinigung langsamer als in den Jahren 1974 bis 1982 zu gestalten. In den
Jahren 1996 bis 1998 lag die jahresdurchschnittliche Zuwachsrate des Schuldenstands
nur noch bei 4,2% und damit noch niedriger als in den 80er Jahren. In den Jahren 2000
und 2001 wurden zwar dank der Erlöse aus den UMTS-Lizenzen Schulden im Umfang
von knapp 100 Mrd. DM getilgt. Dennoch lag der Schuldenstand Ende 2001 um etwa 26
Mrd. DM bzw. 1,8% höher als Ende 1998.
2. In den 70er Jahren starker Ausgabenanstieg, in den 80er und 90er Jahre
Ausgabenkonsolidierung (einzige Ausnahme 1991!):
Die jährlichen Ausgaben des Bundes stiegen insgesamt von 50 Mrd. DM (1962) auf 476
Mrd. DM (2001). Der stärkste Ausgabenanstieg ist mit 8,8% im Jahresdurchschnitt der
Jahre 1970 bis 1982 zu verzeichnen. In den 80er Jahren belegt der jahresdurchschnittli-
che Anstieg von nur 2,5% die Ernsthaftigkeit der Konsolidierungsanstrengungen. Selbst
nach der Vereinigung stiegen die Ausgaben nur 1990 mit +31,2% extrem an, doch 1991
bis 1994 lag der jahresdurchschnittliche Zuwachs mit 5,5% weit unter dem Durchschnitt
der 70er Jahre. In den Jahren 1995 bis 1997 fand erstmals in der Geschichte der Bun-
desrepublik eine Ausgabenreduzierung (jahresdurchschnittlich -2,1%). Die
Ausgabenquote wurde bis 1998 auf 12,1% zurückgeführt und erreichte damit den
niedrigsten Stand seit 1962. 1999 kam es unter Finanzminister Lafontaine zu einem
sprunghaften Anstieg der Ausgaben (+5,7%), ab 2000 sinken die Ausgaben des Bundes
(-1,0% bzw. –0,5%) aufgrund echter und unechter Einsparungen unter Finanzminister
Eichel. Im Jahresdurchschnitt stiegen die Ausgaben in den letzten drei Jahren um 1,4%.
Und mal so ganz nebenbei gesagt : Als im Westen der Aufschwung durch Amerikanische Finanzhilfen begann, haben zur gleichen Zeit die Russen im Osten das Schienennetz demontiert, ganze Betriebe abbauen lassen und in die Sowjetunion verschickt,die Kumpels mußten für das Sowjetische Atomprogramm im Uranabbau ihre Gesundheit ruinieren (bis 1989),wir haben Schiffe,Werkzeugmaschienen,Feinmechanik jeglicher Art für die Sowjets hergestellt (kostenlos!). Wir haben hier für deine Seite mitbezahlt für das, was Großdeutschland in Osteuropa verwüstet hat !!! Vor dem Krieg hatte Sachsen ein blühendes Industriewesen.
Audi,Persil,HB,und noch eine ganze Menge mehr wurden hier hergestellt.
Westdeutschland hat eine einmalige Zahlung an die Alliierten von 15 Milliarden Dollar geleistet und ein bisschen was an die Israelis.Den Vertrag über Reparationszahlung hat der Westen deutschland's bis heut nicht unterschrieben und auch keine geszahlt. Der Osten deutschlands hat gelöhnt an die Sowjets bis 1989 und da kommst du mir jetzt mit diesem Schwachsinn ?! Ist das eine spezielle Art von Humor bei dir ? Bring mal deine Nase wieder unter'n Horizont !
Jetzt werd' ich mal in deiner Art Schwadronieren : Wo kam den die Braune Brut her ? Hitler,Göring,Streicher,Hess,Eichman,Mengele,Himmler und so weiter

? Mir fällt da blos "ein" Bundesland ein und das liegt nicht im Osten !
Gruß Dimomann