Praktikumsstelle in Russland anzubieten
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Anonymous
Praktikumsstelle in Russland anzubieten
Hallo an alle Interessenten!
unsere russische Firma, Anbieter von Dienstleistungen in volgenden Bereichen: IT, Consulting, Controlling, mehrere deutsche Kunden, sucht deutschen Praktikant/in nach Möglichkeit mit Erfahrung, ist aber kein muss. Möglicher Eintritt ab 01.10.2006. Dauer des Praktikums ab 3 Monate. Wir haben bereits sehr gute Erfahrung mit zwei deutschen Praktikanten gemacht und freuen uns bereits jetzt auf einen neuen Mitarbeiter sehr.
Einsatzort - Gebiet Jaroslavl.
Geboten werden: Einladung, Unterbringung in der firmeneigenen Wohnung(westlicher Standart), geregelte Arbeitszeit ( etwa 3 Stunden täglich). Für notwendige Transfers innerhalb Russland( Flüghafen-Einsatzort, etc.) wird gesorgt. Bezahlung ist nicht vorgesehen. Abschlüsszeugniss wird auch ausgestellt. Kostefreie Möglichkeit russische Sprache zu erlernen ist auch vorhanden.
Kontaktaufnahme unter: a-servicegmbh@mail.ru
unsere russische Firma, Anbieter von Dienstleistungen in volgenden Bereichen: IT, Consulting, Controlling, mehrere deutsche Kunden, sucht deutschen Praktikant/in nach Möglichkeit mit Erfahrung, ist aber kein muss. Möglicher Eintritt ab 01.10.2006. Dauer des Praktikums ab 3 Monate. Wir haben bereits sehr gute Erfahrung mit zwei deutschen Praktikanten gemacht und freuen uns bereits jetzt auf einen neuen Mitarbeiter sehr.
Einsatzort - Gebiet Jaroslavl.
Geboten werden: Einladung, Unterbringung in der firmeneigenen Wohnung(westlicher Standart), geregelte Arbeitszeit ( etwa 3 Stunden täglich). Für notwendige Transfers innerhalb Russland( Flüghafen-Einsatzort, etc.) wird gesorgt. Bezahlung ist nicht vorgesehen. Abschlüsszeugniss wird auch ausgestellt. Kostefreie Möglichkeit russische Sprache zu erlernen ist auch vorhanden.
Kontaktaufnahme unter: a-servicegmbh@mail.ru
- Kultgrieche
- Zar/iza

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- Registriert: 14 Jan 2005, 09:29
- Wohnort: Wiesbaden
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Anonymous
mich wunderts wirklich, daß Sie 3-Stunden am PC sitzen als "Arbeit" bezeichnen. Ach, wie schwer ist das "zu arbeiten".
Ich kann Ihnen beweisen, daß es Studenten gibt, die sich über solche Angebote freuen und sich interessiert zeigen.
Wären Sie ein russischer Arbeitgeber, was hätten Sie denn einem deutschen Praktikanten bezahlt ? Ich denke, die Konditionen unserer Fa. recht gut sind.
Übrigens, eine der ehemaligen Praktikantinen bekommt demnächst eine Einstellung auf Probezeit bei uns in der Fa. Und dann wirds vernünftig bezahlt. Erst sich beweisen, dann fordern, nicht umgekehrt.
Ich kann Ihnen beweisen, daß es Studenten gibt, die sich über solche Angebote freuen und sich interessiert zeigen.
Wären Sie ein russischer Arbeitgeber, was hätten Sie denn einem deutschen Praktikanten bezahlt ? Ich denke, die Konditionen unserer Fa. recht gut sind.
Übrigens, eine der ehemaligen Praktikantinen bekommt demnächst eine Einstellung auf Probezeit bei uns in der Fa. Und dann wirds vernünftig bezahlt. Erst sich beweisen, dann fordern, nicht umgekehrt.
Alex,
ich wuerde mir nicht erlauben, ein Urteil ueber Deine Geschaeftspraktiken und -Praktikanten zu faellen. Und Dein Angebot ifinde ich auch nicht so sehr schlecht.
Aber Du koenntest ebensogut einer von der Sorte sein, die sich die schwierige Lage von Studierenden zu Nutze machen, weil sie genau wissen, dass Auslandspraktika mittlerweile zum Standardprogramm eines Hochschulstudiums gehoeren. Waere die Lage auf dem Arbeitsmarkt besser, Du faendest kaum jemanden, der zu diesen Konditionen bereit waere, in Deiner Firma zu arbeiten.
Traurig, aber so werden Personalkosten auf die Praktikanten uebertragen, in der Regel wahrscheinlich jedoch auf deren Eltern, sofern diese ein ordentliches Einkommen haben und den Sproesslingen solche Aufenthalte finanzieren moechten.
Verstehst Du?
Haben Deine Praktikanten tatsaechlich eine Wochenarbeitszeit von nur 15 Stunden?
Allgemein: Ich wuerde jedem anraten, sich mit ehemaligen Praktikanten vorher ueber den Praktikumsplatz und die damit verbundenen Erfahrungen persoenlich zu unterhalten.
Sorry fuer die Skepsis, aber ich habe diesbezueglich schon genuegend krumme geschichten mitbekommen (habe selbst schon ein Auslandspraktikumsprogramm mitkoordiniert).
Schoenen Gruss,
Waldmeister
Edit zur Anonymisierung. Sorry. Waldmeister
ich wuerde mir nicht erlauben, ein Urteil ueber Deine Geschaeftspraktiken und -Praktikanten zu faellen. Und Dein Angebot ifinde ich auch nicht so sehr schlecht.
Aber Du koenntest ebensogut einer von der Sorte sein, die sich die schwierige Lage von Studierenden zu Nutze machen, weil sie genau wissen, dass Auslandspraktika mittlerweile zum Standardprogramm eines Hochschulstudiums gehoeren. Waere die Lage auf dem Arbeitsmarkt besser, Du faendest kaum jemanden, der zu diesen Konditionen bereit waere, in Deiner Firma zu arbeiten.
Traurig, aber so werden Personalkosten auf die Praktikanten uebertragen, in der Regel wahrscheinlich jedoch auf deren Eltern, sofern diese ein ordentliches Einkommen haben und den Sproesslingen solche Aufenthalte finanzieren moechten.
Verstehst Du?
Haben Deine Praktikanten tatsaechlich eine Wochenarbeitszeit von nur 15 Stunden?
Allgemein: Ich wuerde jedem anraten, sich mit ehemaligen Praktikanten vorher ueber den Praktikumsplatz und die damit verbundenen Erfahrungen persoenlich zu unterhalten.
Sorry fuer die Skepsis, aber ich habe diesbezueglich schon genuegend krumme geschichten mitbekommen (habe selbst schon ein Auslandspraktikumsprogramm mitkoordiniert).
Schoenen Gruss,
Waldmeister
Edit zur Anonymisierung. Sorry. Waldmeister
Zuletzt geändert von Xottabych am 24 Dez 2007, 18:07, insgesamt 1-mal geändert.
- Kultgrieche
- Zar/iza

- Beiträge: 1292
- Registriert: 14 Jan 2005, 09:29
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Solange es naive Studenten/Absolventen gibt, die ein unbezahltes Parktikum nach dem anderen absolvieren, solange werden auch diverse Arbeitgeber mit der Ausbeutung weitermachen.Alex76 hat geschrieben:mich wunderts wirklich, daß Sie 3-Stunden am PC sitzen als "Arbeit" bezeichnen. Ach, wie schwer ist das "zu arbeiten".
Ich kann Ihnen beweisen, daß es Studenten gibt, die sich über solche Angebote freuen und sich interessiert zeigen.
Wären Sie ein russischer Arbeitgeber, was hätten Sie denn einem deutschen Praktikanten bezahlt ? Ich denke, die Konditionen unserer Fa. recht gut sind.
Übrigens, eine der ehemaligen Praktikantinen bekommt demnächst eine Einstellung auf Probezeit bei uns in der Fa. Und dann wirds vernünftig bezahlt. Erst sich beweisen, dann fordern, nicht umgekehrt.
Und was die Probezeit angeht: Erst ein unbezahltes Praktikum machen, dann noch eine Probezeit und dann erst in ein richtiges Arbeitsverhältnis übernehmen? Wahrscheinlich auch noch mit Zeitvertrag, oder? Wofür gibt es denn bitte schön die Probezeit? Zum Arbeitnehmerverarschen?
Das ist Ausbeutung auf unterstem Niveau. Bei so einem Arbeitgeber würde ich nie arbeiten wollen, auch als Arbeitnehmer kann man sich den Arbeitgeber aussuchen. Witschaftliche Lage hin- oder her. Das ist meine Lebenseinstellung bis heute gewesen, daher habe ich auch nie ein unbezahltes Praktikum absolviert sondern nur gegen Geld bei Firmen gearbeitet. Das öffnet einem auch direkt die Tür in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.
Hast schon recht, kultgrieche. Aber Konditionen wie die von alex genannten sind leider der Standard.
"Generation Praktikum" waere da so ein Stichwort...
Hab da zufaellig kuerzlich nen Artikel in der Zeit gelesen. Manche Fachleute reden bereits von einem neuen Milieu namens "Prekariat" - gut ausgebildete, sehr mobile, leitungsbereite Menschen aus der Mittelschicht, aber trotzdem kriegen sie kein Bein auf den Boden, weil nirgends eine feste Anstellung in Sicht ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Prekariat
"Generation Praktikum" waere da so ein Stichwort...
Hab da zufaellig kuerzlich nen Artikel in der Zeit gelesen. Manche Fachleute reden bereits von einem neuen Milieu namens "Prekariat" - gut ausgebildete, sehr mobile, leitungsbereite Menschen aus der Mittelschicht, aber trotzdem kriegen sie kein Bein auf den Boden, weil nirgends eine feste Anstellung in Sicht ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Prekariat
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Anonymous
Super ! Ich freue mich immer über Diskussionen !
Ich bin nicht der Chef der Fa, leider noch nicht. Doch die Fa. hat auch eine Webadresse, Kunden, etc., also alles, was notwendig ist. Auch Ex-Praktikanten, sowie unsere deutsche Kunden, sogar unsere Vertretung in Berlin sind durchaus echt und stehen für ein Gespäch mit neuen Bewerber bereit.
Ich glaube aber, daß alldas Sinn macht, wenn die Leute ernsthaft an einem Praktikum interessiert sind. Aus Erfahrung heraus: wir haben in der Vergangenheit auch mit kompletten Firmendaten inseriert und als Eregebniss hatten wir dutzende Anfragen von Fragelüstigen. Das hat uns auch nicht weiter gebracht.
Also, mein Angebot gilt immer noch.
In diesem Sinne freue ich mich auf weitere Bewerbungen.
Ich bin nicht der Chef der Fa, leider noch nicht. Doch die Fa. hat auch eine Webadresse, Kunden, etc., also alles, was notwendig ist. Auch Ex-Praktikanten, sowie unsere deutsche Kunden, sogar unsere Vertretung in Berlin sind durchaus echt und stehen für ein Gespäch mit neuen Bewerber bereit.
Ich glaube aber, daß alldas Sinn macht, wenn die Leute ernsthaft an einem Praktikum interessiert sind. Aus Erfahrung heraus: wir haben in der Vergangenheit auch mit kompletten Firmendaten inseriert und als Eregebniss hatten wir dutzende Anfragen von Fragelüstigen. Das hat uns auch nicht weiter gebracht.
Also, mein Angebot gilt immer noch.
In diesem Sinne freue ich mich auf weitere Bewerbungen.
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Michael
Ich weiss gar nicht, warum Betriebspraktika so verteufelt werden.
Es geht bei einem Praktikum sicherlich nicht darum, irgendwelche Leute auszubeuten. Das ist aus meiner Sicht blödsinn.
Wie sieht denn die Realität heute aus ? In Deutschland gehen Klassenlehrer bei Firmen betteln um Praktikumsplätze. In Russland machen die Verbände, wie z.B. die Delegtation der deutschen Wirtschaft in der RF. Russland hat seinerseits eigene Programme dafür aufgelegt.
Welchen "wirtschaftlichen Nutzen" hat eine Firma von einem Praktikaten. Das ist eher gleich null. Im Gegenteil, diese Leute kosten Geld. Denn die kommen nicht in die Firma, nehmen sich nen Kaffee und fangen an zu arbeiten.
Denen wird jemand zur Seite gestellt, der die Sache kennt und erklärt und dann machen die Praktikanten was, das wiederum kontrolliert wird. Die meisten Praktikanten schaffen es in der kurzen Zeit nicht einmal, selbstständig etwas zu machen.
Es handelt sich rein darum, den jungen Menschen die Unterschiede zwischen Theorie und Praxis dar zu legen, denn in den Lehrbüchern hören sich manche Jobs doch durchaus attraktiv an, sind es in der Realität nachher gar nicht....
Michael
Es geht bei einem Praktikum sicherlich nicht darum, irgendwelche Leute auszubeuten. Das ist aus meiner Sicht blödsinn.
Wie sieht denn die Realität heute aus ? In Deutschland gehen Klassenlehrer bei Firmen betteln um Praktikumsplätze. In Russland machen die Verbände, wie z.B. die Delegtation der deutschen Wirtschaft in der RF. Russland hat seinerseits eigene Programme dafür aufgelegt.
Welchen "wirtschaftlichen Nutzen" hat eine Firma von einem Praktikaten. Das ist eher gleich null. Im Gegenteil, diese Leute kosten Geld. Denn die kommen nicht in die Firma, nehmen sich nen Kaffee und fangen an zu arbeiten.
Denen wird jemand zur Seite gestellt, der die Sache kennt und erklärt und dann machen die Praktikanten was, das wiederum kontrolliert wird. Die meisten Praktikanten schaffen es in der kurzen Zeit nicht einmal, selbstständig etwas zu machen.
Es handelt sich rein darum, den jungen Menschen die Unterschiede zwischen Theorie und Praxis dar zu legen, denn in den Lehrbüchern hören sich manche Jobs doch durchaus attraktiv an, sind es in der Realität nachher gar nicht....
Michael
Michael hat geschrieben:Ich weiss gar nicht, warum Betriebspraktika so verteufelt werden.
Es geht bei einem Praktikum sicherlich nicht darum, irgendwelche Leute auszubeuten. Das ist aus meiner Sicht blödsinn.
Wie sieht denn die Realität heute aus ? In Deutschland gehen Klassenlehrer bei Firmen betteln um Praktikumsplätze. In Russland machen die Verbände, wie z.B. die Delegtation der deutschen Wirtschaft in der RF. Russland hat seinerseits eigene Programme dafür aufgelegt.
Welchen "wirtschaftlichen Nutzen" hat eine Firma von einem Praktikaten. Das ist eher gleich null. Im Gegenteil, diese Leute kosten Geld. Denn die kommen nicht in die Firma, nehmen sich nen Kaffee und fangen an zu arbeiten.
Denen wird jemand zur Seite gestellt, der die Sache kennt und erklärt und dann machen die Praktikanten was, das wiederum kontrolliert wird. Die meisten Praktikanten schaffen es in der kurzen Zeit nicht einmal, selbstständig etwas zu machen.
Es handelt sich rein darum, den jungen Menschen die Unterschiede zwischen Theorie und Praxis dar zu legen, denn in den Lehrbüchern hören sich manche Jobs doch durchaus attraktiv an, sind es in der Realität nachher gar nicht....
Michael
Hallo Michael,
nach Deiner Logik duerften Azubis folgerichtig auch nicht entlohnt werden. Oder? Kosten die Firma doch auch mehr Geld, als sie einbringen.
Deiner darstellung zur Realitaet in Deutschland muss ich auch entschieden widersprechen.
Ich habe waehrend meines eigenen Studiums 5 Praktika absolviert, in 3 Faellen Arbeiten, die man ohne weiteres auch diplomierten Angestellten auftragen koennte. Das wird aber nicht gemacht. Und warum? Weils so billiger ist. Noch extremer die Situatiuon bei Praktika nach dem Hochschulabschluss: Ich habe selber schon von Faellen gehoert (aus 1. Hand!), in denen befristete Vertraege von 6 Monaten Jahr Laufzeit angenommen wurden, ohne dass es eine nennenswerte Verguetung gegeben haette (inwiefern das vernuenfitig ist, ist eine andere Frage). Uebernommen wird niemand (das wird wenigstens angekuendigt), aber man spekuliert darauf, die Arbeitserfahrung zu bekommen, die allenorts angefordert wird.
Noch so ein Beispiel: Ein grosser Konzern der Zellstoff- und Papierindustrie betreibt eine Sektion, welche beschaeftig: 1 Manager, dessen rechte Hand, 1 Sekretaerin (Minijob) und jaehrlich 12 Praktikanten.
Was gibts geboten? 300 Euro, Kaffee und ein bisschen Prestige (der Firmenname macht sich gut im CV). Was bekommt man beigebracht? Nichts, ausser das, was man durch die Arbeit an zusaetzlichem Fachwissen erwirbt.
Das ist heute die Realitaet in Deutschland.
Es geht auch gar nicht darum, Praktika zu verteufeln. Und aehnlich wie bei Ausbildungsplaetzen bin ich froh um jede vernuenftige Praktikantenstelle!
Nur ist heute ein Praktikum heutzutage immer haeufiger etwas anderes als noch vor wenigen Jahren. Praktika sind Vollzeitjobs mit der Veguetung eines Minijobs, oder gar noch weniger. Das ist in solchen Faellen nichts anderes als eine moderne Form der Ausbeuterei, die nur aufgrund der prekaeren Lage auf dem Arbeitsmarkt moeglich ist.
Noch mal was konstruktiveres zum Abschluss: Ich waere dafuer, unbezahlte Praktika von mehr als 4-6 Wochen Laufzeit zu verbieten, ansonsten einen Minimallohn von 7 Euro/h. Fuer Praktika nach dem Abschluss mindesten 12-14 Euro/h.
Alles andere hat Kultgrieche schon gesagt, Stichwort Probezeit und befristete Vertraege.